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Thomas

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1

Montag, 27. April 2009, 09:42

Unmögliches Verhalten einer Hammelherde von Fahrgästen

Ich muß hier einfach mal loswerden, was mir am Freitag auf dem Heimweg passiert ist. Wenn man nicht selbst dabei gewesen ist, glaubt man es eigentlich kaum:

ich war mit einer S8 oder 9 auf dem Heimweg von Frankfurt zur Station Mühlberg. Bis knapp hinter Of-Ost war noch alles normal. Auf Höhe von manroland war aber ungewöhnliches Bremsen des Zuges zu merken und dieser verringerte seine Geschwindigkeit deutlich, fuhr aber immer langsamer werdend bis geschätzte 200 Meter vor den Bahnhof Mühlheim. Dann stoppte der Zug und stand erstmal. Okay dachte ich mir... vorm Bahnhof liegt eine Weiche. Vielleicht ein Problem damit... mal abwarten. Einige Minuten später die Ansage: aufgrund technische Probleme in Hanau kann der Zug nicht weiterfahren, wird jetzt umgesetzt, fährt nach Offenbach Ost zurück und dort müsse man dann erstmal weitersehen.
Ein allgemeines "och nööö" war im Wagen zu hören. Gut, dachte ich mir, kann ja mal vorkommen und hatte ich lange nicht mehr. Aber der wird doch wohl hoffentlich wenigstens noch in den Bahnhof kommen und dort den Zug wenden. Dem war aber nicht so. Scheinbar wirkten sich die Probleme derartig aus, daß eine Weiterfahrt auch über die paar Meterchen absolut nicht möglich war. Vermutlich war die nächste Weiche falsch gestellt und das entsprechende Gleis im Bahnhof bereits belegt (normalerweise begegnen sich dort die Züge fast).
Einer in meinem Wagen hatte diesen Gedanken nicht, sondern scheinbar nur sein Auto am Bahnhof vor Augen. Und dann ist es passiert:

keine Minute nach dieser Ansage ist ein Mann aufgestanden, zur Tür gegangen, hat die Notöffnung gezogen, ist etwa 1,5 Meter tief ins Gleisbett gesprungen und gegangen. Aber nicht nur das, nein: geschätzte 15-20 weitere Fahrgäste haben es ihm nachgemacht und den Zug eigenmächtig auf offener Strecke verlassen !!

Der Tf muß in der Zwischenzeit seinen Zug bereits gesichert und den Führerstand verlassen haben, denn er ist noch auf die letzten Leute dieser "flüchtigen Gruppe" getroffen. Oh, den hätttet ihr mal hören sollen. Geschimpft wie ein Rohrspatz hat er und das führte sogar so weit, daß ein Fahrgast scheinbar noch zur offenen Auseinandersetzung am Gleis bereit gewesen wäre (Zitat: "Hä ? Was willste ?? Na dann komm doch her !!!"). Ich habe echt gedacht ich bin im falschen Film, denn so wie der Tf sich aufgeregt hat, war mein Wagen scheinbar kein Einzelfall. Wie dem auch sei, erstmal haben seine Aufregung alle die abbekommen, die im Wagen neben der Tür standen und definitiv nicht aussteigen wollten. Er mußte dann in den Wagen klettern, die Tür schließen und die Sicherung wieder zurückdrücken. Dabei hat er schön weitergeschimpft. Nachdem ihm gesagt wurde, daß von den letzten zehn Leuten im Wagen doch keiner etwas dafür kann, hat er sich dann noch entschuldigen müssen und ein schönes Wochenende gewünscht.

An der Zugspitze angekommen, gab es erstmal die Ansage daß es in nächster Zeit wieder zurück nach Of-Ost ginge und wir wenn "weiter die Türen im Zug aufgerissen werden heute gar nicht mehr von der Stelle kommen".

Dann ging es nach einiger Wartezeit fast im Schritttempo wieder zurück nach Offenbach, wo wir noch mal gute 15 Minuten auf Einfahrt warten konnten. Kurz vor Offenbach nochmal die Ansage, daß der Zug nun wegen technischer Probleme und Personen im Gleis verspätet wieder nach Offenbach zurück käme, dort vor Ort über weitere Reisemöglichkeiten informiert würde, weil ihm keine weiteren Infos dazu vorlägen, nochmal die Bitte um Entschuldigung und ein schönes Wochenende.
Darüber hat sich dann noch jeder in meinem Wagen aufgeregt. Ich hatte mir zwischenzeitlich meine Abholgelegenheit an den Bahnhof telefoniert, bin ins Auto umgestiegen und habe dabei nur gedacht was dieser Tf doch für ein armes Schwein ist. Auf sowas hätte ich an einem Freitag Nachmittag keine Lust und ich möchte nicht wissen (so wie die Leute teilweise drauf waren), ob er am Bahnsteig nicht nochmal blöd angemacht worden ist.

Manche Leute sollten sich echt mal gut überlegen, was vorbildhaftes Verhalten ist. Ich fand es ganz unmöglich, was da am Freitag abgelaufen ist.
Am Zug bitte zurückbleiben, der Bahnsteig fährt gleich ab !

2

Montag, 27. April 2009, 10:45

Die Leute denken nicht mit. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass man auf die Idee kommen kann, dass man doch die 200 Meter auch einfach laufen kann. Würde ich auch. Aber dass man einfach die Türen auf offener Strecke aufreisst, da muss schon einiges schief laufen. Lass es nur eine Oberleitungsstörung sein (also heruntergehangen :) ), dann schlägt der Darwin gnadenlos zu.

Ein ähnliches Phänomen ist auch an Ampeln zu beobachten. Stehe ich ordentlich als erster an der Ampel und gehe nicht rüber (weil ich einen Bus früher genommen habe und so tatsächlich noch Zeit habe), traut sich das auch oft kein Anderer (auch wenn kein Auto da ist). Geht dann irgendjemand doch bei Rot über die Straße, folgen etwa 5-10 andere.

Oder beim Autofahren: Das fahren über den Bürgersteig zum Ausweichen ist verboten (und gefährlich, wer schaut schon ausreichend nach Fahrradfahrern oder Passanten), macht es jedoch ein Honk, fahren danach alle folgenden Autos auch über den Gehweg wie eine Lemmingherde hinterher, anstelle einfach an geeigneter Stelle zu warten.

Selbst das Gehirn einschalten und nachdenken hilft. Nur weil es alle anderen machen, muss es nicht richtig sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »giftnudel« (27. April 2009, 10:45)


3

Montag, 27. April 2009, 11:26

Zitat

Original von giftnudel
Lass es nur eine Oberleitungsstörung sein (also heruntergehangen :) ), dann schlägt der Darwin gnadenlos zu.

Ich bin mal in nem IC gesessen, der direkt nördlich von Wixhausen seinen Panto abgerissen hat (mit ein paar hundert Metern Oberleitung).
Nach etwa ner halben Stunde waren die ersten "verschwunden", hauptsächlich wohl Darmstädter, und das Zugpersonal durfte versuchen alle Türen mit Posten zu sichern. Nach ca. zwei Stunden kam dann immerhin der Arbeitstrupp aus Darmstadt, der erst mal nach Erdung im Dunkeln die Oberleitung suchen durfte.

MdE

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4

Montag, 27. April 2009, 12:53

RE: Unmögliches Verhalten einer Hammelherde von Fahrgästen

Zitat

Original von Thomas
Kurz vor Offenbach nochmal die Ansage, daß der Zug nun wegen technischer Probleme und Personen im Gleis verspätet wieder nach Offenbach zurück käme, [...]


Kein Kommentar...

5

Montag, 27. April 2009, 14:59

Ich weiß jetzt gar nicht, was es da zu wundern oder aufzuregen gibt? Das war ein völlig normales Fahrgast-Verhalten.

Ein Fahrgast interessiert sich nicht für Betriebsstörungen. Er will einfach nur von A nach B. Alles weitere geht ihm am Arsch vorbei. Mich hat es allerdings gewundert, dass überhaupt noch jemand im Zug geblieben ist. Wenn ich früher an der Weiterfahrt gehindert war, ist der Zug jeweils in Kürze komplett leer gewesen (Warten? Keine Zeit!). Wenn es geknallt hat, haben die Ersten schon nach der Weiterfahrt oder dem Aussteigen gefragt, noch bevor ich überhaupt einen Überblick über die Sachlage hatte. Also auf gut deutsch; während draussen noch die Brocken geflogen sind, haben die schon gefragt, wann es weitergeht. Die Reihe der Erlebnisse ließe sich beliebig fortsetzen.

So isser er halt - der Fahrgast (oder der Mensch). Und das ist beileibe keine Erscheinung der heutigen Zeit. War früher schon ganz genauso. Als Fahrer kriegt man es eben häufiger mit.

6

Montag, 27. April 2009, 17:46

Hallo,

Es gab auch schon Leute die bei einer Oberleitungsstörung ( wo dir Fahrleitung auf dem Boden war ) ausgestiegen sind!
Die waren auf der stelle Tod!


Grüße

7

Montag, 27. April 2009, 17:52

Hallo,

als die RB #fw - #fd, in der ich saß, zwischen #fmb und Nauheim die Oberleitung abriss (ich berichtete damals darüber), warnte der Zugbegleiter deutlich vor den Gefahren, die beim Aussteigen auf offener Strecke bestehen. Dadurch verhielten sich alle Fahrgäste diszipliniert, und verließ niemand den Zug. Der Vorfall ereignete sich allerdings auf freier Strecke, und nicht 200 m vor dem Bahnhof.

Grüße ins Forum
Helmut
You'll Never Ride Alone.

K-Wagen

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8

Montag, 27. April 2009, 21:44

Ich zitiere mich mal selbst aus dem "Lange Nacht der Museen" Thread:

Zitat

Beim O-Wagen auf der Fahrt Richtung Zoo machte in einem Fahrstand das Mikro schlapp. Kurzerhand wurde von der Basler zur Südseite abgebogen, der dortige Gleiswechsel wurde zur Richtungsänderung genutzt und schon gab es wieder live Haltestellenansagen und Hinweise zur Umgebung. Freude So wurde es den Fahrgästen deutlich, dass es sich um ein Zweirichtungsfahrzeug handelt großes Grinsen


Der Fahrer hielt nicht am Bahnsteig "Südseite" sondern fuhr durch und hielt so, dass er den Gleiswechsel befahren konnte.

Selbst dieses kleine Manöver brachte einen Hornochsen dermassen auf, dass er panisch rumkrakelte die Notöffnung, der zweiten Tür betätigen wollte da keine Türfreigabe erfolgte um auszusteigen, dann aber mit einigen weiteren Fahrgäste im Schlepp die erste Tür nahm, da diese offen stand, denn der Fahrer war mit Weichenspieß zur Weiche unterwegs.
Dass er mit der restlichen Hammelherde im fließenden Verkehr stand is ja nich so schlimm 8o
Keine Ahnung was die Leute, die ja in ihrer Freizeit mit einem historischen Sonderzug unterwegs waren, so panisch reagieren ließ weiß nur ein Psychologe.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

9

Montag, 27. April 2009, 22:12

das Problem wird sein, dass die Bahn einem nicht das Gefühl vermittelt, dass sie zum Wohle der Reisezeit der Fahrgäste mit Betriebsstörungen und deren Information umgeht. So rechnet man immer mit dem Schlimmsten.
Viele Möglichkeiten, darunter auch das Aussteigen auf freier Strecke, werden nicht zugelassen, weil es weniger oder mehr Leute gibt, die das nicht beherrschen und daher alle vor Unfällen zwangsgeschützt werden.

Meiner Meinung genügt eine gute Information über die möglichen Gefahren in der vorliegenden Situation. So kann sich jeder Fahrgast überlegen, was er in dieser Situation macht.
=> Es gäbe dann wahrscheinlich Seminare mit dem Titel: "Wie befreie ich mich sicher aus einer blockierten Situation" :D

Früher gingen die Türen bei manchen Stadtbahnen auch während der Fahrt schon zu öffnen und die Fahrgäste waren an der Station alle draußen, bevor der Zug stand. Heute kommt man nur raus, wenn der Tf die Türfreigabe nicht verpennt.

Unmöglich war mal ein Fahrer eines 4-Türigen Gelenkbusses in einer Südhessischen Stadt im Berufsverkehr, der in einem knackig vollen Bus eine Station vor einer wichtigen Umsteigehaltestelle die defekte Tür 3 verrigelte und an der zentralen Umsteigehaltestelle die Türen 2 + 3 + 4 nicht freigab X( . Der Busfahrer hätte den Bus bis zur besagten Haltestelle neben die Haupttrasse fahren, dort alle Türen wieder freigeben und einen Ersatzbus für die wenigen Fahrgäste des untergeordeneten Linienabschnittes ab dem zentralen Umsteigepunkt ordern oder er hätte erst ab dort so verfahren sollen.

Edit:
Tippfehler
Von den rot-weißen wünsch ich mir:
RIS: Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4
und dann steh ich mit (max.) +5 (Min.) vor der Tür!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (27. April 2009, 22:17)


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10

Montag, 27. April 2009, 22:23

Helmut hat es auf den Punkt gebracht: Wenn die Deutsche Bahn endlich einmal ein kundenorientiertes Störungs-Management entwickeln würde, dann würden sich wahrscheinlich auch die Fahrgäste disziplinierter verhalten.

Solange aber der Regelfall ist, dass zum Teil über Stunden weder Personal - in Person des Tfz-Führers - noch Fahrgäste informiert werden und es ebenfalls Stunden dauern kann, bis die Bahn ein SEV organisiert hat, greifen die Fahrgäste lieber zur Selbsthilfe:

Ist doch klar: Rausgeschaut, möglichst zur Außenseite, wo kein Gegengleis liegt, ausgestiegen, und vom Acker gemacht. Natürlich ist das in Hamburg oder Berlin, wo auch noch eine Stromschiene neben dem Gleis liegt, etwas riskanter. Aber zumindest bei der S-Bahn Hamburg hat das Störungsmanagement immer gut funktioniert. Nur beim großen DB-Konzern fühle ich mich bei Störungen immer weitaus mehr verloren als bei jeder anderen Bahn, bei der ich je gefahren bin. :D

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11

Montag, 27. April 2009, 23:04

Zitat

Original von Ost-West-Express
[,...]Wenn die Deutsche Bahn endlich einmal ein kundenorientiertes Störungs-Management entwickeln würde, dann würden sich wahrscheinlich auch die Fahrgäste disziplinierter verhalten.[...]


Ich glaube nicht, dass detaillierte Informationen über Störungsfälle am Herdentrieb mancher Fahrgäste etwas ändern würden.
Aber wahrscheinlich bin ich schon zu betriebs"blind" bzw. habe gelernt, die graue Masse in meinem Kopf zweckgebunden zu nutzen, um nicht auf so einen Blödsinn wie einem Ausstieg auf offener Strecke zu kommen.
Gruß, 420 281-8
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Tatrafan

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12

Dienstag, 28. April 2009, 00:35

So, da bin ich wieder.

... und wäre von den Aussteigern in der Pampa einer auf die Fresse geflogen und/oder hätte sich beim Runterspringen die Knochen gebrochen, wäre das Gejaule erst recht wieder groß gewesen. Hätte wieder schönen langatmigen Rechtsstreit-Hokuspokus gegeben, wegen Körperverletzung, Schmerzensgeld, Schadenersatz etc.pp. ... da kann ich schon verstehen, daß der Kollege sauer war. - Und die ganzen runtergeruppten Notöffnungsknöpfe wieder hochzudrücken und dazu dort, auf der freien Strecke, in jeden einzelnen Wagen hoch- und wieder runterklettern zu müssen, hebt auch nicht unbedingt die Stimmung - ich versuche zwar immer, Verständnis für meine Fahrgäste aufzubringen, aber bei sowas ist irgendwann auch bei mir der Ofen aus.

Information.... ja, das ist ein leidiges Thema, das ist leider wahr. - Deshalb jetzt nachträglich ein paar wenige Infos von mir ;)

- Zum Standort vor Mühlheim: vor der erwähnten Weiche befindet sich ein Blocksignal, was den anschließenden zweigleisigen Abschnitt bis Dietesheim deckt. Wegen Durchrutschweg (Sicherheitsabstand) steht das Signal ein Stück vor der Weiche. Dieses Ding war offenbar rot, deshalb das ungewöhnliche Bremsen auf der offenen Strecke und der komische Standort. - Warum nicht bis Mühlheim rein gefahren werden konnte: keine Ahnung, vermutlich beide Gleise schon besetzt (da bringt es auch nichts, wenn beide anderen Züge am Dietesheimer Bahnsteig hinten gestanden hätten, der Blockabschnitt geht auf beiden Gleisen, vereinfacht gesagt, von Weiche zu Weiche - und wenn in einem Blockabschnitt schon was drin steht, wars das, dann kommt nichts anderes mehr rein). Einfacher wär's betrieblich auf jeden Fall gewesen, dann hätte man nämlich zurück nach Offenbach auf Hauptsignal ausfahren können - und das mit Fahrplangeschwindigkeit. So aber war ganz offensichtlich die niedrige Geschwindigkeit erforderlich, das war dann nämlich:

- Zurücksetzen des Zuges (nach Offenbach) : geht nur auf schriftlichen Befehl, zulässige Geschwindigkeit... erwischt, müßte ich nachgucken, sind glaube nur 20 km/h.

Allgemein ist an diesem Freitag nachmittag aber einiges schief gelaufen, da gibts nichts schönzureden.

Wer eigenmächtig den Zug verlassen will, den halte ich natürlich nicht auf.... aber, wie gesagt, die Folgen gehen einem schon mächtig aufs Schwein, auch uns als Tf, und wir (ja, wir Tf ganz persönlich) haben keine Lust, weil sich beim Runterspringen einer die Hacksen verknackt, uns dann mit Bundespolizei und dem seinen Anwälten rumärgern zu müssen.

Zum Glück kommen derartige Situationen nicht so häufig vor...
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

Wolfman-Al

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13

Dienstag, 28. April 2009, 02:36

Wundert mich nicht im Geringsten.
Menschen sind Idioten (siehe meine Signatur, das bestätigt sich jeden Tag aufs Neue), das sollte doch allgemein bekannt sein.Wenn sie sich durch ihre Blödheit gefärden, sollen sie doch, sie sind alt geng, außerdem bin ich immer dafür das sich die Dummen durch natürliche Auslese aus unserem Genpool entfernen. Das einzige Problem dabei ist das die Leute ohne schadhaftes Gehirn grundsätzlich drunter leiden müssem.
Während die Weltbevölkerung stetig ansteigt, bleibt die Intelligenz, die auf der Erde verteilt ist, konstant.

Mein Comic: www.airpatrolonline.net

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wolfman-Al« (28. April 2009, 02:37)


14

Dienstag, 28. April 2009, 08:51

Zitat

Original von Tatrafan
[...] wenn in einem Blockabschnitt schon was drin steht, wars das, dann kommt nichts anderes mehr rein).


Kann man in so einem Fall nicht auf schriftlichen Befehl / Ersatzsignal in den Bahnnof einfahren?
Voraussetzung wäre dann natürlich, dass am Bahnsteig noch genug Platz für den Zug ist.

Thomas

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15

Dienstag, 28. April 2009, 09:26

Mich hat das ganze z.B. schon deshalb geärgert, weil man ja nun wirklich nicht sagen könnte, daß keine Information erfolgte. Das ist mal das eine. Es gab in kürzester Zeit eine klare Ansage, was passieren wird, nämlich dass der Zug wieder zurückfahren wird. Bzgl. Informationsfluss könnte man sich eigentlich nicht wirklich beklagen.
Zurück in Of-Ost wäre es überhaupt kein Problem gewesen, erstmal zu gucken, ob der nächste Zug vielleicht schon wieder fährt (damit hätte man 15 Minuten Verspätung gehabt) und bei längerer Wartezeit sich abholen zu lassen oder ein Taxi zu nehmen (geht doch mit Jahreskarte sowieso in bestimmten Fällen).
Aber ich glaube da geht es manchen Leuten echt gelegentlich um 5 Sekunden früher oder später. Bestes Beispiel dafür ist, daß schon Kilometer vorm Bahnhof sich an einer speziellen Tür Menschengruppen drängeln, weil genau diese Tür meistens genau vor der Treppe hält. So kann man nämlich den Bahnhof in Bestzeit verlassen und dabei möglichst viele Mitreisende hinter sich lassen. Das geht manchmal so weit, daß ich nur eine Tür weiter ganz alleine stehe und vor der nächsten Tür etwa 15 Leute stehen, die dann durch ihre gewaltige Anhäufung auf engstem Raum insgesamt länger zum Aussteigen brauchen als ich. Also wenn ein Tf die Mühlheimer ärgern will: aus Versehen 10 Meter weiter vorne oder hinten halten :D

Ernsthaft: man erkennt schon in Offenbach am Einsteigeverhalten die Leute, die in Mühlheim aussteigen werden, weil die sich selbst bei zig freien Sitzplätzen meistens gleich neben "ihre" Tür stellen, um diese zu bewachen.
Am Zug bitte zurückbleiben, der Bahnsteig fährt gleich ab !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thomas« (28. April 2009, 09:27)


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16

Dienstag, 28. April 2009, 09:38

Zitat

Original von Wolfman-Al
Wundert mich nicht im Geringsten.
Menschen sind Idioten (siehe meine Signatur, das bestätigt sich jeden Tag aufs Neue), das sollte doch allgemein bekannt sein.Wenn sie sich durch ihre Blödheit gefärden, sollen sie doch, sie sind alt geng, außerdem bin ich immer dafür das sich die Dummen durch natürliche Auslese aus unserem Genpool entfernen. Das einzige Problem dabei ist das die Leute ohne schadhaftes Gehirn grundsätzlich drunter leiden müssem.


schön wäre es, wenn diese sich durch natürliche auslese reduzieren würden, aber wie heisst es so schön: dumm fic*t gut, somit ist ein aussterben dieser unterart des homo sapiens sapiens leider nicht so ohne weiteres möglich.

in dem von thomas angesprochenen fall muss ich unwillkürlich an ein spiel denken, lemmings. leider verhält sich ein grossteil unserer fahrgäste wie diese tierart, anstatt sich an die evolutionär korrekte bedeutung ihrer art zu orientieren, eher könnte man sagen, der hirnamputierte (bzw nicht denkende) mensch.

@f-fighter: theoretisch wäre es möglich, auf befehl in diesen abschnitt einzufahren, aber es könnte auch durchaus sein, dass dieser in diesem abschnitt befindliche zug ebenfalls bereits einen befehl zur zurückfahrt erhalten hat, um nicht unnötig die strecke zu blockieren (fehlende umläufe haben zugausfälle zur folge, um diese zu vermeiden, wird schnell alles gedreht und zurückgejagt, um andere fahrgäste nicht zu verärgern weil 'ihr' zug nicht kommt).

hätte übrigens der tf anders reagiert, wäre die strecke inkl. fernbahn für mindestens 1-2 stunden gesperrt gewesen (personen im gleis= notruf= streckensperrung bis B-Pol vor ort, diese suchen dann noch die strecke ab und geben diese dann wieder frei). was anderes wäre es gewesen, wenn der zug evakuiert worden wäre, für diese aktion lag aber kein grund vor, somit sind die türen geschlossen zu halten.

wer eigenmächtig auf freier strecke aussteigt, muss damit rechnen, dass sein/ihr leben wesentlich kürzer ausfällt als geplant oder anderweitig die lebensqualität verringert. ich habe mit solchen lemmingen kein mitleid und werde mich hüten, diese am aussteigen zu hindern (dafür ist dann aber die strecke dicht und mein dienst aller wahrscheinlichkeit für diesen tag zu ende).

Luna-D.
Lunatic-Driver/Luna Dorian
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ein armer Spieler nur, der seine Stunde auf einer Bühne auf- und abgeht und sich quält,
und dann ist er verscholln.

Thomas

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17

Dienstag, 28. April 2009, 14:29

Zitat

Original von Lunatic-Driver
@f-fighter: theoretisch wäre es möglich, auf befehl in diesen abschnitt einzufahren, aber es könnte auch durchaus sein, dass dieser in diesem abschnitt befindliche zug ebenfalls bereits einen befehl zur zurückfahrt erhalten hat,

Ich sage es mal so: von Of-Ost habe ich mich unverzüglich mit dem Auto nach Mühlheim fahren lassen. Das Bild dort war das folgende: ein voller Bahnsteig und eine wartende S-Bahn mit Fahrtrichtung Offenbach. Das Gleis nach Hanau war leer, weswegen mein Gedanke auch gewesen wäre, daß man auf dieses hätte fahren können. Die Wende wäre da schon für den Tf einfacher gewesen und ein großer Teil der Fahrgäste wäre nachhause gekommen. Es muß also einen echten Grund gegeben haben, dies nicht zu tun. Entweder stand dort bereits wirklich ein Zug, der zum Zeitpunkt meiner Ankunft bereits auf dem Weg nach Offenbach war, oder die Weiche hatte echt ein Problem. Ist die von Offenbach aus gesteuert oder von Hanau ?
Wenn diese Weiche auf das andere Gleis eingestellt gewesen wäre, hätte das die Weiterfahrt verhindert. Aber auf der anderen Seite frage ich mich, ob das nicht schon in Of-Ost die Ausfahrt verhindert hätte, weil der gesamte Abschnitt bis Mühlheim nur eingleisig ist.


Zitat


um nicht unnötig die strecke zu blockieren (fehlende umläufe haben zugausfälle zur folge, um diese zu vermeiden, wird schnell alles gedreht und zurückgejagt, um andere fahrgäste nicht zu verärgern weil 'ihr' zug nicht kommt).


Gejagt ?? Na das habe ich gemerkt :) Gejagt hat eher uns der Sekundenzeiger :D
Zum fehlenden Umlauf und Zugausfall: wir sind in Offenbach zwar auf Gleis 3 für Frankfurt eingefahren, aber der Zug wurde danach erneut gewendet und ging in die Abstellung. Auf Gleis 2 stand ebenfalls eine S-Bahn mit Fahrtrichtung Hanau über deren Weiterfahrt mir nichts bekannt ist. Nur kann ich sagen, daß sie nicht nach Hanau gefahren ist, sondern vielleicht auch in die Abstellung, denn die Innenbeleuchtung war ausgeschaltet. Nach Frankfurt hat man evtl. die Bahn fahren lassen, die in Mühlheim stand, als ich dort angekommen bin.
Am Zug bitte zurückbleiben, der Bahnsteig fährt gleich ab !

18

Dienstag, 28. April 2009, 15:21

RE: Unmögliches Verhalten einer Hammelherde von Fahrgästen

[ Wie dem auch sei, erstmal haben seine Aufregung alle die abbekommen, die im Wagen neben der Tür standen und definitiv nicht aussteigen wollten. Er mußte dann in den Wagen klettern, die Tür schließen und die Sicherung wieder zurückdrücken. Dabei hat er schön weitergeschimpft. Nachdem ihm gesagt wurde, daß von den letzten zehn Leuten im Wagen doch keiner etwas dafür kann, hat er sich dann noch entschuldigen müssen und ein schönes Wochenende gewünscht.]

Und das fandest Du ok, dass er seinen Unmut an den zurückgebliebenen Fahrgästen ausgelassen hat ? Und sich dafür noch bei den Leuten entschuldigen "musste" ? Dafür, dass sie so vernünftig waren, an einem heißen Freitag, wo sich jeder auf´s Wochenende freut, nach einer weiteren Unzulänglichkeit der "Öffentlichen" geduldig zu warten ? Und dann kann man sich noch den Frust des blökenden Fahrers über die sicherlich unvernünftigen anderen anhören ?

MdE

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19

Dienstag, 28. April 2009, 15:59

Schonmal die Beiträge von Luna oder Tatrafan gelesen?
Eine Möglichkeit, richtig erkennbar zu zitieren bietet das Forum übrigens auch.

20

Dienstag, 28. April 2009, 16:32

Zitat

Original von MdE
Schonmal die Beiträge von Luna oder Tatrafan gelesen?
Eine Möglichkeit, richtig erkennbar zu zitieren bietet das Forum übrigens auch.


Das mit dem Zitieren lerne ich hoffentlich noch, und gelesen habe ich jeden Beitrag.

Es fällt eben sehr stark auf, dass das Verständnis für Kollegen sehr stark ausgeprägt ist, und der Fahrgast im Großen und Ganzen eben ein Depp zu sein scheint.