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121

Mittwoch, 16. Januar 2019, 03:02

Die weitere U-Bahn-Strecke ab Mailänder Straße samt P+R-Anlage schenken wir uns einfach: zu viel Tunnel, zu wenig Erschließung. In 20 Jahren, wenn hier die erste U-Bahn rollt, wird sowieso der MIV stark zu Gunsten des ÖV zurück gedrängt worden sein.

Der MIV wird zugunsten des ÖV nur zurückgedrängt, wenn man den ÖV ausbaut. Und man sollte auch nicht bedenken, dass der MIV, sollte er einmal zurückgehen, auch wieder etwas attraktiver wird aufgrund weniger Staus. Der Rückgang des MIV ist daher ein sich selbst abschwächender Effekt. Also von alleine wird der MIV nicht verschwinden.

122

Mittwoch, 16. Januar 2019, 07:09

Gut beschrieben, @N-Wagen. Der Anteil derer, die das Auto stehen lassen, weil bei gleichem Angebot im ÖPNV mehr Stau auf der Straße ist, ist vernachlässigbar. Nur mit einem guten (dichter Takt, hohe Kapazität, kurze Zu- und Abwege, hohe Durchschnittsgeschwindigkeit) bekommt man Leute nachhaltig und aus eigener Motivation heraus aus dem Auto. Gängelung durch Verlängerung der Staus führt nur zu Frustration und noch aggressiverem Verhalten auf der Straße.
Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

123

Mittwoch, 16. Januar 2019, 20:25

nun ja die Autofahrer reagieren auf 2 Punkte besonders empfindlich: fehlende Parkplätze und weiträumige Fußgängerzonen.
Dies konnte ich z.B. in Straßburg beobachten. Also wäre die Maßnahme der Wahl zu einer deutlichen Verringerung der Durchlaßfähigkeit der Darmstädter und einer neuen Schienenverbindung zur S.Warte eine Ausdehnung der Innenstadtzone, ähnlich der Hauptwache heute, bis zum Südbahnhof...

Darkside

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124

Mittwoch, 16. Januar 2019, 20:39

Naja..."fehlenden Platz" für PKW könnte man schon heute ohne Umbauten zaubern.
Parken auf dem Gehweg auf 100 Euro hochsetzen und dann kosequent aufschreiben.
(ebenso wenn beim Parken weniger wie 3,05m Strassenbreite gelassen wird)

:D

125

Mittwoch, 16. Januar 2019, 21:10

Mein Beitrag vom Juli 2013 hat an Aktualitätnichts eingebüßt! Viel passiert ist in den letzten 6 Jahren ja leider nicht. Ich hab meinen Beitrag aus dem alten U-Bahn in Sachsenhausen? thread rüberkopiert, da ich nicht weiß ob man threadübergreifend zitieren kann.

Montag, 1. Juli 2013, 00:33
Ich habe diesen alten thread mal wieder hochgeholt, da durch
das Interview mit Verkehrsdezernent Stefan Majer in der FNP der Focus
mal wieder auf diesen Teil der A-Strecke gelenkt wird. Er sagte, eine
Erweiterung der A-Strecke zum Sachenhäuser Berg sei irreal. Sollte man
dieses Projekt nicht nochmal neu überdenken? Eine Erweiterung nur um
eine Station zur Darmstädter Landstraße Straße wäre erheblich
kostengünstiger. Auf dem Henniger Arreal ensteht eine neue verdichtete
Bebauung mit erhöhter Nachfrage nach ÖPNV. Das südliche Sachsenhausen
ist bisher frei von schienengebundenen Nahverkehr. Die zweite Station
Sachsenhäuser Berg ist entbehrlich, da sie als P&R Station geplant
war, als es die S-Bahnen in den Rodgau und in Richtung Darmstadt noch
nicht gab. Es ist besser in der Peripherie in die S-Bahn zu steigen, als
mit dem Auto nach Frankfurt zu pendeln und nur die letzten Kilometer
mit der U-Bahn zu fahren. Zudem war eine Verlängerung Richtung Neu-
Isenburg geplant, auch diese entfällt duch die Straßenbahnverbindung in
der Stresemannallee. Der bauliche Aufwand wäre erheblich geringer, da
die Wendeanlage Südbahnhof schon fast zur Darmstädter Landstraße reicht.
Gewendet werden könnte in der Station, wie im Ostbahnhof, dass spart
eine zusätzliche Wendeanlage. Es würden ja nicht alle Linien vom
Südbahnhof verlängert. Die Station könnte in Höhe der Binding Braurei
liegen oder vielleicht noch etwas weiter im Süden. Das wären ca. 600m
neue Strecke und die Station. Das Projekt dürfte so einen mittleren 2
stelligen Millionenbetrag kosten und damit erheblich günstiger sein, als
die bisherigen Planungen. Die Station würde genau in der Mitte des
südlichen Sachsenhausens liegen und einen erheblichen Mehrverkehr
bringen.

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126

Mittwoch, 16. Januar 2019, 23:28

Und meint Ihr wirklich, es lohnt sich, einen höheren 2-stelligen Millionenbetrag dafür auszugeben, um eine U-Bahn-Linie um 600 m zu verlängern, die dann im 10-Minuten Tag den Berg runterdackelt. ?( Abgesehen von 10 Jahren Planungs- und ebensoviel Jahren Bauzeit (nach bisherigen Erfahrungen schon optimistisch gedacht :D ). Wen wird denn das Bähnchen hinterm Ofen vorlocken. Ich schätze, die dürfte eher ein ähnliches Dornröschen-Dasein wie die U 7 zum Ostbahnhof erleben. Die fährt auch in ähnlichem Takt, lebt aber noch von der EZB und von einigen Umsteigern von und zur Regionalbahn, der Tram und der Buslinie 32. Die originäre Daseinsberechtigung der - damals noch U 6 - Verlängerung war ja die angedachte Weiterführung in die östliche Hanauer Landstraße und eben auch die EZB.

Für die meisten, die im Bereich Henninger Turm wohnen oder arbeiten, wird es sich eher lohnen, die 600 m zum Süd- oder zum Lokalbahnhof zu laufen, als bis zu 10 Minuten auf die Bahn zu warten. Und an beiden Haltestellen bestehen auch weitaus mehr Anschlüsse. Wirklich lohnen tut sich die U 3-Verlängerung nur für diejenigen, die zu Zielen entlang der U 3 zwischen Schweizer Platz und Heddernheim wollen, wegen mir auch Oberursel.

Da eine weitere Verlängerung nach Süden ausscheidet, entfällt auch die Begründung, die Strecke wäre der erste Abschnitt einer Weiterführung. Das gleice Geld würde wesentlich mehr Nutzen bringen mit "leichten" Maßnahmen, sei es eine Tram, die Einrichtung eines qualifizierten Bussystems - z.B. durchgängige Busspuren, Elektrobusse und Taktverdichtung. Selbst eine Seilbahn wäre diskutabel - die passende Topographie hätten wir ja sogar. :D Und die könnte dann immerhin auch noch zum Goetheturm oder gar Neu-Isenburg oder Gravenbruch weitergeführt werden. :D

127

Mittwoch, 16. Januar 2019, 23:47

Das hat man vielleicht ursprünglich so vor gehabt, ist doch aber überhaupt nicht in Stein gemeißelt dass da nur eine Linie zum Berg verlängert würde. Gerade auch wegen der Wendekapazitäten aber auch um ausreichend attraktive Takte anbieten zu können, sollte auf jeden Fall noch eine weite Linie mit hochgeschickt werden.

Die U-Bahn bleibt auf jeden Fall als Vorzugslösung als allererste zu untersuchen und so weit möglich umzusetzen. Und so lange man noch ein NKV >1 erreicht, wäre man schön blöd die Strecke nicht gleich bis zur Warte zu bauen. Macht die Verlängerung sinnvoller (da ist der Ostbahnhof-Vergleich durchaus nicht ganz von der Hand zu weisen) und ermöglicht das P+R-Parkhaus, zu dem die bestehenden Parkplätze im Umland eben wie schon erwähnt KEINE Alternative darstellen. Großteil der Kosten wird bei dem vermurksten Föderalismus den wir derzeit in Deutschland haben ohnehin vom Land und via GVFG vom Bund bestritten.

128

Donnerstag, 17. Januar 2019, 00:35

Warum eigentlich nicht beides? U-Bahn bis zum Sonnenring, Straßenbahn vom Lokalbahnhof durch die Darmstädter Landstraße sowohl nach Neu-Isenburg (und weiter nach Dreieich) als auch nach Dietzenbach via Gravenbruch.

129

Donnerstag, 17. Januar 2019, 01:08

Ich schätze, die dürfte eher ein ähnliches Dornröschen-Dasein wie die U 7 zum Ostbahnhof erleben. Die fährt auch in ähnlichem Takt, lebt aber noch von der EZB und von einigen Umsteigern von und zur Regionalbahn, der Tram und der Buslinie 32. Die originäre Daseinsberechtigung der - damals noch U 6 - Verlängerung war ja die angedachte Weiterführung in die östliche Hanauer Landstraße und eben auch die EZB.


Ja, richtig, die U6 ist auf den Ostbahnhof verkürzt worden, ihr Weiterbau nach Osten abgesagt. Aber was sich im 500-m-Umkreis um den Ostbahnhof derzeit an Bautätigkeit, Nachverdichtung und Wandel abspielt, bereits abgespielt hat und absehbar ereignen wird (Grusonstraße, Ostbhf-Gelände, Ex-Neckermann/Telekom-Gelände am Danziger Platz, Ex-Feuerwache und Umgebung, Ferdinand-Happ-Straße, Ex-Mercedes-Gelände, Osthafenplatz, Mayfahrt-Quartier, Honsell-Dreieck), würde glatt den Bau der U6 rechtfertigen, gäbe es sie noch nicht. Das war nicht absehbar, als sie in Betrieb ging und ist ein Glücksfall - von Dornröschenschlaf ist dort längst keine Rede mehr. Deine Einschätzung, die Station Ostbhf lebe von der EZB und einigen Umsteigern, trügt (wohl schon länger nicht mehr dort gewesen?)

Ähnlich könnte es auch auf dem Sachsenhäuser Berg zugehen, der noch ein beachtliches Entwicklungspotential hat. Wer sagt, dass nicht eines allzu fernen Tages die Binding-Brauerei auszieht? Da oben ginge noch einiges.