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81

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:25

In der Rebstöcker Straße, von der Mainzer Landstraße kommend, wurde vor der Einfahrt in den eingleisigen Abschnitt ein neuer Signalmast aufgebaut, das Signal zeigt dauerhaft F0 und es kann über zwei Schlüsselschalter eine Fahrterlaubnis angefordert werden, wenn ich dass richtig interpretiere, kann über einen Schlüsselschalter eine komplette Fahrt bis zum Ordnungsamt angefordert werden und über den anderen Schlüsselschalter, kann eine Kurzfahrt zum wenden angefordert werden, dass braucht man, wenn ein Zug in der Rebstöcker Straße wendet und anschließend wieder Richtung Höchst zurück fährt, bei diesen Fahrten fährt der Zug nicht bis zur Haltestelle Gustavsburgplatz, sondern setzt vorher wieder zurück...

An der Haltestelle Ordnungsamt befindet sich eine weitere Signalanlage – diese schaltet, sobald ein Zug den eingleisigen Bereich verlassen hat, von F0 auf F1.

Ob eine Fahrt in den eingleisigen Bereich erlaubt wird, wenn eine Kurzwende stattfindet, weiß ich nicht, wäre aber denkbar, wenn ein Zug der Linie 14 nur bis zur Haltestelle Gustavsburgplatz fährt und nicht weiter in den Bereich, den ein anderer Zug der Linie 11 von/nach Höchst zum Wenden nutzt.
Nein, du interpretierst falsch. Es kann sich immer nur eine Straßenbahn im eingleisigen Abschnitt befinden. Die Bahnen fordern die Signale per Datentelegramm an. Die Schlüsselschalter sind eine Rückfallebene für die Anforderung bzw. für die Rücknahme. Falls die Signalanlage ausfällt gibt es für die 14 eine Rückfallebene mit Signalstab, die am Samstag bei der Eröffnung schon mal zum Einsatz kam.

Vielleicht kann einer unserer Trambahner das bestätigen bzw. ergänzen. Alles andere würde mich jedenfalls ziemlich wundern.
Gruß Tommy

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82

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:27

Aus dem Beitrag von Bernemer schließe ich,- es wird Zeit für den Zweigleisigen-Ausbau, dass die 14 eine Schleife fahren kann um den Murks mit der Endhaltestelle am Gustavburgplatz zu beenden.
Eher zur Mönchhofstraße ;) Wenn man ehrlich ist, hat man hier bei der Stadt völlig geschlafen. Der Planfeststellungsbeschluss war ja mal vorhanden ...
Gruß Tommy

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83

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:55

Aus dem Beitrag von Bernemer schließe ich,- es wird Zeit für den Zweigleisigen-Ausbau, dass die 14 eine Schleife fahren kann um den Murks mit der Endhaltestelle am Gustavburgplatz zu beenden.


Die Schleifenfahrt ist schon seit Jahrzehnten möglich, dafür braucht es kein zweites Gleis.

Aus rechts haltenden Straßenbahnen vorm Ordnungsamt laufen Fahrgäste oft direkt vor/hinter der Tram über die Straße. Hinter der Tram vorbeilaufend können Fahrer entgegen kommender Autos sie aber nicht sehen. Da die Autos sehr eng neben der Bahn vorbeirollen, stehen die Aussteiger schnell direkt auf der Fahrspur.


Das geschieht aber auch an anderen (Bus) Haltestellen. Muss jeder für sich selber entscheiden, wie er/sie sich als Fussgängerinnen verhält.

Eigentlich hat das doch Jahrzehnte lang funktioniert, warum musste da das Rad neu erfunden werden?
Auch wenn die Strecke schon eingestellt war, gleicht es jetzt eher beinahe wieder nur für gut gemeint.

Früher war der Knackpunkt das Abbiegen in die Kleyerstraße, daran dürfte sich nichts geändert haben?

Ob ein zweites Gleis Sinn macht, ist fraglich. Sinnvoller wäre eine Weiterführung durch die Kleyerstraße. Aber das hatten wir schon an anderer Stelle.

84

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 10:23

Mit dem infrastrukturellen Status quo wundere ich mich, warum nicht die naheliegenden Lösungen gewählt wurden (und einfach zunächst nur großteils der frühere Zustand wieder hergestellt):
  • Haltestelle Ordnungsamt wird angelegt im zweigleisigen Bereich in der Rebstöcker Straße, was zeitliche Vorteile bringt (eingleisiger Bereich wird schneller geräumt) und verkehrliche Vereinfachung (Fahrgastwechsel jeweils zur "richtigen" Gehwegseite).
  • Im Einmündungsbereich der Rebstöcker Straße von der Kleyerstraße kommend wird der Bereich des nordwärts führenden Gleises als Sperrfläche markiert. Dadurch wird a) der Verkehr aus der Kleyerstraße äußerst deutlich vom Einfahren in die gegenläufige Einbahnstraße abgehalten und b) das Richtung Norden führende Gleis von links abbiegendem Gegenverkehr freigehalten.
Liege ich da falsch? Oder kann mir jemand erklären, warum diese Lösung nicht umgesetzt wurde, stattdessen ein Novum geschaffen und die zwingend notwendigen verkehrlichen Anpassungen nur zum Teil realisiert?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernemer« (13. Dezember 2018, 10:23)


85

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 11:02

Den „infrastrukturellen status quo“ anzugehen gibt es zwei Wege:

Den ersten Weg haben sie mal begangen: da wurde das Projekt Rebstöcker Straße als 2-gleisiger Ausbau einer Straßenbahnanlage angepackt, Vorhabenträger VGF. Das hat allerlei Probleme zu Tage gefördert, die die VGF anscheinend nicht lösen wollte. Sie haben zwar einen PFB bewirkt, aber der enthielt vielleicht teure Nebenbestimmungen und sie hätten es auf einen Rutsch gemacht, eine größere Sache also, kurzum, sie haben davon keinen Gebrauch gemacht, vielleicht ist der PFB inzwischen auch unwirksam geworden.

Der zweite Weg wäre, das Projekt Rebstöcker Straße als Straßenbau anzugehen, Vorhabenträger Stadt, Amt für Straßenbau und Erschließung; soweit in diesem Zusammenhang Gleisanlagen verändert werden, reicht – sofern Rechte Dritter dadurch nicht berührt werden – eine Plangenehmigung, d.h. das Amt für Straßenbau und Erschließung stimmt sich mit der VGF ab und legt seine Pläne dem RP vor, welches die Konformität mit der BOStrab attestiert. Soweit Rechte Dritter berührt werden (hier waren es die Betreiber der Rechenzentren, die ihre Glasfasertrassen in Gefahr sahen), müssen diese zwar berücksichtigt werden, aber da der Ausbau städtischer Straßen kein förmliches Verfahren benötigt, ist das einfacher zu regeln. Außerdem kann man den Straßenausbau abschnittsweise durchführen. Der Gustavsburgplatz könnte zu einem Abschnitt gehören „Wiederherstellung der Gustavsburgstraße, südlicher Abschnitt“, das zweite Gleis von dort zur Mz Ldstr. zu einem anderen usw.

Warten wir’s ab.

tamperer

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86

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 11:31

Die Bahnen fordern die Signale per Datentelegramm an.
Das ist falsch, die Anlage arbeitet mit Fahrdraht-Kontakten. Aus diesem Grund besteht für ER-Fahrzeuge jetzt auch ein Fahrverbot für die Strecke Kleyer-/Rebstöcker Str. (Lage der Stromabnehmer.)

87

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 23:13

Deutschlands dickstes Datenkabel unterquert die Rebstöcker Straße im eingleisigen Bereich. Wer da Tiefbauarbeit betreibt, muss aufpassen, nicht das halbe Land vom Internet abzutrennen.
fork handles

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88

Gestern, 03:33

Das Internet ist eigentlich so konstruiert, daß es eine einzelne Unterbrechung einer Verbindung
ignoriert, da es noch andere Wege im Netz gibt wo die Datenpakete entlang können.
(dezentrales Netzwerk)
In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't

Sincerly yours, NSA
powered by US government

89

Gestern, 06:36

Richtig, allerdings wird damit die gesamte Übertragungskapazität massiv reduziert. Das wiederum führt dazu, daß der restliche Datenverkehr langsamer wird und bei Überlastung der anderen Leitungen auch Daten nicht übertragen werden können.

Vergleichen wir es mal mit dem Fernverkehr der Bahn: auch wenn die Strecke Hannover-Würzburg zu ist, kommste noch von Frankfurt nach Hamburg. Spaß wird das dann aber nicht mehr machen. ;)
Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

90

Gestern, 07:46

Deutschlands dickstes Datenkabel unterquert die Rebstöcker Straße im eingleisigen Bereich. Wer da Tiefbauarbeit betreibt, muss aufpassen, nicht das halbe Land vom Internet abzutrennen.


Quatsch. DE-CIX ist in der Hanauer Landstraße (InterXion), direkter Anlieger in der Rebstöcker Straße sind Equinx (ex Ancotel) + Itenos, weiter hinten auch InterXion.
Richtigerweise betroffen sind die Anbindungskabel zu den (diversen) Rechenzentren /Telehouse-POP. Aber die sind zum einen auf mehreren Wegen angebunden, die Kabel verlaufen zu dem unter den Gehwegen. Aufpassen sollten die Baufirmen sowieso, mit diesem Argument kann sonst jeglicher Tiefbau lahmgelegt werden. Strom oder Gas läuft ja auch noch unter der Erde. Unter Umständen müssen die Kabelbetreiber für die Umlegung ihrer Trasse aufkommen, was natürlich keiner gerne bezahlen will. Das dürfte eher der Grund der Einwände gewesen sein.

91

Gestern, 10:23

Nun ist der Um-/Ausbau nicht erfolgt und der Status quo wird eben auf absehbare Zeit so bleiben.

Daher stellt sich primär die Frage: Wie lässt sich die aktuelle, mehrfach unausgegorene/unübersichtliche/gefährliche Lage unter Nutzung vorhandener Infrastruktur verbessern?

(Die Frage, warum es nicht gleich ordentlich gemacht wurde, führt vermutlich zu keiner befriedigenden Antwort.)

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92

Gestern, 15:40

Naja...der "Leidensdruck" einer normal verkehrenden Straßenbahn ist halt etwas höher als mit einer Berufsverkehrs-Verzweigung. Von daher hat man es doch schon recht geschickt gemacht.

Meines Wissens stand damals auch eine komplette Stilllegung der Strecke im Raum - aber Instandhaltung einer "normalen" Straßenbahnstrecke ist eben höhere Priorität als ein von Stilllegung betroffener Ast. Von daher: Hut ab für die Entscheidenden, das war, so denke ich, ein kluger Schachzug. :thumbup:

93

Gestern, 15:53

@Condor: Ich bilde mir ein, dass das vor Jahren mal so gesagt wurde. Da läuft was ganz besonders großes, und es wäre zu gefährlich.
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Gallus326

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94

Gestern, 20:19

Quatsch. DE-CIX ist in der Hanauer Landstraße (InterXion), direkter Anlieger in der Rebstöcker Straße sind Equinx (ex Ancotel) + Itenos, weiter hinten auch InterXion.
Richtigerweise betroffen sind die Anbindungskabel zu den (diversen) Rechenzentren /Telehouse-POP. Aber die sind zum einen auf mehreren Wegen angebunden, die Kabel verlaufen zu dem unter den Gehwegen. Aufpassen sollten die Baufirmen sowieso, mit diesem Argument kann sonst jeglicher Tiefbau lahmgelegt werden. Strom oder Gas läuft ja auch noch unter der Erde. Unter Umständen müssen die Kabelbetreiber für die Umlegung ihrer Trasse aufkommen, was natürlich keiner gerne bezahlen will. Das dürfte eher der Grund der Einwände gewesen sein.


DE-CIX ist in Frankfurt über 31 Rechenzentren verteilt, eine Menge davon in der Ecke Kleyerstr./Rebstöcker Str.:

https://www.de-cix.net/en/locations/germ…t/enabled-sites

Weiterhin sind bei den Gleisbauarbeiten ja nicht nur eine, sondern viele (vermutlich dutzende) Glasfaser-Trassen betroffen, das ist vom Gesamtrisiko schon etwas anderes als wenn ein Bagger dummerweise eine Trasse trifft...

95

Gestern, 20:37

Das sind die Zugangsmöglichkeiten (Access), der (die) Corerouter steht da nicht. Das da jede Kabeltrassen sind, habe ich auch nicht in Abrede gestellt. Aber das Risiko besteht an anderen Stellen bei jeder Straßensanierung genauso.