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Jan

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Dienstag, 24. Januar 2006, 08:43

Frankfurter lehnen Tram über die Oder nach Polen ab

Die Frankfurter Rundschau berichtet heute über die Volksabstimmung in Frankfurt(Oder) zu dem Projekt eine Straßenbahnlinien über die Oder nach Polen in die Nachbarstadt Slubice zu verlängern. 83% stimmten gegen das Projekt, wobei die Wahlbeteiligugn nur bei 29,8% lag. Dei Gründe sind aber wohl nicht aus Abneigung gegen die Nachbarstadt, sondern aus Skepsis gegen Prestigeprojekte der Stadtverwaltung wie z.B. die Chipfabrik die viel Geld kostete, geabut wurde und nie in Betrieb ging.
75% der Kosten hätte die EU zugeschossen, so das die 300m Gleise bis zur Odermitte die Stadt nur 800.000 Euro gekostet hätten. Die Gleise auf polnischer Seite hätten die Nachbarn selbst, auch mit EU-Zuschuss, bezahlt, genauso wie die Betreibskosten auf polnischer Seite. Geplant war es auf polnischer Seite eine 4 km lange Schleife durch die Stadt zu bauen. Dadurch hätte man das Defizit senken können, da die Kosten von der Nachbarstadt übernommen worden wären und zum Ausgleich eine schach genutzte Strecke im Norden der Stadt auf Busse umgestellt worden wäre.
Das ganze wäre ein historisches Projekt gewesen, da es die erste Straßenbahn in Deutschland gewesen wäre, mit der man die Staatsgrenze überschreiten hätte können. Der Bürgermeister von Frankfurt sagte nun, das er sich nun für eine Buslinie einsetzen werde, nachdem man 2 Jahre schon über die Straßenbahn diskutiert. Die polnischen Taxifahrer lehnen jedoch eine Busverbindung ab und un Slubice ist man über das Abstimmungsergebnis erstaunt und überlegt nun, ob man nicht mit polnischen Bussen die Strecke bedienen kann.
Das ist dein Moment komm und lebe und erfüll dir deinen Traum, das ist dein Moment komm und fliege wie ein Stern durch Zeit und Raum.
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Alf_H

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2

Dienstag, 24. Januar 2006, 11:52

RE: Frankfurter lehnen Tram über die Oder nach Polen ab

Das ist ja wirklich bedauerlich, sich eine solche Chance entgehen zu lassen. ;( Zumal die Kosten für die Frankfurter niedrig gewesen wären.
Aber das Abstimmungsergebniss ist eindeutig. Auch wenn es mich etwas wundert.
Wieso haben die Frankfurter Angst vor den polnischen Nachbarn ?
Oder sorgen sie sich um ein kurzes Stück Straßenbahn, daß im Frankfurter Stadtgebiet wegfallen würde, und durch Busverkehr ersetzt werden würde ?

Ich weiß nicht, ob dieses Abstimmungs-Votum für die Stadtverwaltung bindent ist. Aber ich denke mal, daß es wohl nun keine Trambahn über die Staatsgrenze geben wird (Schade :( ), wenn man schon über eine alternative Buslinie nachdenkt.

Schon einige Tage vor der Abstimmung gab es eine Diskussion zu dem Thema auf DSO.
Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

3

Dienstag, 24. Januar 2006, 18:25

Es fragt sich nur, ob dieser Grenzüberschreitende Nahverkehr wirklich sinnvoll ist. Da es die Frankfurter sind, die diese Straßenbahn benutzen würden, ist das Votum wohl so zu verstehen, dass sie eine solche Bahn nicht brauchen und somit nicht damit fahren würden. Damit steht der Nutzen in keiner Relation mit den Kosten.


Welcher Verkehrsverbund würde denn dann die Fahrzeuge/Tf zur Verfügung stellen?
Und muss dann bei jeder Grenzüberschreitung der Zoll/BGS die Fahrgäste kontrollieren?

Jan

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4

Dienstag, 24. Januar 2006, 22:15

Es sind nicht nur die Frankfurter. Die Bürger von Slubice benutzen für Bahnfahrten nach Berlin, Breslau, Warschau,.. den Bahnhof Frankfurt(O). Ebenso haben sich viele Studenten der Eruopauniversität in (Stadtnamen vergessen) in Slubice Wohnungen gesucht und müssen immer erst nach Frankfurt (O) fahren, um von da aus dann mit dem Zug zur Uni.

Zur Frage der Grenzüberschreitung, Polen ist inzwischen Mitglied der EU und laut Schengen-Abkommen entfallen da zumindest die Personenkontrollen und Zollkontrollen gibt es nur noch stichprobenartig. (Wenn man davon absieht das zu WM das Schengen-Abkommen aufgehoben wird/werden soll)
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Daniel

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5

Dienstag, 24. Januar 2006, 22:19

Zitat

Original von Jan
(Wenn man davon absieht das zu WM das Schengen-Abkommen aufgehoben wird/werden soll)


Ich denke nicht, dass man es bis dahin schafft, die Grenze zur Ukraine komplett dichtzumachen.
afaik soll 2007/2008 Polen zum Schengenabkommen beitreten, bis dahin wäre die Strecke eh nicht fertig und der Grenzübergang kein Problem mehr.
Ich war Atheist. Bis ich gesehen hab dass ich Gott bin.

6

Montag, 13. März 2006, 19:17

Hallo.
Und was m.E. auch noch dazukommt ist der Fakt, daß eine Taxifahrt in Polen (zum Markt hin und zurück) billiger ist als sich in Deutschland ein Ticket für die Straßenbahn zu holen. In Polen selber sind die Einkommen auch viel zu gering als daß sich die "Normalos" in die Tram setzen würden.

Gruß ins Forum.

HaikoL
Bahnübergänge sind die härtesten Drogen! Ein Zug und du bist weg!

7

Mittwoch, 22. März 2006, 15:56

RE: Frankfurter lehnen Tram über die Oder nach Polen ab

Zitat

Original von Jan
Das ganze wäre ein historisches Projekt gewesen, da es die erste Straßenbahn in Deutschland gewesen wäre, mit der man die Staatsgrenze überschreiten hätte können.


Hm, das stimmt nur halb. Die Saarbahn verbindet als Zweisystem-Fahrzeug Saarbrücken und das französische Saargemünd (Sarregemuines). Dabei nutzt sie beim Grenzübertritt (und auf den Kilometern davor) ehemalige DB/SNCF-Gleise und fährt innerhalb Saarbrückens als Straßenbahn ("System Karlsruhe"). Für den grenzüberschreitenden Verkehr hat die Saarbahn auch einen Preis gewonnen.

Bye,
-Robi

8

Donnerstag, 23. März 2006, 17:13

@Robi:
Vergleich bitte nicht das Saarland mit Brandenburg.;)
Bahnübergänge sind die härtesten Drogen! Ein Zug und du bist weg!

9

Dienstag, 25. April 2006, 00:06

Zitat

Original von HaikoL
Hallo.
Und was m.E. auch noch dazukommt ist der Fakt, daß eine Taxifahrt in Polen (zum Markt hin und zurück) billiger ist als sich in Deutschland ein Ticket für die Straßenbahn zu holen. In Polen selber sind die Einkommen auch viel zu gering als daß sich die "Normalos" in die Tram setzen würden.

Gruß ins Forum.

HaikoL


Ok das mag sein. Wenn ich hier aus dem Fenster schaue und die paar Leutchen in der Linie P sehen, dann ist mir der Sinn einer Straßenbahn über die Neiße schleierhaft. Die Buslinie hat auch kaum Wartezeit an der Grenze. Der Bedarf ist wie in FF (noch) nicht da.

Gruß

der Hotliner