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41

Montag, 21. März 2016, 21:23

Ja, das gilt auch für die Rotterdamer Strassenbahn. Das System funktioniert wie von tatrafan beschrieben. Bei der RET liegt der Abbuchbetrag beim einchecken aber nur bei 4 Euro. Man sollte natürlich auch immer auschecken, da nur so der tatächliche Betrag je nach Reisestrecke abgebucht wird, sonst ist man jedes mal 4 Euro los.

42

Montag, 21. März 2016, 21:36

Man sollte natürlich auch immer auschecken, da nur so der tatächliche Betrag je nach Reisestrecke abgebucht wird, sonst ist man jedes mal 4 Euro los.
Und wie kann man da eine Tageskarte nutzen? Wenn man fünfmal umgestiegen ist, sind doch die zehn Transaktionen bereits voll?

Von einem E-Ticket würde man doch eigentlich erwarten, dass dieses selbst den günstigsten Fahrpreis ermittelt: Wenn man mit den Einzelfahrten den Fahrpreis der Tageskarte erreicht hat, fährt man den restlichen Tag umsonst, hat man den Fahrpreis der Wochenkarte erreicht, fährt man die restliche Woche umsonst usw. Dafür müsste das System doch alle Transaktionen der letzten zwölf Monate verwalten können, damit auch Jahreskarten berücksichtigt werden können.
Strenggenommen bist du ohne Einchecken schwarz gefahren - denn: mit diesem Einweg-Ticket hättest du ja genauso auch in der umgedrehten Richtung fahren können, also von Venlo wieder zurück nach Amsterdam, und dann also die erste Fahrt Amsterdam - Venlo "erschlichen".
Hier sehe ich noch ein grundsätzliches Problem dieser Tickets: Der Kunde muss also selbst einen Aufwand betreiben um nicht schwarz zu fahren. Es sollte aber bei einer intuitiven Lösung anders herum sein: Das System stellt selbst sicher, dass man nicht schwarz fährt, sofern man ein Ticket besitzt, und wenn man bewusst Schwarzfahren wollte, müsste man bewusst (kriminelle) Energie dafür aufwenden... (Man kann ja auch nicht unbemerkt einen Bankraub begehen.)

43

Dienstag, 22. März 2016, 12:21

Laß mich raten: Preis waren 20 € ? Das ist der "Zugangspreis", der auf persönlichen und unpersönlichen Chipkaarts beim Einchecken erstmal als Maximalpreis abgebucht wird vom Guthaben; beim Auschecken wird der tatsächliche (in aller Regel niedrigere) Fahrpreis ermittelt und die Differenz wieder zurückgebucht auf die Karte.

Ich hatte weder die persönliche, noch die anonyme, sondern die eenmalige chipkaart (ohne das zu diesem Zeitpunkt so genau zu wissen).
Hab mal auf den Kontoauszug von 2014 geguckt, da wurden mir 47 Euro für zwei Personen und 12 Euro für zwei Fahrräder abgebucht. Habe also vermutlich nichts verschenkt ;)

Das Modell, für 1 Euro Zuschlag ein Papierticket auszugeben - mit oder ohne Chip, wäre doch evtl. auch was für den RMV, zumindest für Stationen wie den Flughafen... Oder eben einen Automaten, der die Chipkarten ausgibt, daneben stellen. Ggf. mit einer Schutzgebühr, die gegen einen Voucher-Code beim Fahrkartenpreis am Ticket-Automaten wieder abgezogen wird. Also Möglichkeiten, das insbesondere für Auswärtige nutzerfreundlicher zu gestalten, ohne alle Ticketautomaten austauschen zu müssen, gäbe es ja sicher doch...

44

Dienstag, 22. März 2016, 18:51

@ zip drive:

Es gibt verschiedende Möglichkeiten:

1. Auf Saldo reisen: das geht z.B. mit einer anonymen OV-Chipkarte. Der Basistarif liegt bei 89 Cent + 0,137 Cent pro Kilometer (Umsteigen ist möglich).
2. Per Tageskarte: das kann man ebenfalls auf seine anonyme OV-Karte laden (7,50 Euro) oder alternativ eine sogenannte "wegwerp"-OV-Chipkarte kaufen (Zuschlag 50 Cent).
3. Beim Strassenbahn-Schaffner eine 1-Stunden-Papierkarte kaufen. Mit 3 Euro aber recht teuer.

Man sollte eben trotzdem noch wissen wieviele Fahrten man ungefähr plant.

45

Dienstag, 22. März 2016, 19:45

Von einem E-Ticket würde man doch eigentlich erwarten, dass dieses selbst den günstigsten Fahrpreis ermittelt: Wenn man mit den Einzelfahrten den Fahrpreis der Tageskarte erreicht hat, fährt man den restlichen Tag umsonst, hat man den Fahrpreis der Wochenkarte erreicht, fährt man die restliche Woche umsonst usw.

In dem Falle müßte man allerdings den Preis der Tages- und Wochenkarten dann ggf. massiv erhöhen, da die Quersubventionierung aus dem Einzelticket nicht mehr gegeben ist.

Man könnts natürlich auch ganz radikal und einfach machen. Japanisches Modell. Bei der Tokyo Metro gibt es fünf nach Distanz kalkulierte Preiszonen (Luftlinie zwischen Ein- und Auscheckhaltestelle), wer eine der verfügbaren "IC Cards" (PASMO, Suica etc) benutzt kriegt zwischen 2 und 5 cent Rabatt pro Fahrt. Eine "automatische" Umstellung auf Zeittarife erfolgt nie, die Karten lassen sich bei Bedarf allerdings für einen (und zwar genau einen) solchen im System aufbuchen.
Bei Bussen gibt es dort übrigens teilweise "Pre-Payment-Fahrten" (z.B. Airport-Shuttle mit nur einem "Ziel"), bei denen ein Auschecken nicht nötig ist - der Preis wird schon beim Einchecken abgebucht.

46

Mittwoch, 23. März 2016, 19:57

Von einem E-Ticket würde man doch eigentlich erwarten, dass dieses selbst den günstigsten Fahrpreis ermittelt: Wenn man mit den Einzelfahrten den Fahrpreis der Tageskarte erreicht hat, fährt man den restlichen Tag umsonst, hat man den Fahrpreis der Wochenkarte erreicht, fährt man die restliche Woche umsonst usw.


Ich glaube, das klingt einfacher als es ist... Bei Einzel- und Tageskarten kein Problem (und bei Wochenkarten, die an die Kalenderwoche gebunden wären, auch nicht), das kriegst Du aber dann aufgrund der Tatsache, dass Wochen- und Monatskarten flexibel gelöst werden können. Bei unregelmäßiger Nutzung dürfte es ziemlich komplex werden, da die ideale Kombination zu ermitteln.

Re465

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47

Montag, 28. März 2016, 22:58

Wobei merkwürdigerweise nicht jeder DB-RMV Fahrkartenautomat meine HEAG-Chipkarte auslesen mag. Mancher macht es problemlos, bei anderen (z.B. Mühltal und Darmstadt Nord) rödelt der Automat minutenlang - und nix passiert. Beim Kontrollgerät der VIAS-Mädels (und Jungs) ist die Karte dagegen sofort auslesbar.


Naja, meine neue Karte (Ersatz der ersten) braucht im Zug auch etwas länger wie der Vorgänger und ob das am mobilen Lesegerät wirklich schneller geht.
Oftmals machen Kontrolleure nur so als wäre alles in Ordnung da sie diverse Macken kennen vermute ich.

Was sehr gerne Zickt sind die Geräte in den diversen Bussen. Warum sollten die mobilen Geräte im Zug dann besser sein ;-)
"Bitte beachten Sie folgenden Hinweis. Auf Grund von Verzögerungen im Betriebsablauf verkehrt dieses Posting ohne Signatur mit Tiefgang... Vielen Dank."
Ich passe mich nur dem RMV an :-)

48

Donnerstag, 31. März 2016, 21:17

Meine Erfahrung mit der Stasi-Karte, pardon E-Ticket sind durchaus "positiv" X( Als ich die Karte erhielt, wollte ich die Daten überprüfen. Dazu mußte ich extra an den Bahnhof fahren, da auf meinem Arbeitsweg weder ein Automat noch eine Verkaufsstelle ist , ich kein Smartphnone habe und das Dreckding sonst nicht mitnehme. Ich hatte einen Bekannten bei mir, der bei der Bahn/RMV im Fahrkartenverkauf tätig ist. Wir brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um dem Automat eine Ergebnis zu entlocken. Bei meiner ersten Kontrolle gab es Schwierigkeiten mit dem Ding. Die Konsequenz, nach längerem Telefonat des Kontrolleurs, neben der Peinlichkeit, von anderen Fahrgästen als Schwarzfahrer angesehen zu werden ;( - ein Kollege war auch im Bus - durfte ich mich am nächsten Tag zur Verkaufsstelle begeben um die Karte aktivieren zu lassen :wacko:. . Letztes Jahr verlor ich das Ding (das erste mal in über 30 Jahren). Ich begab mich zur Verkaufsstelle meines VUs. Nach dem ich zwei Damen eine 3/4 Stunde beschäftigte, die Schlange mittlerweile bis auf die Straße reichte und immer noch kein Ergebnis abzusehen war, wurde ich gebeten, ob es möglich wäre, später nochmal wieder zu kommen. Als ich nach der Arbeit am späten Nachmittag wieder kam, reichte die Schlange immer noch auf die Straße. Die Moral von der Geschichte, ich habe bald 3 Stunden gebraucht, um eine vorläufige Ersatzkarte zu erhalten. Außerdem verlangt mein VU, dass die Karte beim Einsteigen jedesmal auf den Leser gelegt wird - Das man so wunderbar Bewegungsprofile erstellen kann, gerade wenn auch, das, wie ich las mal, geplant ist nach Entfernung abzurechnen, wird irgendwie kaum erörtert - Der gläserne Fahrgast, viele Grüße von Stasi, BND, NSA & Co - deshalb auch o.g. Betitelung. Aber das Auslesen beim Einsteigen wird im Tagesverkehr kaum noch gemacht. Als das eingeführt wurde, fragte ich eine Fahrer, ob ich die Karte auflegen soll. Er sagte, machen Sie es, wenn es einer verlangt, aber wenn er es bei jedem Fahrgast machen würde, käme er überhaupt nicht mehr weg.
Beati pauperes spiritu, quoniam ipsorum est regnum caelorum

49

Donnerstag, 31. März 2016, 21:26

Außerdem verfügen nur die wenigsten bzw. noch gar keine Busse die Auslesegeräte für das neue E-Ticket.
Die Busse des SVM z.B. verfügen noch nicht über diese Auslesegeräte.Die Fahrgäste, welche das E-Ticket Rhein Main besitzen, zeigen dem Fahrer einfach die Karte.Durch das alleinige vorzeigen der Karte lässt sich natürlich nicht sagen,ob eine gültige Fahrkarte auf das E-Ticket draufgebucht ist oder ob die Karte überhaupt aktiviert ist. Theoretisch könnte man also auch mt einer unregistrierten Karte rumfahren, ohne das einer was merkt :thumbdown: Mit den Papiertickets (Tageskarte,Einzefahrt, etc.) ist das nachweisen einer gültigen Fahrkarte und das prüfen durch den Busfahrer einfacher.
U7 Enkheim-Hausen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »U5-50« (31. März 2016, 21:28)


50

Donnerstag, 31. März 2016, 21:34

Theoretisch könnte man also auch mt einer unregistrierten Karte rumfahren, ohne das einer was merkt
Es geht doch noch dreister: Einmal die Monatskarte gekauft, wenn die abgelaufen ist das Ding für ein paar Sekunden in die Mikrowelle und bei der Kontrolle ganz verwundert fragen: "Was, das Teil ist schon wieder kaputt?!"
Der gläserne Fahrgast, viele Grüße von Stasi, BND, NSA & Co - deshalb auch o.g. Betitelung.
Ich sehe das Problem darin begründet, dass offenbar viele Anwender dieser Karte sich gar nicht darüber im Klaren sind, welche Auswirkungen sich daraus ergeben. Normalerweise würde man erwarten, dass sich die Leute darüber empören - aber das Thema scheint nicht wichtig genug zu sein.

Uli Nobbe

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51

Dienstag, 10. Oktober 2017, 17:39

Threadwecker :)

Nachdem ich die Karte nun lange genug nutze (ist meine zweite, aber nur, weil die erste eine Beule vom Druckknopf im Portemonnaie hatte und trotzdem funktionierte - aber das Genöle der Kontrolleure ging mir auf den Zeiger), kann ich keine Nachteile im Betrieb feststellen.

Was ich aber bis heute immer noch nicht weiß: Würde meine VGF/RMV-Karte eigentlich auch in anderen Verkehrsverbünden funktionieren? Auflegen und kaufen? ?(
Wenn es dazu mal eine Informationskampagne gab, ist sie an mir vorbei gerauscht.

Wünsche:
  • Tageskarten darauf speichern können, gerne auch vordatiert.
  • Anschlussfahrkarten darauf speichern, vielleicht sogar mit einem besseren Konzept (Anschluss als Tageskarte günstiger als komplette Tageskarte)

Ach ja, noch was zur Beule auf der ersten Karte: Kommt drauf an, wo die Antenne der Karte sitzt. Da kann auch ein mechanischer Schaden u.U. nichts an der Lesbarkeit anrichten. Andererseits wurde ich neulich im VGF-Ticketshop in der Hauptwache komisch angeschaut, weil die Karte eine leichte Krümmung aus dem Portemonnaie hat. Mir wurde vorgeschlagen, sie zu tauschen. Das gibt mir zu denken. Also, "männerfähig" sollte das Teil schon sein.

52

Dienstag, 10. Oktober 2017, 18:33

Meine hat von heute auf morgen ohne mechanische Veränderungen den Geist aufgegeben. Wollte eine neue Wochenkarte buchen, aber der Automat konnte sie nicht mehr lesen. Einfach so. Warum auch immer. Gut, daß das zwischen zwei Karten passiert ist und nicht bei einer Kontrolle.
Proper preparation prevents p*ss poor performance 8)