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Sonntag, 13. Dezember 2015, 00:53

Straßenbahn zum Heiligkreuz-Areal?

In einem Artikel zur Infrastruktur im geplanten Heiligkreuz-Areal (zwischen Oberstadt und Weisenau soll auf dem alten IBM-Geläne ein Wohngebiet mit bis zu 4500 neuen Einwohnern entstehen) hatte ich einen Kommentar entdeckt, der einen Abzweig der Straßenbahn dorthin vorschlug. Zurzeit ist erst einmal eine neue Bustrasse durch das Gebiet geplant, auf der bestehende (64,65,76) oder auch neue Linien verkehren sollen.

Jetzt aber die Idee mit der Straßenbahn dorthin. Diese halt ich für gar nicht schlecht, und wenn man früh genug plant, können die ersten Einwohner schon direkt die Straßenbahn nutzen. Als Linienwege kämen folgende in Frage:
  1. Eine Verbindung über An der Goldgrube/Hechtsheimer Straße (dürfte am längsten sein9
  2. Ein Abzweig ab Pariser Tor (entlang des Landwehrwegs, wenn es der Platz hergibt) zur Martin-Luther-Straße
  3. Ein Abzweig ab Berliner Straße (als Verlängerung der Carl-Benz-Straße) zur Martin-Luther-Straße
  4. Oder ab Kurmainz-Kaserne über Emy-Roeder-Straße mit Anbindung von Süden

Die neue Strecke könnte, solange sie aus Richtung Norden von der Martin-Luther-Straße kommt, noch weiter südlich verlängert werden. Optionen wären eine Endstelle an der Fußgängerbrücke über die A60 in Höhe Bleichstraße, um damit gleichmäßig den Großberg und Weisenau anzubinden, eine Endstation auf der anderen Seite am Großberg oder sogar auf der Frankenhöhe oder die Fahrt entlang des Weisenauer Höhenwegs bis auf Höhe der Endstelle Paul-Gerhardt-Weg oder mit Steilstrecke runter an den Rhein zur Portland.

Man sieht, Möglichkeiten gibt es viele. Es kann relativ kurz und günstig ausfallen (Berliner Straße bis Heiligkreuz-Areal dürften höchstens 2km sein) oder mit etwas Mut wird gleich noch Weisenau mit angebunden. Außerdem könnte man in einem Zug noch die Schleife zur Unimedizin über die Obere Zahlbacher Straße und den Landwehrweg realisieren.

Was haltet ihr von einer Anbindung des Heiligkreuz-Areals per Straßenbahn? Gibt es dazu auch Ideen der Stadt oder von der MVG?

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Sonntag, 13. Dezember 2015, 09:27

Erstmal danke für dein Thema, ich liebe ja deine Planungsspielchen.

Zu 1.: Diese Möglichkeit ist durchaus realisierbar, durch Umgrabung der gesamten Straßenbreuten mit Fußwegen kann sogar über einen eigenen Gründtreifen für die Tram nachgedacht werden. Ich gehe aber mal davon aus, dass die Bürgerproteste wegen der hohen Beeinträchtigungen keine Realisierung ermöglichen.

Zu 2.: Und genau den angesprochenen Platz gibt es zwischen Kreuzung Adelungstraße und Martin-Luther-Straße nicht. Außerdem würde man nie einen so wichtigen Fahrrad- und Schulweg wegen einer Straßenbahn aufgeben.

Zu 3.: Diese Variante scheint mir am Unmöglichsten. Erst müssen in der Carl-Benz-Straße viele wichtige Parkplätze entfallen, dann müssten einige der Gärten abgekauft und vernichtet werden und zum Schluss würde die Strecke über den Pausenhof der Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule führen.

Zu 4.: Diese Variante scheint auch mir am realistischsten. Es gibt Platz, könnte schnell gebaut werden und kostet nicht viel.

Sollte das Netz 62/63, 64/65, 76 in seiner heutigen Form nach dem großen Fahrplanwechsel so bestehen bleiben, bin ich eher für eine Linie 77 (Frankenhöhe-Großberg-/Chana-Kahn-Straße-HA-Hechtsheimer Straße-Unikliniken-...), da das Potenzial für eine Straßenbahn einfach (noch) nicht gegeben ist.

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Sonntag, 13. Dezember 2015, 12:48

Zu 4.: Diese Variante scheint auch mir am realistischsten. Es gibt Platz,

Auch zwischen Kurmainz-Kaserne und Südfinanzamt?

Gruß, ULF

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Sonntag, 13. Dezember 2015, 16:28

Au ja, endlich:

1) entspricht der im Flächennutzungsplan freigehaltenen Trasse entlang der Göttelmannstraße nach Weisenau (mein Favorit),

2) hat für eine Straßenbahntrasse alles, was man nicht haben sollte (lockere Bebauung und Kleingartenanlagen und folglich kaum umfangreichere Einzugsbereiche),

3) würde zudem auch das Gymnasium Mainz-Oberstadt und die dortige Flüchtlingsunterkunft umfahren müssen, nicht nur die GSW,

4) war schonmals angedacht, als die MVG einen neuen Betriebshof in der Nähe der heutigen „Automeile“ errichten wollte.

Mainz (oder jedenfalls der Stadtvorstand) will sich als fahrrad- und umweltfreundliche Stadt etablieren. Da ist meiner Meinung nach bei der Frage nach der Anbindung eines derart riesigen Neubaugebiets die Straßenbahn die erste Wahl.

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Sonntag, 13. Dezember 2015, 16:29

4) war schonmals angedacht, als die MVG einen neuen Betriebshof in der Nähe der heutigen „Automeile“ errichten wollte.

Wann war denn das? Dachte, man wollte aufs Panzerwerk-Gelände oder in die Gegend?

Gruß, ULF

Mike Hartel

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Beiträge: 162

Wohnort: Nierstein bei Mainz

Beruf: Altenpflegehelfer / Rettungungssanitäter im Katschutz beim ASB

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Sonntag, 13. Dezember 2015, 19:08

Man wollte ein Strassenbahn und Busdepot im Bereich der heutigen Gonsbachterassen bauen

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Sonntag, 13. Dezember 2015, 20:57

Wichtig ist, dass im neuen Wohngebiet überhaupt eine Trasse freigehalten wird. Hoffentlich denkt man bei der Planung daran.

Variante 4 wäre wohl die bessere Variante.
Die Straßenbahn fährt erst mit dem IV-Verkehr auf der Emy-Roeder-Straße und fährt ab der Rechtskurve auf eigener Trasse weiterhin Richtung Osten.
Um den Parkplatz an der Elly-Beinhorn-Straße herum ist genügend Platz, wo sie dann nach Norden fahren kann. Hier ist gerade die Zulassungsstelle ein guter Haltepunkt, da man bei An- und Abmeldungen oft nicht mit dem Auto hinfahren kann.
Ab dem Gymnasium, wo man auch halten kann, geht es nach rechts in das neue Wohngebiet.


Möglich wäre es sicher. Ob es sich lohnt und man bauen möchte ist wieder eine andere Frage.


Man sollte erstmal warten, bis die Bürger sehen, dass die Mainzelbahn die richtige Entscheidung war. Es werden sicher noch kurz nach der Eröffnung viele Bürger negativ zu Neubauprojekten gestimmt sein, da sie in ihnen noch immer die vielen Baustellen stehen und nicht die Vorteile, die dadurch entstehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marko« (13. Dezember 2015, 21:00)


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Montag, 14. Dezember 2015, 11:39

Man sollte erstmal warten, bis die Bürger sehen, dass die Mainzelbahn die richtige Entscheidung war. Es werden sicher noch kurz nach der Eröffnung viele Bürger negativ zu Neubauprojekten gestimmt sein, da sie in ihnen noch immer die vielen Baustellen stehen und nicht die Vorteile, die dadurch entstehen.

Wieso sollte man mit dem Bau warten? Am wenigstens Probleme gibt es, wenn die Trasse bereits vorhanden ist. Im Flächennutzungsplan ist keine Trasse entlang der Göttelmannstraße/An der Goldgrube freigehalten.

Welche Erschließungswirkung hätte eine solche Straßenbahn, wenn man eine Stichstrecke ausführt? Und selbst wenn man eine solche Straßenbahntrasse bauen würde, wo sollte die Linien enden?

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Montag, 14. Dezember 2015, 12:36

Oh pardon, ich war aufgrund der baulichen Gegebenheiten in der Göttelmannstraße fest davon überzeugt.
Eine Straßenbahn, die ab An der Philippsschanze dem Linienweg der ehemaligen Linie 22 bis zum Paul-Gerhardt-Weg folgt, hätte in meinen Augen enorme Erschließungswirkung. Würde das Heiligkreuz-Areal von diesem Wege her schienenmäßig erschlossen, ist das in meinen Augen „lohnender“, als eine Stichstrecke von der Kurmainz-Kaserne aus.

Zur Frage, wo eine solche Strecke enden könnte, muss man wohl das ganze als Gesamtpaket betrachten. Denn es ist durchaus denkbar (und augenscheinlich möglich), Hechtsheimer Straße, Göttelmannstraße und Heiligkreuzweg mit Gleisen zu versehen, und so verschiedenste Möglichkeiten hinsichtlich eines Endpunktes zu entdecken. Mit kurzer Stichstrecke entlang der Emy-Roeder-Straße sind dann der Fantasie von Netzplanern und Straßenbahnliebhabern keine Grenzen mehr gesetzt.

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Montag, 14. Dezember 2015, 12:57

Mir geht´s da eher um den Endpunkt in der Stadt. Das ganze soll schließlich auch betrieblich sinnvoll eingebunden werden können.

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Montag, 14. Dezember 2015, 23:28

Vielen Dank für all eure Antworten und Anregungen!

Es ist sicher gut, erst einmal die Eröffnung der Mainzelbahn abzuwarten, um die Wogen der Straßenbahn-Gegner zu glätten. Nichtsdestotrotz ist es nicht verkehrt schon früh genug über eine Straßenbahnanbindung des neuen Wohngebietes nachzudenken. Wenn erst einmal die Pläne für die Bebauung stehen, ist es schwierig noch eine Straßenbahn zu integrieren.

Es wird deutlich, dass die Verbindung über die Emy-Roeder-Straße die einfachste wäre, während eine Anbindung über An der Goldgrube/Hechtsheimer Straße favorisiert wird, da sie wahrscheinlich ein größeres Kundenpotenzial erreichen würde. Ein weiterer Vorteil wäre zudem, dass eine weitere Verlängerung Richtung Süden möglich wäre, beispielsweise nach Weisenau oder zum Großberg. Die beiden Stichstrecken vom Pariser Tor oder der Berliner Straße scheinen jedoch unrealistisch, da einerseits nicht genug Platz vorhanden ist und andererseits eine Schule im Weg ist (mir waren die Platzverhältnisse der Gustav-Stresemann-Schule nicht eindeutig bekannt).

Antworten auf die Fragen von Kletterweiche. Ich schätze das Potenzial für dieses Wohngebiet entsprechend groß ein. 4500 mögliche Kunden sollen dort zukünftig wohnen, außerdem wird auch Gewerbe angesiedelt. Im Zollhafen sollen zukünftig lediglich etwa 2500 Menschen leben, außerdem wird die Straßenbahnhaltestelle nur für Bewohner des Nordkais interessant sein und Fahrgäste mit Ziel Hauptbahnhof oder Universität (ich glaube kaum, dass es sich Studenten leisten können am Zollhafen zu wohnen). Für Fahrgäste mit Ziel Innenstadt wird weiterhin die Linie 70 (oder welche es dann am Ende wird) die erste Wahl sein. Natürlich ist die Straßenbahnstrecke zum Zollhafen wesentlich kürzer (etwa 500m), aber das Heiligkreuz-Areal ließe sich auch mit einer lediglich 2km langen Strecke anbinden.
Mögliche Ziele in der Stadt wären entweder der Zollhafen (damit dieser auch eine Verbindung zum Schillerplatz bekommt) oder die Fachhochschule. Ich favorisiere die Fachhochschule und gäbe der Uni ausreichend Potenzial damit sich 4 Straßenbahnlinien dorthin rechnen. Außerdem dürfte der Takt wesentlich effizienter gestaltet werden, wenn 4 Straßenbahnlinien alle 3/4/4/4 Minuten zur Uni fahren, als dass 3 Straßenbahnlinien alle 7/4/4 Minuten fahren. Bei einer Stichstrecke ab der Kurmainz-Kaserne könnte in Höhe des LIDLs eine Haltestelle eingerichtet werden und mit einer Fußgängerbrücke über die A60 wäre dort auch das Studentenwohnheim am Großberg fußläufig erreichbar und würde den Studenten eine schnelle Verbindung zur Uni ermöglichen.
Auch für die Strecke entlang der Geschwister-Scholl-Straße ergäben vier Linien einen wesentlich leichteren Takt, solang die 52 auch im Viertelstundentakt fahren würde.

Meine Idee für ein zukünftiges Straßenbahnnetz wäre damit:

50 Finthen - Hauptbahnhof - Hechtsheim Bürgerhaus
51 Finthen - Hauptbahnhof - Lerchenberg
51A Zollhafen - Hauptbahnhof - Fachhochschule
52 Hechtsheim Schinnergraben - Hauptbahnhof - Bretzenheim
52A Heiligkreuz - Hauptbahnhof - Fachhochschule
53 Hechtsheim Bürgerhaus - Hauptbahnhof - Lerchenberg

(Die Liniennummern sind nur Beispiele, womöglich könnte man auch die Nummern 54/55 für Straßenbahnlinien reservieren.)

Alle Linien verkehren im einfachen 15 Min. Takt: zwischen Hauptbahnhof und Gonsenheim bilden 50/51 einen 7,5 Min. Takt, zwischen Hauptbahnhof und Lerchenberg bilden 51/53 einen 7,5 Min. Takt, zwischen Hauptbahnhof und Hechtsheim Bürgerhaus bilden 50/53 einen 7,5 Min. Takt, zwischen Hauptbahnhof und Fachhochschule ergänzen sich 51A und 52A zum weiteren 7,5 Min. Takt und zwischen Hauptbahnhof und Kurmainz-Kaserne ergänzen sich 52 und 52A zum 7,5 Min. Takt. Wegen der geringeren Nachfrage an der Universität in den Abendstunden und am Wochenende könnten womöglich 51A und 52A am Hauptbahnhof durchgebunden werden.
Etwas komplizierter mit der Taktbildung dürfte es werden, wenn zwischen Münsterplatz und Hauptbahnhof West eine Abkürzung entlang der Binger Straße gebaut wird. Außerdem stellt sich dann die Frage, welche Linien die Abkürzung nutzen, ohne dass der Hauptbahnhof abgesehen von der Linie 50 aus Richtung Hechtsheim komplett unangeschlossen bleibt. Andererseits dürften 6 Straßenbahnlinien zu viel für den Bahnhofsplatz sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jäkii« (14. Dezember 2015, 23:29)


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Dienstag, 15. Dezember 2015, 11:29

Wenn erst einmal die Pläne für die Bebauung stehen, ist es schwierig noch eine Straßenbahn zu integrieren.
Dann sind wir hier aber reichlich spät. Der Bebauungsplanentwurf befindet sich bereits in der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung: Bebauungsplanentwurf „Heiligkreuz-Areal“ (W104)

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Mittwoch, 16. Dezember 2015, 20:18

Genau, auf den Hauptbahnhof muss man auch noch achten.
Bin gespannt, wie der neue Liniennetzplan aussehen wird und ob so geplant wurde, dass die ein oder andere Linie nicht am Hauptbahnhof hält. Das klappt mit der 70 ganz gut und trotzdem wird sie gut genutzt. Wieso also auch nicht mit anderen Linien?

Eine Straßenbahn vom Heiligkreuz-Areal müsste dann den Hauptbahnhof ansteuern, der dann hoffentlich etwas entlastet ist. Allerdings wird es bei den vielen Linien mit den vier Haltebereichen am Hauptbahnhof sehr eng.
Sollte noch eine Straßenbahnlinie dort fahren, muss ein neues Konzept für den Hauptbahnhof her.

Ich werfe einfach mal diese Idee in den Raum:
50 Finthen - Hauptbahnhof - Hechtsheim Bürgerhaus
51 Finthen - Hauptbahnhof - Lerchenberg
51A Fachhochschule - Hauptbahnhof (Schleife via Parcusstraße)
52 Hechtsheim Schinnergraben - Hauptbahnhof - Bretzenheim
53 Hechtsheim Bürgerhaus - Hauptbahnhof - Lerchenberg
54 Heiligkreuz - Hauptbahnhof - Zollhafen

Die 51A ist eine reine Verstärkerlinie, die in den Semesterferien nicht verkehrt. Sie hätte am Hauptbahnhof keine Pause und die Schleifenfahrt müssen die Fahrgäste auch mitmachen. Mit einer Wendeschleife am Schillerplatz oder gar am Fichteplatz könnte sie ein Stück weit länger fahren. Aber am Schillerplatz ist kein Platz und ob der Bedarf bis hin zum Fichteplatz besteht, wage ich mal zu bezweifeln.
Trotzdem bleibt der Hauptbahnhof dann noch verstopft.


Der Bebauungsplanentwurf sieht interessant aus. Der Grünstreifen hat kurz mal Hoffnungen erweckt, aber der sieht unpraktisch aus. Im Westen ist er zu weit oben, um von der Elly-Beinhorn-Straße aus anzuschließen und im Osten ist weder Platz für eine Wendeschleife noch die Möglichkeit für eine Streckenführung Richtung Weisenau.

In Mainz ist es echt schwierig eine Straßenbahnstrecke zu bauen. Hätte man damals schon Trassen für eventuelle Strecken freigehalten, wäre es heute viel einfacher. Und den selben Fehler begeht man heute ja schonwieder. Diesmal mit dem Heiligkreuz-Areal.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marko« (16. Dezember 2015, 20:20)


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Donnerstag, 17. Dezember 2015, 14:40

Mit einer Wendeschleife am Schillerplatz oder gar am Fichteplatz könnte sie ein Stück weit länger fahren. Aber am Schillerplatz ist kein Platz und ob der Bedarf bis hin zum Fichteplatz besteht, wage ich mal zu bezweifeln.

Gerade bergauf wird die Straßenbahn zum Gautor sehr ordentlich angenommen.

Gruß, ULF

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Donnerstag, 29. Juni 2017, 20:08

Dann will ich ein Thema mal wieder auffrischen. Noch dieses Jahr könnte der Wohnungsbau auf dem ehemaligen IBM-Gelände im zukünftigen Heiligkreuz-Areal starten, und 2019 könnten die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Die Idee einer Straßenbahn wurde leider nirgends weiterverfolgt... Im Zuge der Meldungen der letzten Tage habe ich dem Mainer Stadtplanungsamt geschrieben und nachgefragt,wie denn das ÖPNV-Konzept für das neue Viertel aussieht und ob eine Straßenbahn möglich sei. Man hat mir prompt geantwortet.

Mir wurde mitgeteilt, dass eine Straßenbahn nicht aktiv verfolgt würde, jedoch grundsätzlich keine Zwangsbedingungen, die derartige Überlegungen unmöglich machen, bestünden. Zum ÖNPV-Konzept hat man mir eine Überlegung zu einem Linienkonzept geschickt, wobei das nur einen Anhaltspunkt der derzeitigen Planungen darstellt.

Der Plan sieht vor, dass die 9 wie heute fahren soll, jedoch alternierend eine "9B" parallel bis zur heutigen Haltestelle Heiligkreuzweg fahren soll, um dann den Linienweg der 64 bis Laubenheim unter Auslassung der Haltestelle Frankenhöhe zu übernehmen. Die 64 würde ab Martin-Luther-Straße die neue Bustrasse im Quartier nutzen, um dann weiter über Weberstraße, Weisenauer Weg, Frankenhöhe, Matthias-Kerz-Straße in ein weiteres neues Wohnquartier auf der Hechtsheimer Höhe mit bis zu 1000 Einwohnern zu fahren und dort zu enden. Die 65 würde derweil ab Heiligkreuzweg den Umweg über Großberg auslassen und direkt nach Weisenau fahren.

Die Haltestelle Martin-Luther-Straße bekäme bis zu 10 Abfahrten pro Stunde, und es entstünden drei neue Haltestellen: Gymnasium Oberstadt entlang der Hechtsheimer Straße (9, 9B und 65), Theresanium (64) an der neuen Bustrasse und Max-Hufschmidt-Straße (64, 65) an der Kreuzung derselben Straße und dem Heiligkreuzweg.

Im Zuge der Fortschreibung des Mainzer Nahverkehrsplans (der derzeitige gilt bis zu diesem Jahr), zu welchem bis Ende 2018 eine Beschlusserfassung erfolgen soll, werden aber höchstwahrscheinlich weitere Linienkonzepte überlegt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jäkii« (29. Juni 2017, 20:09)


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Freitag, 30. Juni 2017, 11:16

Danke für die Mühe und die Weitergabe der Infos :)

Ich würde es bevorzugen, die Linie 10 (Buchstaben will man ja vermeiden) nicht über die Kliniken, sondern über den Südbahnhof und weiter Richtung Höfchen/Schillerplatz zu schicken, sonst würde die Änderung eine drastische Verschlechterung der Verbindung Innenstadt - Weisenauer Weg /Am Großberg darstellen, die viele Familien im Einzugsgebiet betreffen würde. Der Abschnitt Hechtsheimer Straße - Kliniken - Hauptbahnhof wird schon außreichend bedient und benötigt nicht noch eine Linie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FabiMZ« (30. Juni 2017, 11:21)


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Freitag, 30. Juni 2017, 14:18

Die beste Idee wäre es natürlich, sowohl 64 als auch 65 gegenläufig über den Großberg zu schicken (macht man derzeit bei VOSonntagen schon), dann wäre die Führung der 9B/10 über die Kliniken wieder die bessere Variante.