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Charly

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201

Gestern, 22:43

Weshalb muß ich hier was beweisen?
Weil Du derjenige bist, der die geplante Lösung für undurchdacht hält und sie durch etwas ersetzen will, was Deiner Meinung nach gleichwertig wäre.

Zitat

Du behauptest doch, 1,5 bis 2fache Kosten. Woher nimmst du die Annahme?
Weil die Kosten für die, Deines Erachtens doch so entbehrliche Verbindung Höchst - Flughafen (was Du Du aber dadurch selbst relativerst, indem Du die Busverbindung ggf. später durch eine Straßenbahn ersetzen lässt), weil also diese Kosten in der Relation nicht geringer ausfallen als geplant. Du sparst nur die Kosten für die NBS Sossenheim Bf. bis Homburger Bahn ein, gibst dafür jedoch andererseits genau so viel Geld aus, um die Verbindungskurven zu ertüchtigen, neue Station (-en??) anzulegen, Signalanlagen und Estw-Technik darauf auszulegen etc., evtl. noch falls erforderlich für den Bau einer zusätzlichen Mainbrücke. Damit sind die Kosten zumindest nicht niedriger. Wenn ich jetzt noch berücksichtige, dass der Erschließungswert weit geringer ist als bei der geplanten Streckenführung und somit langfristig weniger zusätzliche Nutzer erreicht würden als durch das derzeit vorhandene S-Bahnangebot ohnehin erschlossen sind (z.B. vernachlässigst Du völlig die Bewohner von Sossenheim, die heute im Grunde genommen keinerlei Schienanschluss haben), dann verursachst Du doch bei geringerem KNF höhere Kosten pro potentiellem Fahrgast.

202

Gestern, 22:53

Weil die Kosten für die, Deines Erachtens doch so entbehrliche Verbindung Höchst - Flughafen (was Du Du aber dadurch selbst relativerst, indem Du die Busverbindung ggf. später durch eine Straßenbahn ersetzen lässt), weil also diese Kosten in der Relation nicht geringer ausfallen als geplant. Du sparst nur die Kosten für die NBS Sossenheim Bf. bis Homburger Bahn ein, gibst dafür jedoch andererseits genau so viel Geld aus, um die Verbindungskurven zu ertüchtigen, neue Station (-en??) anzulegen, Signalanlagen und Estw-Technik darauf auszulegen etc., evtl. noch falls erforderlich für den Bau einer zusätzlichen Mainbrücke. Damit sind die Kosten zumindest nicht niedriger. Wenn ich jetzt noch berücksichtige, dass der Erschließungswert weit geringer ist als bei der geplanten Streckenführung und somit langfristig weniger zusätzliche Nutzer erreicht würden als durch das derzeit vorhandene S-Bahnangebot ohnehin erschlossen sind (z.B. vernachlässigst Du völlig die Bewohner von Sossenheim, die heute im Grunde genommen keinerlei Schienanschluss haben), dann verursachst Du doch bei geringerem KNF höhere Kosten pro potentiellem Fahrgast.

Jetzt kommst auch du noch mit deiner zusätzlichen Mainbrücke. Soviel Platz ist zwischen Niederrad und Gutleut/Griesheim nun auch nicht.
Ich habe doch geschrieben, daß die S-Bahngleise mitzuverwenden sind für eine solche "EBO-RTW".
Das mit dem "nur" Sparen der Kosten für die "NBS Sossenheim Bf. bis Homburger Bahn" ist ja auch nicht gerade wenig. Und dazu kommt noch der absehbare Ersatzneubau für den Bahndamm zwischen Höchst und Sossenheim. Da heißt es doch jetzt bereits, daß das mit "einfach mal das zweite Gleis drannageln" wohl nicht funktionieren wird!
Und völlig unterschlagen werden von dir die eben deutlich höheren Kosten der Zweisystemfahrzeuge. Nicht nur in der Anschaffung, auch im Unterhalt.

Wie hoch ist denn der Erschließungswert für den Abschnitt Höchst bis Sossenheim exklusive Eschborn Süd? (Exklusvie, weil das ja von der "EBO-RTW" bedient werden würde)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trainspotting« (Gestern, 22:54)


Charly

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203

Gestern, 23:23

Entschuldige bitte, wenn ich irgend jemanden, vor allem auch Vertreter von Kommunen oder anderen Gebietskörperschaften von einem Projekt oder von dessen Absurdität überzeugen will, dann muss ich dafür schon schlüssige Argumente, besser noch schlüssige und nachvollziehbare Konzepte vorlegen. Das habe ich zumindest immer getan, wenn ich von etwas überzeugt war. Ich unterschlage hier garnichts und werde mich auch durch solche Kommentare nicht von Dir dazu hinreissen lassen, irgendwelche intensiveren Kostenberechnungen anzustellen, denn ich bin doch nicht derjenige, der das Projekt RTW hier grundsätzlich in Frage stellt (womit ich nicht gesagt habe, dass ich es in allen Punkten schlüssig finde).

Bisher habe ich mich aber weitgehend aus dieser Diskussion heraus gehalten, weil ich keinen Sinn darin sehe etwas in Frage zu stellen, dem ich nicht mindestens etwas gleichwertiges oder besseres entgegensetzen kann. Ich habe mich lediglich eingeschaltet um Dir klar zu machen, dass Deine Kontra-Argumente bisher bei weitem nicht ausreichen, um ein Umdenken der Verantwortlichen und eine eventuelle Neubewertung oder Untersuchung alternativer Trassenvarianten auszulösen. Vielleicht solltest Du das nachholen und Details Deiner EBO-RTW darlegen, dann wäre es immerhin theoretisch möglich mich oder auch den ein oder anderen Kommunalvertreter oder Landrat zu einem Fan davon zu machen, der sich dafür einsetzt. So aber nicht...

204

Gestern, 23:40

Nur würde ich die "EBO-RTW" darauf nicht sehen wollen, sondern auf den bereits bestehenden S-Bahngleisen.

Spannender ist da schon der Teil zwischen Rödelheim/Rebstockkurve und eben der Niederräder Brücke. Natürlich sind da Kunstbauten erforderlich. Allerdings auch nur dort.
Vom Homburger Damm gehts aber nur auf die alte Niederräder Brücke, unter den S-Bahn-Gleisen hindurch, die über eine Hochbrücke den nördlichen Zulauf zur alten Niederäder Brücke überquert, d.h. man kommt nordmainisch nicht auf die S-Bahn-Gleise, sondern nur südmainisch. Und da muss man plangleich zwischen Brücke und Bf. Niederrad aufs S-Bahn-Gleis wechseln. Ich glaube, das würde die Bahn nicht gut finden, die ja den S-Bahn-Verkehr von den anderen Verkehren gern trennen will.

205

Heute, 02:35

Also ich gehöre ja auch zur Fraktion der "RTW-Kritiker". Allerdings stelle ich im Moment fest, dass RTW-Kritik nicht gleich RTW-Kritik ist. Ich stimme @tunnelklick und @Charly völlig zu, Eschborn, Höchst und den IPH auszulassen und über Niederrad den Flughafen anzufahren, bringt für den Bahnknoten Frankfurt am Main, der ja nicht nur den Hauptbahnhof umfasst, keine Entlastung. Und mit den von @trainspotting genannten Bauwerken wird es nicht getan sein.

Eine EBO-RTW über Niederrad hätte nur dann einen Sinn, wenn man in Niederrad die S-Bahn-Gleise anfährt. Das ist vom Homburger Damm aus aber nicht möglich. Da eine Einfädelung in den Zulauf der S-Bahn-Main-Brücke Niederrad nur Höhenfrei sinnvoll wäre, müsste man hier ein Überwerfungsbauwerk auf einem Überwerfungsbauwerk errichten. Zugleich müsste man Höhenfrei aus dem Homburger Damm ausfädeln, was wiederum Überwerfungsbauwerke nötig macht. Und für eine Erschließungswirkung wären darüber hinaus Haltepunkte von Nöten. Nein, ich denke, das ist keine wirkliche Alternative zur geplanten RTW.

Ob es sinnvoll ist, die Strecke von der S5 über Eschborn nach Höchst nach BOStrab zu trassieren, aber mit 15kV~ zu bauen, bezweifele ich weiterhin. Aber die grundsätzliche Streckenführung halte ich für genau die Richtige. Mit Eschborn Süd, dem IPH und dem Flughafen liegen drei der größten Arbeitsplatzansammlungen des Rhein-Main-Gebiets an der Trasse. Dass man aus Kostengründen von Höchst zum IPH nach BOStrab baut, um eine teure EBO-Brücke oder gar einen EBO-Tunnel zu vermeiden, finde ich nicht optimal, aber auf jeden Fall nachvollziehbar.

Die grundsätzliche Trasse der RTW ist richtig. Sie hat die beste Mischung aus "möglichst wenig neue Infrastruktur" und "möglichst hohe Erschließungswirkung", die auf Grund der Lage der Siedlungsgebiete möglich ist.
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