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Darkside

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41

Samstag, 12. August 2017, 23:22

Im Gallus wird die Tram durch den U5 Tunnel sicherlich nicht großartig entlastet.
Das wird bei der S-Bahn der Fall sein - nur senkt das die Haltezeiten der S-Bahn
nicht, da die Türen an dem Bahnsteigende mit der Treppe von der MZ Ldstr
immer die letzen sind die sich schliessen.....
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42

Samstag, 12. August 2017, 23:53

@darkside: schau dir mal die Entfernung von der Hellerhofsiedlung zur Station Wohnpark oder von der Koblenzer Straße zur Emser Brücke oder Güterplatz an. Bei gleicher Wegstrecke werden die meisten auf die schnelle und voraussichtlich nicht so überfüllte U5 ausweichen anstatt die Tram in vollen Zügen zu genießen.

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43

Sonntag, 13. August 2017, 00:25

Eines der Grundprobleme des Frankfurter Westens ist die S-Bahn, die weder barrierefrei noch zuverlässig ist.

Da ist eine zuverlässige Stadtbahn (verlängerte U 5) durchaus eine Alternative.

Realistischerweise fährt die als Zweisystembahn über die Regionalbahn- und Güterstrecke; da würde dann der geplante Haltepunkt Nied-Ost eine hohe Bedeutung gewinnen.

Eine 2 km lange Strassenbahn-Querspange zwischen Mönchhofstraße und Rebstockbad könnte einen Ringschluss zwischen Mainzer Landstraße, Europaviertel (U 5) und Rebstock (Tramlinie 17) herstellen und könnte auch auf dem Stück den ohnehin stark ausgelasteten Bus 34 ersetzen.

Nächstes Gedankenspiel: Die auch im GVP als Option angedachte Straßenbahn Gutleutstraße, dann gleich bis Griesheim oder Nied Kirche verlängert. :)

Verlängerung der Strab von der Bolongarostraße bis zum Bahnhof oder noch weiter - z.B. Schleife vom Bahnhof zur Westlichen Bolongarostraße - könnte vor allem im Ortskern Höchst viele Busfahrten ersetzen und so dazu beitragen, Betriebskosten einzusparen.
Im augenblick fahren da etwa 6 Buslinien durch den Stadtkern.

Darkside

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44

Sonntag, 13. August 2017, 09:50

Beobachte mal an der Galluswarte in/aus welche(r) Richtung die Personen
kommen - das wird die U5 nicht abgreifen und somit keine Einlastung in der
Haltezeit der S-Bahn ergeben.
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45

Sonntag, 13. August 2017, 12:31

Die U5 wird in erster Linie das Europaviertel erschließen, die 11/21 auf der Mainzer das "bisherige Gallus". Die "Trennlinie", also den jeweiligen Einzugsbereich würde ich auch bei der Frankenallee / idsteiner Strasse setzten. (nebenbei: Die fertige Europaallee dürfte dann auch einen Teil des IV von der Mainzer abziehen). Dies trifft aber fast nur auf Quelle / Ziel Gallus, nördlicher Teil - Innenstatdt zu. das Gebiet zwischen Hauptbahnhof/Bahnanlagen und Mainzer Landstrasse hat von der U5 nichts.
Die 11/21 haben auch noch andere Verflechtungen wie Gallus - Griesheim, Griesheim - Nied - Höchst incl. Umsteiger Tram/Bus 34 & 59. Dafür hilft weder die S-Bahn noch die U5-Erweiterung als Entlastung.
Deswegen bezweifele ich, das eine Verlängerung der U5 gen Höchst eine Entlastung der S-Bahn oder Strassenbahn bringen würde. Die Route führt zu sehr an den Aufkommensschwerpunkten vorbei oder im Fahrzeitvergleich zu unattraktiv.
Andererseits soll ja am Römerhof eine Wohnbebauung mit einer weiterführenden Schule kommen. Das könnte total neue, noch nicht diskutierte Verkehrströme mit sich bringen.
Das System S-Bahn / Regio nach Höchst ist für mich noch lange nicht ausgereizt, es ist nur zu störungsanfällig (S-Bahn) bzw. am Hbf noch zu unflexibel (Regiobahnsteige Linie 20 vs 10 bzw 12). Als Kapazitätssteigerung lassen sich noch einige Fahrten mit Fahrzeugeinheiten verlängern, da sind noch viele Vollzüge und/oder Einzeltriebwagen unterwegs.

Außerdem, warum muß denn eine Kapazitätssteigerung der Strassenbahn (Doppeltraktion oder U-bahnupgrade) immer das Ziel Hauptbahnhof haben. An anderer Stelle wird hier zu recht bemängelt, das dort dringend eine Entlastung nötig ist. Früher hatten wir auch eine gut ausgelastete Verbindung Pl. d. Republick - Opernplatz - Hauptwache/Schillerstrasse, die meiner Meinung nach auch heute noch ihre Berechtigung hätte. Genau wie so einige andere eingestellter Verbindungen, die heute mit vielen Bussen bedient werden (müssen).

Strassenbahnverlängerung nach Höchst. Ja, wäre auch mal wieder neu zu bewerten, zumahl sich auch einige Gegenheiten geändert haben oder noch werden. Krankenhaus Höchst bekommt neuen Standort, neue Wohnbebauungen am ehemaligem Gefängniss, BusBB Höchst und Krankenhausgelände. Wie wäre es mit einer Strassenbahntrasse nördlich der Bahntrasse? Bis auf das spärlich genutze Parkaus ist da zu Zeit eine Brachfläche. Und die vorhandenen Bahnbrücken in Höchst sind sowieso ein Thema für sich, ein großzügiger Ersatz wäre nicht schlecht.

Die Kleinbahn nach Königstein gehört für mich auch elektrifiziert und ggf. ausgebaut und beschleunigt. Zusammen mit dem potentiellen Haltepunkten Nied-Ost, Gallus oder verlegten Haltepunkt Unterliederbach wäre das wohl über alles betrachtet günstiger als eine Dieselinsel oder Wasserstoffinsel. Zusammen mit den Ausbauten Homburger Damm und Umbauten Höchst im Zusammenhang mit der RTW könnte da einiges an Potential noch schlummern.

Für den immer wieder ins Spiel gebrachten Zweisystem Verkehr U5-Höchst wäre mal interessant zu wissen, ob die bestehende Infrastruktur der B-Strecke überhaupt für derartige Fahrzeuge geeignet ist. immerhin haben die bisherigen Zweisystemfahrzeuge doch etwas mehr Gewicht als die reinen Stadtbahnfahrzeuge.

46

Sonntag, 13. August 2017, 13:27

U5 über die Mainzer Landstraße

Für die U5 -Verlängerung über die Mainzer Landstraße spricht mMn
- die dort bereits getroffene stadtbahnmäßige Vorbereitung der Strecke ab Mönchhofstraße,
- die kurze Strecke von der U-Bahnstrecke ins Europaviertel bis zur Mainzer Landstr., die - jedenfalls fast - vollständig oberirdisch geführt werden kann
- die Entlastung der Strecke ins Gallus von Leuten, die aus Nied und Griesheim zum Hbf wollen, übrigens auch verbunden mit einer Entlastung der S-Bahn zwischen Gallus und Hbf
- die Ähnlichkeit der Zustände an der Mainzer mit denen an der Eckenheimer Landstraße, man ist auf beiden Strecken b.a.W. teilweise im Mischverkehr mit dem MIV und kann daher nur mit Drei-Wagen-Zügen fahren.
- die Abseitigkeit der Bahnstrecke Römerhof-Höchst
- die zusätzlichen Schwierigkeiten durch Zwei-System-Konzepte
- die Übertragung von Verspätungen, wenn das Bahngleis auf dem Abschnitt Römerhof-Höchst mitbenutzt wird.

Zur Frage, wie man die U-Bahn mit der zu kappenden Straßenbahn verknüpft, habe ich zwei (mehr oder weniger geklaute) Ideen:
Interessant fände ich einen Abzweig der StraBa an der Schmidtstraße in Richtung Norden, der dann tatsächlich über Römerhof bis zur Straßenbahnhaltestelle Rebstockbad führt und z.B. an einer Kreuzungsstation auf die U-Bahn trifft.
Alternativ könnte man, ähnlich wie es für die Eckenheimer Landstr. geplant ist, eine Doppelhaltestelle mit StraBa und U-Bahn im Bereich Mönchhofstr. oder Waldschulstraße einrichten.

Langfristig wäre auch noch eine Tunnelführung ab Zuckschwerdtstraße unter dem Bahnhof Höchst hindurch Richtung Krankenhaus denkbar. Diese würde Unterliederbach auch noch besser an den ÖPNV anbinden.
Andernfalls sind die oberirdische Verlängerung zum Bahnhof Höchst und in jedem Falle die Verlegung des S-Bahn-Haltepunkts Nied in Richtung Mainzer Landstr. unabdingbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Metropolit« (13. August 2017, 13:28)


47

Sonntag, 13. August 2017, 14:12

Ausgebaut ist der Abschnitt Mönchhofstrasse- Birminghamstrasse, das Reststück Birminghamstrassse - Höchst steht in der Diskussion zur Umgestaltung.
Dabei kann leider einiges kaputt geplant werden. Einige Vorschläge gehen sogar soweit, den eigenen Bahnkörper zugunsten einer gemischten Spur IV/Strassenbahn (teilweise) aufzugeben!


Zitat von »John2«

Da man jetzt schon in einer Taktung fährt, die kaum noch ausbaufähig ist.



Wirklich nicht? Dann möchte ich daran erinnern, dass es Zeiten gab in denen auf der Mainzer minestens 1,5-mal so viel Züge fuhren wie heute, ohne das dies zum Verkehrskollaps geführt hätte. Im Interesse fernerer Kapazitätsausweitungen müsste allerdings auf weitere Beschneidungen der Wendekapazitäten verzichtet werden, wie bereits an der Mönchhofstraße geschehen.

Der Engpass ist jetzt wohl am Hbf - Platz der Republick. Die beiden Höchster Linien ergaben einen Fünf-Minuten Takt (M+m) + 10 min Takt zusätzlich bis Mönchhofstrasse(N), also 18 Züge pro Stunde und Richtung im Kernabschnitt Mönchhofstrasse - "Fußballschleife". Wann wurde das Sytem gewechselt? Mit Aufgabe der Strecke über Opernplatz?
Jetzt sind es nur noch 16 Züge (R oder S), aber alle über HBF. Das jeweilige Platzangebot kann ausrechnen wer mag.

48

Sonntag, 13. August 2017, 20:07

Es fehlt eine Spange vom Römerhof zur Mönchhofstraße. Wir sprechen insofern über eine Distanz von rd. 700 m

Entschuldigung den einen entscheidenden Satz hatte ich überlesen.

Hm, ob das so viel sinnvoller ist? Ich würde es eher andersherum als sinnvoll erachten. D.h. U-Bahntunnel bis Mönchhofstraße, Stadtbahn bis Höchst und eine Straßenbahn von der Rebstockstrecke über Römerhof zur Mönchhofstraße der Schmidtstraße folgend ggf. sogar Straßenbahn und Stadtbahn bis Höchst führen. Die U5 sollte nur bis zur geplanten Bebauung am Römerhof verlängert werden, und allerhöchstens für die Durchbindung nach Königstein genutzt werden.

49

Sonntag, 13. August 2017, 20:30

Es macht für mich absolut keinen Sinn, Regioverkehr mit U-Bahnverkehr zu vermischen, also U-Bahnen auf Bahngleise zu verlängern. Farzeugseitig gibt es bisher keine Typen, die dem Stadtverkehr mit schnellem Fahrgastwechsel und kurzen Reisestrecken gekonnt mit den gegenteiligen Anforderungen des Regioverkehres vereinigen. Streckenseitig werden die Störungen gegenseitig übertragen. Im Falle der U5 Verlängerungen nach Königstein und Bad Vilbel hätten wir die Verspätungsanfälligkeiten Main-Weser Bahn, B-Strecke, U5 im straßenbündigen Abschnitt und eingleisige Kleinbahn addiert (oder multipliziert). Soo pünklich ist die Königsteiner Linie nun auch nicht, da ist schnell mal Kurs (auf der U5) ausgefallen, was im zur SchülerHVZ schon fast ein Kollaps auf der B-Strecke ist.

Da finde ich @Metropolit's Ausführung wesentlich ausgereifter.

Charly

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50

Sonntag, 13. August 2017, 20:33

Die beiden Höchster Linien ergaben einen Fünf-Minuten Takt (M+m) + 10 min Takt zusätzlich bis Mönchhofstrasse(N), also 18 Züge pro Stunde und Richtung im Kernabschnitt Mönchhofstrasse - "Fußballschleife". Wann wurde das Sytem gewechselt? Mit Aufgabe der Strecke über Opernplatz?
Nein, viel früher schon. Anfang der 70er fuhren noch 6 Linien auf der Strecke, ab 1975 noch 4 und mit Aufnahme des S-Bahnbetriebes nur noch 2. Das bewährte sich nicht, so kam ab 1980 wieder die 10 dazu (HVZ). 2002 entfiel sie erneut, zugunsten des 7,5-Minutentaktes.

51

Mittwoch, 16. August 2017, 21:23

Heute gegen 16:30 wartete ich auf die U 8 Richtung Riedberg an der Station Willy-Brandt-Platz. Auf der Laufzeile der DFI Anzeiger war folgender Text zu lesen: "Wegen hohem Verkehrsaufkommen kommt es auf den Linien U 1, U 2, U 3 und U 8 derzeit zu Fahrplanabweichungen. Wir bitten um Entschuldigung."

Man fragt sich, was mit dieser "Message" ausgedrückt werden sollte. Als Kraftfahrer kennt man das ja von der Autobahn her, wenn zu viele Fahrzeuge unterwegs sind und dann "zähfließender Verkehr" auf den Schilderbrücken angezeigt wird. Aber mal ehrlich: waren - unerwartet - mehr Züge unterwegs oder wollte man eher damit kommunizieren, dass einzelne Züge überfüllt waren und es dadurch - wegen Problemen mit der Türschließung - zu Verspätungen und Pulk-Bildungen von Zügen kam? Ich nehme Letzteres an. Das passt ja schließlich auch zum Thema dieses Threads.

Hoffentlich wird man so etwas in naher Zukunft nicht häufiger lesen müssen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Öffi Freund« (16. August 2017, 21:25)


52

Mittwoch, 16. August 2017, 23:36

... und noch ein Artikel mit Ideen zur Verkehrsplanung

Beim Suchen nach weiteren Artikeln zu den Ideen und Plänen des Verkehrsdezernenten stieß ich auf einen Artikelin der FR vom Juni diesen Jahres, in der er anknüpfend an die neue Verkehrsprognose für den Riederwaldtunnel damit zitiert wird, dass man den Frankfurter Osten weiter enlasten müsse, nicht zuletzt die Wilhelmshöher Straße.
Er entwirft dabei den Plan einer S- oder U-Bahn entlang der A 661 von Bad Vilbel zur Hanauer Landstraße. (sic!)

Ich fragte mich bei der Lektüre, ob man nicht zuerst die aktuell geplanten Maßnahmen in Angriff nehmen sollte und ggf. alternativ an bereits existierende Strecken anknüpfen könnte, als da wären:
Die beschleunigte S6 entlastet Bad Vilbel
Die Nordmainische S-Bahn nimmt Verkehr aus Hanau auf und regt einige zum Umstieg an. Ggf. ist in Maintal mehr Platz für P+R vorzusehen.

Der Verkehr auf der Wilhelmshöher Straße kommt m.E. aus Bergen-Enkheim und aus dem Hinterland, etwa aus Niederdorfelden usw.
Sollte man dann nicht eher die U4 bis hinter Seckbach verlängern und an der Wilhelmshöher Str. ein Parkhaus bauen?
Könnte man alternativ die U7 via Leuchte und mit einem 50m-Tunnel unter Bergen hindurch bis an die B521 verlängern, und dort ein Parkhaus bauen? Das ist vermutlich günstiger als eine Strecke entlang der A 661.
Was ist mit einer Straßenbahn von der Friedberger Warte nach Bad Vilbel? Die 18 könnte durch eine Linie 18BV ergänzt werden.
Oder man verlängert die U4 über Seckbach hinaus nach Bad Vilbel unter "Mitnahme" des BGU-Areals?

Abschließend ist zu sagen, dass ich seine Einschätzung grundsätzlich teile, dass die Stadt analog zu Schulen und Kindergärten auch den Schienenverkehr erheblich ausbauen muss, gerade auch, wenn man @Öffi_Freunds Beitrag liest.

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53

Donnerstag, 17. August 2017, 00:12

Für Park-and-Ride-Pendler aus der Region große Parkhäuser im Frankfurter Stadtgebiet zu bauen, ist die denkbar ineffizienteste und unwirtschaftlichste Lösung:

Die Pendler fahren die längste Strecke mit ihren Autos, verpesten dementsprechend die Luft und zahlen dann nur den vergleichsweise günstigen Frankfurter Stadttarif.
Hinzu kommt: Grund und Boden ist in Frankfurt teurer als in der Region und sollte ggf. lieber gleich für Wohnungen statt für Parkplätze genutzt werden. Ein Park-and-Ride-Haus in Seckbach ist wegen der Topographie und des engen Straßenraums sehr ungünstig und würde auch noch die ohnehin schon stark belastete enge Ortsdurchfahrt von Bergen belasten.

Teure Tunnelbauten (etwa 50 - 100 Mio € / km) + Betriebskosten für einige hundert oder von mir aus 1000 P+R-Pendler schaffen auch nicht den Verkehrswert einer U-Bahn. Die gut 1000 Fahrgäste je Richtung schaffst Du in 20 Bussen weg, da reicht bei 4 Stunden Pendlerauf- und Ablauf etwa alle 10 Minuten ein Standardbus.

Wenn Du die U 7 bis Bergen verlängerst, hast Du zugegebenermaßen noch einige Fahrgäste aus dem Stadtteil. Bis zum Freibad an der Leuchte ist ja ohnehin als Option schon im GVP 2005 angedacht. Vom Riedbad hoch wird es dann schwierig. Fahr mal mit dem Fahrrad bergauf hoch. Runter schaffe ich bequem 40 km / h. :D Der Stadtbahn geht es dann ähnlich wie mir auf dem Fahrrad - die tut sich auch mit Steigungen schwer. Da müsste dann schon eine Zahnradbahn wie in Stuttgart-Degerloch oder wie in den Alpen oder Pyrenäen her- das schaffen unsere normalen u5-Wagen nicht. Ein weiteres Problem wäre die enge Ortslage von Bergen, da kommst Du kaum mit dem Bus durch. Also müsstest Du einen wegen der Topografie aufwändigen Tunnel bauen. Da Bergen auch - z.B. im Vergleich zu Bockenheim oder Bornheim - dünner bebaut ist, erschließt Du mit einer Haltestelle weniger Fahrgäste.

Die zitierte Osttangente parallel zur A 661 zwischen Bad Vilbel und dem Ostend hätte aber eine ganz andere Erschließungswirkung: Zum Einen würde - bei einer S-Bahn-Lösung - das Rhein-Main-S-Bahn-Netz weniger "westlastig". Dezeit führen 9 S-Bahnlinien vom Hbf nach Westen und nur 5 (einschl. geplanter Nordmainischer S-Bahn) nach Osten. Zum anderen wäre die Anbindung von Bad Vilbel und der Wetterau über die "Osttangente" deutlich kürzer als jetzt über den Westbahnof. Und schließlich gäbe es eine Ausweichstrecke bei Störungen der Main-Weser-Bahn.

Die "Osttangente" würde auch die Regionaltangente West ergänzen. Über einen Ringschluss Praunheim - Niederursel - Heddernheim haben wir auch schon nachgedacht, von Eschersheim bis Bad Vilbel gibt es die Bestandsstrecke der S 6. Und eigentlich liegt dann auch der Sprung über den Main nach Offenbach nahe, wenn man schon von Bad Vilbel bis zum Osthafen baut.

54

Donnerstag, 17. August 2017, 07:08

Heute gegen 16:30 wartete ich auf die U 8 Richtung Riedberg an der Station Willy-Brandt-Platz. Auf der Laufzeile der DFI Anzeiger war folgender Text zu lesen: "Wegen hohem Verkehrsaufkommen kommt es auf den Linien U 1, U 2, U 3 und U 8 derzeit zu Fahrplanabweichungen. Wir bitten um Entschuldigung."

Man fragt sich, was mit dieser "Message" ausgedrückt werden sollte. Als Kraftfahrer kennt man das ja von der Autobahn her, wenn zu viele Fahrzeuge unterwegs sind und dann "zähfließender Verkehr" auf den Schilderbrücken angezeigt wird. Aber mal ehrlich: waren - unerwartet - mehr Züge unterwegs oder wollte man eher damit kommunizieren, dass einzelne Züge überfüllt waren und es dadurch - wegen Problemen mit der Türschließung - zu Verspätungen und Pulk-Bildungen von Zügen kam? Ich nehme Letzteres an. Das passt ja schließlich auch zum Thema dieses Threads.

Hoffentlich wird man so etwas in naher Zukunft nicht häufiger lesen müssen!
Diese Meldung stand schon gegen 15:00 Uhr auf der Homepage der VGF. Da habe ich mich allerdings eher gefragt, was ist Ursache und was ist die Folge, üblicherweise ist das ja Umgekehrt. Gab es wirklich einen Peak, beispielsweise durch einen DB-SEV vom/zum Südbahnhof oder Schulausflug? Oder gab es zuerst Betriebsprobleme, beispielsweise ausgefallene Kurse (mögliche Ausfälle wurden auch erwähnt ) oder waren wieder Zwei-Wagen-Züge unterwegs o.ä, die dann zu viele wartenden Fahrgästen geführt hat?
Man hat ja so eine Erfahrungswerte. Unregelmäßigkeiten lassen sich ganz gut am Füllstand des Bahnsteiges erahnen. Liegt dann meistens nicht daran, daß plötzlich sehr viel mehr Fahrgäste unterwegs sind, sondern das vorher mal ein Zug (oder mehrere) nicht kam.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Condor« (17. August 2017, 07:12)


Henning H.

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55

Donnerstag, 17. August 2017, 16:41

Den Lauftext mit Betriebsabweichungen durch erhöhtes Verkehrsaufkommen liest man in letzter Zeit immer öfter, ich habe ihn auch auf B-/C-Strecke schon jeweils mindestens ein Mal gesehen. Auf den bestehenden Strecken lässt sich die Kapazität aber an sich noch relativ einfach erhöhen.

Meiner Meinung nach müssten Vierlinge deutlich flächendeckender eingesetzt werden. Wenn man Werktags U1, U2, U4 und U7 durchgehend mit 4 Wagen fahren lässt und die restlichen Linien mindestens mit 3 Wagen (bei der U5 aufgrund der Kehranlage Hauptbahnhof aber angeblich erst mit Verlängerung ins Europaviertel möglich) wäre schon viel gewonnen. Außerdem müsste der Beginn der Nachmittags-HVZ schon auf ca. 13:00-14:00 Uhr vorgezogen werden, auf der B-Strecke wurde dieser in der Vergangenheit hingegen schleichend mit jedem Fahrplanwechsel ein Stück mehr von 15:00 Uhr auf 16:30 Uhr hinausgezögert.

56

Donnerstag, 17. August 2017, 22:46

Bei U6/U7 geht die nachmittägliche Taktverdichtung auch in Richtung später.

tamperer

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Freitag, 18. August 2017, 00:21

(bei der U5 aufgrund der Kehranlage Hauptbahnhof aber angeblich erst mit Verlängerung ins Europaviertel möglich)
Nicht angeblich, es ist halt so. Das in Richtung Messe rechte Wendegleis ist nur lang genug für Zwillinge.

baeuchle

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58

Freitag, 18. August 2017, 09:07

Außerdem müsste der Beginn der Nachmittags-HVZ schon auf ca. 13:00-14:00 Uhr vorgezogen werden, auf der B-Strecke wurde dieser in der Vergangenheit hingegen schleichend mit jedem Fahrplanwechsel ein Stück mehr von 15:00 Uhr auf 16:30 Uhr hinausgezögert.
Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe mal die letzten 8 Jahresfahrpläne durchgeguckt (2010-2017) und den jeweils ersten Zug auf der U4 aufgeschrieben, der nachmittags außerhalb der Sommerferien ab Seckbacher Landstraße 5 Minuten nach einem anderen Zug fährt:

  • 2010: 15:53
  • 2011: 15:53
  • 2012: 15:53
  • 2013: 15:53
  • 2014: 15:53
  • 2015: 15:49
  • 2016: 15:49
  • 2017: 15:49


Was übersehe ich da?

59

Freitag, 18. August 2017, 13:43

Die Gegenrichtung?

baeuchle

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60

Freitag, 18. August 2017, 14:05

Die Gegenrichtung?
Bei der isses genauso. Erster Zug 5 Minuten nach einem anderen am Nachmittag außerhalb der Sommerferien ab Bockenheimer Warte:

  • 2010: 15:59
  • 2011: 15:59
  • 2012: 15:59
  • 2013: 15:59
  • 2014: 15:54
  • 2015: 15:54
  • 2016: 15:54
  • 2017: 15:54

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