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21

Sonntag, 11. Dezember 2016, 21:54

Eine Entzerrung sollte doch hier problemlos möglich sein.

Klar kannst Du entzerren. Dann gibt es aber wieder Gemaule, weil der Taktknoten 00/30 am Bahnhof nicht abgenommen wird.

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22

Sonntag, 11. Dezember 2016, 22:16

Im DADINA-Nahverkehrsplan 2011- 2016 gibt es eine Tabelle (Tabelle 39, Seite 89), die die Anzahl der Einsteiger pro Einwohner und Jahr ermittelt. Hintergrund ist die Ermittlung der Nutzungsintensität des ÖPNV. Und in dieser Tabelle (Zahlen aus 2004) sind führend:

Roßdorf
Dieburg
Modautal
Groß-Zimmern
Griesheim
Weiterstadt
Groß-Umstadt

Das Ergebnis von Modautal wird durch den überaus hohen Schülerverkehr verfälscht. Ansonsten sieht man hier deutlich: Kommunen mit vernünftiger direkter Anbindung an Darmstadt (und akzeptablem Tarif) haben eine deutlich höhere ÖPNV-Nutzung, als Kommunen mit Umsteigezwang nach Darmstadt und/oder miserablem Tarif. So liegt Reinheim noch hinter Otzberg (!) und Pfungstadt hat den fünftletzten Platz.

23

Montag, 12. Dezember 2016, 20:09

Ansonsten sieht man hier deutlich: Kommunen mit vernünftiger direkter Anbindung an Darmstadt (und akzeptablem Tarif) haben eine deutlich höhere ÖPNV-Nutzung, als Kommunen mit Umsteigezwang nach Darmstadt und/oder miserablem Tarif. So liegt Reinheim noch hinter Otzberg (!)
Ja und Nein. Bei Roßdorf würde ich auch zustimmen, die gute Platzierung geht auf die Kappe der überaus guten ÖPNV-Anbindung.

Andererseits habe ich Schwierigkeiten mit der schlechten Platzierung von Reinheim.

Was soll jetzt an Reinheims ÖPNV-Situation so übel sein?
Mir fallen da eher einige positive Dinge ein:
Nicht jede Ortschaft verfügt über den Luxus einer direkten Zugverbindung in die nächste Großstadt und einer direkten Buslinie bis ins Zentrum selbiger.
Zudem ist Reinheim Knotenpunkt einiger regionaler Buslinien, es gibt ja quasi einen kleinen Busbahnhof.
Reinheims Anbindung an den ÖPNV ist doch sicher nicht schlechter als die von Groß-Umstadt, trotzdem liegt Groß-Umstadt weit vor Reinheim. Wieso?

Was die Fahrtkosten anbelangt, ist Reinheim auch nicht gerade ein Verlierer der derzeitigen Wabentarifstruktur. Angesichts der Wegstrecke sind 3 Euro für die Einzelfahrt nach DA doch OK. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein kilometerbasierter Tarif günstiger wäre (ausgenommen vielleicht Schorschenh. u. Zeilhard, weil die näher an Darmstadt sind).
Die Münsterer z.B. könnten sich schon eher beschweren über die derzeitigen unverschämten 4,65 für die Einzelfahrt nach DA.
An den Fahrtkosten kann es also auch nicht liegen.

Ich denke, die Platzierungen auf der Liste haben auch etwas mit sozioökonomischen Aspekten zu tun.
Es gibt Bevölkerungsschichten (gegliedert nach Einkommen, Bildung, Alter ...) die sind eher das Klientel von Bus und Bahn, und es gibt Bevölkerungsschichten, die sind es eher nicht. Und da diese Bevölkerungsschichten in den einzelnen Orten unterschiedlich stark vertreten sind, kommen am Ende halt unterschiedliche Platzierungen heraus.

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24

Montag, 12. Dezember 2016, 20:15

Andererseits habe ich Schwierigkeiten mit der schlechten Platzierung von Reinheim.

Also für eine Fahrt mit der K55 von Reinheim nach Darmstadt braucht man schon gute Nerven. Durch Georgenhausen und Zeilhard, durch Roßdorf und dann noch über den Bahnübergang am Ostbahnhof. Mit dem Auto gehts direkt... Und der K 85 hat teilweise eine miserable Pünktlichkeit. Und mit dém Zug kostet es von Reinheim bekanntermaßen PS4.

25

Montag, 12. Dezember 2016, 20:32

Und mit dém Zug kostet es von Reinheim bekanntermaßen PS4.
Stimmt, habe ich nicht bedacht. PS4 finde ich auch zu teuer für das Gebotene!

26

Mittwoch, 4. Januar 2017, 12:07

Das Thema wird wieder aufgewärmt.
http://www.echo-online.de/lokales/darmst…of_17583615.htm

Leider kaum was Neues, eigentlich nur das was schon im Dezember-Artikel geschrieben wurde.

Ambitioniert finde ich die Aussage: "Der Rückstau wird nach den Berechnungen künftig nicht über den dreispurigen Ausbaubereich hinausreichen."
Wenn man heute sieht, dass der Rückstau in der Rush-Hour regelmäßig zwischen den Anschlussstellen Roßdorf-West und -Ost endet, ist es schwer zu glauben dass sich dieser Rückstau durch diese Maßnahmen ins Nirwana auflöst.

Aber prinzipiell finde ich den dreispurigen Ausbau ab Unterführung gut, eine Verbesserung zum jetzigen Zustand bringt das auf alle Fälle.

Vielen Fragen stehen noch hinter dem Sammelbussystem, da sind einfach noch zu wenige Details bekannt, z.B. in welcher Art (Streckenführung, Taktung) die bisherigen Linien 672, 673 u. 682 erhalten bleiben. Werden die Wohngebiete, die etwas abseits vom Schuss stehen (Stetteritz, Kl-Zimmern, Semd) nach wie vor gut bedient?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »bob013« (4. Januar 2017, 12:08)


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27

Mittwoch, 4. Januar 2017, 18:41

Im Echo-Artikel ist von einer angeblich schon bestehenden Vorrangschaltung die Rede. Die Realität sieht anders aus:

- Am Ostbahnhof können die Busse die Pförtnerampel nicht beeinflussen, die Ampel hält auch den Verkehr nicht an, wenn ein Bus aus der Haltestelle fahren will.
- An der Einmündung Fiedlerweg gibt es ebenfalls keine Vorrangschaltung.
- Am Woog funktioniert es mehr schlecht als recht.
- Und an allen weiteren Ampeln bis zum Schloß gibt es ebenfalls keine Vorrangschaltung.

Und die bestehende Tarifproblematik (Reinheim/Dieburg) wird nicht angetastet. So fahren halt weiterhin Fahrgäste aus Dieburg mit dem Bus zum Lui und mit der Tram zum Nordbahnhof, anstatt mit dem Zug direkt zu fahren...

28

Donnerstag, 5. Januar 2017, 11:51

Und die bestehende Tarifproblematik (Reinheim/Dieburg) wird nicht angetastet. So fahren halt weiterhin Fahrgäste aus Dieburg mit dem Bus zum Lui und mit der Tram zum Nordbahnhof, anstatt mit dem Zug direkt zu fahren...
Da hast du sicherlich nicht mit allen Fahrgästen gesprochen, die diesen Weg bestreiten.Denn es gibt nicht nur finanzielle Gründe, sondern auch Bequemlichkeitsgründe.
Der Bahnhof liegt am äußersten Rand der Dieburger Wohnbebauung. Ich schätze, die Hälfte aller Dieburger hat einen Fußweg >1 km zum Bahnhof, während die Haltestellen des nach DA fahrenden 671 u. 674 oftmals in unmittelbarer Nähe zur eigenen Haustür liegen. Und wenn ich die Wahl habe, anderthalb Kilometer zum Bahnhof zu latschen oder 100 Meter zur nächsten Bushaltestelle, ist klar was ich nehme, auch wenn die Kombination Bus/Straßenbahn etwas länger dauert.

Aber natürlich bleibt es ein Unding, dass für eine etwa identisch zurückgelegte Wegstrecke die Zugfahrt satte 50%(!!!) mehr kostet als die Busfahrt, nur weil der Zug durch das für die Dieburger völlig nutzlose Tarifgebiet von Messel fährt.
Diese Problematik könnte das Echo gerne mal aufgreifen, anstatt diesen Mist vor ein paar Tagen zu bringen:
http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/17571486.htm
Gut, das dort Geschilderte ist sicher auch eine Diskussion wert, aber auf einer nach oben offenen Ärgernisskala würde ich die Dieburger (und Reinheimer) Tarifproblematik höher einstufen.

LicherFan

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29

Donnerstag, 5. Januar 2017, 18:38

Diese Problematik könnte das Echo gerne mal aufgreifen, anstatt diesen Mist vor ein paar Tagen zu bringen:
http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/17571486.htm
Gut, das dort Geschilderte ist sicher auch eine Diskussion wert, aber auf einer nach oben offenen Ärgernisskala würde ich die Dieburger (und Reinheimer) Tarifproblematik höher einstufen.

Ist es nicht quasi das selbe Problem. Man muss unnütze Tarifzonen nutzen. Ziel des Tarif müsste es meiner Meinung nach sein, dass man für Strecken, ohne selbst gewählte Umwege = alles was von A nach B früher ankommt als ne spätere direkte Verbindung, den den selben (=dirkten) Preis zahlt, egal wo lang.

Aber was mir immer wieder auffällt. Nur weil die Dieburg-Sache wichtig ist, ist das Problem der Kundin dort ja nicht nichtig. Statt zu fordern, lieber über Dieburg statt Eberstadt zu berichten, müsste die Forderung lauten, auch über Dieburg neben Eberstadt zu berichten. Nicht gegeneinander die Probleme abwägen, sondern wenn möglich alle Probleme lösen! (Gilt auch auf anderen Niveaus.)
Ausschreibungen von Busverkehren in Hessen: die Übersicht auf Busse-in-Hessen.de

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30

Donnerstag, 5. Januar 2017, 20:03

OT:
Was das im Echo geschilderte Problem angeht: Seeheim gehört ja bekanntermaßen zur Tarifzone 39, anstatt ein eigenes A0 Tarifgebiet in der Tarifzone 40 zu sein. Ich nenne das pure, offenbar poltisch gewollte Abzocke des Kunden. Denn von der Haltestelle Mittelschneise (Zone 40) in Eberstadt kostet es über Frankfurt nach Wiesbaden PS5. Vom eine Haltestelle entfernten Malchen (Seeheim, Tarifgebiet 39) zahle ich dann nach Frankfurt schon PS6, da eben der Start im Tarifgebiet 39 liegt.

Will ich aber von Malchen nach Groß-Umstadt kostet es PS4, obwohl 3 A-Tarifgebiete befahren werden (39,40,41) und das eigentlich PS5 wäre...

Wäre nun Seeheim in der Tarifzone 40, könnte die Kundin einfach eine Tageskarte von 4045 nach 40 lösen und das Problem wäre vernünftig gelöst. Sie könnte zunächst in die Stadt fahren und dann auch noch nach Seeheim. Befremdlich übrigens, dass die RMV-Sprecherin eine Anschlußfahrkarte empfiehlt. Dies ist bei Tageskarten gar nicht zulässig, was aus ihrer Aussage aber nicht deutlich wird.
/OT

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »olieisenbahn« (5. Januar 2017, 20:05)


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31

Samstag, 4. Februar 2017, 21:12

Derzeit stehen die Busse aus dem Ostkreis ja auch vor der Einmündung Hanauer Straße/Aschaffenburger Straße (sozusagen an der ersten Pförtnerampel) im Stau Richtung Darmstadt. Denn die Busspur endet vor der Ampel (aber nur aufgrund der Markierung, der Asphalt ist da :D ) und die Busbeschleunigung dort ist ausgestellt. Schaut man sich die örtlichen Gegebenheiten an, dann wäre folgendes möglich:

1. Die Busspur wird hinter der Ampel weiter geführt. Hierzu bräuchte man dann zusätzlichen Asphalt... Als Folge davon würden:
2. Die Busse die Einmündung und die Ampel auf eigener Spur überqueren.
3. Sie könnten somit eine Vorrangschaltung an der Ampel bekommen, ohne dass der IV Richtung Darmstadt blockiert wird.

Letztlich könnte man diese Busspur auch bis kurz vor die Unterführung der Odenwaldbahn führen.
Sehr schade, dass man diesbezüglich offenbar gar nichts plant.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »olieisenbahn« (4. Februar 2017, 21:13)


Johony

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Sonntag, 5. Februar 2017, 16:03

Derzeit stehen die Busse aus dem Ostkreis ja auch vor der Einmündung Hanauer Straße/Aschaffenburger Straße (sozusagen an der ersten Pförtnerampel) im Stau Richtung Darmstadt. Denn die Busspur endet vor der Ampel (aber nur aufgrund der Markierung, der Asphalt ist da :D ) und die Busbeschleunigung dort ist ausgestellt. Schaut man sich die örtlichen Gegebenheiten an, dann wäre folgendes möglich:

1. Die Busspur wird hinter der Ampel weiter geführt. Hierzu bräuchte man dann zusätzlichen Asphalt... Als Folge davon würden:
2. Die Busse die Einmündung und die Ampel auf eigener Spur überqueren.
3. Sie könnten somit eine Vorrangschaltung an der Ampel bekommen, ohne dass der IV Richtung Darmstadt blockiert wird.

Letztlich könnte man diese Busspur auch bis kurz vor die Unterführung der Odenwaldbahn führen.
Sehr schade, dass man diesbezüglich offenbar gar nichts plant.

Ein Problem könnte die Rechtsabbiegerspur in die Aschaffenburger Straße darstellen, welche womöglich um Unfallpunkte zu vermeiden extra freigehalten wird (und deswegen vielleicht auch nicht mehr "aufgegeben" werden soll). Eigentlich sollten die KOM ja auch die Busspur vor der aktuellen Sperrfläche verlassen und sich einfädeln, was ja aber so gut wie kein Bus macht.

Prinzipiell finde ich die Idee mit der hinter die Kreuzung führenden Busspur aber sehr sympathisch, zumal ja lediglich die frühere Blockierung des IV mit der Vorrangschaltung für den extrem Stau gesorgt hat.
Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
________ _ _ _ _ _ _

Freundliche Grüße!

33

Montag, 6. Februar 2017, 17:08


Ein Problem könnte die Rechtsabbiegerspur in die Aschaffenburger Straße darstellen, welche womöglich um Unfallpunkte zu vermeiden extra freigehalten wird (und deswegen vielleicht auch nicht mehr "aufgegeben" werden soll).
Ich bin mir ganz sicher, dass dies der Grund ist, warum die Busspur nicht (mehr) bis an die Haltelinie der ersten Pförtnerampel geht. Man könnte Schilder noch und nöcher aufstellen, die der Busspur Vorrang gewähren – irgendein PKW-Lenker ist immer nicht voll konzentriert und denkt beim Rechtsabbiegen an einen Bus, der von hinten rechts angeschossen kommt, und schon kracht es. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einer solchen Verkehrsführung 1 Monat ohne entsprechenden Unfall abgehen würde.

Und deshalb wohl endet die Busspur heute schon vor der Rechtsabbiegemöglichkeit.
Die Busfahrer, die jetzt über die Sperrfläche fahren und vielleicht auch noch dreisterweise ein Stück auf der Rechtsabbiegerspur geradeaus fahren, machen das ja bei sehr gemäßigtem Tempo, so dass hier keine Unfälle passieren.
Wäre hier freie Fahrt auf einer Busspur, würden die Busse sicherlich mit 50+ durchrauschen und dann wären Unfälle vorprogrammiert.

Eine Busspur bis kurz vor die Bahnunterführung – an sich eine tolle Sache, wenn man das angesprochene Problem in den Griff kriegen würde. Ich wüsste aber nicht, wie.

DaniDADI

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34

Montag, 6. Februar 2017, 17:33

Ich schon ist aber teuer, weil die B26 umgebaut werden müsste.

Ich würde rund 1KM vor der Ampel die Busspur von der B26 enfernen und so platz schaffen für eine Überführung der dann neu gebauten Abfahrt zur Erbacher Straße. Die Erbacher Straße würde dann als Einbahnstraße bis zur Aschaffenburger Straße weitergeführt. Die Busspur kommt vor der Kreuzung B26, Aschaffenburger Straße wieder zurück zur B26.

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