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Dienstag, 24. Juni 2008, 22:01

S8/S9 zwischen Raunheim und Rüsselsheim

War eben auf dem Heimweg von Bankfurt/Mainhatten nach Opel-Town/GM-Village und musste in Raunheim einen Zwangsstop einlegen. Im Flughafen kam die Durchsage, dass wegen eines Oberleitungsschadens die S-Bahnen nur bis Raunheim verkehren. Wolle man nach MZ/WI solle man zurück nach Frankfurt und von da aus mit der S1/S2 nach WI um dann wieder umzusteigen. Es existiert kein Pendelverkehr von Raunheim aus...
In Raunheim angekommen waren eine Reihe Einsatzfahrzeuge unterwegs, inkl. Sammlung auf einem großen Parkplatz einer Handelskette. Irgendwo auf halber Strecke zwischen Raunheim und Rüsselsheim steht wohl ein Regionexpress der von Einsatzfahrzeugen umgeben war. Kurz vor dem Bahnhof Rüsselsheim steht eine S-Bahn, unbeleuchtet... Ob besetzt oder unbesetzt war nicht sichtbar... Auf Gleis 3 in Rüsselsheim war der Oberleitungsschaden deutlich sichtbar... Das Kabel hang teilweise bis auf zwei Meter in der Tiefe...

Weiß schon jemand mehr?

btw: eben gerade ein Kurzbericht auf hessen3: Menschen wären auf Grund der Hitze auf die Gleise gesprungen, deshalb wohl der Großeinsatz... Man sah ein paar Bilder aus Rüsselsheim...

btw2: beim RMV natürlich keine Hinweise zu finden...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ColognePaggo« (24. Juni 2008, 22:04)


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Dienstag, 24. Juni 2008, 22:27

RE: S8/S9 zwischen Raunheim und Rüsselsheim

Ich war auch von der Störung betroffen, kam allerdings aus Wiesbaden. Die S8 mit Abfahrt um 20:50Uhr dort fuhr nur bis Bischofsheim und wendete dort. Die Fahrgäste Richtung Frankfurt wurden auf die S1 verwiesen.

Wie schon erwähnt gab es keinen Ersatzverkehr.
Viele Grüße,
D.P.

3

Dienstag, 24. Juni 2008, 22:56

So, noch ein paar "vor-Ort-Infos":

- Verursacher war wohl 421 232-0; der Stand hinter dem Rüsselsheimer Bahnhof in Richtung Raunheim in Höhe der Stadtwerke / Auto Weiss und hatte einen halb runtergerissenen Stromabnehmer. Am vorderen Stromabnehmer (Wagennummer habe ich nicht entdeckt) scheint alles in Ordnung zu sein; der Zugführer rauchte gemütlich eine und Passagiere waren hier offensichtlich schon alle evakuiert
- in Raunheim steht ein Regionalexpress (DoSto) in Richtung Rüsselsheim kurz vor der Überführung der Straße ins Neubaugebiet (dürfte Stadtgrenze zwischen Raunheim und Rüsselsheim sein); hier sind immer noch etliche Einsatzfahrzeuge vor Ort und scheinbar immer noch am Evakuieren (war so vor einer halben Stunde); auch (einer?) Notfallmanager und diverse anderen "Führungskräfte" sind vor Ort; hin und wieder hört man immer noch Sirenen heulen
- im Bahnhof Rüsselsheim war vorhin ein Bautrupp gewesen, habe ich eben aber nicht mehr entdeckt; wie schon erwähnt hängt am 3er Gleis die Oberleitung herab, teilweise sind wohl auch die Führungsschienen heruntergekommen

So, mehr Eindrücke habe ich nicht - für heute reicht es...

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4

Dienstag, 24. Juni 2008, 23:03

Gegen 22:15 fuhr in Frankfurt Höchst Farbwerke/Jahrhunderthalle eine S9 mit Ziel Frankfurt Hbf ein.
Hab mich gewundert als die einfuhr, jetzt weiss ich ja was es war.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thunderstorm« (24. Juni 2008, 23:04)


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Dienstag, 24. Juni 2008, 23:39

Hallo,

auch der Fernverkehr ist betroffen. So soll IC 2020 nach Köln --> Hamburg-Altona über #fhoe (ohne Halt) verkehren, die Halte in Ffm Flughafen Fernbahnhof und #fmz entfallen, dafür hält der Zug heute in Mainz-Mombach.

Grüße ins Forum
Helmut
You'll Never Ride Alone.

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Dienstag, 24. Juni 2008, 23:54

Die S1 hatte heute Abend gegen 2200 ab HBF auch Verspätung, und stand dann vor Offenbach Ost noch mal 10 Minuten im Tunnel, angeblich wegen einer Signalstörung. Kurz darauf, ich mein zwischen Ost und Bieber, hab ich dann auch Arbeiter und ein Fahrzeug auf dem Gegengleis gesehen

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Dienstag, 24. Juni 2008, 23:55

So, beim hr gibt es mittlerweile eine Videotext-Meldung über die Störung...

Oberleitungsschaden am Bahnhof

Der Schaden entstand wohl gegen 20 Uhr - wie vermutet - durch die ausfahrende S-Bahn in Richtung Raunheim... Zwei liegengebliebene Züge mussten evakuiert werden, angeblich wurde Schienenersatzverkehr angeboten. Der Schaden soll bis morgen früh behoben sein...

Mal schauen, wenn die Hitze anhält und der Schlaf mühsig zu finden ist, werde ich nochmal einen kurzen Spaziergang zum Bahnhof (ist ein Katzensprung) wagen und schauen was die Reparaturen machen... Muss ja morgen wieder nach Bankfurt - und wenn es eng wird, dann eben mit den eigenen vier Rädern...

8

Mittwoch, 25. Juni 2008, 08:00

Zitat

ab 25.06.2008
S-Bahn-Linien S1, S8, S9 und RMV-Bahnlinie 80: Oberleitungsschaden in Rüsselsheim

Wegen eines Oberleitungsschadens in Rüsselsheim kommt es momentan bei den S-Bahn-Linien S1, S8, S9 und der RMV-Bahnlinie 80 zu erheblichen Behinderungen.

Das Gleis von Frankfurt kommend in Fahrtrichtung Mainz ist wieder frei, das Gleis von Mainz kommend in Fahrrichtung Frankfurt ist weiter gesperrt.

*

S-Bahn-Linie S9 in Fahrtrichtung Frankfurt wird ab zwischen "Wiesbaden Ost" und "Frankfurt Hauptbahnhof" über die nordmainische Strecke der S-Bahn-Linie S1 über Hochheim und Frankfurt-Höchst umgeleitet.
*

S-Bahn-Linie S9 in Fahrtrichtung Wiesbaden verkehrt auf dem Regelweg.
*

S-Bahn-Linie S8 verkehrt nur auf den beiden Teilstrecken "Wiesbaden Hauptbahnhof" - "Rüsselsheim Opelwerk" und "Hanau Hauptbahnhof" - "Raunheim". Der Halt "Rüsselsheim" entfällt.
*

Busersatzverkehr: Auf der Strecke "Raunheim" - "Rüsselsheim" - "Rüsselsheim Opelwerk" - "Bischofsheim" ist ein Ersatzverkehr mit 3 Bussen eingerichtet.
*

RMV-Bahnlinie 80 in Fahrtrichtung Frankfurt wird ab "Mainz Hauptbahnhof" ohne weiteren Halt über die nordmainische Bahnstrecke über Frankfurt-Höchst nach "Frankfurt Hauptbahnhof" umgleitet.
*

RMV-Bahnlinie 80 in Fahrtrichtung Mainz/Saarbrücken/Koblenz verkehren auf dem Regelweg.

Es muss mit erheblichen Verspätungen und einzelnen Zugausfällen gerechnet werden.

Wann die Störung behoben sein wird, ist nicht bekannt.


Stand: Mittwoch, 25. Juni 2008, 7.45 Uhr


Quelle: RMV

Laut FFH soll die Strecke gegen 9 Uhr wieder frei werden.
Gruß Tommy

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9

Mittwoch, 25. Juni 2008, 08:54

So, was gibt es neues?
Ich habe heute meine eigenen vier Räder benutzt, da ich sowohl pünktlich in Mainhatten sein musste, als auch pünktlich heute Abend das Spiel der Spiele sehen will...

Gegen 7:30 Uhr sind meiner Erkenntnis nach die ersten Züge aus Frankfurt in Richtung Mainz durch Rüsselsheim gefahren, in die andere Richtung habe ich nichts mitbekommen...

Die lokale Presse - insbesondere das Rüsselsheimer Echo - geht sehr kritisch mit den Vorfällen von gestern um:
„Das ist Versagen auf der ganzen Linie“
In dem Bericht wird insbesondere die schlechte Informationspolitik der Bahn genannt...

In der Main-Spitze wird das ganze unter dem Titel Mehr als eine Stunde im Zug gefangen beschrieben...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ColognePaggo« (25. Juni 2008, 08:55)


Jan

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10

Mittwoch, 25. Juni 2008, 09:12

Oberleitungsschaden an Bahnstrecke Rüsselsheim - Raunheim

Zitat

Oberleitungsschaden an Bahnstrecke Rüsselsheim - RaunheimOberleitungsschaden an Bahnstrecke Rüsselsheim - Raunheim

Rüsselsheim - Raunheim - Frankfurt/Main - Am Dienstabend, des 24. Juni 2008 gegen 19.40 Uhr wurde durch die DB AG ein Oberleitungsschaden im Bahnhofsbereich Rüsselsheim gemeldet.

Zum Zeitpunkt des Schadenseintritts fuhr eine S-Bahn gerade aus dem Bahnhof Rüsselsheim und wurde durch den Oberleitungsschaden zwangsgestoppt. Aus Sicherheitsgründen und vorsorglich wurde der Bahnhof Rüsselsheim in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei geräumt und weiträumig abgesperrt.

Einige hundert Meter weiter kam ein Regionalexpress zum Stehen, der zur Zeit durch Kräfte der Bundespolizei, Landespolizei und Feuerwehr -mit Hilfe des Notfallmanagement der DB AG- evakuiert wird. Zum weiteren Transport der Reisenden wird ein Bus durch die Bahn bereitgestellt.

Nach bisherigen Erkenntnissen kamen bei dem Technischen Defekt der Oberleitung keine Personen zu Schaden. Die Oberleitung wurde zwischen Rüsselsheim und Raunheim in einer Länge von ca. 2 Km beschädigt.

Nach erster Einschätzung zur möglichen Ursache kommt ein technischer Defekt, der vermutlich durch einen überhitzten Isolator der Oberleitung ausgelöst wurde, in Frage. Zur Zeit ist bereits mit den Reparaturarbeiten durch einen speziellen Arbeitstrupp der DB AG - der auf Oberleitungsschäden spezialisiert ist - am Schadensort begonnen worden.

Die Arbeiten sollen nach Angaben der DB AG bis in die frühen Morgenstunden andauern. Es wurde ein Schienenersatzverkehr durch die Bahn eingerichtet.

Die Ermittlungen in der Sache und die Evakuierungsmaßnahmen des o.a. Zuges dauern zur Stunde noch an und laufen bisher reibungslos.

Quelle: Digitale Pressemappe der Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main

Zitat

Oberleitungsschaden an Bahnstrecke Rüsselsheim - Raunheim - Vögel wohl ursächlich für Kurzschluss/Abriss an Oberleitung - 2. Meldung

Rüsselsheim - Raunheim - Frankfurt/Main - Hinsichtlich des gestern Abend gemeldeten Oberleitungsschaden gibt es folgende neue Erkenntnisse:

1.

Die betreffende S-Bahn, welche zum Schadenszeitpunkt die Strecke befuhr wurde durch die defekte Oberleitung am Stromabnehmer beschädigt. Die Reisenden dieser S-Bahn verliessen die S-Bahn selbstständig. Die Länge des Oberleitungsabriss muss korrigiert werden. Letztlich waren es doch "nur" ca. 500 Meter.

2.

Zunächst war geplant, dass der betroffene Regionalexpress, welcher evakuiert wurde, mit einer Diesellok zum Bahnhof Raunheim geschleppt wird, welches aber aufgrund der Überfüllung des Bahnhofes Raunheim nicht möglich war. Somit erfolgten diese doch auf freier Strecke. Die Evakuierungsmaßnahmen des Zuges konnte aus Sicherheitsgründen erst gegen 21.55 Uhr beginnen, da Stromkabel der Oberleitungen noch runter hingen. Um ca. 23.00 Uhr war diese abgeschlossen. Die ca. 400 Reisenden wurden in eine nahegelegene Sporthalle (Pestalozzi Schule Rüsselsheim) verbracht und dort von Rettungskräften versorgt.

3.

Stand der Ermittlungen zur Unfallursache:

Ursache für den Oberleitungsschaden:

Zur Zeit geht die Bundespolizei - nach Rücksprache mit Technikern der DB AG - davon aus, dass zwei Vögel (Krähen), welche sich auf den Isolator an einem Oberleitungsmast niedersetzten einen Kurzschluss verursachten. Durch diesen Kurzschluss kam es zu Verschmorungen im Fahrdraht, wodurch das Tragseil riss, und der Fahrdraht in die Gleise fiel. Dies hatte zur Folge, dass der Fahrdraht locker herabhing und die nächste verkehrende S-Bahn den gesamten Fahrdraht mitriss. Die verkohlten Kadaver der zwei Vögel wurden an der Bahnstrecke gefunden.

4.

Für die im Bahnhof Raunheim befindlichen -etwa 150 Fahrgäste- wurden Busse zum weiteren Transport seitens der Bahn eingesetzt.

5.

Zur Zeit dauern die Reparaturarbeiten an der Strecke noch an. Ein Gleis ist jedoch wieder befahrbar. Der Schienenersatzverkehr läuft jedoch noch weiter. Nach Angaben der Bahn soll der Schaden bis ca. 09.00 Uhr heute Morgen weitesgehend abgeschlossen sein.

6.

Insgesamt erhielten durch den Vorfall 56 Personenzüge, 9 Güterzüge zum Teil erhebliche Verspätungen, 9 Fernzüge mussten umgeleitet werden.

7.

Im Einsatz waren über 120 Feuerwehrleute, ca. 10 Beamte der Bundespolizei Ffm und der Polizei Rüsselsheim und über 40 Helfer des DRK des Kreises Gross-Gerau.

8.

Auch nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand bei dem Unfall verletzt.

9.

Angaben zur Schadenshöhe können noch nicht gemacht werden.

Quelle: Digitale Pressemappe der Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main
Das ist dein Moment komm und lebe und erfüll dir deinen Traum, das ist dein Moment komm und fliege wie ein Stern durch Zeit und Raum.
[SIZE=3].[/SIZE]
Wo ich meine Träume fand und immer find, bei dir sind alle Sorgen frei, böse Worte werden gut und fein, du hast das Glück gebucht und niemals Langeweile.

Nur Mut, schwächt das Böse seid stark, wenn ihr ihm begegnet - dort oben...
[SIZE=3].[/SIZE]
ten - nine - IGNITION SEQUENCE STARTS - six - five - four - three - two - one - zero -ALL ENGINES RUNNING...

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Mittwoch, 25. Juni 2008, 09:18

Wie FFH eben in den Nachrichten um 5 vor 9 berichtet hat, soll die Sperrung noch bis 13 Uhr andauern. Der Grund für den Oberleitungsschaden sollen zwei Krähen gewesen sein, die einen Kurzschluss verursacht haben.
Gruß Tommy

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Mittwoch, 25. Juni 2008, 10:56

Zitat

Original von Tommy
Wie FFH eben in den Nachrichten um 5 vor 9 berichtet hat, soll die Sperrung noch bis 13 Uhr andauern. Der Grund für den Oberleitungsschaden sollen zwei Krähen gewesen sein, die einen Kurzschluss verursacht haben.


So steht es nun auch in der aktualisierten Meldung des RMV:

Zitat

ab 25.06.2008

S-Bahn-Linien S8 und S9 sowie RMV-Bahnlinie 80: Oberleitungsschaden in Rüsselsheim

[...]

Es muss mit erheblichen Verspätungen und einzelnen Zugausfällen gerechnet werden.

Die Deutsche Bahn AG teilt mit, dass die Störung vermutlich gegen 13.00 Uhr behoben sein wird.

Stand: Mittwoch, 25. Juni 2008, 10.40 Uhr
Quelle: [url=http://www.rmv.de/coremedia/generator/Fahrplangebiete/Ueberregional/Verkehrshinweise/vh__ur__S1etc__aktuelle__stoerung__ruesselsheim__080625,view=Einzelansicht.html]rmv.de[/url]

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Mittwoch, 25. Juni 2008, 13:09

Hallo,

heute früh gegen 9:20 h fuhr ein 612-Doppeltrakt Saarbrücken - #ff durch #ffh.

Auf der anderen Mainseite begegnete mir gegen 9:30 h der voll besetzte KS-LC 101 ("Basti und die Morgencrew") mit Zielanzeige "Sonderfahrt" in der Rüsselsheimer Grabenstraße, etwa in Höhe des OL-Schadens in Richtung Rüsselsheim Bahnhof. Also gab es doch Bus-Ersatzverkehr.

Der RE Frankfurt - Koblenz fuhr gegen 9:40 h, also nahezu planmäßig, durch Rüsselsheim.

An der Stelle des Schadens waren zwei Turmtriebwagen im Einsatz.

Grüße ins Forum
Helmut
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Mittwoch, 25. Juni 2008, 13:32

Störung behoben...

Die Störung ist nun behoben:

Zitat

S-Bahn-Linien S8 und S9 sowie RMV-Bahnlinie 80:
Oberleitungsschaden in Rüsselsheim behoben


Seit etwa 13.00 Uhr ist der Oberleitungsschaden in Rüsselsheim behoben und die Bahnstrecke Frankfurt - Mainz wieder in beide Richtungen befahrbar. Es muss aber in der Folge bei den S-Bahn-Linien S8 und S9 sowie bei der RMV-Bahnlinie 80 noch mit Verspätungen gerechnet werden.


Stand: Mittwoch, 25. Juni 2008, 13.10 Uhr

Quelle: [URL=http://www.rmv.de/coremedia/generator/Fahrplangebiete/Ueberregional/Verkehrshinweise/vh__ur__s1etc__aktuelle__stoerung__ruesselsheim__080625,view=Einzelansicht.html]RMV-Verkehrshinweis[/URL]

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15

Mittwoch, 25. Juni 2008, 15:27

Hallo!

Hat jemand auch Infos über die liegengebliebene S-Bahn vor Rüsselsheim? Wurde die auch noch weggeschleppt oder stand die heute morgen noch?
"die s1 hat 1199 minuten verspätung" <

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Mittwoch, 25. Juni 2008, 16:16

- Verursacher war wohl 421 232-0 --> habe ich gesehen und geschrieben

Zitat

Gegen Mitternacht wurde die an den Stromabnehmern beschädigte S-Bahn von einer Diesellok abgeschleppt und in die S-Bahn-Werkstatt nach Frankfurt gebracht. Die beiden anderen Züge mussten wegen des fehlenden Stroms ebenfalls von Dieselloks abgeschleppt werden.
--> Zitat aus dem Rüsselsheimer Echo vom 25.06.2008

17

Donnerstag, 26. Juni 2008, 00:36

Musste heute Vormittag beruflich bedingt von Rüsselsheim über Mainz nach Wiesbaden und zurück nach Rüsselsheim fahren. Hier ein Bericht:
Hinfahrt mit S9 nach Bischofsheim, dann Umstieg in S8-Pendel, der am Opelwerk gewartet hatte, nach Mainz. Dabei gab es gute Ansagen am Bf. Rüsselsheim und in der S9. Von Mainz nach Wiesbaden bin ich dann mit der BL 6 gefahren. Zurück am Hbf Wiesbaden Info durch (schlecht verständliche) Lautsprecherdurchsage, dass S9 derzeit über Höchst fährt. Keine weiteren Infos über Hintergründe usw. 2 Tf erklärten auf Anfrage, dass es keinen SEV ab Bischofsheim zum Bf. Rüsselsheim gäbe. Offenbar eine Fehlinformation. Ich sollte deshalb nordmainisch über Frankfurt nach Rüsselsheim fahren. Ich bin allerdings in Flörsheim aus der S9 raus in der Hoffnung, das die SWR-Linie 1 bald abfährt. Am Bf. Flörsheim entdeckte ich zufällig auf dem Fahrplan der BL 1 einen "riesenkleinen" Aufkleber, der mich wegen Bauarbeiten auf die Südseite des Bf. Flörsheim verwies. Weitere Infos über die Haltestellenverlegung gab es nicht, die Haltestelle war auch nicht stillgelegt. Nach (nur) 15 Min. Wartezeit an der Südseite bei strömenden Regen brachte mich der Bus nach Rüsselsheim. Fazit: Die Fahrgastinfos am Hbf Wiesbaden (DB AG) und Bf. Flörsheim (SWR bzw. MTV) waren ungenügend.

Tatrafan

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18

Donnerstag, 26. Juni 2008, 03:47

Ich war zwar zum Glück nicht selber mit in diesem Nudeltopp drin (hatte frei, was ein Glück), aber ein kleiner Kommentar muß sein:

Die Fahrgäste, die da eigenmächtig ausgestiegen sind, hatten riesiges Glück, daß sie nicht gegrillt worden sind. Das muß ich leider so hart sagen, wie's ist.

So verlockend und nach mehr als einer Stunde Warterei verständlich das eigenmächtige Öffnen der Türen und Verlassen der Bahn auch sein mag - bei Oberleitungsstörungen ist und bleibt das in höchstem Maße lebensgefährlich, und wenn's tatsächlich ein Fehler war, macht man den i.d.R. nur einmal - weil man keine zweite Chance erhält.

Grund: es muß erstmal davon ausgegangen werden, daß die unter 15 kV stehende Fahrleitung durch die Störung auf den Zug geflogen ist und noch auf diesem liegt. Und solche Leitungen sind so lange als spannungsführend zu betrachten, bis eine entsprechende Fachkraft (und da gehören wir Lokführer nicht dazu!) das Gegenteil bestätigt. Folge: der ganze Wagenkasten samt Griffen, Haltestangen usw. steht außen unter Strom - unter 15 kV.

Solange man drinnen bleibt und sich von den Türgriffen fernhält, kann einem rein gar nichts passieren, da man sich in einem Faradayschen Käfig befindet und der Strom außen abgeleitet wird. Wer aber nun diesen schützenden Faradayschen Käfig verläßt, dem kann es passieren, daß er beim Runterklettern, da er nun außerhalb ist, ganz elegant selbst von erwähnten 15 kV durchflossen wird (z.B. Fuß auf einem Tritt und Hand an einer Haltestange) - und diesen Fehler macht man, wie gesagt, nur einmal. Das ist auch kein leeres Blabla, solche Fälle sind schon vorgekommen. - Auch denkbar: die Leitung liegt zwar neben dem Zug, durch die hohe Spannung von 15 kV entsteht im Umkreis von mindestens 10 m aber ein sog. Spannungstrichter im Erdreich - und wehe dem, der diesen zu Fuß, durch einfaches Durchlatschen durch diesen Bereich, überbrückt, er generiert unweigerlich sog. Schrittspannung, die in aller Regel auch noch bei wenigstens 100o Volt liegt - ebenfalls vielleicht nicht absolut tödlich, aber davon nicht weit weg.

Deshalb würde ich als Tf auch keinesfalls selber den Kopf zum Fenster rausstrecken - "mal gucken, was da los war" - wenn ich den Draht schon hängen oder zumindest zucken und schlagen sehe, geschweige denn selber rausklettern. Daher auch die Warnung mit der Lebensgefahr.

Warum die ZES Borken nach Eingang der Meldung so lange gebraucht hat, um den Strom abzuschalten, bleibt mir freilich rätselhaft. - Wenn es wirklich war wie beschrieben (telefonische Meldung an Bundespolizei, und trotzdem wird eine deutlich später fahrende S-Bahn ungehindert abgelassen), hat irgendwer mächtig geträumt, da gibt es freilich nichts schönzureden.

Auch zu den anderen genannten Sachen brauche ich nichts kommentieren, es spricht (leider!) sehr für sich. Wir als Tf, das nur nebenbei, bekommen aber in den allermeisten Fällen nur dieselben Informationen wie die Reisenden, oft sogar noch weniger, da wissen bei Störungen die Leute am Bahnsteig oft mehr als wir selber. Entsprechend mager fallen dann auch die Durchsagen im Zug durch uns aus - wahlweise müßten wir irgendwelche Informationen erfinden, was sicher auch keine gute Idee ist.

Ich wollte eben nur noch mal auf die Lebensgefahr beim eigenmächtigen Verlassen von Zügen bei Fahrleitungsstörungen hingewiesen haben.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

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Donnerstag, 26. Juni 2008, 10:16

@Tatrafan: Danke für die ausführlichen Hinweise/Erläuterungen der Gefahren nach einem solchem Unfall. Man kennt zwar die Gefahren von Strom und weiß eben auch über den Käfig bescheid, aber manche Details sind immer wieder lesenswert! :-)

In den heutigen Ausgaben der lokalen Presse wird nochmal auf das Thema eingegangen:

Im Rüsselsheimer Echo wird unter dem Titel Oberleitungen im Bahnhof Rüsselsheim gerissen nochmal auf die Ursache und die Behebung eingegangen. Außerdem wird in einem anderen Artikel unter dem Titel Bahn: Verständnis für verärgerte Kunden wird nochmal auf die Informationspolitik eingegangen. Da wird im Prinzip das bestätigt, was Tatrafan schon geschrieben hat, nämlich das die Bahn-Mitarbeiter vor Ort am Anfang auch kaum Informationen haben, bzw. weiter geben können.

In der Main-Spitze wird im Artikel unter dem Titel Später Alarm von der Bahn ebenfalls nochmal auf den Informationsfluss eingegangen. Insbesondere die Rüsselsheimer Feuerwehr zeigte sich verwundert über die späte Alarmierung und wurde sogar vom OB unterstützt. Desweiteren wird in dem Artikel kurz auf die Reparaturarbeiten eingegangen.

Alf_H

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20

Donnerstag, 26. Juni 2008, 17:21

Das Prinzip des Fahrradayischen Käfigs ist klar. Aber so ein Zug hat doch Metallräder und fährt auf Eisen. Eigentlich sollte doch in JEDEM Fall der gesamte Wagenkasten geerdet sein ?
Deswegen sind ja auch die Stromabnehmer und alle damit verbundenen Teile (Kabel) mit Isolatoren versehen.

Und wenn die Oberleitung wirklich irgendwo gegen schlägt, was geerdet ist oder zumindest den Strom ableitet, dann müsste doch SOFORT ein Kurzschluss entstehen. Ich dachte die OL schaltet sich dann automatisch ab an der nächsten Sicherung (z.B. Unterwerk).
Klar, geringe Fehlströme wird man den Spannungen und dem ausgelegeten Bedarf (Leistung) nicht feststellen können.
Ein Vogel der Pech hat und einen Kurschluss baut wird ja auch gegrillt. Und ein paar 100 Volt können auch für den Menschen lebensgefährlich sein. Aber nach einem Kurzschluß sollte die Oberleitung eigentlich automatisch abgeschaltet sein.
Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(