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Freitag, 27. April 2018, 14:58

Die Schweden experimentieren mit Stromschienen (SPON)

Also die Schiene sieht schon netter aus als die Oberleitungen. Weiß jemand, wieso es da kein Problem mit Wasser geben soll? Gibt es bei Regen nicht hässliche Kriechströme zwischen den beiden Leitern?

Darkside

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22

Sonntag, 13. Mai 2018, 11:47

Bei gestriger Vorbeifahrt habe ich gesehen, daß Ri Norden die Masten stehen und im südlichen
Bereich auch schon Ausleger montiert sind.

Zu Schweden: Fragt sich wie diese Anlage sich mit Eisregen verhält.....
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23

Dienstag, 23. Oktober 2018, 00:35

Ich frage mich, warum man für eHighways das Rad neu erfunden hat und sich für Leitungen entschieden hat, mit denen klassische Obusse nichts anfangen können. So könnten mit den LKW-Leitungen - wenn überhaupt - nur neuartige Obusse fahren und Städte mit einem existierenden (Herkömmlichen) Obus-System müssten ihre Netze stillegen, falls man dort einmal LKW-Leitungen bauen möchte.

Tatrafan

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24

Dienstag, 23. Oktober 2018, 04:23

Wahrscheinlich, weil das Stangensystem herkömmlicher O-Busse für einen e-Highway nicht ausreichend betriebssicher und vor allem betriebsstabil sein dürfte. O-Busse erreichen meist nur Geschwindigkeiten bis 50 km/h (selten mal mehr), und je schneller sie werden, desto wahrscheinlicher werden Entdrahtungen, d.h. die Kontakt-Schleifschuhe springen vom Fahrdraht weg - hält man dann nicht rechtzeitig an, kann es noch passieren, daß man Halteseile mitnimmt und die Oberleitung "abräumt". Dieses Entdrahten liegt einfach daran, daß Fahrbahnunebenheiten oder auch fahrdynamische Kräfte sich auf die Stangen übertragen, durch diese verstärkt werden und die Haftung an der Leitung damit weniger stabil wird - dies umso mehr, je schneller man fahren will,

Anders bei dem Bügelsystem der e-LKW: nach den Bildern, die ich jetzt gesehen habe, ähneln diese Stromabnehmer den von heutigen Schienenfahrzeugen bekannten Bügelstromabnehmern, nur eben mit zwei gegeneinander isolierten Schleifleisten. Damit sind Entdrahtungen kein Problem mehr, sie können nicht vorkommen, die Gefahr, daß man versehentlich die Oberleitungskonstruktion runterholt oder aber eben anhalten und die Stange wieder "einfangen" und anlegen MUSS, besteht nicht.

Dasselbe Problem hatten übrigens auch Straßenbahnen: auch hier konnten sich Stangenstromabnehmer (egal, ob am oberen Ende als Rollenstromabnehmer oder mit Schleifschuh; gab beides, war aber beides gleichermaßen anfällig gegen Entdrahten) nicht durchsetzen - eben wegen ihrer mangelhaften Zuverlässigkeit im Betrieb, gerade als die Bahnen dann etwas schneller wurden. Heute finden sich Stangenstromabnehmer nur noch bei ganz wenigen Betrieben - nur für O-Busse gab es bisher eben schlicht keine Alternativen.

Da die e-Highways aber ohnehin eine Neuerung sind, hat man sich da offenbar von Anfang an für ein zuverlässigeres System entschieden - auch wenn das mit schon vorhandenen O-Bus-Systemen inkompatibel ist. Für Deutschland ist das ohnehin kein größeres Problem, schon, weil wir nur noch sehr wenige O-Bus-Betriebe haben.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

25

Dienstag, 23. Oktober 2018, 06:43

Ich frage mich, warum man für eHighways das Rad neu erfunden hat und sich für Leitungen entschieden hat, mit denen klassische Obusse nichts anfangen können. So könnten mit den LKW-Leitungen - wenn überhaupt - nur neuartige Obusse fahren und Städte mit einem existierenden (Herkömmlichen) Obus-System müssten ihre Netze stillegen, falls man dort einmal LKW-Leitungen bauen möchte.

Wie viele Betriebe betrifft das in Deutschland genau? Drei? Ich denke, die Problematik ist überschaubar.
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Dienstag, 23. Oktober 2018, 07:46

... und Städte mit einem existierenden (Herkömmlichen) Obus-System müssten ihre Netze stillegen, falls man dort einmal LKW-Leitungen bauen möchte.


Nein, müssen sie nicht. Sinn und Zweck der E-Highways entspricht dem einer Ladestation. Während der Fahrt unter der Oberleitung werden die Batterien der Hybrid-LKW aufgeladen, die am Ende der Ladestrecke ihre Fahrt vollelektrisch fortsetzen. Diese LKW würden also in den Städten - und seien es solche mit O-Bus-System - elektrisch fahren. Die durchgängige Elektrifizierung der LKW-Strecke steht also nicht zur Debatte.

Ausgehend von der Tatsache, dass 60% des Schwerlastverkehrs (>12 t) auf 2% des Straßennetzes stattfinden und zugleich 3/4 der Fahrten im Schwerlastverkehr Fahrten bis 75 km sind, eigenen sich Hybrid-LKW ganz besonders für den regionalen Verteilerverkehr. Die Lage der Logistikzentren von Aldi z.B. sind so situiert, dass die Touren der Liefer-LKW nur rd. 40 km lang sind, um möglichst viele Umläufe am Tag zu ermöglichen. Diese LKW können aber nicht zwischendrin längere Zeit ans Kabel, weshalb sie die Strecke, die sie ihnenhin absolvieren, zum Laden nutzen sollen.

Die Firmen, die am Feldversuch in Hessen teilnehmen, gehören in diese Kategorie; darunter ein Logistiker, der REWE-Märkte im Rhein-Main-Gebiet beliefert.

27

Dienstag, 23. Oktober 2018, 07:59

Anders bei dem Bügelsystem der e-LKW: nach den Bildern, die ich jetzt gesehen habe, ähneln diese Stromabnehmer den von heutigen Schienenfahrzeugen bekannten Bügelstromabnehmern, nur eben mit zwei gegeneinander isolierten Schleifleisten. Damit sind Entdrahtungen kein Problem mehr, sie können nicht vorkommen, die Gefahr, daß man versehentlich die Oberleitungskonstruktion runterholt oder aber eben anhalten und die Stange wieder "einfangen" und anlegen MUSS, besteht nicht.


Auf die Praxiserfahrungen bin ich mal gespannt. "Labortests " mit optimaler Fahrbahn und null "normaler " Verkehr sind das eine. Interessant wird es dann bei schlechten Bedingungen wie z.B. Spurrillen und schlingerhaften Fahrverhalten usw.

Ob das System auch für Innenstädte usw. geeignet ist, ist noch einmal eine andere Frage. Wenn es schon Diskussionen um Masten und Fahrdraht für Straßenbahnen gibt, ..... Selbst wenn es nur die Hauptdurchgangsstraßen / Ausfallstraßen geht, wird es ein Mastinflation geben.

28

Dienstag, 23. Oktober 2018, 08:07

Ich glaube nicht, dass es solche Strecken in städtischer Umgebung soll.

29

Dienstag, 23. Oktober 2018, 08:16

Ich glaube noch nicht einmal an eine flächendeckende Ausrüstung der Autobahn in D.
Optisch hängt die Fahrleitung ziemlich tief. Wird für Schwertransporte schwieriger.

30

Dienstag, 23. Oktober 2018, 09:32

Es geht auch nicht darum, das Land flächendeckend mit LKW-Oberleitungen zu bestücken. Es geht darum, Dieselabgase in den Ballungszentrem zu reduzieren. Deshalb wird es zunächst darum gehen, strategisch günstig gelegene Strecken auszuwählen, über die möglichst viel Schwerlastverkehr in die Großstädte abgewickelt werden kann.

Die Teststrecke in BaWü (E-Way) ist eine Bundesstraße in einer Mittelgebirgsregion mit erhebelichem Schwerlast-Linienverkehr zwischen Zulieferern und Autofabriken im Großraum Stuttgart - kurze Distanzen insgesamt. Diesen zu elektrifizieren, würde hunderte von Fahrten mit Diesel-LKW ersetzen - pro (Werktag).

31

Dienstag, 23. Oktober 2018, 21:10

Vielleicht können ja künftig auch Busse die LKW-Oberleitung mitnutzen.

Interessant wäre auch die Frage, ob es sinnvoll ist, dass ein Autobahnrastplatz auch eine Oberleitungsspur erhält, so dass man die Pause des Fahrers zum Laden nutzen kann. Macht natürlich nur bis zu dem Jahr Sinn, bis die LKW's (auch) autonom fahren..

Johony

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32

Dienstag, 23. Oktober 2018, 23:01

Ist da die HEAG nicht auch mit im Boot? Wahrscheinlich wird mal der Airliner mal mit Strom fahren.
Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
________ _ _ _ _ _ _

Freundliche Grüße!

MdE

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33

Dienstag, 23. Oktober 2018, 23:26

Optisch hängt die Fahrleitung ziemlich tief. Wird für Schwertransporte schwieriger.
Können Schwertransporte nicht die Spur wechseln?


Auf die Praxiserfahrungen bin ich mal gespannt. "Labortests " mit optimaler Fahrbahn und null "normaler " Verkehr sind das eine. Interessant wird es dann bei schlechten Bedingungen wie z.B. Spurrillen und schlingerhaften Fahrverhalten usw.
Das soll der Stromabnehmer angeblich ausgleichen können.


Anders bei dem Bügelsystem der e-LKW: nach den Bildern, die ich jetzt gesehen habe, ähneln diese Stromabnehmer den von heutigen Schienenfahrzeugen bekannten Bügelstromabnehmern, nur eben mit zwei gegeneinander isolierten Schleifleisten.
Eher zwei Parallele Stromabnehmer. Es hängen auch zwei Drähte nebeneinander.

Siehe auch beim ntv: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wir…le20192674.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MdE« (23. Oktober 2018, 23:29)


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Mittwoch, 24. Oktober 2018, 07:48

Können Schwertransporte nicht die Spur wechseln?

Natürlich, nur: Auf welcher Spur sollen sie fahren? Mitte, Links?
Bei Ein oder Ausfahrten müssen sie dann auch unter dem Fahrdraht durchpassen.

35

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 09:26

Ist da die HEAG nicht auch mit im Boot?


War anfangs mal, ja, gehört aber nicht mehr zu den Versuchsteilnehmern, vermutlich weil es für deren Transportzweck kein geeignetes Versuchsfahrzeug gibt.

36

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 09:41

Optisch hängt die Fahrleitung ziemlich tief. Wird für Schwertransporte schwieriger.


Was heißt "zimelich tief"? Die Fahrleitung hängt ca. 1 m über der zulässigen Fahrzeughöhe, welche bekanntlich 4,00 m beträgt (§ 32 II StVZO). Einschließlich einer Toleranz von 0,25 m und eines Sicherheitsabstandes von 0,25 m beträgt die lichte Durchfahrthöhe von Autobahnbrücken generell mindestens 4,50 m. Auf der Teststrecke gibt es nur Brücken, die mehr als 4,50 m Durchfahrthöhe haben. Wenn überhaupt muss der Fahrdraht dort nur geringfügig abgesenkt werden.

Ein Fahrdraht in einer Höhe von 5,00 m generiert für Schwertransporte kein größeres Problem, als Autobahnbrücken ohnehin.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tunnelklick« (24. Oktober 2018, 09:42)


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Mittwoch, 24. Oktober 2018, 12:04

Im vorbeifahren lässt sich das schwer abschätzen, daher rein subjektives Empfinden "ziemlich dich über der Plane "

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Wohnort: einst (seit 1960) : Moskau - Paris, zuletzt: Moskau - Basel und seit 11.12.2011 auch wieder Moskau- Dribb-de-Bach - Paris / Nizza

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38

Freitag, 26. Oktober 2018, 00:24

3 Bilder am 25. Oktober 2018

Heute morgen habe ich auf meiner Tour mit der neuen Flixbus-Linie E-01 auch ein paar Bilder vom in Arbeit befindlichen E-Highway auf der A 5 bei Weiterstadt aufgenommen: