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Charly

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1

Freitag, 7. April 2017, 21:35

NDR-Reportage über die HHA / Auf-Schienen-durch-die-Stadt

Rein zufällig stieß ich auf diesen interessanten Film des NDR über die Hamburger Hochbahn: Auf Schienen durch die Stadt, profimäßig recherchiert und erläutert.

Falls jemand noch nie gesehen hat was in so einer Schienenbahn-Werkstatt geschieht (ähnlich der StZW Frankfurt, nur mit anderen Fahrzeugen...), wie Drehgestelle z.B. ausgetauscht oder Radreifen gewechselt werden, der wird ab Minute 15:10 hier fündig.

Ganz nebenbei bemerkt:
Die Auslieferung der DT5 ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass die ersten 48 von noch vorhandenen 68 der fast 50 Jahre alten DT3 jetzt auf den Schrott wandern. Das Elend übernimmt ein Lübecker Recycling-Unternehmen. 10 weitere Züge sollen als Betriebsreserve verbleiben und werden dafür derzeit bei einer Waggonfirma in Berlin ertüchtigt.

2

Freitag, 7. April 2017, 23:37

oder Radreifen gewechselt werden
Wobei in Hamburg ein anderes Verfahren zum Einsatz kommt, als das, was ich zumindest früher in Frankfurt gesehen habe. Hamburg erhitzt die Radreifen, um sie aufzuschrumpfen, während Frankfurt (zumindest damals) zwischen Radreifen und Kern Gummielemente hatte, und der Rest einfach mit Flutschi und genug Kraft aus der Hydraulik erledigt wurde.
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3

Samstag, 8. April 2017, 01:36

Schönes Video! Und ich fahre auch am liebsten mit der U 3 am Hafen entlang! :) Schade, dass die DT3 jetzt aus dem Verkehr gezogen werden, mit denen bin ich schon als Kind gefahren.

4

Samstag, 8. April 2017, 10:45

Notiz an mich: wenn ich in zwei Wochen in Hamburg bin, nochmal nach den alten Wagen Ausschau halten.
Die Strecke am Hafen ist auch mein Favorit..
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5

Samstag, 8. April 2017, 11:28

dass die ersten 48 von noch vorhandenen 68 der fast 50 Jahre alten DT3 jetzt auf den Schrott wandern.

Im Artikel steht was von 18 kompletten Zügen (bestehend aus wohl mehreren DT3). Und 10 Züge werden als Reserve bleiben.

Nun beginnt das mathematische Rätsel: Aus wie viel Einheiten besteht ein U-Bahn-Zug im Fahrgasteinsatz?

Es sollen bleiben: 68 - 48 = 20 DT3 => bei 10 Zügen besteht jeder Zug aus 2 DT3.

18 Züge werden verschrottet. 18 x 2 Einheiten = 36 gehen in die Verschrottung.

Was ist nun mit den 12 DT3, die nun weder verschrottet noch aufgearbeitet werden? Abgestellt? :D

Aber die wichtigere Frage: Wie klingt der Motorwagen eines DT3? Also welchem Fahrzeug kommt das ähnlich?

Dem DT 1 von Nürnberg und München?

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6

Samstag, 8. April 2017, 12:13

Die Strecke am Hafen ist auch mein Favorit..
Das dürfte sicher jedermanns Liebling sein, inclusive der berühmten S-Kurve am Mönckefleet mit nahtlos anschließendem Gefälle.

Auf dem zweiten und dritten Platz folgen dann die Abschnitte zwischen den Stationen Hoheluftbrücke und Sierichstraße sowie zwischenUhlandstraße und Mundsburg.

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7

Samstag, 8. April 2017, 13:21

Nun beginnt das mathematische Rätsel:
Das ist kein mathematisches, sondern ein Milchmädchenrätsel :D . Zunächst mal sorry, die Zahl 68 war einer anderen, vermutlich älteren Quelle entnommen die offenbar mit dem verlinkten Artikel sowie anderen Quellen nicht übereinstimmt (Bahnhinfo usw.). Ich hatte die Veröffentlichungsdaten nicht verglichen, vermutlich wurden seit der publizierten Zahl 68 inzwischen weitere 8 Züge "entsorgt". Auf Nahverkehr Hamburg heißt dazu es in einer Meldung vom 06. April:

Zitat

Insgesamt lässt die Hamburger Hochbahn seit vergangener Woche 48 Züge der Baureihe DT3 per Tieflader nach Lübeck transportieren und verschrotten. Nur zwölf Züge der alten Flotte haben vorerst eine Gnadenfrist bekommen – zehn davon werden derzeit modernisiert und sollen die kommenden Jahre weiterhin im Einsatz bleiben.
Demnach werden es zu Beginn der aktuellen Aktion nur noch 60 Züge gewesen sein, die Zahl wurde aber nicht erwähnt.

Zitat

18 Züge werden verschrottet. 18 x 2 Einheiten = 36 gehen in die Verschrottung.
Laut obigem Zitat werden 48 (von 60 Zügen) verschrottet. 18 Einheiten wären außerdem keine 36 Wagen sondern 54, denn wir reden hier über DT3. Alle DT2 sind schon seit mindestens 2 Jahren im Wagenhimmel gelandet und warten dort auf ihre Wiedergeburt als DT6 oder so... ;)

Es bleiben also noch 12 Züge (= 36 Einzelwagen), von denen 10 aufgearbeitet und weiter eingesetzt werden sollen. Die übrigen beiden werden vermutlich als Ersatzteilspender abgestellt.

Zitat

Wie klingt der Motorwagen eines DT3?
Etwa noch nie mit der Hamburger U-Bahn gefahren :?: ->> So (DT3) oder auch so (DT3E). Wobei DT3E nur eine modernisierte Version sind, kein Unterschied bei den Motoren.

8

Samstag, 8. April 2017, 15:43

Mir fiel auf, dass in Hamburg die Triebfahrzeuge "rechtshändig" gesteuert werden, während in Frankfurt alle Typen "linkshandig" gesteuert werden. Gibts diesbezüglich so was wie eine Betriebsphilosophie? Oder ist das herstellerabhängig? Oder Tradition (das Handrad bei den L-, M-, N- und O-Wagen war auch links)? Wie ist es denn anderorts? Und was ist "besser"? Oder ist eh alles nur Gewohnheitssache?

9

Samstag, 8. April 2017, 16:10

Mir fiel auf, dass in Hamburg die Triebfahrzeuge "rechtshändig" gesteuert werden, während in Frankfurt alle Typen "linkshandig" gesteuert werden. Gibts diesbezüglich so was wie eine Betriebsphilosophie? Oder ist das herstellerabhängig? Oder Tradition (das Handrad bei den L-, M-, N- und O-Wagen war auch links)? Wie ist es denn anderorts? Und was ist "besser"? Oder ist eh alles nur Gewohnheitssache?
Unsere Sollwertgeberfahrzeuge in Leipzig haben linkshändig angeordnete Sollwertgeber, während die Tatras unverändert mittels Pedalen gefahren werden. Das beantwortet vielleicht nur indirekt deine Frage, aber zumindest ich komme mit beiderlei Bedienkonzept gleich gut zurecht. Was auch heißen soll, dass ich als Rechtshänder mit links angeordneten Sollwertgebern dennoch problemlos klar komme.

Die Frage, ob und inwieweit die Händigkeit des Fahrers eine Rolle bei der Gewöhnung an ein Fahrzeug spielt, ist aber durchaus interessant, wobei mir jetzt keine Untersuchungen dahingehend bekannt wären.
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Samstag, 8. April 2017, 18:19

Gibts diesbezüglich so was wie eine Betriebsphilosophie? Oder ist das herstellerabhängig? Oder Tradition
Interessante Frage. Kann ich leider nicht definitiv beantworten, herstellerabhängig war es jedoch nicht, eher wahrscheinlich eine Anforderung des Bestellers. Das vermute ich deshalb, weil die älteren Wagenserien der Hochbahn auch schon Rechtssteuerung hatten (zumindest die ab den 20er Jahren, davor weiß ich es nicht). Alle Serien wurden aber von diversen namhaften, deutschen Herstellern erbaut. Als da z.B. sind LHW/AEG, Wismar Waggon, Crede, Busch, Wumag, Talbot, Fuchs, Uerdingen bis zur LHB. Viele Triebwagen wurden auch in den Hamburger Falkenried-Werkstätten selbst konstruiert.

Jetzt kommt das Seltsame an der Geschichte: Falkenried hatte ebenso früher Straßenbahnen für die Hochbahn gebaut und geliefert, neben vielen anderen Herstellern, wie bei der U-Bahn auch. Alle Hamburger Straßenbahn-Tw hatten zwar Handkurbeln anstelle Handrädern (wie Frankfurt auch anfangs), aber im Gegensatz zu den U-Bahnwagen waren die linksgesteuert! Warum, keine Ahnung...

11

Sonntag, 9. April 2017, 10:14

Die Strecke am Hafen ist auch mein Favorit..
Das dürfte sicher jedermanns Liebling sein, inclusive der berühmten S-Kurve am Mönckefleet mit nahtlos anschließendem Gefälle.

Klingt so, als wäre das eine Achterbahn :thumbsup:


Zur Frage meiner Hamburg-Fahrten:
In Hamburg war ich bei der U-Bahn bisher leider mit einem moderneren Fahrzeug unterwegs.

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12

Sonntag, 9. April 2017, 13:08

oder auch so (DT3E). Wobei DT3E nur eine modernisierte Version sind, kein Unterschied bei den Motoren.
Habe eben eine noch markantere Soundversion gefunden: DT3 auf derU1 zwischen Ritterstr. und Wandsbeker Chaussee.

In der Videobeschreibung vermutet der User, der Zug sei zwischen den Stationen ca. 80 gefahren was man den Hochtönen nach annehmen könnte. Bei leerem Zug im Tunnel waren die Fahrgeräusche aber immer ein wenig intensiver als bei voll besetzem, daher kann das täuschen. Ich tippe auf 72 - 76 km/h und habe interessehalber mal gerechnet. Der Abstand zwischen den Stationen beträgt 940 Meter, der Fahrer beschleunigt ab Sekunde 00:04 des Videos bis 00:32 und schaltet dann ab. Bei 00:42 fängt er bereits an zu bremsen und kommt bei 1:07 zum Stillstand (Federspeicher und hörbares Entweichen des Türschließdrucks). Das ergibt eine Fahrzeit von 63 Sekunden und einen Kilometerschnitt von 53,7 km/h, wovon 53 Sekunden für Beschleunigen und Bremsen abgehen. Schon recht schon ungewöhnlich, ich kenne die Strecke recht gut, der Zug muss verspätet gewesen sein.

13

Sonntag, 9. April 2017, 21:26

Danke für die Videolinks. Da habe ich wohl was verpasst. Werde ich das nächste Mal wohl mehr U-Bahn fahren in Hamburg.

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