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Original von Colaholiker
Diesen Punkt sehe ich etwas anders. So nervig die Warterei an Ampeln für mich als Fußgänger ist, darf man einige Punkte nicht übersehen. Wartende und wieder anfahrende Autos machen Lärm und produzieren mehr Dreck als Autos, die mit konstanter Geschwindigkeit vorbeifahren.
Zitat
Original von Colaholiker
Außerdem sehe ich (die Meinung teilt vielleicht nicht jeder) noch ein anderes Argument: Wenn ich für ein Verkehrsmittel bezahle (egal ob privat oder öffentlich, haußtsache motorisierter Verkehr), dann erwarte ich, daß ich für diese Investition das Ziel deutlich schneller erreiche als mit der quasi kostenlosen (abzüglich Verschleiß an Schuhen, Socken und Deo) Fortbewegung zu Fuß.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LJL« (1. August 2010, 17:11)
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Original von LJL
Das gilt nur bei statischer Sichtweise. Verkehr ist aber in höchster Weise dynamisch und es gibt nur zwei Konstanten. Das eine ist die Zeit, die man täglich im Verkehr verbringt. Diese liegt bei rund 60 Minuten. Das andere ist die Zahl der Wege pro Person und Tag. Diese liegen seit der Antike bei rund 3 Wegen am Tag.
Ein Auto fahre mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h. Dabei braucht es 7,4 l/100 km. Der CO2 Ausstoß liegt dann bei 175 g CO2/km. Nun wird der Verkehr verflüssigt und das Auto fährt 40 km/h und hat einen Ausstoß von 153 g CO2/km (6,5 l/100km).
Scheinbar also eine Ersparnis von 12,57 %. ABER: Die Reisezeit bleibt gleich. Folglich wird weiter gefahren. Da 40 km/h doppelt so schnell sind, wie 20 km/h. Wird doppelt soviel gefahren. Der CO2-Ausstoß liegt folglich bei 2*153 g CO2. Sprich 74,86 % mehr Ausstoß, als vor der Optimierung.
Zitat
Zahlst du für die rund 44.000 Tote die es in Deutschland jedes Jahr durch motorisierten Verkehr gibt? Wahrscheinlich nicht stärker, als Fußgänger und Radfahrer, welche diese Kosten durch ihre Krankenkassenbeiträge bezahlen.
Zitat
Original von Colaholiker
Zitat
Original von LJL
Das gilt nur bei statischer Sichtweise. Verkehr ist aber in höchster Weise dynamisch und es gibt nur zwei Konstanten. Das eine ist die Zeit, die man täglich im Verkehr verbringt. Diese liegt bei rund 60 Minuten. Das andere ist die Zahl der Wege pro Person und Tag. Diese liegen seit der Antike bei rund 3 Wegen am Tag.
Ein Auto fahre mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h. Dabei braucht es 7,4 l/100 km. Der CO2 Ausstoß liegt dann bei 175 g CO2/km. Nun wird der Verkehr verflüssigt und das Auto fährt 40 km/h und hat einen Ausstoß von 153 g CO2/km (6,5 l/100km).
Scheinbar also eine Ersparnis von 12,57 %. ABER: Die Reisezeit bleibt gleich. Folglich wird weiter gefahren. Da 40 km/h doppelt so schnell sind, wie 20 km/h. Wird doppelt soviel gefahren. Der CO2-Ausstoß liegt folglich bei 2*153 g CO2. Sprich 74,86 % mehr Ausstoß, als vor der Optimierung.
Interessante Rechnung - aber wieso wird automatisch weiter gefahren? Mein Weg zur Arbeit beträgt 26 km einfache Strecke. Wenn ich jetzt doppelt so schnell sein kann, weil alles flüssiger läuft, wird der Weg doch nicht automatisch weiter? Es bleiben doch 26 km? Okay, wenn eine minimal andere Verkehrsführung die schnellere wird, wird es vielleicht ein oder zwei Kilometer mehr, aber da verdoppelt sich doch nichts? Das liest sich für mich nach einer Milchmädchenrechnung.

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Original von Germanium
Verstehe ich auch nicht ganz. Ich fahre doch nicht weiter als ich muss, nur weil es doppelt so schnell geht
Oder meinst du das aus raumplanerischer Sicht, um der Zersiedelung entgegenzuwirken und die Stadtplanung auf kurze Wege auszurichten?
Zitat
Original von Darkside
Bei gleicher Reisezeit zum Arbeitsplatz vergrößert sich die Fläche, wo man zur
Wohnungssuche in Betracht zieht. (Und dank Absetzbarkeit via Steuer rechnet
sich das auch zu gut)
Zitat
Original von Colaholiker
Zitat
Original von Darkside
Bei gleicher Reisezeit zum Arbeitsplatz vergrößert sich die Fläche, wo man zur
Wohnungssuche in Betracht zieht. (Und dank Absetzbarkeit via Steuer rechnet
sich das auch zu gut)
Ich suche mir meinen Wohnort nicht nach meinem Arbeitsplatz aus, sondern umgekehrt. Sonst müßte ich ja nach *schauder* Kelkheim ziehen...
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Original von Chrizzz95
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Original von Colaholiker
Zitat
Original von Darkside
Bei gleicher Reisezeit zum Arbeitsplatz vergrößert sich die Fläche, wo man zur
Wohnungssuche in Betracht zieht. (Und dank Absetzbarkeit via Steuer rechnet
sich das auch zu gut)
Ich suche mir meinen Wohnort nicht nach meinem Arbeitsplatz aus, sondern umgekehrt. Sonst müßte ich ja nach *schauder* Kelkheim ziehen...
Glück gehabt, aber nicht alle können sich so glücklich schätzen und müssen zusehen, wo sie Arbeit finden. Leider hat sich seitens der Arbeitgeberschaft oft durchgesetzt, der Arbeitnehemer soll flexibel sein.
Aber zum Beispiel auch Beamte können in ihrem Einsatzort einfach versetzt werden und müssen dann, obwohl sie z.B. in Kassel gelebt und vielleicht sogar dort gearbeitet haben, nach Frankfurt versetzt werden und dorthin pendeln.
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Original von Darkside
Bei gleicher Reisezeit zum Arbeitsplatz vergrößert sich die Fläche, wo man zur
Wohnungssuche in Betracht zieht. (Und dank Absetzbarkeit via Steuer rechnet
sich das auch zu gut)
Zitat
Original von Germanium
Sowohl Beamte, als auch Angestellte, darf der Arbeitgeber nicht einfach nach Lust und Laune versetzen. Er muss zB das soziale Umfeld des Arbeitnehmers bei der Auswahl berücksichtigen (Rechtsprechung BAG).
Dh einen verheirateten Angestellten mit Kindern kann er nur in andere Betriebsstätten in zumutbarer Pendelentfernung versetzen (ich weiß nicht die genauen Streckenangaben, denke aber so ~50km).
Als unverheirateter junger Arbeitnehmer ohne Kinder muss man es sich allerdings gefallen lassen, auch mal von München nach Hamburg wechseln zu müssen. Aber warum nicht mal was neues erleben?
Zitat
Original von Colaholiker
Sorry, wenn ich all die
- Raser
- Drängler
- Gleislatscher
- Kamikazeradfahrer
- Halbschrankenumgeher
- ...
sehe, finde ich es schon eine Frchheit, daß mein Krankenkassenbeitrag dafür herhalten muß. Ebenso für die Kosten, die aus den Folgen des Verhaltens oben genannter Gruppen entstehen. Drängler drängt jemanden von der Straße ab, dieser stirbt -> Kosten sollte auschließlich der Verursacher tragen, und sonst niemand.
Es ist nutnmal Tatsache, daß doch der Löwenanteil der Verkehrstoten unmittelbar oder mittelbar auf sehr konkretes Fehlverhalten zurückgeht. Warum sollte ich also das Fehlverhalten anderer Leute bezahlen? Seltsame Argumentation.
Zitat
Original von Darkside
>Diese liegen seit der Antike bei rund 3 Wegen am Tag.
Naja....ich glaube nicht, daß die Zahl so passt. Die Struktur vor einigen hundert
Jahren sah so aus, daß nicht sonderlich viele Personen irgendwelche Wege
hatten. (Außer halt vom Wohnhaus in den Stall/Schuppen wo die Tiere/Arbeits-
geräte für die Bauerhofbewirtschaftung lagern....gleiches Gelände oft gleiches
Gebäude)
Zitat
Original von Colaholiker
Zitat
Original von Darkside
Bei gleicher Reisezeit zum Arbeitsplatz vergrößert sich die Fläche, wo man zur
Wohnungssuche in Betracht zieht. (Und dank Absetzbarkeit via Steuer rechnet
sich das auch zu gut)
Ich suche mir meinen Wohnort nicht nach meinem Arbeitsplatz aus, sondern umgekehrt. Sonst müßte ich ja nach *schauder* Kelkheim ziehen...
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Original von kato
Erzähl das mal einem Soldaten - der wird dich auslachen, weil der nämlich spätestens nach drei Jahren auch mit Familie versetzt wird.
Beamte können übrigens beliebig versetzt werden, wenn ihre Betriebsstätte geschlossen wird (kommt ja durchaus vor...). Ein Anspruch auf eine räumlich nahe Weiterverwendung besteht da nicht.
Zitat
Original von LJL
Die 40.000 Tote, die der Autoverkehr durch seinen Lärm und Abgas der Gesellschaft zufügt sind nicht auf konkretes Fehlverhalten Einzelner zurückzuführen, sondern eher auf die Masse der Autofahrer.
Zitat
Ob du deinen Wohnort nach deinem Arbeitsplatz ausrichtest, oder deinen Arbeitsplatz nach deine Wohnort ist relativ egal. Wenn du für deine 26 km aber doppelt solange brauchen würdest, hättest du die Stelle kaum angenommen.
Zitat
Und wenn du in der selben Zeit deutlich weiter kommen würdest, hättest du auch andere Stellen in Betracht gezogen.

Zitat
Original von Jörg L
Was war denn der Grund für die Kilometerbeschränkung?
Zitat
Lärm tötet schon, nur nicht in kriegsgerechtem Tempo. Der von Dir genannte Stress ist wohl der Hauptgrund. Dauerstress schlägt ja aufs Herz.
Zitat
Original von Germanium
Sowohl Beamte, als auch Angestellte, darf der Arbeitgeber nicht einfach nach Lust und Laune versetzen. Er muss zB das soziale Umfeld des Arbeitnehmers bei der Auswahl berücksichtigen (Rechtsprechung BAG).
Zitat
Original von Jörg L
Lärm ist natürlich nur ein Faktor von vielen