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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 09:44

[S] Netz 2011 - Der Countdown beginnt: Das Informationskonzept

Die SSB hat in den vergangenen Tagen ihre Informationskampagne für das Netz 2011 präsentiert. Auf der Internetseite www.netz2011.de findet man alle Informationen und neuen Netzplan. Wie ich finde eine gelungene Kampagne, von der sich andere Verkehrsbetriebe eine Scheibe abschneiden könnten.

Zitat

Netz 2011 - Der Countdown beginnt: Das Informationskonzept

Um Fahrgäste, Bürgerinnen und Bürger gut auf die Umstellung vorzubereiten, startet die SSB ab Oktober ihre Informationskampagne „Netz 2011“. Nach und nach werden darin bis zum 12. Dezember immer weitere Medien zugeschaltet und die Information verdichtet.

Allein im Rahmen der Fahrgastinformation im Bereich der Haltestellen und in den Fahrzeugen sind in diesem Zusammenhang tausende von Aushängen und Weghinweisern beispielsweise an den Zu-und Abgängen auszutauschen. Stadtplanausschnitte in den Infokästen sind zu aktualisieren, auch das Wegeleitsystemen in den Haltestellen muss angepasst werden.
Das Konzept

Seit Ende 2009/Anfang 2010

Information Aufsichtsrat, Umwelt- und Technikausschuss, Bezirksbeiräte

Ab Oktober 2010

Information an die Presse-Medien. Alle Stadtbahnen und Busse erhalten auf der Front Aufkleber, die auf eine Veränderung aufmerksam machen sollen. Gleichzeitig wird die Internetseite „Netz 2011“ freigeschaltet, sie enthält erste Vorinformationen, Details ab November 2010.

Ab November 2010

Die neuen Fahrpläne sind im Internet abrufbar. In den Stadtbahnen werden an den Dachschrägen die aktualisierten Pläne angebracht. Flyer kommen in die Infoboxen an den Stadtbahntüren. Sie sind auch in den Kundenzentren erhältlich. An den Stadtbahnhaltestellen weisen Plakate im Wartebereich auf das neue Netz 2011 hin. SSB-Kunden werden angeschrieben, Firmen, Schulen, Behörden, Organisationen, Veranstalter informiert. Das stationäre Fahrgastfernsehen sendet Spots.

Ab 15. November

Rund 180 000 Infoprospekte werden an die Haushalte verteilt.

Ab 29. November

Zusätzliche Plakate werden in den Haltestellenvitrinen ausgehängt. Zwanzig „Netz2011-Beraterinnen und –Berater“ sind an Haltestellen, in Bussen und Bahnen unterwegs. Durchsagen an den Haltestellen und Information an den rund 320 Abfahrtsanzeigern. Das SSB-Servicemobil wird am Marienplatz, am Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt und am Rotebühlplatz Station machen.


Quelle: SSB-Pressemitteilung
Gruß Tommy

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 09:48

Zitat

Das Netz 2011

Vor 25 Jahren begann in Stuttgart das Stadtbahnzeitalter. Konsequent wurde Linie für Linie auf Stadtbahnbetrieb umgestellt – die alten Liniennummern der Straßenbahnen blieben – und neue Strecken kamen hinzu. Inzwischen ist das Stadtbahnnetz rund 122 Kilometer lang, mit der U6 zum Fasanenhof kommen etwa drei Kilometer hinzu.

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 wird das Netz teilweise neu geknüpft, angepasst und optimiert. Auslöser dafür sind gleich zwei Anlässe: Die Eröffnung der U6 zum Fasanenhof und die Verbesserung des Angebots nach Freiberg und Mönchfeld.

„Das Netz 2011 wird das Verkehrsangebot verbessern und die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs weiter steigern“, ist sich der Technische Vorstand und Vorstandssprecher Wolfgang Arnold sicher. Eine Änderung, die gleichzeitig sechs der zur Zeit 12 Stadtbahnlinien beträfe, habe es seit dem Start der Stadtbahn 1985, also vor 25 Jahren, nicht gegeben, so Arnold weiter.

Eine neue Strecke und ihre Folgen

Da die Fahrplanung des „Netzes 2011“ komplett neu aufgebaut wurde, ergeben sich auf fast allen Stadtbahnlinien neue Abfahrtszeiten. Um die Anschluss- und Umsteigebeziehungen auch weiterhin gewährleisten zu können, ändern sich als Folge auch bei nahezu allen Buslinien die Abfahrtszeiten.

Die Änderungen: Überblick
U6: Gerlingen – Fasanenhof
(statt: Gerlingen – Möhringen (- Vaihingen))
U7: Mönchfeld – Ostfildern
(statt: Killesberg – Ostfildern)
U5: Killesberg – Leinfelden
(statt Mönchfeld – Möhringen/Leinfelden)
U12: Die neue Linie:
Killesberg – Möhringen (- Vaihingen)
U2: Botnang – Neugereut
(statt: Hölderlinplatz – Neugereut)
U4: Hölderlinplatz – Untertürkheim
(statt Botnang – Untertürkheim)

Die Änderungen im Einzelnen

Linie U6 Gerlingen – Fasanenhof Schelmenwasen

Der neue 2,7 Kilometer lange Abschnitt Möhringen Freibad – Fasanenhof Schelmenwasen wird zukünftig von der Linie U6 im 10-Minuten-Takt bedient. Das bedeutet, dass die U6 nicht mehr bis Vaihingen fährt oder in Möhringen endet, sondern ganztägig zwischen Fasanenhof und Gerlingen verkehrt. Mit den Bezeichnungen Fasanenhof, Europaplatz, EnBW City und Schelmenwasen gibt es vier neue Haltestellen. Es werden weiterhin auf der Stadtbahnlinie U6 Doppelzüge (80 Meter) eingesetzt.

Die Buslinie 72, die bisher dieses Gebiet bedient, bleibt innerhalb Möhringens bestehen, ihr Angebot kann aber mit der neuen Stadtbahn zurückgenommen werden. Sie verkehrt dann zwischen Möhringen Bahnhof und der Haltestelle Europaplatz im 20-Minuten-Takt.

Lnie U5 Killesberg – Leinfelden
Lnie U7 Mönchfeld – Ostfildern


Ab dem Fahrplanwechsel wird die U7 nicht mehr zwischen Ostfildern und Killesberg, sondern zwischen Ostfildern und Mönchfeld verkehren. Dafür fährt die U5 von Leinfelden kommend zukünftig ganztägig zum Killesberg und wieder zurück, die Kurzfahrten bis Degerloch und Möhringen entfallen. Während die U7 mit Doppelzügen und im 10-Minuten-Takt den neuen Linienverlauf bedient, wird die U5 alle 20 Minuten und mit Einfachtraktion unterwegs sein.

Mit dem Tausch der Linienäste wird die veränderte Nachfrage berücksichtigt, die im nördlichen Bereich des Stadtbahn-Netzes eingetreten ist. Durch den Umzug der Messe zum neuen Standort beim Flughafen benötigt die Haltestelle Killesberg nicht mehr die Kapazitäten einer mit Doppelzügen fahrenden Stadtbahnlinie U7.

Dagegen ist zwischen Pragsattel und Mönchfeld die Nachfrage stetig gestiegen, so dass in den Hauptverkehrszeiten die Bedienung mit Stadtbahnen als Einfachzug (40 Meter) auf der U5 im 10-Minuten-Takt nicht mehr ausgereicht hat. Anfangs wurde hier mit zusätzlichen Bahnen verstärkt, seit 2007 wird die U15 im Berufsverkehr übergangsweise bis nach Mönchfeld verlängert. Mit der Verdoppelung der Kapazität ganztägig durch die mit Doppelzügen fahrende U7 kann nun auf diesem Abschnitt dauerhaft eine den Fahrgastzahlen angepasste Platzkapazität geboten werden. Voraussetzung dafür war der Ausbau der Hochbahnsteige an allen Haltestellen.

Linie U12 Killesberg – Möhringen (- Vaihingen)

Ebenfalls zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die neue Linie U12 eingeführt. Sie verkehrt im 20-Minuten-Takt zwischen Killesberg und Möhringen. Im Berufsverkehr erfolgt eine Verlängerung bis nach Vaihingen, wie es aktuell bei der U6 der Fall ist.

Mit der U12 und der U5 wird die Haltestelle Killesberg so häufig bedient wie bisher. Außerdem übernimmt die U12 die bisherige Aufgabe der U6; im Berufsverkehr verbindet sie den Abschnitt Möhringen – Vaihingen und das angrenzende Gewerbegebiet direkt mit der Innenstadt.

In den nächsten Jahren wird sich der Linienverlauf und die Bedienungshäufigkeit der Linie U12 nach und nach verändern. Mittelfristig soll sie von Dürrlewang über das Europaviertel zum Hallschlag bzw. weiter nach Remseck fahren.

Linie U2 Botnang – Neugereut
Linie U4 Hölderlinplatz – Untertürkheim


Die Linie U2 verkehrt ab Fahrplanwechsel zwischen Botnang und Neugereut und die U4 bedient die Strecke zwischen Hölderlinplatz und Untertürkheim. Der Tausch der Linienäste von U2 und U4 im Westen schafft eine neue Direktverbindung zwischen Botnang und Bad Cannstatt.

Stadtbahnbetrieb startet früher

Am Wochenende und an Feiertagen wird eine deutliche Verbesserung des Nachtverkehrs umgesetzt. Zukünftig werden spätestens 70 Minuten nach der letzten Nachtbusabfahrt Stadtbahnfahrten aus dem Zentrum in alle Richtungen das bisherige Nachtverkehrs-Angebot abrunden. Mit früheren Fahrten der Stadtbahnlinien U1, U2, U5, U7, U14 und U15 werden die bereits bestehenden Frühfahrten auf einzelnen Linien ergänzt.

Ausblick: Linie U15 Zuffenhausen – Ruhbank (- Heumaden)

Komplettiert wird das Netz 2011 durch die Stadtbahnstrecke nach Stammheim. Dieser nördliche Abschnitt der U15 wird im Dezember 2011 in Betrieb genommen. Während des Jahresfahrplans 2011 endet die U15 daher im Norden immer an der Haltestelle Kelterplatz in Zuffenhausen. Die Linienführung im Süden zur Ruhbank bzw. an Schultagen im Berufsverkehr nach Heumaden bleibt unverändert.

Neue Haltestellennamen

Änderungen wird es auch bei den Stadtbahnhaltestellen geben. Vier neue Haltestellen gibt es entlang der U6 im Fasanenhof, nämlich Fasanenhof, Europaplatz, EnBW City und Fasanenhof Schelmenwasen. Vor Ort wird es bei der Haltestelle Fasanenhof den Namenszusatz Bonhoefferkirche geben, bei der Haltestelle Fasanenhof Schelmenwasen den Namenszusatz Businesspark.

Die U13 wird zum Fahrplanwechsel an der neuen Haltestelle Ebitzweg halten. Sie ersetzt die Haltestelle Augsburger Platz der U13 und ermöglicht, dass barrierefrei in die Stadtbahn eingestiegen werden kann.

Weitere Umbenennungen im Stadtbahnnetz:

neu: Erwin-Schoettle-Platz
alt: Schreiberstraße

neu: Föhrich
alt: Feuerbach Krankenhaus

neu: Antwerpener Straße
alt: Friedrich-List-Heim

neu: Bad Cannstatt Wilhelmsplatz
alt: Badstraße (Wilhelmsplatz)

Die Auswirkungen

Vor allem im Stadtteil Fasanenhof mit seinen 6500 Bürgerinnen und Bürgern und mit den Arbeitsplätzen im Gewerbegebiet wird durch die U6 ein attraktiverer Nahverkehr angeboten. Für die Fahrgäste, die aus Richtung Freiberg und Mönchfeld kommen, gibt es mehr Plätze in der mit Doppelzügen fahrenden Stadtbahnlinie U7.

Für Fahrgäste, die innerhalb des Stadtzentrums Wege mit der Stadtbahn zurücklegen, werden die Änderungen durch das Netz2011 weniger spürbar werden. Die Zahl der Fahrgäste, die von den neuen Direktbeziehungen profitieren wird sich mit der Zahl derer, die künftig zusätzlich umsteigen müssen, die Waage halten.

Bei der Netzkonzeption war auch ein wichtiges Ziel, das zugleich eine großer Herausforderung darstellte: Das Angebot sollte nachfragegerecht verbessert werden, ohne das Wirtschaftsergebnis der SSB zu verschlechtern.

Vorgehensweise: Die Suche nach dem Optimum

Neben der U6 zum Fasanenhof und dem besseren Angebot auf dem Abschnitt nach Mönchfeld wurde als weiteres Kriterium für die Weiterentwicklung des Netzes die Verkehrsströme (auch unter Berücksichtigung der stadtbezirksbezogenen Einwohnerprognose der Landeshauptstadt Stuttgart) herangezogen. Wichtigste Zielvorgaben waren Kundenfreundlichkeit und Betriebsqualität.

Um die Zuverlässigkeit auf den Linien insgesamt zu verbessern, wurde auf dem Streckenabschnitt zwischen Türlenstraße und Olgaeck – wie bereits schon zwischen Staatsgalerie und Stöckach realisiert – eine Zugfolge im 2-Minuten-Abstand eingerichtet.

Bei der Fahrplanung wurde ein besonderes Augenmerk auf Hauptumsteigepunkte und wichtige Übereckbeziehungen gelegt. Hinzu kommt, dass Pulkbildungen mit dicht hintereinander verkehrenden Zügen auf gemeinsam befahrenen Streckenabschnitten weitestgehend vermieden werden. Auch relevante Umsteigebeziehungen von und zu den Buslinien wurden so nachfragegerecht wie möglich gestaltet.

Mit dem Netz 2011 will die SSB ein bestmöglich abgestimmtes Verkehrsnetz anbieten, wohl wissend, dass die ideale Gestaltung aller Umsteigebeziehungen zwischen allen Linien bei einem so großen, mit vielen Abhängigkeiten versehenen Netz, nicht machbar ist.


Quelle: SSB-Pressemitteilung
Gruß Tommy

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 09:51

Zitat

Netz 2011 - Interessantes aus der Liniengeschichte

Linienänderungen sind in der Chronik der Stuttgarter Straßenbahnen AG nicht Neues. Immer wieder änderten sich im Laufe ihrer 140-jährigen Geschichte Namen, Farben, Nummern oder Verlauf der Strecken. Es kamen neue Strecken hinzu, wo die notwendige Nachfrage fehlte wurden auch Linien eingestellt. So manche “seit ewig” geglaubte Führung aber ist tatsächlich oft nicht viel älter als 20 oder 30 Jahre.

Die neue U6 im Fasanenhof

Für die Bürgerinnen und Bürger im Fasanenhof beginnt erst am 12. Dezember 2010 die Schienenära. Für den Nahverkehr war seither die Buslinie 72 zuständig, übrigens seit 1961, seit es Nahverkehr im Fasanenhof gibt. Aus dieser Zeit stammen auch die Überlegungen, den Fasanenhof an das Straßenbahn- bzw. Stadtbahnnetz anzuschließen.

Die U5 zum Killesberg, die U7 nach Mönchfeld

Die Straßenbahnlinie 5 gibt es seit über 110 Jahren, ihre Vorgängerin hatte den klangvollen Namen „Kanonenweglinie“. Ein musikalisches Andenken gab Wolle Kriwanek dem Fünfer mit seinem Straßenbahnlied. Ab 1950 fuhr der Fünfer zwischen Stammheim und Möhringen, zwischen 1965 und 1982 war Heumaden sein Ziel und ab 1982 wieder Möhringen. Am 3. November 1990 bekam der Fünfer als Stadtbahnlinie U5 neue Ziele: Freiberg auf der einen Seite, Leinfelden auf der anderen Seite. Im Dezember 2005 ging die Verlängerung nach Mönchfeld in Betrieb.

Den Killesberg bringen viele Stuttgarter immer noch mit dem „Zehner“ in Verbindung, fuhr er doch zwischen 1913 und 1976 also 63 Jahre lang zum Killesberg. Der Killesberg verlor wegen dem Stadtbahntunnel unter der Heilbronner Straße ohne Abzweigmöglichkeiten in die Birkenwaldstraße den Schienenanschluss, es kamen die Busse. Die Liniennummer 10 trug jetzt die Zacke.

Die Straßenbahnlinie 7, entstanden aus der so genannten „Tiergartenlinie“, gibt es seit 1901. Fast siebzig Jahre lang fuhr sie bis zur Einstellung 1969 wegen des Stadtbahnbaus in der Hauptstätter- und Torstraße zur Doggenburg. Erst 1993 tauchte die Liniennummer 7 wieder auf: Als U7, die den Killesberg und die Messe wieder ans Schienennetz brachte. Anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung wurde im April 1993 die U7 eröffnet.

Die U4 zum Hölderlinplatz, die U2 nach Botnang

Viele Bewohner des Viertels um den Hölderlinplatz können sich an den Vierer noch gut erinnern. Er ist aus der so genannten „Querbahn“ hervorgegegen, die seit 1896 von der Neckarstraße über die Innenstadt zur Traubenstraße (unterhalb Hölderlinplatz) fuhr. 1910 wurde aus der „Querbahn“ die Linie 4, von 1912 bis 1986 war der Hölderlinplatz Endhaltestelle des Vierers. Ab 1. Juni 1986 tauschten Vierer und Zweier (nach Botnang) aber ihre Ziele. Die Straßenbahnlinie 2 bekam den Hölderlinplatz als Endhaltestelle, der Vierer Botnang. Dieser Linientausch von vor fast 25 Jahren fand aus betrieblichen Gründen statt: Denn die Linie 4 hatte keinen Betriebshof an ihrer Strecke, die Linie 2 aber gleich zwei (Vogelsang und Cannstatt).

Die Straßenbahnlinie 2 ist Nachfolgerin der so genannten Praglinie, die aus der „Nordwesttram“ genannten Linie der „Neuen Stuttgarter Straßenbahngesellschaft (NSS) hervorging – Pferdebahn in Meterspur. Nach Botnang fährt seit 1914 die Straßenbahn, zunächst 40 Jahre lang die Linie 18, danach die Linien 8 und 9. Gerade einmal acht Jahre lang zwischen 1978 und 1986 sieht man die Straßenbahnlinie 2 in Botnang, die dann von der Linie 4 abgelöst wurde. 1994 wurde aus der Straßenbahnlinie 4 die Stadtbahnlinie U4, im Dezember 2002 aus der Straßenbahnlinie 2 die Stadtbahnlinie U2.

Die neue U12 (Killesberg – Vaihingen)

Die Linienbezeichnung 12 ist den Chronisten keine unbekannte. Als Straßenbahnlinie 12 gibt es sie schon seit 1909. Sie fuhr damals vom Cannstatter Bahnhof nach Feuerbach. Ihre Vorgängerin war die Linie „Cannstatt-Feuerbach“ der SSB Tochter „Stuttgarter Vorort-Straßenbahnen“. Mal fuhr die Linie 12 nach Wangen, mal auch nach Heslach, ab 1928 über 40 Jahre lang auch zum Hallschlag. Am 2. Juni 1969 wurde sie wegen fehlen einer Wendeschleife am Hallschlag und den somit unmöglichen Einsatz der damals modernen GT4-Straßenbahnzüge eingestellt. Wieder gut 40 Jahre später taucht die „12“ als Stadtbahnlinie „U12“ wieder auf. Wenn die U 12 einmal bis zum Hallschlag fährt, ist das also eine Wiederbelebung einer “historischen” Linie (mit anderer, besserer Führung).


Quelle: SSB-Pressemitteilung
Gruß Tommy

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 17:22

Mit der Umgestaltung von Badstraße und Augsburger Platz verschwindet wohl auch die Notwendigkeit von Klapptrittstufen im Stuttgarter Netz.
Was bedeutet das für den Wageneinsatz, bzw. warum wird das überhaupt nicht erwähnt?

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 20:54

Zitat

Original von jockeli
Was bedeutet das für den Wageneinsatz, bzw. warum wird das überhaupt nicht erwähnt?

Im Vergleich zu den übrigen Änderungen sind die beiden Hochbahnsteige eine kleine Sache, deswegen wird man den Focus auf die neuen Linienführungen gelegt haben.
Für den Wageneinsatz ergibt sich daraus nur, dass jetzt auch auf der U13 alle DT8, egal ob mit Klapptrittstufen oder ohne, eingesetz werden können. Selbst beim Großteil der Züge mit Klapptrittsufen ist der Mechanismus wohl schon seit dem Umbau der letzten Tiefbahnsteige auf den Linien U1 und U4 außer Betrieb gesetzt und verrigelt worden, sodass die Änderungen nicht besonders groß sein werden.
Ansonsten gilt ab dem Fahrplanwechsel, dass jeder Zug auf jeder Linie eingesetz werden kann.
Doppeltraktionen wird man aber weiterhin nur auf den Linien U6, U7 (mit neuer Linienführung nach Mönchfeld) und U11 zu sehen bekommen.

naseweiß

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 22:10

Zitat

Original von DasBa
Ansonsten gilt ab dem Fahrplanwechsel, dass jeder Zug auf jeder Linie eingesetz werden kann.

Na, dann Gratulation zur erfolgreichen Vereinheitlichung! Ist das nicht sogar einzigartig in Stadtbahn-Deutschland, zumal auch die Straßenbahn Teil der Stadtbahn geworden ist?
Es gibt lediglich noch die Zahnrad- und Standseilbahn.


Zitat

Doppeltraktionen wird man aber weiterhin nur auf den Linien U6, U7 (mit neuer Linienführung nach Mönchfeld) und U11 zu sehen bekommen.

Das wiederum wundert mich immer an Stuttgart. Es gibt bis auf die zwei/drei Tangenten nur zwei Stammstrecken (tallängs mit 5 Linien, talquer mit 4 Linien je 10-min-Takt) und dann bis auf zwei Linien nur Einzeltraktionen (Einschränkung 1 Stuttgarter = 1,5 Frankfurter Stadtbahnwagen). Und das ist dann der gesamte schienengebundene Stadtverkehr. Dabei sind die Streckenlängen vergleichbar: Frankfurt (61+65=) 126 km, Stuttgart 123 km, genauso auch die Einwohnerzahlen der beiden Städte sowie der beiden Ballungsräume.

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Montag, 18. Oktober 2010, 21:10

Zitat

Original von naseweiß
Das wiederum wundert mich immer an Stuttgart. Es gibt bis auf die zwei/drei Tangenten nur zwei Stammstrecken (tallängs mit 5 Linien, talquer mit 4 Linien je 10-min-Takt) und dann bis auf zwei Linien nur Einzeltraktionen (Einschränkung 1 Stuttgarter = 1,5 Frankfurter Stadtbahnwagen). Und das ist dann der gesamte schienengebundene Stadtverkehr. Dabei sind die Streckenlängen vergleichbar: Frankfurt (61+65=) 126 km, Stuttgart 123 km, genauso auch die Einwohnerzahlen der beiden Städte sowie der beiden Ballungsräume.

Ich denke, man kommt auf den meisten Linien problemlos mit einzelnen Zügen hin, da die stark belasteten Streckenabschnitte von mehreren Linien befahren werden. So ergeben sich dort eigentlich ganztägig dichte Takte, ohne dass man längere Züge benötigt. Wenn man sich mal den Netzplan (ich habe hier gleich den neuen Plan ab Mitte Dezember verlinkt) anschaut, fällt es auf, dass eigentlich keine Linie zu den großen Siedlungsschwerpunkten alleine Unterwegs ist. Die bei denen das der Fall ist, werden mit Doppeltraktionen gefahren (U6, U7, U11 eben wegen dem Stadionverkehr). Die nächste Line mit Doppeltraktionen wird bei ihrer endgültigen Fertigstellung die U12 von Dürrlewang nach Remseck.
Außerdem greift die S-Bahn nochmal einen großen Teil des innerstädtischen Verkehrs ab. Von den großen Stadtteilen (Vaihingen, Bad Cannstatt Feuerbach und Zuffenhausen) ist man z.B. mit der S-Bahn auf vielen Relationen schneller, wenn das jeweilige Ziel nicht zufällig genau an einer Stadtbahn-Haltestelle liegt.