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Freitag, 31. Oktober 2008, 19:15

DA: Nordostumgehung kann noch verhindert werden

Gegen die Nordostumgehung in Darmstadt wurde ein Bürgerbegehren in Gang gesetzt. Es wäre gut, wenn sich möglichst viele Bürger Darmstadts daran beteiligen würden, dann ist der Wahnsinn vielleicht noch zu verhindern.
Die Nordostumgehung ist ein Rückschritt in die Politik der 60er Jahre, bei der alles auf das Auto gesetzt wurde. Das ganze bringt für die Innenstadt wenig Entlastung, kostet die Stadt Darmstadt aber eine Menge Geld (60 Mio Euro). Das sollte besser in den Ausbau des ÖPNV investiert werden.

Näheres gibt es hier
http://www.nordostumgehung.de/buergerbegehren.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Chris26« (31. Oktober 2008, 19:16)


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2

Freitag, 31. Oktober 2008, 19:41

RE: DA: Nordostumgehung kann noch verhindert werden

Wieso sollte ich mich als Anwohner in Darmstadt, der den ÖPNV gar nicht nutzt für eine Bürgerinitiative einsetzen, die gegen eine neue Straße ist, womit sich der Vekehr vielleicht besser verteilt?? ?(
Rechtschreibfehler sind ein Zeichen von kreativität, wer welche findet darf sie behalten. :P

"Egal, wie tief man die Meßlatte für den menschlichen Verstand legt, es gibt jeden Tag mindestens einen, der aufrecht drunter durchgehen kann! "

3

Freitag, 31. Oktober 2008, 20:01

RE: DA: Nordostumgehung kann noch verhindert werden

Zitat

Original von s-bahn_schrauber
Wieso sollte ich mich als Anwohner in Darmstadt, der den ÖPNV gar nicht nutzt für eine Bürgerinitiative einsetzen, die gegen eine neue Straße ist, womit sich der Vekehr vielleicht besser verteilt?? ?(


1. Wenn Sie den ÖPNV gar nicht nutzen, warum sind Sie dann in einem Forum über ÖPNV?
2. Die Nordostumgehung entlastet nicht die Innenstadt. Spürbare Entlastungen finden eigentlich nur im Norden Darmstadts statt.
3. Verschiedene Grünanlagen werden zerstört.

Es gibt jede Menge Informationen auf der Homepage der Initiative.

Beispiel:
Gründe für das Bürgerbegehren:
http://www.nordostumgehung.de/Buergerbeg…O_warum_NEU.pdf

Ein kurzer Film dazu:
http://www.nordostumgehung.de/video_StaVo.html

Ein ausführlicher Film:
http://www.nordostumgehung.de/video_Hristina.html

Disponent

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4

Freitag, 31. Oktober 2008, 20:57

Wieso sollte men etwas verhindern wollen, was vielleicht eine Entlastung bringt? Was hat die Umgehung eigentlich mit dem Nahverkehr zu tun? Wenn du, wie ich im Rhönring wohnen würdest, wäre dir auch die kleineste Möglichkeit zur Verkehrsreduktion recht. Außerdem frag doch mald die Gegner des Lohbergtunnels, die ihn heute ebenfalls nicht mehr missen wollen. Man sollte immer beide Seiten sehen. Ich kann Befürworter und gegner gleichermaßen verstehen, denke aber das Forum ist nicht die geeignete Plattform für solche Diskussionen. Ich ärgere mich schon immer über die politische Selbstbeweihräucherung einiger hier im Forum.

5

Freitag, 31. Oktober 2008, 21:03

Zitat

Original von Disponent
Wieso sollte men etwas verhindern wollen, was vielleicht eine Entlastung bringt? Was hat die Umgehung eigentlich mit dem Nahverkehr zu tun? Wenn du, wie ich im Rhönring wohnen würdest, wäre dir auch die kleineste Möglichkeit zur Verkehrsreduktion recht. Außerdem frag doch mald die Gegner des Lohbergtunnels, die ihn heute ebenfalls nicht mehr missen wollen. Man sollte immer beide Seiten sehen. Ich kann Befürworter und gegner gleichermaßen verstehen, denke aber das Forum ist nicht die geeignete Plattform für solche Diskussionen. Ich ärgere mich schon immer über die politische Selbstbeweihräucherung einiger hier im Forum.


Ich wäre zwar kein Gewinner der Nord-Ost-Umgehung, denke aber dennoch, dass es sinnvoll ist. Natürlich geht da viel Grünfläche usw bei drauf und es kostet viel Geld. Aber wenn man dann zusätzlich noch eine "Feinstaubzone" in Darmstadt einrichtet und damit viele Autos auf die neue Straße zwingt, ist das doch eine gute Lösung. Natürlich muss man dann gleichzeitig auch den ÖPNV verbessern, zB durch Bau einer Straßenbahn nach Groß-Zimmern (was natürlich nicht kommen wird).

Ich finde schon, dassman über solche Projekte hier reden kann, wenn man den eigentlichen Sinn des Forums nicht außer Acht lässt ;)

Edit: n paar Rächdschraibpfeler^^

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ST4« (31. Oktober 2008, 21:05)


6

Freitag, 31. Oktober 2008, 21:26

Man kann einerseits die Begehrlichkeiten auf eine Tangente verstehen, denn es führen von Osten paar Bundesstraßen nach DA, darunter die autobahnähnlich ausgebaute B 26/B 45. Das ist prädestiniert für Stau- und Mautumgehungsverkehr ...

Andererseits gibt es quasi eine fast fertige "Südost-Tangente":
Die B 426 hat kürzlich eine vertunnelte Ortsumfahrung Nieder-Ramstadt bekommen. Es fehlt eigentlich nur noch eine Verknüpfung zwischen B 426 und B 26. Die meisten würden wohl heute durch Ober-Ramstadt und Roßdorf fahren. So fuhr ich auch paar mal zu meiner Freundin, als ich noch ein Auto hatte statt Frankfurter Kreuz oder andere Routen.

Es gibt auch eine Möglichkeit ohne Roßdorf, die ich als Basis für einen Lückenschluss vorschlagen würde:
Eine rund 2 km lange Verbindung zwischen der Ammerbachstraße außerhalb des Ortes und der B 426 irgendwo beim Gewerbegebiet. Dann käme man ortsdurchfahrtenfrei von der A5 zur B26. Wenn man unbedingt will, kann man noch die Ecke zur B 38 abschneiden nahe des Steinbruchs oder was da ist...

Einskizziert in freie Daten

7

Freitag, 31. Oktober 2008, 21:29

Zitat

Original von ST4

Ich wäre zwar kein Gewinner der Nord-Ost-Umgehung, denke aber dennoch, dass es sinnvoll ist. Natürlich geht da viel Grünfläche usw bei drauf und es kostet viel Geld. Aber wenn man dann zusätzlich noch eine "Feinstaubzone" in Darmstadt einrichtet und damit viele Autos auf die neue Straße zwingt, ist das doch eine gute Lösung. Natürlich muss man dann gleichzeitig auch den ÖPNV verbessern, zB durch Bau einer Straßenbahn nach Groß-Zimmern (was natürlich nicht kommen wird).

Ich finde schon, dassman über solche Projekte hier reden kann, wenn man den eigentlichen Sinn des Forums nicht außer Acht lässt ;)

Edit: n paar Rächdschraibpfeler^^


Wie ich schon geschrieben hatte bringt die Nordostumgehung für die Innenstadt fast keine Entlastung. Fast alle Autos, die Richtung Innenstadt fahren, wollen auch in die Innenstadt und werden daher die Umgehung nicht nutzen.
Rhönring-Anwoher haben einen gewissen Vorteil, dafür wird es an der Strecke der neuen "Umgehung" mehr Verkehr geben. Die Umgehung führt nun mal trotzdem durch die Stadt durch und ist daher im eigentlichen Sinne keine Umgehung.

Viel mehr Nutzen würde es dagegen, das Geld, das für den Ausbau geplant ist, in den Ausbau des ÖPNV zu stecken. Durch den Bau einer Straßenbahn nach Groß-Zimmern hätte man in Richtung Osten einen attraktiven ÖPNV. Die Leute würden mit der Bahn statt mit dem Auto nach Darmstadt fahren.
Man könnte dann auch weiter gehen und wie in Karlsruhe, Heilbronn oder Kassel Straßenbahn und Bahn verbinden und eine Stadtbahnverbindung in den Odenwald planen. Wenn es möglich wäre vom Odenwald direkt und ohne Umsteigen über den Ostbahnhof in die Darmstädter Innenstadt zu fahren, wäre das ein riesiger Anreiz für viele auf den ÖPNV umzusteigen.
Technisch ist das kein Problem, es fehlt nur der politische Wille.

8

Freitag, 31. Oktober 2008, 21:35

Zitat

Original von Chris26
Wie ich schon geschrieben hatte bringt die Nordostumgehung für die Innenstadt fast keine Entlastung. Fast alle Autos, die Richtung Innenstadt fahren, wollen auch in die Innenstadt und werden daher die Umgehung nicht nutzen.
Rhönring-Anwoher haben einen gewissen Vorteil, dafür wird es an der Strecke der neuen "Umgehung" mehr Verkehr geben. Die Umgehung führt nun mal trotzdem durch die Stadt durch und ist daher im eigentlichen Sinne keine Umgehung.

Viel mehr Nutzen würde es dagegen, das Geld, das für den Ausbau geplant ist, in den Ausbau des ÖPNV zu stecken. Durch den Bau einer Straßenbahn nach Groß-Zimmern hätte man in Richtung Osten einen attraktiven ÖPNV. Die Leute würden mit der Bahn statt mit dem Auto nach Darmstadt fahren.
Man könnte dann auch weiter gehen und wie in Karlsruhe, Heilbronn oder Kassel Straßenbahn und Bahn verbinden und eine Stadtbahnverbindung in den Odenwald planen. Wenn es möglich wäre vom Odenwald direkt und ohne Umsteigen über den Ostbahnhof in die Darmstädter Innenstadt zu fahren, wäre das ein riesiger Anreiz für viele auf den ÖPNV umzusteigen.
Technisch ist das kein Problem, es fehlt nur der politische Wille.


Wenn man eine Straßenbahn nach Groß-Zimmern und einen "RegioShuttle" oder wie die heißen in den Odenwald baut, dann dürfte die "Umgehung" echt obsolet werden. Nur das muss man erstmal durchsetzen...

9

Samstag, 1. November 2008, 08:45

Zitat

Original von Disponent
Man sollte immer beide Seiten sehen. Ich kann Befürworter und gegner gleichermaßen verstehen, denke aber das Forum ist nicht die geeignete Plattform für solche Diskussionen. Ich ärgere mich schon immer über die politische Selbstbeweihräucherung einiger hier im Forum.


Warum ist das denn nicht die richtige Plattform? Was nach 200 Mio ausgegebenen öffentlichen Geldern noch für den ÖPNV-Ausbau übrig bleibt, kannst du dir ja gerne überlegen.

Und deinen letzten Satz hätte ich auch gerne mal erläutert - ich finde es angenehm, dass hier auch ein Politiker mit Fachwissen mitdiskutiert. Selbst wenn dich sein Parteibuch stört, kannst du ja trotzdem mitdiskutieren?!

10

Samstag, 1. November 2008, 14:54

Zitat

Original von Steppi

Zitat

Original von Disponent
Man sollte immer beide Seiten sehen. Ich kann Befürworter und gegner gleichermaßen verstehen, denke aber das Forum ist nicht die geeignete Plattform für solche Diskussionen. Ich ärgere mich schon immer über die politische Selbstbeweihräucherung einiger hier im Forum.

Warum ist das denn nicht die richtige Plattform? Was nach 200 Mio ausgegebenen öffentlichen Geldern noch für den ÖPNV-Ausbau übrig bleibt, kannst du dir ja gerne überlegen.

Und deinen letzten Satz hätte ich auch gerne mal erläutert - ich finde es angenehm, dass hier auch ein Politiker mit Fachwissen mitdiskutiert. Selbst wenn dich sein Parteibuch stört, kannst du ja trotzdem mitdiskutieren?!

@ Steppi: Vollste Zustimmung.

11

Samstag, 1. November 2008, 15:33

RE: DA: Nordostumgehung kann noch verhindert werden

Zitat

Original von Chris26
Wenn Sie den ÖPNV gar nicht nutzen, warum sind Sie dann in einem Forum über ÖPNV?

Ich wußte gar nicht, dass man den ÖPNV benutzen muß, um hier babei sein zu dürfen. Eine sehr interessante Argumentation, die so konzentriert nocht nicht geäußert wurde.

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12

Samstag, 1. November 2008, 16:22

RE: DA: Nordostumgehung kann noch verhindert werden

Zitat

Original von Chris26
1. Wenn Sie den ÖPNV gar nicht nutzen, warum sind Sie dann in einem Forum über ÖPNV?


Weil ich beruflich damit zu tun habe. Das dürfte doch genügen, oder??
Rechtschreibfehler sind ein Zeichen von kreativität, wer welche findet darf sie behalten. :P

"Egal, wie tief man die Meßlatte für den menschlichen Verstand legt, es gibt jeden Tag mindestens einen, der aufrecht drunter durchgehen kann! "

13

Samstag, 1. November 2008, 17:49

RE: DA: Nordostumgehung kann noch verhindert werden

Zitat

Original von BEKU

Zitat

Original von Chris26
Wenn Sie den ÖPNV gar nicht nutzen, warum sind Sie dann in einem Forum über ÖPNV?

Ich wußte gar nicht, dass man den ÖPNV benutzen muß, um hier babei sein zu dürfen. Eine sehr interessante Argumentation, die so konzentriert nocht nicht geäußert wurde.


Ich hatte nicht geschrieben, dass s-bahn_schrauber nicht dabei sein darf oder sollte. Es hatte mich nur gewundert, dass hier auch Leute im Forum sind, die den ÖPNV nicht nutzen. Da dies ein ÖPNV Forum ist, bin ich bisher davon ausgegangen, dass hier auch alle Nutzer desselben sind.
Natürlich darf jeder dabei sein und sein Meinung sagen.

Guru

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14

Samstag, 1. November 2008, 18:14

Zitat

Original von Chris26
Durch den Bau einer Straßenbahn nach Groß-Zimmern hätte man in Richtung Osten einen attraktiven ÖPNV. Die Leute würden mit der Bahn statt mit dem Auto nach Darmstadt fahren.

Eine Tram nach Roßdorf (Groß Zimmern würde nach diversen "Trassenbeseitigungsbauten" um Roßdorf wohl schwierig) halte ich auch für eine praktikable und wünschenswerte Angelegenheit. Leider erklärt das nicht, wie sich jemand mit einem Dreißigtonner in dieselbe zwängen soll - denn das halte ich für das eigentliche Problem am Ende der B26-Ausbaustrecke momentan.

15

Sonntag, 2. November 2008, 00:15

Wenn wir schon mal beim Thema Verkehrsplanung in Darmstadt sind würde mich mal inerressieren was an dem Gerücht dran ist das mal geplant war einen S-Bahntunnel vom Hbf über den Luisenplatz bis zum Ostbahnhof zugraben.

Zur Nordostumgehung:

Ich bin auch für die Nordostumgehung. Der Stau im Rhönring ist wirklich eine Katastrophe und an Transitlkws ändert auch ne Straßenbahn nach Groß-Zimmern nichts.
Solange die Herren die die Strecke nach Groß-Zimmern auf dem Gewissen haben noch in Amt und würden sind wird sich in diese Richtung nicht wirklich etwas ändern (aber Der Herr Landrat geht ja demnächst :-)). Die Verbaute Trasse wurde ja schon angesprochen.

Viele Autofahrer die in die Stadt wollen fahren über die Heinrichstraße, denn dort kommt man in die günstigen Dauerparkhäuser und auf den Marienplatz zum Parken.

Die Fehler in der Verkehrspolitik sind ja hinlänglich bekannt und es entsteht halt Lkwverkehr wenn man alle Ortsgüteranlagen im Odenwald schließt. Wenn ich im Herbst morgens am Ostbahnhof auf den Bus in die Stadt warte kommen ganze scharen LKW mit Rübenladung vorbei. Als ich noch klein war lief sowas über die Bundesbahn, da war in Lengfeld an der Laderampe richtig was los.

Zum Argument das die neuen Strecke die Anwohner mehr belastet frage ich mich nur was damit gemeint ist, die Strecke soll doch im Tunnel verlaufen und das Stück am Martin-Luther-King-Ring ist doch keine Wohngebiet. Ist der unterschied so groß ob die Abgase im Martinsviertel und am Rhönring herum wabern oder aus den Tunnerlstutzen kommen?

Was sich mir nur nicht so recht Erklärt ist das in Darmstadt in den
60-70er Jahren wohl drei Tangenten geplant wurden,
1. Osttangente durch das Martinsviertel (4 Streifen mit Straßenbahntrasse für Kranichstein. Die Vorleistungen kann man heute noch im Bereich des Nordbads sehen)
2. Nordosttangente
3. Autobahnring mit Anschluss an die die A661 in Egelsbach, die damalige A 680 und die A 5 im Darmstädter Süden,
und davon die Nordosttangente gebaut werden soll. Der Autobahnring hätte wirklich alles aus Darmstadt heraus halten können.

Aber nun gut die Zeiten für sowas sind vorbei, genau so wie für einen S-Bahntunnel.

Grüße von einem Darmstadt Einpendler mit Bahn ( nur in Ausnahmen mit dem Auto^^)


FMI-FDA
Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
- Otto von Bismarck -

16

Sonntag, 2. November 2008, 09:27

Ich habe jahrelang selbst den Rhönring nutzen müssen, um vom Norden Darmstadts in Richtung Groß-Zimmern zu gelangen. Damit mußte ich für eine Fahrt in eine Quasi-Nachbarkommune selbst unter Tage mit einem Zeitaufwand von mindestens 45 Minuten pro Strecke, sowie dem entsprechenden Treibstoffverbrauch rechnen.
Um mein Ziel zu erreichen, war auch ich gezwungen, Richtung DA-Innenstadt zu fahren, obwohl ich da gar nicht hinwollte. Mit mir zusammen, haben dies zahlreiche Fahrzeuge getan. Die diesbezügliche Aussage ist daher schlicht FALSCH.
Die Zerstörung wertvollen Baumbestandes im Bürgerpark ist selbstverständlich keinesfalls wünschenswert. Wie sieht es jedoch mit dem Baumbestand am Rhönring aus? Wie sieht es mit der Lebensqulität der Menschen aus, die an den bisherigen Verkehrswegen leben?
Worauf beziehen sich die 60 Mio Euro, die Darmstadt sparen könnte?

Mal unabhängig vom Inhalt der diesbezüglichen Onlinepräsenz: Die Darstellungsqualität ist stark verbesserungsbedürftig.

Johony

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Wohnort: 459/64 G/U

Beruf: Links-/Rechtsausleger

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17

Sonntag, 2. November 2008, 15:23

Das haben die Städteplaner in Gießen damals offensichtlich besser gelöst. Dort gibt es den so genannten "Gießener Ring" (A485 glaube ich), auf dem man Gießen auf Schnellstraßenniveau umrunden kann. Es gibt im Schnitt schätzungsweise jede anderthalb Kilometer eine Ausfahrt, somit sind gänzlich alle Stadtteile wunderbar zu erreichen. In der Stadt direkt lässt man das Auto aber besser stehen, denn die Ampelschaltungen sind absolut Fahrer-unfreundlich, dafür gibt es aber einen recht leistungsfährigen Stadtverkehr.
Zugegeben ist Gießen kleiner als Darmstadt, aber von der städtebaulichen Entwicklung müsste es gleichbedeutend mit Darmstadt sein.
Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
________ _ _ _ _ _ _

Freundliche Grüße!

18

Sonntag, 2. November 2008, 16:19

Nordostumgehung

wenn man sich auf den Strassen Darmstadts zur Hauptverkehrszeit umsieht, so erkennt man, dass LKW nicht das große Problem sind. Beispielsweise ist die Heinrichstraße regelmäßig dicht, obwohl da kein einziger LKW fahren darf. Auch gibt es in Darmstadt ein LKW-Durchfahrverbot, so dass eh nur die LKW durchfahren dürfen, die nach Darmstadt rein oder in die Umgehung wollen. Das Durchfahrverbot würde natürlich fallen, sobald die Nordostumgehung fertig ist. Dann dürfen wieder alle LKW - über die NOU - ungehindert durch Darmstadt durchfahren. So kann sich die Strecke als attraktive Umfahrung der Autobahnstrecke Darmstadt-Frankfurt-Aschaffenburg entwickeln. Diese Strecke ist nach dem Ausbau im Vergleich zur Autobahn schneller, kürzer und man spart sich auch noch die LKW-Maut.
Es gilt das alte Prinzip: Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Auf der neuen Straße werden sich nicht nur Fahrzeuge befinden, die vorher am Rhönring im Stau standen. Sie macht den Autoverkehr attraktiver und damit gleichzeitig den ÖPNV unattraktiver. Da wird sich dann beispielsweise der ein oder andere, der vorher mit den Odenwaldbahn jeden Tag zu Merck gefahren ist, wieder auf das Auto umsteigen.
Entsprechend werden die CO2 und Feinstaubbelastungen für die Einwohner der Stadt und des Umlandes ansteigen.

19

Sonntag, 2. November 2008, 16:45

Zitat

Original von Gregor
Ich habe jahrelang selbst den Rhönring nutzen müssen, um vom Norden Darmstadts in Richtung Groß-Zimmern zu gelangen. Damit mußte ich für eine Fahrt in eine Quasi-Nachbarkommune selbst unter Tage mit einem Zeitaufwand von mindestens 45 Minuten pro Strecke, sowie dem entsprechenden Treibstoffverbrauch rechnen.
Um mein Ziel zu erreichen, war auch ich gezwungen, Richtung DA-Innenstadt zu fahren, obwohl ich da gar nicht hinwollte. Mit mir zusammen, haben dies zahlreiche Fahrzeuge getan. Die diesbezügliche Aussage ist daher schlicht FALSCH.

Das stellt sich für mich natürlich die Frage, warum Du nicht den ÖPNV benutzt hast. Wahrscheinlich weil Dir den ÖPNV mit Bussen in Richtung Groß-Zimmern zu umständlich ist. Hätte es eine attraktive Stadtbahnverbindung nach Groß-Zimmern gegeben, hättest Du womöglich diese benutzt anstelle Dich mit dem Auto in den Stau zu stellen.

Auf der Homepage der Bürgerinitiative gibt es eine Interessante Umfrage des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes Darmstadt aus dem Jahre 2006.
Es wurden an der östlichen Stadteinfahrt nach Darmstadt Verkehrsteilnehmer nach dem
Start- und Zielort ihrer Fahrt und nach ihrem Fahrtzweck (z.B. Beruf, Einkauf, Schule/ Ausbildung usw.)
befragt.

Ergebnisse u.a.:
  • Vier Fünftel der Fahrzeuge, die von Osten her nach Darmstadt einfahren, kommen aus dem Landkreis
    Darmstadt-Dieburg und dem Odenwaldkreis. Die am häufigsten genannten Gemeinden Roßdorf, Groß-
    Umstadt, Groß-Zimmern, Reinheim, Höchst (Odw.) und Dieburg machen zusammen bereits mehr als
    die Hälfte aller Herkunftsorte aus
  • Ziel von knapp drei Viertel (72,2%) der Fahrzeuge ist Darmstadt. Davon entfallen mehr als die Hälfte
    auf die Innenstadt und den Süden Darmstadts (41,5% aller Fahrten). Der Rest hat sein Ziel im Norden
    und Nordwesten der Stadt, der künftig über die Nordostumgehung rascher und mit geringeren Belastungen
    für die Anwohner zu erreichen sein wird (30,7% aller Fahrten).


http://www.nordostumgehung.de/pdf/Auswer…ktober_2006.pdf

Mit einer Verbesserung des aktuellen ÖPNV-Angebotes (Stichwort: Stadtbahn), könnte man genau die Mehrheit erreichen, die aus den östlichen Landkreisen nach Darmstadt mit dem Auto einpendeln.

Zitat

Original von Gregor
Mal unabhängig vom Inhalt der diesbezüglichen Onlinepräsenz: Die Darstellungsqualität ist stark verbesserungsbedürftig.


Da gebe ich Dir 100% Recht.

20

Sonntag, 2. November 2008, 17:12

Zitat

Original von FMI-FDA
Wenn wir schon mal beim Thema Verkehrsplanung in Darmstadt sind würde mich mal inerressieren was an dem Gerücht dran ist das mal geplant war einen S-Bahntunnel vom Hbf über den Luisenplatz bis zum Ostbahnhof zugraben.

Das war wohl wirklich mal in der Überlegung. Allerdings halte ich einen S-Bahn-Tunnel für eine Stadt in der Größe von Darmstadt doch etwas überdimensioniert. Selbst eine Stadt wie Karlsruhe - mit 280.000 Einwohnern doppelt so groß wie Darmstadt - hat noch keinen Tunnel. Der Tunnel würde auch nur dann was bringen, wenn es hinter dem Ostbahnhof mit dem ÖPNV auch entsprechende Anbindungen ins Hinterland gäbe. Sprich: Die S-Bahn müsste dann auch über die Odenwaldbahn und nach Groß-Zimmern geführt werden. Das könnte auch eine Stadtbahn billiger und für Darmstadt genauso gut leisten.


Zitat

Original von FMI-FDA
Die Fehler in der Verkehrspolitik sind ja hinlänglich bekannt und es entsteht halt Lkwverkehr wenn man alle Ortsgüteranlagen im Odenwald schließt. Wenn ich im Herbst morgens am Ostbahnhof auf den Bus in die Stadt warte kommen ganze scharen LKW mit Rübenladung vorbei. Als ich noch klein war lief sowas über die Bundesbahn, da war in Lengfeld an der Laderampe richtig was los.

Ich gebe Dir teilweise Recht. Andererseits gilt das nur für die kurze Zeit der Rübenkampagne. Ich kann auch die Bahn verstehen. Die Verladungs-Anlagen und die Güterwagen standen außerhalb der Kampagne ungenutzt herum und rosteten vor sich hin. Andererseits spielt die Zuckerrübe auf den Feldern heute eine immer kleinere Rolle. Aufgrund sinkender Subvertionszahlungen wird ihr Anbau für die Bauern immer unattraktiver.

Zitat

Original von FMI-FDA
Zum Argument das die neuen Strecke die Anwohner mehr belastet frage ich mich nur was damit gemeint ist, die Strecke soll doch im Tunnel verlaufen und das Stück am Martin-Luther-King-Ring ist doch keine Wohngebiet. Ist der unterschied so groß ob die Abgase im Martinsviertel und am Rhönring herum wabern oder aus den Tunnerlstutzen kommen?

Wie ich schon in einem meiner vorigen Antworten geschrieben hatte, wird die neue Straße auch neuen Verkehr anziehen.