Sie sind nicht angemeldet.

Tatrafan

FNF-VIP

Beiträge: 3 279

Wohnort: Br nd rsg te

Beruf: Vorm-500er-Stehenbleiber

  • Nachricht senden

221

Dienstag, 23. Mai 2017, 20:58

Oko, dann guck ich in Zukunft überhaupt nicht mehr raus, halte einfach nur frei Schnauze irgendwo am Bahnsteig (Hauptsache, der Zug steht komplett an selbigem), nehme einfach frei Nase irgendwann mal nur die Freigabe weg, und gefahren wird, wenn dann wiederum irgendwann alle Bretter zu sind. Vielleicht kommt das ja besser an.

Aber wehe, es meckert mich dann einer wegen Verspätungen an.

Ach ja - meine Kaffeepausen halte ich dann nach genau demselben Schema.

Fahrpläne? Fahrzeiten? Wozu, wenn ich anscheinend der letzte bin, den die noch irgendwie interessieren? Weil, gibt ja immer tausend gute Gründe dagegen, erstmal egal, wer in diesem miserabel funktionierenden Gesamtsystem der Verursacher ist.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

Beiträge: 4 204

Wohnort: einst (seit 1960) : Moskau - Paris, zuletzt: Moskau - Basel und seit 11.12.2011 auch wieder Moskau- Dribb-de-Bach - Paris / Nizza

  • Nachricht senden

222

Dienstag, 23. Mai 2017, 21:47

Ok, ich denke, das Hauptdilemma unserer S-Bahn ist, dass sie keine "richtige" wie in Berlin oder Hambureg ist. Sondern eine Art Trgionalbahn im Takt - wie die nordmainische RB 55 nach Hanau - die der RB nur die Fahrt durch den City-Tunnel voraus hat. Letzterer ist von seiner Kapazität bis fast zum Letzten ausgereizt - und deshalb pflanzt sich jede kleine Störung oder Verzögerung im ganzen S-Bahn-System fort. Als da wären die bereits beschriebenen Aufenthaltsverzögerungen beim Ein- und Aussteigen, Luftballons und nackte Fussgänger (warum eigentlich immer nur Männer :D ?) im Tunnel. Und auf den Außenstrecken gibt es nun mal gemischte Gleise mit dem übrigen Bahnverkehr; und da jede andere Zuggattung Vorrang hat außer vielleicht Handhebeldraisinen :D - holt sich die S-Bahn dort ziemlich regelmäßig Verspätungen ein. Und anscheinend sind die fahrplanmäßigen Haltezeiten auf den punktgenauen Halt aller Bahnen - wie in Paris oder Shanghai die Metro - ausgelegt mit einer begrenzten Anzahl sehr sportlicher Fahrgäste und absolute Disziplin beim Ein-und Aussteigen (Einsteiger lassen genügend Pkatz für Aussteiger). Und die Wendezeiten anscheinend auch auf perfekte Erledigung aller anstehenden Arbeiten ohne jegliche Vewrzögerung, z.B. durch Verunreinigungen, Probleme habende Befs ("Beförderungsfälle") und so.

Und Massenandrang wegen Großveranstaltungen oder vorangegangener Betriebsstörungen ist offensichtlich auch nicht vorgesehen. :D

Immerhin ist man ja jetzt wenigstens auf dem Weg, die S 6 vom Fernverkehr zu entflechten , was manchen wiederum auch nicht gefällt.

Was könnte man sonst tun - außer 2. Stammstrecke und vollständiger Entflechtung aller S-Bahn-Strecken :D :
- realistische Haltezeiten, die mindestens den Andrang im Berufs- und Einkaufsverkehr und bei Großveranstaltungen berücksichtigen.
- bei Großveranstaltungen zusätzliche Züge bestellen. Das Gleiche auch für den Sonntagabend, wenn die Wochenend-Pendler alle wieder zurück ins Rhein-Main-Gebiet kommen.
- mehr Puffer bei den Wendezeiten, um Verspätungen aufzufangen. Kostet halt evtl. 1 Zugumlauf mehr und sollte vom RMV gleich mitbestellt werden.
- Frühzeitige richtige Vorab-Info, wieviele Wagen die Züge haben. Da die den ganzen Tag unterwegs sind, sollte die Informationsbasis wohl stehen.
- Markierung der ungefähren Haltepositionen der Einstiege zu den Mehrzweck-Abteilen (erspart viel Gedränge mit Kinderwagen, Fahrrädern und größeren Koffern !).
Gibt es eigentliche automatische Systeme, die das Halten an der exakten Position erleichtern ?

223

Dienstag, 23. Mai 2017, 22:11

Oko, dann guck ich in Zukunft überhaupt nicht mehr raus, halte einfach nur frei Schnauze irgendwo am Bahnsteig (Hauptsache, der Zug steht komplett an selbigem), nehme einfach frei Nase irgendwann mal nur die Freigabe weg

Das ist leider kontraproduktiv und insbesondere bei den Regionalzügen ein Problem, denn da kann man sich nicht auf den Zug aufteilen, wenn man merkt, dass der Wagen, vor dem man steht, voll ist und sinnvoller Weise zum nächsten Wagen geht, damit alle Fahrgäste schneller drin sind. Durch die Schließautomatik und mancher Nur-auf-die-Uhr-und-nicht-auf-den-Bahnsteig-gucker-Tf habe ich die persönliche Erfahrung gemacht, die nächstbeste offene Tür zu nehmen, auch wenn es da eng, drängelig und langsam voran geht. Ich habe keine Funkuhr vor der Nase, die mir sekundengenau zeigt, wann der Tf die wohl die Türfreigabe wegnehmen wird.

Das ist halt der Vorteil der n-Wagen: Die Türen bleiben solange offen, bis es pfeift. Und so lange kann man noch schnell zum nächsten Wagen rennen, weil der ZS nämlich schaut, wann keiner mehr am Bahnsteig steht.

Mir ist nicht bekannt, dass der Betrieb von n-Wagen zu dauernden Verspätungen führt. Die Züge können genauso gut pünktlich sein und niemand musste meiner Erfahrung nach zurückbleiben oder wird in der Tür eingeklemmt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (23. Mai 2017, 22:13)


Tatrafan

FNF-VIP

Beiträge: 3 279

Wohnort: Br nd rsg te

Beruf: Vorm-500er-Stehenbleiber

  • Nachricht senden

224

Donnerstag, 25. Mai 2017, 02:04


Gibt es eigentliche automatische Systeme, die das Halten an der exakten Position erleichtern ?


Soweit mir bekannt ist, haben einige Voll-Metros tatsächlich eine automatische Zielbremsung, die sicherstellt, daß die Züge immer zentimetergenau an derselben Stelle zum Stehen kommen. Bitte nicht bei der Frankfurter Stadtbahn suchen, die wird meines Wissens nach komplett "händisch" gefahren und zählt ohnehin eher in die Rubrik Premetro. Die Prager Metro könnte es haben, andere Systeme nach sowjetischem oder genauer Moskauer Vorbild ebenfalls.

Ob sich sowas hier in die S-Bahn implementieren ließe... keine Ahnung. Die zählt ja nun wieder als Eisenbahn, da quakt auf alle Fälle uns'EBA erstmal mit rein. Wenn, dann käme sowas wohl eh nur im Tunnel zur Anwendung, aber sicher nicht auf Mischbetriebsstrecken mit anderen Zügen.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

225

Donnerstag, 25. Mai 2017, 08:34

Ob sich sowas hier in die S-Bahn implementieren ließe
Bestimmt, wenn der Computer eine Metro zum präzisen Stehen bringen kann, warum nicht auch eine S-Bahn.


Wenn, dann käme sowas wohl eh nur im Tunnel zur Anwendung
Das wäre doch eine gute Sache für den dicht befahrenen Tunnel. Besser als die Stark-Brems-Loslassen-Beschleunigen-Brems-Loslassen-Festbrems-Umfall-Schaukelei mit um 3 Türen versetztem Halt, wo man mit Fahrrad eben mal nicht so schnell an der Menschentraube, welche u.a. ganz heiß auf das Mehrzweckabteil ist, zur richtigen Tür kommt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (25. Mai 2017, 08:34)


Darkside

FNF-VIP

Beiträge: 7 965

Wohnort: Syberia

Beruf: Kleriker

  • Nachricht senden

226

Donnerstag, 25. Mai 2017, 15:38

Um das zu praktizieren bräuchte man LZB oder was ähnliches als Grundlage für den (halb)autoamtischen Fahrbetrieb.
In god we trust - on earth we don't

Sincerly yours, NSA
powered by US government

227

Donnerstag, 25. Mai 2017, 16:58

vielleicht sollte man die Zughaltsysteme mit GPS ausstatten...
und ein paar Satelliten durch den Tunnel kreisen lassen
;)

Zurzeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher