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Montag, 15. Februar 2010, 08:00

Zitat

Hochwasser-Schutzmaßnahmen

Grundwasserpegels, der mindestens bis Mitte der Woche weiter sinken soll, arbeiten KVB und die Arge Los Süd seit dem 12. Februar 2010 intensiv an zusätzlichen Maßnahmen. Sie werden den bestehenden Sicherheitsstand am Bauwerk der künftigen Haltestelle Heumarkt innerhalb weniger Tage zusätzlich erhöhen.

Am Haltestellenbauwerk Rathaus besteht nach Aussage des Prüfingenieurs keine Notwendigkeit aktueller Aktivitäten, da der Rohbau des Bauwerks bereits so weit erfolgt ist, dass alle relevanten Lasten über das Bauwerk getragen werden. Am Waidmarkt sind durch die seit dem 3. März 2009 getroffenen Maßnahmen alle notwendigen Hochwasservorbereitungen getroffen bzw. verwirklicht.

Beim Bauwerk Heumarkt besteht schon jetzt eine ausreichende Sicherheit der Baugrube, die durch kurzfristige, schon eingeleitete Maßnahmen weiter erhöht wird. Dazu werden von Seiten der den Bau ausführenden Arge Los Süd großflächige Stahlplatten mit stabilen Stahlseitenstreben im Stoßbereich der Bewehrungskörbe von innen gegen die Schlitzwand verspannt.

Die Kontrolle der Berechnungen für diese Maßnahme erfolgt bereits durch den Prüfingenieur. Die baulichen Vorbereitungen zur Umsetzung erfolgen bei der Arge Los Süd bereits mit Hochdruck. Unmittelbar nach Freigabe der Berechnungen durch den Prüfingenieur (Anfang der Woche) wird mit dem Einbau der Querversteifungen begonnen.


Quelle: KVB
Gruß Tommy

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Mittwoch, 17. Februar 2010, 08:25

Zitat

KVB-Vorstand informiert Aufsichtsrat über Waidmarkt und Heumarkt

Der Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe AG hat den Aufsichtsrat heute umfassend zum Thema Waidmarkt und zu den jüngsten Erkenntnissen hinsichtlich der Baustelle Heumarkt informiert. Der Aufsichtsrat hat ausdrücklich die offensive Informationspolitik des Vorstandes positiv gewürdigt.

Für die KVB sind nach dem 3. März 2009 Aufklärung und Sicherheit von höchster Bedeutung. Alle wichtigen Hinweise, wie der Hinweis auf die Sandbank im Rheinauhafen, der Hinweis auf Unregelmäßigkeiten bei den Messprotokollen zur Lamellenherstellung der Schlitzwände sowie der Hinweis auf eine Minderbetonage der Lamelle 11, sind von der KVB an die Behörden erfolgt. Bekanntlich hat die KVB nach dem 3. März 2009 weitere Gutachter wie den TÜV Rheinland/LGA Nürnberg und die STUVA (Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen) eingesetzt. Alle Fachleute und Institutionen kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Bauwerke der Nord-Süd Stadtbahn Köln sicher sind.

Die Arge Nord-Süd Stadtbahn Köln, Los Süd, hat vergangene Woche öffentlich eingeräumt, dass ihre Kontrolle im Rahmen der Bauüberwachung (Abnahme von Bewehrungskörben) offenkundig versagt hat. Die Tätigkeit der KVB-Überwachung vor dem 3. März 2009 wird mit den Mitteln, die der KVB zur Verfügung stehen, zeitnah geprüft. Für die Zeit nach dem 3. März 2009 ist festzuhalten, dass die bisher von der KVB selber übernommene Bauüberwachung nun extern wahrgenommen wird.

Das Antwortschreiben der Arge vom 15. Februar 2010 ist aus Sicht der KVB unzureichend, da es nicht darlegt, wie die Arge Los Süd künftig Missstände wie die bisherigen verhindern will. Vor diesem Hintergrund wird die KVB gemeinsam mit der Stadt Köln das weitere Vorgehen intensiv prüfen.

Neben der Überprüfung der Schlitzwände hat die KVB den TÜV Rheinland/LGA Nürnberg beauftragt, alle tragenden Bauteile des Loses Süd zu untersuchen. Gegenwärtig werden am Heumarkt zusätzliche Stahlverstärkungen und Anker für diese Schlitzwände vorbereitet. Die Einbringung ist bis zum Wochenende vorgesehen.

Darüber hinaus wurde gestern veranlasst, dass als zusätzliche Sicherungsmaßnahme ein Schott in die Haltestelle Heumarkt einzubringen ist. Damit würde im Bedarfsfall die Baugrube geflutet werden können, so dass ein Druckausgleich zwischen innerem und äußerem Grundwasserstand stattfinden kann und somit auch bei Hochwasser die Standsicherheit der Baugrube gewährleistet ist. Der Zustand ist voraussichtlich ebenfalls gegen Ende der Woche hergestellt.


Quelle: Pressemitteilung der KVB
Gruß Tommy

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Mittwoch, 17. Februar 2010, 11:26

Relativ ausführlich berichtet die FAZ über den Fall und die neueren Erkenntnisse. Der gestrige FAZ-Artikel enthält weitere links zum Thema.

64

Freitag, 19. Februar 2010, 08:30

Zitat

Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen und Einbau eines Hochwasserschotts

Bereits kurz nachdem festgestellt wurde, dass zu wenig Bügel in die Bewehrung von Schlitzwandlamellen am Heumarkt eingebracht worden waren, gab die KVB auf der Pressekonferenz am Freitag vergangener Woche bekannt, dass die Baugrube in ihrem aktuellen Bauzustand sicher ist. Diese Aussage konnte nach ersten Berechnungen des zuständigen Prüfingenieurs sowie weiterer Gutachter zunächst bis zu einem Grundwasserstand von 38,50 Meter über Normalnull (müNN) gemacht werden. Die Angabe entspricht umgerechnet einem Stand des Rheinpegels von rund vier Metern.

Inzwischen wurden weitere Berechnungen durch den externen Prüfingenieur angestellt. Und bis zum Wochenende werden zusätzliche Stahlplatten und Aussteifungen an den noch freistehenden Schlitzwänden in die Baugrube eingebracht, so dass die KVB heute bereits mitteilen kann, dass die Baugrube bis zu einem Pegelstand von bis zu 6,50 Meter nicht geflutet werden muss. Erst bei Hochwasserpegeln, die darüber hinausgehen, würden die Pumpen, die normalerweise Wasser aus der Baugrube herauspumpen, umgestellt. Sie würden dann Wasser in die Baugrube hineinpumpen, bis der Wasserstand innerhalb der Baugrube dem außerhalb entspräche. Auf diese Weise würde dem von außen durch das Wasser auf die Bauwand ausgeübten Druck innen ein gleich großer Druck entgegenstehen.

Möglich wird eine Flutung der Baugrube durch so genannte Schotts, die die Baugrube nach Süden und Norden hin abdichten. Das südliche Schott wurde bereits nach dem Unglücksfall Waidmarkt eingebaut. Das nördliche Schott wird derzeit als zusätzliche Sicherungsmaßnahme neu installiert. Die Arbeiten hieran werden voraussichtlich im Verlauf des Wochenendes, spätestens am Montagmorgen, abgeschlossen sein.

In den vergangenen Tagen war der Rheinwasserpegel fallend. Der heute von der Hochwasserschutzzentrale ermittelte Kölner Pegel (K.P.) liegt bei 2,52 Metern. In einem Text auf der Internet-Seite www.steb-koeln.de/hochwasser.html wird aufgeführt: „Der Rheinwasserstand am Kölner Pegel verändert sich derzeit kaum. Freitagmorgen wird der Wasserstand zwischen 2,50 Meter und 2,70 Meter K.P. liegen und sich kaum verändern. Sollten die Wetterprognosen zutreffen, wird sich voraussichtlich am Wochenende wieder ein Steigen am Kölner Pegel einstellen.“

Täglich wird die KVB von der Hochwasserschutzzentrale der Stadt Köln über den aktuellen Wasserstand und die Prognose für die kommenden Tage informiert. Sobald der Bedarf absehbar ist, kann die Haltestelle Heumarkt mit mehreren Tagen Vorlauf geflutet werden. Zunächst würden hierfür die in der Grube befindlichen Baugeräte und -materialien geborgen und anschließend das Wasser bis zur Höhe des Außenpegels eingelassen. Mit sinkendem Grundwasserspiegel würde auch das Wasser innerhalb der Grube wieder abgesenkt. Im Anschluss hieran könnte normal weitergebaut werden. Ein Schaden an der Baugrube entsteht durch das Fluten nicht: Die Schlitzwände wurden gebaut, um das Grundwasser aus der Baugrube fernzuhalten und sind außen von Wasser umgeben. Innen sind sie von derselben Beschaffenheit wie außen und nehmen daher durch das Wasser keinen Schaden.

Die Flutung der Baugruben der Nord-Süd Stadtbahn sind planmäßig vorgesehen für den Fall von Höchstwasserständen und werden in der jetzigen Situation lediglich frühzeitig vorgenommen.


Quelle: Pressemitteilung der KVB
Gruß Tommy

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65

Freitag, 19. Februar 2010, 21:07

Einer dpa-Kurzmeldung zufolge, die die Frankfurter Rundschau heute um 19:00 Uhr wiedergab, will das Bauunternehmen Bilfinger Berger unter dem Eindruck des Einsturzes in Köln nun auch die Schnellfahrstrecke München-Nürnberg auf korrekte Ausführung aller Arbeíten nachprüfen lassen, da hier ähnliche technische Lösungen angewandt worden seien.

Edith wollte noch anmerken, dass es jetzt auch einen ausführlichen Artikel gibt:

Klick.
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Itchy

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66

Samstag, 20. Februar 2010, 10:32

Hi

Also das ist wirklich krass. Nicht nur das gepfuscht wurde beim Bau, das gibt es immer wieder, welcher Häuslebauer erlebt nicht das irgendein Handwerker Murks gebaut hat und es im Endeffekt nicht passt.
Aber es wurde ja hier richtig kriminell vorgegangen und man hat eigentlich leichtfertig das Leben von hunderten von Menschen riskiert, indem man sensible Baubereiche eigentlich sabotiert hat, ja anders kann man es nicht nennen. Hier auch nochmal ein Bericht vom WDR.

Der der Volkswirtschaft entstandene Schaden ist immens, die zuständigen Bauleiter haben bei mindestens 5 von 8 U-Bahnstationen gepfuscht und vielleicht noch beim Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-München. Ich hoffe das dafür einzig und alleine die Baufirma und ihrer Versicherer, bzw. Rückversicherer aufkommen. Ich sehe es aber schon kommen, das der Pfusch wieder solidarisiert wird und alle für dieses hochgradig kriminelle Vorgehen aufkommen müssen.

cu

67

Sonntag, 21. Februar 2010, 15:25

Zitat

Prüfung des TÜV bestätigt Sicherheit

Nach einer Information der Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag Vormittag an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, dass auf Grund von kurz zuvor bei ihr gemachten Zeugenaussagen der Verdacht bestehen könnte, dass es bei Erdankern der im Bau befindlichen Nord-Süd Stadtbahn Köln fehlerhafte Protokolle gebe, hat die KVB unverzüglich Maßnahmen zur Klärung der Sicherheit ergriffen.

Spezialisten der TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH nahmen eine Risikoeinschätzung aller Haltestellen und Bauwerke vor, prüften und bestätigten in einem mit der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) abgestimmten Bericht deren Standsicherheit.

Am Bauwerk Waidmarkt waren Anker im Rahmen der fortlaufenden Überprüfungen erst kürzlich zur vollen Zufriedenheit geprüft worden. An der Haltestelle Heumarkt, in der ein Teil der Schlitzwände im südlichen Bereich noch nicht durch Innenausbauten gestützt werden, ist nach Aussage der Spezialisten selbst dann keine Standsicherheitsgefährdung gegeben, wenn man von gefälschten Ankerprotokollen ausgehen müsste. Auch im Falle eines Hochwassers sei bei ausreichender Flutung des Bauwerks keine Standsicherheitsgefährdung gegeben.

Unabhängig davon, ob sich tatsächlich Verdachtsmomente ergeben sollten, hat die Kölner Verkehrs-Betriebe AG im Rahmen der vorsorglichen Sicherheitsmaßnahmen eine Prüfung der Anker durch einen Anker-Spezialisten veranlasst. Die Funktionstüchtigkeit der Anker ist nachträglich nochmals nachgewiesen worden.

Zudem wurde der Arge Los Süd schriftlich die Anordnung erteilt, dass alle Anker und Schlitzwandlamellen an den Bauwerken Heumarkt und Rathaus mehrfach am Tag zu vermessen sind und täglich schriftlich Bericht zu erstatten ist.


Quelle: Pressemitteilung der KVB

Zitat

Bauüberwachung der KVB wird geprüft

Die KVB ist entsetzt und fassungslos über immer wieder neue Erkenntnisse über eklatante Baumängel der Bauunternehmen. Die KVB hat bekanntlich ihre Ermittlungsergebnisse unverzüglich der Staatsanwaltschaft übergeben.

Gleichzeitig stellt sich die KVB ihrer Verantwortung und überprüft intensiv ihre eigene Bauüberwachung:

1.
Der Vorstand der KVB hat am 15.3.2009 eine externe anwaltliche Prüfung der Bauüberwachung beauftragt. Mit ersten Ergebnissen ist im März zu rechnen. Aufgrund der Komplexität und Materialfülle konnte bis heute kein Ergebnis vorgelegt werden.

Die Mitarbeiter der Bauüberwachung werden von der KVB vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse (fehlende Stahlbügel in den Bewehrungskörben) erneut zu ihrer Tätigkeit befragt.

2.
Gegenwärtig lässt sich Folgendes festhalten:

[list]- Eine Vielzahl von digitalen Bildern und Protokollen belegen, dass die Bauüberwachung der KVB vor Ort kontrolliert hat.
- Die KVB hat in der 2. Jahreshälfte 2008 auf die Wasserhaltung am Waidmarkt dergestalt reagiert, dass sie vor weiteren Baumaßnahmen den Bodengutachter und Prüfstatiker um Stellungnahmen zu den von den Bauunternehmen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Wasserhaltung gebeten hat. Die Fortsetzung der Baumaßnahmen wurde nur genehmigt, nachdem die Standsicherheit des Bauwerks Waidmarkt testiert wurde.
- Der Bauüberwachung der KVB ist die Nichteinhaltung der wasserrechtlichen Genehmigung aufgefallen, sie hat daher die Baufirmen auf die erforderliche Anpassung der wasserrechtlichen Erlaubnis hingewiesen.
- Die örtliche Bauüberwachung der KVB hat ausweislich der Bauprotokolle auch die Bauunternehmen auf Undichtigkeiten oder eintretendes Wasser aufmerksam gemacht und die Bauunternehmen aufgefordert, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
- Ob und inwieweit die vorstehenden Erkenntnisse wirksam verfolgt wurden und vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Täuschungen und Veränderungen von Urkunden in allen Fällen angemessen und richtig reagiert wurde, wird zu klären sein. [/list]

3.
Unabhängig von der Klärung dieser Fragen hatte die KVB nach dem 3.3.2009 ihre eigene örtliche Bauüberwachung durch eine externe Bauüberwachung für die Bauwerke Waidmarkt und Heumarkt ersetzt.
Die KVB wird alles tun, verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen. Dazu wird die KVB die Aufklärung weiter vorantreiben und selbstverständlich auch ihre eigene Arbeit einer selbstkritischen Prüfung unterziehen.


Quelle: Pressemitteilung der KVB
Gruß Tommy

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68

Montag, 22. Februar 2010, 09:27

Der folgende Artikel in der FR greift die in Tommys letztem Beitrag angesprochenen Punkte ebenfalls auf, insbesondere die Frage nach der Bauaufsicht: Klick. Vor diesem Hintergrund seien inzwischen auch Forderungen aufgekommen, bei Straßen- und U-Bahn-Projekten eine gesetzliche Trennung von Bauaufsicht und -ausführung festzuschreiben.
Fág an Bealach!

69

Montag, 22. Februar 2010, 11:52

[Presseschau] FR - IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel: "Unser Handwerk wurde kaputtgemacht"

Ein FR-Interview mit Klaus Wiesehügel von der IG Bau, in dem u.a. auch über mögliche Ursachen für Vorfälle wie das Entwenden von Baumaterialien gesprochen wird, und welches insofern in den Zusammenhang dieses Themas passt:

Klick.
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Chrizzz95

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Freitag, 26. Februar 2010, 13:12

Laut FR-Artikel von heute steht möglicherweise eine Flutung bei der Kölner U-Bahn bevor: Klick
__________________________

Möge der Saft mit Euch sein
Möge der Saft mit Euch sein
Lord Helmchen lässt grüßen

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Samstag, 27. Februar 2010, 14:53

Der Süddeutschen zufolge hat die Situation sich derweil wieder soweit entspannt, dass eine Flutung erst einmal nicht ansteht: [URL=http://www.sueddeutsche.de/,ra4m1/panorama/333/504544/text/]Klick.[/URL]
Fág an Bealach!

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Montag, 1. März 2010, 12:15

Zitat

Vorflutung in unterer Bauwerksebene am Samstagmittag geplant

Der Grundwasseranstieg im Bereich der Baustelle Heumarkt der Nord-Süd Stadtbahn hat sich in den letzten Stunden leicht verlangsamt. Das Grundwasser steigt in diesem Bereich derzeit stündlich um weniger als zwei Zentimeter. Am heutigen Freitagvormittag betrug der Grundwasserstand dort bei 38,28 Meter über N. N. Die Entwicklung wird weiterhin durch halbstündliche Messungen überwacht, die Daten werden kontinuierlich von Experten der Kölner Hochwasserschutzzentrale und der Berufsfeuerwehr ausgewertet. Durch den etwas langsameren Anstieg des Grundwasserspiegels hat sich der Zeitpunkt für eine Entscheidung über eine mögliche Flutung des Haltestellen-Bauwerks nach hinten verschoben.

Um die Sicherheit an der Baustelle weiterhin auf höchstem Niveau zu halten, haben sich die Experten der Koordinierungsgruppe unter der Leitung von Stadtdirektor Guido Kahlen entschlossen, am Samstagmittag vorsorglich mit der routinemäßig geplanten ersten Stufe der Flutung zu beginnen. Bei dieser „Vorflutung“ wird zunächst die untere Ebene des Haltestellen-Bauwerks Heumarkt bis zur Unterkante der in Bau befindlichen Zwischendecke mit Grundwasser gefüllt. Dazu wird das normalerweise aus der Baustelle abgepumpte Grundwasser - statt es in den Rhein zu leiten - in die unterste Ebene des Bauwerks geführt. Zunächst werden auf diese Weise bis Sonntagfrüh rund 14.500 Kubikmeter (14,5 Millionen Liter) Wasser eingepumpt.

Die Maßnahme wird am Samstag voraussichtlich gegen 12 Uhr gestartet werden. Sie ist nicht von außen sichtbar. Größere Behinderungen im Individual- und Bahnverkehr wird es nicht geben. Die Möglichkeiten am Samstag in der Innenstadt einzukaufen, werden nicht tangiert Die Gewerbetreibenden im Bereich des Heumarkts werden durch Flugblätter gesondert informiert, ebenso die Anwohner.

Abhängig von der Entwicklung des Grundwasserstands wird die Baustelle später bei Bedarf weiter geflutet werden. Hierfür treffen die Experten der Koordinierungsgruppe bereits jetzt die Vorbereitungen. Hierzu gehört das Aufstellen von Gerüsten für zusätzliche Schlauchleitungen, über die im Bedarfsfall auch Rheinwasser in die Baustelle gepumpt werden kann.

Außerdem werden auch alle Vorbereitungen getroffen, falls es zu einem schnelleren Anstieg des Grundwassers kommen sollte, der momentan aber nicht erwartetet wird. Alle Maßnahmen und Entscheidungen werden in ständiger Rücksprache mit dem zuständigen Prüfingenieur für die Baumaßnahme Nord-Süd Stadtbahn Köln abgesprochen.

Die Vorflutung ermöglicht es weiterhin, die von der Arge Los Süd geplanten Arbeiten zur weiteren Stabilisierung zu realisieren. Die Arge Los Süd hat gestern angekündigt, dass die ursprünglich für Mitte März geplante Betonierung der Zwischendecke in dem Haltestellenbauwerk jetzt bereits am Dienstagnachmittag beginnen kann. Durch die betonierte Decke wird die Stabilität des Gesamtbauwerks soweit erhöht, so dass dieses auch für extreme Hochwasserlagen abgesichert ist.

Die kontrollierte Flutung einer Tiefbaumaßnahme ist eine bereits im Vorfeld der Bauarbeiten einkalkulierte Option. Die Statik der Baugruben wird so bemessen, dass sie einem Hochwasser standhalten. Sollte jedoch ein darüber hinausgehendes Hochwasser eintreten, wird die Grube geflutet. Deshalb werden zum Beispiel innerhalb der Gruben Steuerungs- und Regeleinrichtungen sowie Stromanschlüsse der Pumpen grundsätzlich wasserdicht ausgeführt, damit sie im Fall einer Flutung nutzbar bleiben.

Die Stadt Köln und die Kölner Verkehrs-Betriebe weisen noch einmal darauf hin, dass es sich bei der möglichen Flutung um eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme handelt. Durch das Anheben des Wasserspiegels in der Baustelle wird der Grundwasserdruck auf die seitlichen Schlitzwände des Bauwerks ausgeglichen. Ein „Überlaufen“ der Baustelle, das Eindringen von Wasser in benachbarte Gebäude oder eine Einsturzgefahr ergeben sich hierdurch nicht. Ganz im Gegenteil wird durch die Maßnahme die Belastung der Schlitzwände deutlich reduziert und die Sicherheit für die gesamte Baustelle, die Anlieger und die Gewerbetreibenden und die Verkehrsteilnehmer insgesamt erhöht.

Achtung, geänderte Telefonnummer: Für telefonische Fragen ist das Call-Center der Stadt Köln ab Samstag, 8 Uhr, unter der Rufnummer 0221/221-261 61 zu erreichen.


Quelle: KVB

Zitat

Vorbereitungen für Flutung laufen nach Plan

Die Vorbereitungsarbeiten für die erste Stufe der Flutung der Baustelle Heumarkt der Nord-Süd Stadtbahn laufen planmäßig weiter. Die „Vorflutung“ soll wie mitgeteilt am morgigen Samstag voraussichtlich gegen 12 Uhr gestartet werden.

Gleichzeitig werden auch Vorbereitungen für den Fall getroffen, dass eine komplette Flutung der Baustelle vorgenommen werden muss oder es zu einem schnelleren Anstieg des Grundwasserspiegels kommen sollte, was aber momentan nicht zu erwarten ist. Dazu werden im Laufe der Nacht und Samstagfrüh Gerüste für zusätzliche Schlauchleitungen aufgebaut, über die im Bedarfsfall auch Rheinwasser in die Baustelle gepumpt werden kann. Die Gerüstbauer werden bei ihrer Arbeit am Samstagvormittag von rund 50 Einsatzkräften der Feuerwehr unterstützt werden, die die Schlauchleitungen vom Rhein bis in die Baustelle verlegen.

Da die Schlauchleitungen nicht im Bereich von Fahrbahnen verlegt werden, sind keine größeren Behinderungen im Individual- und Bahnverkehr zu erwarten. Die Zufahrten in die Innenstadt sind alle frei, die Möglichkeiten zum Samstagseinkauf werden nicht tangiert.

Die Vorflutung der Baustelle ermöglicht es, weiterhin die von der Arge Los Süd geplanten Arbeiten an der Zwischendecke fortzusetzen. Die Arbeiten gehen so zügig voran, dass der geplante Termin für die Betonierung noch einmal vorverlegt werden konnte. Die Arbeiten sollen aller Voraussicht nach bereits am Montagmorgen beginnen. Durch die betonierte Zwischendecke wird die Stabilität des Gesamtbauwerks noch einmal weiter erhöht, so dass es selbst für extreme Hochwasser abgesichert ist.

Die „Vorflutung“ der unteren Ebene des Haltestellenbauwerks Heumarkt ist von außen nicht sichtbar.


Quelle: KVB
Gruß Tommy

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Montag, 1. März 2010, 12:17

Zitat

Prognosen haben sich bestätigt: Flutung voraussichtlich nicht nötig

Betonage der Zwischendecke - Verkehrsbeeinträchtigungen: Deutzer Brücke meiden

Die aktuelle Entwicklung der Wasserstände des Rheins und vor allem des Grundwasserspiegels im Bereich der Baustelle Heumarkt haben die Prognosen vom gestrigen Samstag bestätigt. Der Anstieg des Rheinpegels vollzieht sich langsamer als noch am Freitag angenommen, er lag um 11 Uhr am Sonntagvormittag bei 6,35 Meter Kölner Pegel und wird voraussichtlich bis in die Abendstunden einen Stand von 6,50 Metern K.P. erreichen. Der Höchststand wird für Dienstag mit einem Maximalwert von voraussichtlich 7,30-7,50 Metern K.P. erreicht.

Der Grundwasserstand an der Straße Kleine Sandkaul lag um 11 Uhr bei 38,79 Meter über N.N., das Grundwasser steigt stündlich um etwa einen Zentimeter und damit ähnlich langsam wie am gestrigen Samstag. Durch die inzwischen fertig gestellten Schlauchleitungen für eine mögliche beschleunigte Flutung hat sich der Entscheidungszeitpunkt auf frühestens Dienstagabend verschoben. Zu diesem Zeitpunkt wird aber voraussichtlich bereits die Zwischendecke betoniert sein. Ein Grundwasserstand von 39,50 Meter über N.N. wird nach den jetzigen Daten frühestens Mittwoch erreicht. Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, wie es sich derzeit durch die Messdaten darstellt, wird eine Flutung der Baustelle voraussichtlich nicht nötig sein.

Die Vorbereitungen der Arge Los Süd für die Betonierung der Zwischendecke laufen planmäßig, insgesamt sollen ab Montag, 01. März 2010, 10 Uhr rund 2.850 Kubikmeter schnell härtender Beton für die Zwischendecke eingebracht werden. Dazu sind rund 500 bis 600 Fahrten der Betonmischer notwendig. Die Betonage wird voraussichtlich bis Dienstag, 18 Uhr, abgeschlossen sein. Wegen der Anfahrt der Baufahrzeuge werden ab Montagfrüh, 6 Uhr, bis Dienstag, etwa 20 Uhr, die Pipinstraße und die Augustinerstraße nur einspurig befahrbar sein. (Siehe Pressemeldung vom Samstag.)

Die Kasinostraße ist komplett für den Individualverkehr gesperrt. Stadt Köln und KVB raten den Verkehrsteilnehmern außerdem den Bereich Hohe Pforte/Stephanstraße zu meiden, weil dort die Betonmischer anfahren. Dort wird ein Fahrzeug mit Mitarbeitern des Ordnungs- und Verkehrsdienstes postiert sein, die bei Bedarf kurzfristig die Verkehrslenkung übernehmen und für Fragen der Anlieger bereitstehen.

Stadt Köln und KVB raten außerdem, den Bereich Deutz und vor allem die Deutzer Brücke wegen des höheren Verkehrsaufkommens während der Internationalen Eisenwarenmesse und wegen der Betonierungsarbeiten auf der Westseite der Deutzer Brücke großräumig zu umfahren. Verkehrsteilnehmer von Richtung Deutz kommend sollten auf die Severinsbrücke oder die Zoobrücke ausweichen.

Nach Abschluss der Betonierungsarbeiten am Dienstagabend werden bis circa 20 Uhr die Umleitungsbeschilderungen abgebaut und der Verkehr kann wieder normal fließen. Auch die wegen der aktuellen Situation beschleunigten und rund um die Uhr stattfindenden Arbeiten am Haltestellenbauwerk Heumarkt werden dann wieder auf den Normalbetrieb umgestellt.


Quelle: KVB

Zitat

Betonarbeiten haben begonnen - Rheinpegel wird voraussichtlich ab Dienstag fallen

Die aktuelle Entwicklung des Rheinpegels und des Grundwasserstands im Bereich der Baustelle Heumarkt der Nord-Süd Stadtbahn ist wie durch die Prognosen berechnet bzw. sogar günstiger verlaufen. Nachdem das Orkantief dafür gesorgt hat, dass der erwartete Niederschlag im Einzugsgebiet der Mosel in der vergangenen Nacht deutlich geringer ausgefallen ist, wird der Rhein in den nächsten Stunden langsamer als vorhergesagt steigen. Seinen Maximalwasserstand wird er vermutlich in der Nacht zu Dienstag mit etwa 7 Metern Kölner Pegel erreichen. Danach wird der Kölner Pegel voraussichtlich nicht weiter steigen. Im Laufe des Dienstags wird dann ein fallender Wasserstand erwartet.

Der Anstieg der Grundwasserspiegels im Bereich der Baustelle Heumarkt, Messstelle Kleine Sandkaul, hat sich wie bereits am Wochenende mit etwa einem Zentimeter pro Stunde fortgesetzt. Am heutigen Montagmorgen, 10 Uhr, wurde dort ein Grundwasserstand von 39,00 Metern über N.N. gemessen. Der Entscheidungszeitpunkt für eine mögliche Flutung wird weiterhin Dienstagabend sein. Wenn sich der Anstieg des Grundwasserspiegels nicht beschleunigt und sich die aktuellen Prognosen bestätigen, dürfte der Grundwasserstand von 39,50 Metern über N.N. an der Baustelle nicht erreicht werden. Die Experten der Kölner Hochwasserschutzzentrale und der Feuerwehr rechnen nach bisherigem Stand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch damit, dass der Grundwasseranstieg stagniert. Ein Fluten der Baustelle wäre bei dieser Entwicklung nicht nötig.

Stadt Köln, Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und Arge Los Süd halten in enger Abstimmung mit dem zuständigen Prüfingenieur an dem festgelegten Sicherheitskonzept fest, dass die Baustelle Heumarkt geflutet werden muss, wenn absehbar wäre, dass der Grundwasserstand einen Pegel von 39,50 Meter über N.N. übersteigt. Um das höchste Sicherheitsniveau zu garantieren, werden die Werte auch weiterhin halbstündlich von den Experten von Hochwasserschutzzentrale und Feuerwehr analysiert.

Parallel haben KVB und Arge Los Süd die Vorbereitung für die geplante Betonierung der Zwischendecke in dem Haltestellen-Bauwerk abgeschlossen. Die Arbeiten haben wie geplant am heutigen Montag begonnen und werden voraussichtlich am Dienstag gegen 18 Uhr abgeschlossen sein. Alle Arbeiten und der angelieferte Beton werden ständig von Fachleuten der Lieferfirmen und Experten der externen Bauüberwachung geprüft. Die Betondecke wird die Stabilität des gesamten Haltestellen-Bauwerks erhöhen. Es ist dann auch gegen größere Hochwasser abgesichert.

Die geplanten Verkehrslenkungsmaßnahmen für die Baustelle sind umgesetzt, Pipinstraße und Augustinerstraße sind bis Dienstagabend, etwa 20 Uhr, für den Individualverkehr nur einspurig befahrbar. Die Verkehrsleitzentrale der Stadt Köln informiert mit aktuellen Meldungen regelmäßig über die Verkehrssituation. Die aktuelle Verkehrsprognose sowie die aktuellen Grundwasserstände an der Baustelle sowie der Stand des Rheinpegels sind auch im Internet abrufbar unter www.stadt-koeln.de


Quelle: KVB
Gruß Tommy

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Dienstag, 2. März 2010, 08:47

Zitat

Erklärung zur Aussage: "80 Prozent des Eisens fehlen"

In verschiedenen Publikationen und Moderationen wird auch heute wieder berichtet, dass in Schlitzwänden der Baustelle Heumarkt „80 Prozent der Eisenbewehrung“ oder „80 Prozent des Eisens“ fehlen würden.

Diese Darstellung ist nicht richtig. Nach den Untersuchungen vor Ort steht fest, dass in den Schlitzwänden über 98 Prozent der Eisenbewehrung verbaut worden sind. Es fehlen an zwei offen gelegten Lamellen knapp zwei Prozent des vorgesehenen Eisens, nämlich Schubbügel, die die Eisenbewehrung zusätzlich verbinden. Diese Schubbügel wurden nur zu rund 20 Prozent verbaut


Quelle: Pressemitteilung der KVB

Zitat

Betonarbeiten haben begonnen - Rheinpegel wird voraussichtlich ab Dienstag fallen

Die aktuelle Entwicklung des Rheinpegels und des Grundwasserstands im Bereich der Baustelle Heumarkt der Nord-Süd Stadtbahn ist wie durch die Prognosen berechnet bzw. sogar günstiger verlaufen. Nachdem das Orkantief dafür gesorgt hat, dass der erwartete Niederschlag im Einzugsgebiet der Mosel in der vergangenen Nacht deutlich geringer ausgefallen ist, wird der Rhein in den nächsten Stunden langsamer als vorhergesagt steigen. Seinen Maximalwasserstand wird er vermutlich in der Nacht zu Dienstag mit etwa 7 Metern Kölner Pegel erreichen. Danach wird der Kölner Pegel voraussichtlich nicht weiter steigen. Im Laufe des Dienstags wird dann ein fallender Wasserstand erwartet.

Der Anstieg der Grundwasserspiegels im Bereich der Baustelle Heumarkt, Messstelle Kleine Sandkaul, hat sich wie bereits am Wochenende mit etwa einem Zentimeter pro Stunde fortgesetzt. Am heutigen Montagmorgen, 10 Uhr, wurde dort ein Grundwasserstand von 39,00 Metern über N.N. gemessen. Der Entscheidungszeitpunkt für eine mögliche Flutung wird weiterhin Dienstagabend sein. Wenn sich der Anstieg des Grundwasserspiegels nicht beschleunigt und sich die aktuellen Prognosen bestätigen, dürfte der Grundwasserstand von 39,50 Metern über N.N. an der Baustelle nicht erreicht werden. Die Experten der Kölner Hochwasserschutzzentrale und der Feuerwehr rechnen nach bisherigem Stand in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch damit, dass der Grundwasseranstieg stagniert. Ein Fluten der Baustelle wäre bei dieser Entwicklung nicht nötig.

Stadt Köln, Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und Arge Los Süd halten in enger Abstimmung mit dem zuständigen Prüfingenieur an dem festgelegten Sicherheitskonzept fest, dass die Baustelle Heumarkt geflutet werden muss, wenn absehbar wäre, dass der Grundwasserstand einen Pegel von 39,50 Meter über N.N. übersteigt. Um das höchste Sicherheitsniveau zu garantieren, werden die Werte auch weiterhin halbstündlich von den Experten von Hochwasserschutzzentrale und Feuerwehr analysiert.

Parallel haben KVB und Arge Los Süd die Vorbereitung für die geplante Betonierung der Zwischendecke in dem Haltestellen-Bauwerk abgeschlossen. Die Arbeiten haben wie geplant am heutigen Montag begonnen und werden voraussichtlich am Dienstag gegen 18 Uhr abgeschlossen sein. Alle Arbeiten und der angelieferte Beton werden ständig von Fachleuten der Lieferfirmen und Experten der externen Bauüberwachung geprüft. Die Betondecke wird die Stabilität des gesamten Haltestellen-Bauwerks erhöhen. Es ist dann auch gegen größere Hochwasser abgesichert.

Die geplanten Verkehrslenkungsmaßnahmen für die Baustelle sind umgesetzt, Pipinstraße und Augustinerstraße sind bis Dienstagabend, etwa 20 Uhr, für den Individualverkehr nur einspurig befahrbar. Die Verkehrsleitzentrale der Stadt Köln informiert mit aktuellen Meldungen regelmäßig über die Verkehrssituation. Die aktuelle Verkehrsprognose sowie die aktuellen Grundwasserstände an der Baustelle sowie der Stand des Rheinpegels sind auch im Internet abrufbar unter www.stadt-koeln.de


Quelle: Pressemitteilung der KVB

Zitat

Betonarbeiten laufen planmäßig - Rheinpegel wird Dienstag sinken

Wegen der deutlich geringeren Niederschläge im Einzugsgebiet der Mosel hat sich der Anstieg des Rheins weiter verlangsamt. Nach Prognosen der Kölner Hochwasserschutzzentrale wird der Rhein bereits im Laufe des heutigen Montagabends mit einem Wasserstand von voraussichtlich 6,85 Metern Kölner Pegel seinen Maximalwert erreichen und dann stagnieren. Ab Dienstagmorgen wird dann eine fallende Tendenz vorhergesagt.

Der Grundwasserspiegel im Bereich der Baustelle Heumarkt, Messstelle Kleine Sandkaul, steigt derzeit weiter mit etwa einem Zentimeter pro Stunde an. Am Montagabend, 18 Uhr, betrug der Wasserstand an der Baustelle 39,07 Meter über N.N. Ab Dienstagmorgen rechnen die Experten der Hochwasserschutzzentrale damit, dass auch der Grundwasserspiegel dort nicht mehr wesentlich ansteigt, sondern stagniert. Wenn sich die Prognosen bestätigen, dürfte der Grundwasserstand von 39,50 Metern über N.N. nicht erreicht werden. Ein Fluten der Baustelle wäre bei dieser Entwicklung nicht mehr notwendig. Um das höchste Sicherheitsniveau zu garantieren, werden weiterhin halbstündlich Messungen vorgenommen und die Werte von Experten der Hochwasserschutzzentrale und der Feuerwehr analysiert.

Derweil laufen die Betonierungsarbeiten der Zwischendecke zwischen der unteren Nord- Süd-Ebene und der darüber liegenden Ost-West-Ebene an der Haltestelle Heumarkt planmäßig. Wie vor jeder Betonage wird dort zunächst routinemäßig kontrolliert, ob der angelieferte Beton die vorgegebene Beschaffenheit aufweist. Unter anderem werden hierbei der Fließgrad und die Steifigkeit des Betons überprüft. Die Kontrolle erfolgt durch die Bauleitung, die Betoningenieure und einen Gutachter der RWTH Aachen. Die betontechnischen Untersuchungen müssen vorschriftsgemäß direkt vor Ort an den angefahrenen Betonmischern durchgeführt werden.

Die Betonarbeiten liegen im vorgesehenen Zeitplan und werden voraussichtlich bis zum Dienstagabend abgeschlossen sein. Hierfür sind rund um die Uhr etwa 40 Personen an und in der Baustelle im Einsatz.

Insgesamt werden in 30 Stunden rund 2.850 Kubikmeter Beton eingebaut. Rund 500 bis 600 Ladungen werden ab Werk zur U-Bahn-Baustelle transportieren. Angeliefert wird der Beton aus drei Werken der Dyckerhoff Beton GmbH in Pulheim, Porz und Wesseling. Die Entladung eines Betonmischers dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Über mehrere Pumpen wird der Beton an seinen Bestimmungsort in der Baugrube befördert. Alle Arbeiten und Maßnahmen werden in ständigen Kontakt mit dem zuständigen Prüfingenieur abgestimmt.

Stadt Köln und Kölner Verkehrs-Betriebe weisen darauf hin, dass die Verkehrsbeeinträchtigungen durch die Bauarbeiten auch morgen noch andauern. Pipinstraße und Augustinerstraße sind bis Dienstagabend, voraussichtlich 20 Uhr, nur einspurig befahrbar. Die Verkehrsleitzentrale rät dazu, den Bereich Deutz und vor allem die Deutzer Brücke großräumig zu umfahren. Verkehrsteilnehmer von Richtung Deutz kommend sollten auf die Severinsbrücke oder die Zoobrücke ausweichen. Die Verkehrsleitzentrale informiert mit aktuellen Meldungen regelmäßig über die Verkehrssituation. Die aktuelle Verkehrsprognose sowie die stündlichen Grundwasserstände an der Baustelle sowie der Stand des Rheinpegels sind auch im Internet abrufbar unter www.stadt-koeln.de


Quelle: Pressemitteilung der KVB
Gruß Tommy

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75

Dienstag, 2. März 2010, 11:26

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Original von Tommy

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Erklärung zur Aussage: "80 Prozent des Eisens fehlen"

In verschiedenen Publikationen und Moderationen wird auch heute wieder berichtet, dass in Schlitzwänden der Baustelle Heumarkt „80 Prozent der Eisenbewehrung“ oder „80 Prozent des Eisens“ fehlen würden.

Diese Darstellung ist nicht richtig. Nach den Untersuchungen vor Ort steht fest, dass in den Schlitzwänden über 98 Prozent der Eisenbewehrung verbaut worden sind. Es fehlen an zwei offen gelegten Lamellen knapp zwei Prozent des vorgesehenen Eisens, nämlich Schubbügel, die die Eisenbewehrung zusätzlich verbinden. Diese Schubbügel wurden nur zu rund 20 Prozent verbaut


Quelle: Pressemitteilung der KVB


Na, das macht aber einen total tollen Eindruck: "Also insgesamt ist da schon 'ne Menge Eisen verbaut. Das mit den 80 Prozent ist grober Unfug. Nur von diesen Schubbügeln wurden halt nur 20 Prozent verbaut, aber das hat ja nix mit den 80 Prozent Eisen fehlt zu tun..."

Zumindest finde ich, wenn man das mal ohne den beschönigenden PR-Sprech liest, ziemlich peinlich. Anstatt jetzt reinen Tisch zu machen, wird nur wieder irgendwas verdreht dargestellt... :evil:

76

Dienstag, 2. März 2010, 12:40

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Betonagearbeiten am Heumarkt:
Rund die Hälfte der Decke ist fertig

Die Arbeiten zur Betonierung der Zwischendecke an der künftigen U-Bahn-Haltestelle „Heumarkt“ der Nord-Süd Stadtbahn Köln laufen reibungslos. Bis um 8.00 Uhr am heutigen Dienstagmorgen waren bereits rund 1.400 Kubikmeter Beton und damit knapp die Hälfte der vorgesehenen Betonmenge verfüllt worden.

Anlieferungs- und Verarbeitungsprozesse verlaufen planmäßig. Es wird zügig gearbeitet. Rund um die Uhr sind circa 40 Personen im Einsatz und alle 15 bis 20 Minuten ist ein weiterer Betonmischer aus einem der drei Betonwerke, die die Baustelle beliefern, leer gepumpt. Insgesamt verläuft die Betonage jedoch nicht ganz so schnell wie vorgesehen. Grund ist die hohe Anforderung an den Beton, der hier zur Anwendung kommt: Um eine höchstmögliche Qualität und damit letztlich auch Stabilität der Decke zu erreichen, entschieden sich die Fachleute für die Verwendung eines besonders feinkörnigen Betons, der sehr gut verläuft und sich selbst verdichtet.

Damit die hohen Qualitätsanforderungen erfüllt werden können, finden vor dem Verbauen bei jeder Wagenlieferung aufwendige Prüfungen durch ausgewiesene Betonfachleute, Bauleitung und einen unabhängigen Gutachter der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen statt. Durch diese Prüfungen hat sich der Gesamtprozess verlangsamt. Es muss daher damit gerechnet werden, dass die Arbeiten über den angegebenen Zeitpunkt von 18 Uhr hinaus bis in die Nacht hinein andauern.

In Hinblick auf den Rheinwasserpegel und den Grundwasserstand erwachsen hieraus keine Probleme: Um 9.00 Uhr heute Morgen lag der Rheinpegel bei 6,70 Meter über N.N. und bleibt damit unter der erwarteten Marke von 7 Metern. Der Grundwasserspiegel steigt deutlich verlangsamt an. Während er sich gestern um rund einen Zentimeter pro Stunde erhöhte, steigt er heute nur rund einen Zentimeter in bis zu drei Stunden. Seit 3.30 Uhr in der vergangenen Nacht liegt der Grundwasserpegel konstant bei 39,13 Meter über N.N. und damit deutlich unterhalb der Marke von 39,50 Metern über N.N., bei der die Baustelle geflutet werden müsste.

Auch weiterhin wird halbstündlich der Grundwasserpegel gemessen. Den bisherigen Entwicklungen gemäß und unter Berücksichtigung der eingetretenen Stagnation ist es unwahrscheinlich, dass die Marke von 39,50 Metern über N.N. erreicht wird. Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, wäre eine Flutung der Baustelle nicht notwendig. Die bekannt gegebenen Verkehrseinschränkungen und ausgeschilderten Umleitungen bleiben zunächst bestehen.


Quelle: Pressemitteilung der KVB
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77

Mittwoch, 3. März 2010, 08:30

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Zum Gedenken des Unglücks am Waidmarkt:
Busse und Bahnen stehen still

Zum Jahrestag des Gebäudeeinsturzes am Waidmarkt gedenkt ganz Köln des Unglücks und der beiden Opfer, die am 3. März 2009 bei dem Zusammenbruch des Historischen Stadtarchivs zu beklagen waren. Im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten werden die Busse und Bahnen der KVB um 13:58 Uhr, dem Zeitpunkt des Unglücks vor einem Jahr, an den Haltestellen verharren und eine Gedenkpause von zwei Minuten einlegen. Durchsagen in den Fahrzeugen und an den Haltestellen machen die Fahrgäste auf den Anlass der Betriebsunterbrechung aufmerksam.


Quelle: Pressemitteilung der KVB
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78

Donnerstag, 4. März 2010, 16:55

[Presseschau] FR - Kölner U-Bahn-Unglück: Bauindustrie will besser beaufsichtigt werden

In die Diskussion zur künftigen Vermeidung von Vorfällen wie jenen im Vorfeld des Einsturzes in Köln schaltet sich nun der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ein und fordert seinerseits eine sorgfältigere Beaufsichtigung vergleichbarer Bauprojekte durch unabhängige Prüfingenieure. Jedoch entbinde dies zugleich nicht die Bauunternehmen von ihrer Selbstkontrolle. Auch in Aus- und Fortbildung des Personals solle vermehrt investiert werden.

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79

Dienstag, 9. März 2010, 20:21

[Presseschau] FR - Pfusch beim U-Bahn-Bau: Razzien in Köln

Bei einer Razzia im Zusammenhang mit dem Baustelleneinsturz wurden heute in Köln drei Firmen, darunter ein Schrott- und Recyclingbetrieb, durchsucht. Ob Mitarbeiter dieser Firmen jedoch wissentlich an dem Handel mit den von der Baustelle entwendeten Bauelementen beteiligt waren, könne bis dato nicht bestätigt werden.

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80

Dienstag, 23. März 2010, 08:19

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Erklärung von Herrn Wilfried Kuckelkorn,
Vorsitzender des Aufsichtsrates der KVB AG

Der Aufsichtsrat der Kölner Verkehrs-Betriebe AG hat in seiner heutigen Sondersitzung den Widerruf der Bestellung von Herrn Walter Reinarz zum Mitglied des Vorstandes der Kölner Verkehrs-Betriebe AG beschlossen. Dieser Widerruf gilt mit sofortiger Wirkung. Das Anstellungsverhältnis zwischen der KVB AG und Herrn Reinarz bleibt von dieser Maßnahme unberührt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Wilfried Kuckelkorn, erklärte: „Diese Maßnahme war erforderlich, um weiteren Schaden von der KVB AG abzuwenden. Eine mögliche Pflichtverletzung von Herrn Reinarz war nicht Grundlage dieser Entscheidung. Aus Sicht des Aufsichtsrates war dieser Schritt geboten, um schnellstmöglich verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen und das Bauvorhaben Nord-Süd Stadtbahn Köln erfolgreich zu beenden.“


Quelle: KVB Pressemitteilung
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