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261

Donnerstag, 14. Januar 2016, 22:27

Gleiches wäre mit einer Führung der Tram nach Kranichstein durch die Kranichsteiner Strasse möglich gewesen.....
Du hast wahrscheinlich noch nicht den Pkw-Verkehr auf der Kranichsteiner gesehen? Dagegen ist die Roßdörfer Straße eine verkehrsberuhigte Zone.

262

Freitag, 15. Januar 2016, 10:04

Diese Straßenbahnstrecke nutzt eigentlich nur der TU - wirklich nachhaltig ist das aber nicht. Die ursprünglich geplante Strecke, die dem Weg der Buslinie gefolgt wäre, hätte auch für die Anwohner einen größeren Nutzen gehabt.

Gewiss. Im Interesse der Lösung des eigentlichen Problems (Nämlich der Verlagerung von weiteren "Massenveranstaltungen" auf das Gelände an der Lichtwiese, was Studenten exotischer Studiengänge zum Pendeln zwischen den Standorten zwingt, sowie generellem Anstieg der Studentenzahlen an der Lichtwiese) ist die gegebene Lösung garnicht schlecht.
Das Ausklammern der Anwohner klammert im Nebeneffekt auch einen Großteil der NIMBYs aus, und macht daher die zeitnahe Realisierung des Projektes realistisch. Nebenbei ist die Planung und Förderung einer Straßenbahnstrecke durch die relativ engen Straßen (leider) problematisch.
Bei gegebener K-Bus-Auslastung gehe ich aber davon aus, dass für den Großteil der Studenten die relativ schnell zu befahrende Strecke gewaltige Komfortvorteile bietet. Wir haben hier den (eher seltenen) Fall, dass am Ende einer Strecke das größte Fahrgastpotential liegt, so dass diese Strecke eine Erfolgsgarantie hat.
Ich bin nur etwas skeptisch, dass hier mittelfristig 8+4-Züge ausreichen, bei Betrachtung der Planung bei der Infoveranstaltung (und Rückfragen an die Planer) habe ich aber keinen Weg gesehen, dort längere Bahnsteige unterzubringen.
Als Lösung fällt mir daher nur ein Doppelhalt ein: Anhalten, Türen im 1. Wagen freigeben, verschließen, vorziehen, Türen im 2. Wagen freigeben.
Ein solches Konstrukt setzt aber erst einmal eine sinnvolle Einsetzbarkeit von längeren Zügen in signifikanten Teilen des Netzes voraus, die zur Zeit weder gegeben ist noch ansatzweise angestrebt wird.
Auf dem Gelände der TU sind in den letzten Jahren viele neue Gebäude entstanden. Die Straßenbahn wird mit ihrer Wendeschleife zukünftig aber einen ziemlich großen und immer noch zentralen Platz dort belegen. Eventuell stellt sich die Straßenbahn an dieser Stelle in ein paar Jahr(zehnten) als problematisch heraus weil sie einer weiteren Verdichtung im Wege steht?

Ja, das ist in der Tat problematisch. Das stellt nämlich sicher, dass es dann noch irgendein Stück Grün gibt ;-)
Und selbst wenn irgend ein "netter mitdenkender Mensch" das Ding irgendwann mal abreißt, gibt es einen Punkt, der nicht zu verachten ist:
Das Ganze ist verdammt kostengünstig. Selbst wenn man die angesetzten Baukosten mit einem Sicherheitsfaktor belegt (z.B. 2) und bedenkt, dass dort nicht unerhebliche ohnehin erforderliche Sanierungsarbeiten (z.B. Nieder-Ramstädter Straße) enthalten sind, ist das Ganze ein echtes Schnäppchen, das sich vermutlich schnell rechnen wird. Wenn dann in 40 Jahren ein Umbau erforderlich wird, seis drum. Man könnte auch die näüchsten 40 Jahre lang keine Straßenbahn haben, weil man nach der optimalen Lösung sucht.
Wenn man eine machbare Lösung hat, ist es IMO vor allem wichtig, überhaupt mal etwas zu tun. So teuer ist der Gleisbau und -Unterhalt nicht, wenn man andere Kosten zu den paar Millionen in Relation setzt.
Böse formuliert: Das politische Zerren um jede Lösung kostet vermutlich mehr als der gleichzeitige Bau aller in Frage kommenden Lösungen.

263

Freitag, 15. Januar 2016, 18:52

@4nti4sin4:

Du hast natürlich Recht vor dem Hintergrund der wirklich, vergleichsweise, günstigen Baukosten und der vorgesehenen zügigen Realisierung. Ich stimme auch zu, dass sicherlich ein Großteil der Studenten auf die neue Straßenbahn ausweichen wird. Diesen Vorgang kennt man aber auch von anderen Bauprojekten, wo schienengeführte Verkehrsmittel einen deutlichen Vorteil erreicht haben.

Deshalb denke ich, dass die Straßenbahnlösung auch dann noch akzeptiert worden wäre, wenn sie nicht so schnell, wie die jetzt geplante Lösung, das Ziel erreichen würde. Ich selbst würde auch lieber ein, zwei Minuten länger mit der Straßenbahn fahren als mit dem Bus - selbst wenn ich zuvor fünf Minuten auf die Straßenbahn warten müsste. Man darf nicht vergessen, dass der Anblick eines derart überfüllten Busses nicht gerade anlockend ist. Eine Viertelstunde lang so beengt verharren zu müssen ist nicht bequem, wohingegen in der Straßenbahn, selbst wenn kein Sitzplatz mehr frei ist, deutlich mehr Raum zur Verfügung steht.

Allerdings ist natürlich auch diese Strecke ein Zugewinn für die Straßenbahn - das steht außer Frage. Und da der Nutzen als so hoch ermittelt wurde, stimme ich auch zu, dass sich dass langfristig gesehen rechnen wird.

Schade finde ich nur, dass man offenbar, aus Furcht vor den Projektgegenern, sich auf die Lösung festgelegt hat, die voraussichtlich den wenigsten Widerstand hervorrufen wird (denn dort wohnt ja niemand). Wenn das nun der Maßstab für alle Bauprojekte in der Zukunft sein wird, sieht die Zukunft für Infrastrukturprojekte bei uns ziemlich düster aus.

Die meisten großen Projekte sind entweder bereits realisiert (Neubaustrecke Frankfurt-Köln) oder befinden sich unmittelbar vor der Fertigstellung (Nürnberg-Erfurt). Wie will man aber zukünftig daran anknüpfen können? Die endlose Diskussion nur um Frankfurt-Mannheim zeigt doch, dass es immer schwieriger wird.

In anderen Ländern würden solche Projekte hingegen begrüßt werden (siehe Frankreich). Aber auch in der Schweiz erreichen (Schienen-)Infrastrukturprojekte durchweg hohe Zustimmungen in den Befragungen.

264

Freitag, 15. Januar 2016, 19:21

Schade finde ich nur, dass man offenbar, aus Furcht vor den Projektgegenern, sich auf die Lösung festgelegt hat, die voraussichtlich den wenigsten Widerstand hervorrufen wird (denn dort wohnt ja niemand). Wenn das nun der Maßstab für alle Bauprojekte in der Zukunft sein wird, sieht die Zukunft für Infrastrukturprojekte bei uns ziemlich düster aus.
Was wäre deine Vorzugsstrecke gewesen? Die durch die Roßdörfer Straße, wo zwischen Nieder-Ramstädter Straße und Beckstraße dann die Straßenbahn auf zwei Straßen verteilt wäre und dort vermutlich auf beiden Straßen eine Vielzahl der eh schon knappen Parkplätze wegfallen würden? Entlang der Heinrichstraße (und dann über die Eugen-Kogon-Str zur LiWi) wäre das wohl verkehrstechnisch auch der Kollaps geworden, schafft man es ja aktuell schon kaum, die Kreuzung NR / Heinrichstraße gescheit zu regeln. Letzte Alternative wäre dann wohl die Führung über den Ostbahnhof, die auch ihre Vorteile hätte, aber eben auch erheblich teurer geworden wäre.

265

Freitag, 15. Januar 2016, 19:34

Was wäre deine Vorzugsstrecke gewesen?
Alle drei von dir genannten Varianten (Roßdörfer Straße, Heinrichstraße und Ostbahnhof) hätten eine größere Erschließungswirkung gehabt.

Welche von diesen drei Varianten (oder gar eine ganz andere Streckenführung) am günstigsten (im Sinne der Erschließung nicht der Kosten) gewesen wäre, vermag ich nicht zu beurteilen.
dort vermutlich auf beiden Straßen eine Vielzahl der eh schon knappen Parkplätze wegfallen würden?
Wäre das so schlimm? Wenn man es schafft die Leute zur Bahn zu bringen, braucht man vielleicht gar nicht mehr so viele Parkplätze?! (Ich weiß, diese heilige Kuh fasst man nicht sehr gerne an.)

266

Freitag, 15. Januar 2016, 19:57

dort vermutlich auf beiden Straßen eine Vielzahl der eh schon knappen Parkplätze wegfallen würden?
Wäre das so schlimm? Wenn man es schafft die Leute zur Bahn zu bringen, braucht man vielleicht gar nicht mehr so viele Parkplätze?! (Ich weiß, diese heilige Kuh fasst man nicht sehr gerne an.)
Wenn die Leute, die genau dort wohnen und parken, mit der Bahn fahren wollten, würden sie es jetzt doch schon tun. So weit weg ist der Roßdörfer Platz nun auch nicht. Ob man die Leute dann zwingen sollte...???

Erst vor wenigen Tagen war im Echo übrigens ein Artikel zum Thema Parken im Woogsviertel, siehe http://www.echo-online.de/lokales/darmst…en_16519586.htm

267

Freitag, 15. Januar 2016, 21:08

Wenn die Leute, die genau dort wohnen und parken, mit der Bahn fahren wollten, würden sie es jetzt doch schon tun. So weit weg ist der Roßdörfer Platz nun auch nicht. Ob man die Leute dann zwingen sollte...???

Erst vor wenigen Tagen war im Echo übrigens ein Artikel zum Thema Parken im Woogsviertel, siehe http://www.echo-online.de/lokales/darmst…en_16519586.htm
Du, das ist ein ganz subjektives Thema. Eine schöne Wohnung würde ich jedenfalls deshalb nicht aufgeben wollen. Dann hängt das natürlich aber auch von den persönlichen finanziellen Verhältnissen ab: Eine Mietwohnung gibt man eher auf als Wohneigentum.

Viel interessanter ist doch diese Aussage: "Ich könnte jetzt ins Parkhaus fahren, aber das kostet Geld."

Was ist denn das für eine Erwartungshaltung? Wenn man kein Geld für den Stellplatz ausgeben will, darf man sich auch nicht über die mangelnden Parkmöglichkeiten beklagen. Das wäre genau so als wenn ich mich über den Fahrplan der Straßenbahn echauffieren wollte, aber gleichzeitig sowieso keine Fahrkarte kaufen wollte.

Dass (fast) jeder Haushalt heute mindestens zwei Automobile vor der Türe stehen haben will, ist ein Privatvergnügen, welches nicht von öffentlichen Steuermitteln finanziert werden sollte. Ganz im Gegensatz zu dem öffentlichen Personennahverkehr, der dies sogar im Namen trägt.

Ein (kostenpflichtiges) Parkhaus wäre meines Erachtens ein legitimer Ersatz für wegfallende Parkmöglichkeiten entlang einer Straße, wenn stattdessen dafür eine Straßenbahn errichtet werden kann.

268

Freitag, 15. Januar 2016, 21:51

Die Leute, die im Woogsviertel parken sind aber eben zu einem großen Teil nicht die Anwohner, sondern diverse Personengruppen, die teilweise aus Gebieten mit schlecht ausgebautem (und schlecht ausbaubarem) ÖPNV kommen. Der Anteil von "Außerkreisigen Kennzeichen" ist hoch.
Der Parkplatz an der Teichausstraße würde durch seine Überarbeitung zwar befahrbarer, aber auch in der Kapazität reduziert, Parken an der Lichtwiese kostet auf einmal Geld (während der Student, der im Einzugsgebiet gut ausgebauten ÖPNVs lebt, dafür nicht mehr zahlen muss, als der, der am ADW wohnt). P&R-Plätze sind für Leute, die aus dem Osten kommen, Mangelware.
Was machen die Leute aus Käffern wie Otzberg, Brensbach o.Ä.?
Ebenso die Leute, die aus garnicht so weit abgelegenen Orten wie Rödermark kommen, wo es schlicht und einfach keine brauchbare Direktverbindung gibt?
Es sind alles recht kleine Verkehrsströme, die sich alle in Darmstadt summieren, und man gibt nicht mal die Möglichkeit einer Entlastung.
Ein weiteres (zu bezahlendes) Parkhaus wird das Problem nicht lösen, eine Buslinie auf jeder denkbaren Relation auch nicht.
Nach meinen Beobachtungen ist die PKW-Dichte der Anwohner schon relativ niedrig, sonst bekäme man die ganzen Autos garnicht unter (und machen auch keinen Sinn, schließlich hat man gut funktionierenden ÖPNV vor der Nase). "Jeder Haushalt hat 2 PKW" halte ich auf jeden Fall für zu hoch gegriffen.
Diese Probleme löst eine Straßenbahn einfach nicht, damit stopft man nur weiteren Verkehr in das Viertel.
Wenn es sinnvoll möglich wäre, die dort geparkten Autos durch Straßenbahnverkehr zu ersetzen, wäre das was anderes, in der gegeben Situation möchte ich das aber in Frage stellen.

269

Freitag, 15. Januar 2016, 23:10

Ein weiteres (zu bezahlendes) Parkhaus wird das Problem nicht lösen, eine Buslinie auf jeder denkbaren Relation auch nicht.
Was könntest du dir denn zur Entlastung bzw. Lösung vorstellen?

Es ist unbestritten, dass es viel Verkehr in Darmstadt gibt. Die Kranichsteiner und Heinrichstraße wurden hier ja schon genannt, an der Landgraf-Georg-Straße oder am Rhön- und Spessartring sieht es zur Hauptverkehrszeit aber auch nicht besser aus. Gemeinsamkeit dieser Straßen ist der Verkehr in oder aus östlicher Richtung.

Dieses Problem wird eine Straßenbahn zur Lichtwiese sicherlich nicht lösen, da stimme ich zu.

Hier ging es aber um die, durch eine Straßenbahn, eventuell wegfallenden Parkplätze. Und irgendwie kann ich mir nicht recht vorstellen, dass jemand aus Otzberg, Brensbach oder Rödermark in der Roßdörfer Straße parken würde. Was will der dort?! Und zu Fuß von dort in die Innenstadt ist ja eine halbe Weltreise. Und zu den Arbeitsplätzen außerhalb der Stadt noch weiter.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zip-drive« (15. Januar 2016, 23:11)


Darkside

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270

Samstag, 16. Januar 2016, 13:02

>Was machen die Leute aus Käffern wie Otzberg, Brensbach o.Ä.?

Durch einen dummen Zufall fährt die Odenwaldbahn von Lengfed bzw Reinheim zur Lichtwiese.....

>Ebenso die Leute, die aus garnicht so weit abgelegenen Orten wie Rödermark kommen, wo es schlicht und einfach keine brauchbare Direktverbindung gibt?

Es ist nicht machbar von überall nach überall Direktverbindungen anzubieten.
Man muß auch mal umsteigen.

>Nach meinen Beobachtungen ist die PKW-Dichte der Anwohner schon relativ niedrig, sonst bekäme man die ganzen Autos garnicht unter (und
>machen auch keinen Sinn, schließlich hat man gut funktionierenden ÖPNV vor der Nase). "Jeder Haushalt hat 2 PKW" halte ich auf jeden Fall für
>zu hoch gegriffen.

Beginn einer Gentrifizierung des Bereiches? - Neue Anwohner die ihre PKW mitschleppen?

>Diese Probleme löst eine Straßenbahn einfach nicht, damit stopft man nur weiteren Verkehr in das Viertel.

Bus weg - Tram hin - ich sehe da spontan jetzt keinen Mehr-Verkehr.
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271

Samstag, 16. Januar 2016, 13:07

Die Ausführliche Antwort ist soeben der Magie aus Forensoftware und Firefox zum Opfer gefallen, also nochmal in Kürze:
Die genannten Fälle sind mir persönlich bekannt, und Angestellte oder Studenten der TUD.
Für die macht ein Parkplatz in der Roßdörfer Straße oder benachbarten Straßen durchaus Sinn, weil der Fußweg zu den Arbeitsplätzen zeitlich kürzer ist als die Alternativen (Was im Wesentlichen am Fehlen derselben liegt). Ich komme die B26 runter und will zum Elisabethenstift oder zum ET-Gebäude der TUD (Ecke Merckstraße/Landgraf-Georg-Straße). Wo soll ich mit der Karre hin?
Der Parkplatz am Jugendstilbad ist zu teuer, der gegenüber voll, Richtung Innenstadt kommt lange keine Chance zu parken, im Woogsviertel findet man zu Arbeitszeiten noch recht oft irgendwie einen Parkplatz.
Man könnte sich bis zum Bürgerparkviertel durchschlagen, dort einen Parkplatz nutzen und per Straßenbahn und Bus (oder Fußweg) wieder zum Jugendstilbad fahren. Wie lange dauert das?
Verglichen mit etwas Sucherei im Woogsviertel und 10 Minuten Fußweg?
Wer im Bereich Lui und Umgebung arbeitet, hat schon etwas mehr möglichkeiten, wer auf der Westseite arbeitet, wird vermutlich die Innenstadt umrunden und auf der (mit mehr Platz und weniger Verkehr gesegneten) Westseite einen Parkplatz finden.
Wenn ein P&R-Angebot genutzt werden soll, muss es attraktiv sein. Ein solches fehlt im Ostbereich vollständig, stattdessen wurde die einzige ansatzweise nutzbare Möglichkeit (Lichtwiese) durch finanziell und psychologisch (vor allem letzteres ist zu beachten) wirkende "Parkraumbewirtschaftung" unattraktiv gemacht (mit durchaus verständlicher Begründung).
Am Ende läuft alles immer wieder auf den massiven Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Osten hinaus, gegen den sich nicht nur die üblichen "Gegen Alles"-Naturschützer sondern auch die davon eigentlich begünstigten Gemeinden reichlich erfolgreich gewehrt haben.

Ich kann mir eben vorstellen, dass die Straßenbahn den Anwohnern im Woogsviertel keinen signifikanten Mehrnutzen gibt als der Bus (Wenn der Bus denn nicht überfüllt wäre). Man drückt damit lediglich weiteren Verkehr in das (ansich eher ruhige) Woogsviertel hinein. Wenn es sich um eine Bahn in für das Viertel angemessener Kapazität handeln würde, kann man das vielleicht noch verstehen.
Größere Mengen 8+4-Züge dürften auf Unverständnis stoßen, insbesondere weil die obligatorische Überfüllung zu Stoßzeiten vermutlich wieder eintreten wird.

272

Sonntag, 17. Januar 2016, 12:23

Die Parkraumbewirtschaftung an der Lichtwiese ist eine Entscheidung der TU Darmstadt, nicht der Stadt. Mit der Parkraumbewirtschaftung wurde auch ein Jobticket für alle Angestellten eingeführt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »BrisVegas« (17. Januar 2016, 12:24)


273

Sonntag, 17. Januar 2016, 17:42

Das habe ich nicht in Frage gestellt und ändert nichts an der Wirkung: Die Parkplätze sind für Studenten ohne brauchbare Anbindung oder andere Pendler nicht nutzbar.

274

Sonntag, 17. Januar 2016, 18:38

Zum Thema P+R: Es gibt derzeit den (inoffiziellen) P+R Platz am Stadion - und dieser wird unattraktiv, wenn die Haltestelle an Schultagen künftig nur noch im 15-Minuten Takt bedient wird. An Schultagen ist es für den P+R Nutzer durch den Stau auf der B 449 nämlich praktisch unmöglich, die Ankunft am Stadion so zu planen, dass er zur Abfahrt der Straßenbahn dort eintrifft.

Und was die Fahrtzeiten angeht: Der K-Bus braucht derzeit 11 Minuten vom Lui zur TU. Die neue Straßenbahn mag vielleicht auf dem Papier etwas schneller sein, in der Realität aber nicht. Denn sie wird sich mindestens vor der Ampel an der Heinrichstraße dank grüner Ampelschaltung die "Beine in den Bauch" stehen. Und durch die zusätzliche Haltestelle Kletterhalle kommt man grob gerechnet sowieso auch auf 11 Minuten Fahrzeit. (Derzeit bis Hochschulstadion 8 Minuten, und 3 für die neue Strecke dazu).

Darkside

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275

Montag, 18. Januar 2016, 03:09

>Ich kann mir eben vorstellen, dass die Straßenbahn den Anwohnern im Woogsviertel keinen signifikanten
>Mehrnutzen gibt als der Bus (Wenn der Bus denn nicht überfüllt wäre). Man drückt damit lediglich weiteren
>Verkehr in das (ansich eher ruhige) Woogsviertel hinein. Wenn es sich um eine Bahn in für das Viertel
>angemessener Kapazität handeln würde, kann man das vielleicht noch verstehen.

Erklär mir bitte mal wo der "Mehr-Verkehr" herkommen würde, wenn eine Tramtrasse durch das Woogsviertel
zur Lichtwiese gebaut würde und statt Bus Tram fahren würde?!

Tramfahrten - Busfahrten = 0 [Subtraktion]

>Es gibt derzeit den (inoffiziellen) P+R Platz am Stadion - und dieser wird unattraktiv, wenn die Haltestelle an
>Schultagen künftig nur noch im 15-Minuten Takt bedient wird. An Schultagen ist es für den P+R Nutzer durch
>den Stau auf der B 449 nämlich praktisch unmöglich, die Ankunft am Stadion so zu planen, dass er zur Abfahrt
>der Straßenbahn dort eintrifft.

Weiter im Stau stehen, um dann an andere Stelle fleissig nach eine Parkplatz zu suchen ist dann attraktiver?!
Glaube ich nicht.
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276

Dienstag, 19. Januar 2016, 16:27

Zitat

Erklär mir bitte mal wo der "Mehr-Verkehr" herkommen würde, wenn eine Tramtrasse durch das Woogsviertel
zur Lichtwiese gebaut würde und statt Bus Tram fahren würde?!

Die Straßenbahn ist länger, man nimmt bei der Planung eventuell drastischere MIV-Einschränkung in Kauf, man nimmt Parkplätze weg. Und das eben ohne signifikanten Ausgleich. Wenn man dann noch das Woogsviertel im besten Arheilger Stil "verschönert", sehe ich eine ganze Menge berechtigtes Protestpotential.
Wenn es nachher so aussieht, wie an der 3, ist das ok, aber das sehe ich nicht passieren.
In Arheilgen punktet die Straßenbahn, weil sie funktional ist. Wenn genau diese Funktionalität ausbleibt (weil man sie mit Studenten vollstopft, die nur schnell zu ihrer nächsten Veranstaltung wollen), sieht die subjektive Kosten/Nutzen-Rechnung des Anwohners schlecht aus.

Zitat

Weiter im Stau stehen, um dann an andere Stelle fleissig nach eine Parkplatz zu suchen ist dann attraktiver?!
Glaube ich nicht.

Wenn ich nur bis zum Jugendstilbad oder Umgebung will, schon. Dann rödle ich da halt noch 5 Minuten rum, statt zu warten, und dann vom Roßdörfer Platz doch zu laufen. (Oder vom Schloß, aber das ist auch nicht wirklich kürzer).

Darkside

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277

Mittwoch, 20. Januar 2016, 03:09

>>Erklär mir bitte mal wo der "Mehr-Verkehr" herkommen würde, wenn eine Tramtrasse durch das Woogsviertel
>>zur Lichtwiese gebaut würde und statt Bus Tram fahren würde?!

>Die Straßenbahn ist länger, man nimmt bei der Planung eventuell drastischere MIV-Einschränkung in Kauf, man nimmt Parkplätze weg.

Nen bisschen weit her geholt - nich?!

>In Arheilgen punktet die Straßenbahn, weil sie funktional ist.
>Wenn genau diese Funktionalität ausbleibt (weil man sie mit Studenten vollstopft, die nur schnell zu ihrer nächsten
>Veranstaltung wollen), sieht die subjektive Kosten/Nutzen-Rechnung des Anwohners schlecht aus.

Jetzt sind die Busse schon voll - ist das besser?!

>Wenn ich nur bis zum Jugendstilbad oder Umgebung will, schon. Dann rödle ich da halt noch 5 Minuten rum, statt
>zu warten, und dann vom Roßdörfer Platz doch zu laufen. (Oder vom Schloß, aber das ist auch nicht wirklich kürzer).

Und dort möchte die Masse hin, weil dort mehr Gewerbe ist, als in der Innenstadt?!
(BTW: Wenn alle Parkplätze in einem Bereich belegt sind, da kann man noch so oft um
den Block fahren und es bringt nix ausßer daß es Zeit kostet - deswegen parken welche am
Stadtrand)


Nur so - Du wohnst in dem Bereich und hast Angst um deinen Parkplatz?
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darkside« (20. Januar 2016, 03:09)


278

Donnerstag, 21. Januar 2016, 10:47

Zitat

Und dort möchte die Masse hin, weil dort mehr Gewerbe ist, als in der Innenstadt?!

Nein, für "die Masse" ist dort gar kein Platz. Gegenüber vom Jugendstilbad befindet sich aber immerhin z.B. der ET-Trakt der TU Darmstadt (Hint: um die 600 Erstsemester jedes Jahr...). Dazu kommen Dozenten.
Etwas weiter hinten das Elisabethenstift. Wenn es um wirklich heftige Menschenmasse ginge hätte das Problem eine ganz andere Dimension.

Zitat

Jetzt sind die Busse schon voll - ist das besser?!

Nein, ist es nicht. Man hat aber die Wahl zwischen einem Quartierbus, in den man tatsächlich reinkommt und einer Straßenbahn (mit großer Baumaßnahme vor der Haustür und massiver Veränderung des Viertels), die mittelfristig ähnlich voll sein wird wie der jetztige Bus. Dass der jetztige Zustand unhaltbar ist, steht außer Frage (aber das ändert sich ziemlich sicher mit der Einführung der Straßenbahn).

Zitat

(BTW: Wenn alle Parkplätze in einem Bereich belegt sind, da kann man noch so oft um
den Block fahren und es bringt nix ausßer daß es Zeit kostet - deswegen parken welche am
Stadtrand)

Danke für das Aus-dem-Kontext-reißen.
Ws ging um Stau, nicht um fehlende Parkplätze. Dass es bei wirklich hartem Parkplatzmangel nicht hilft, mehrere Runden zu fahren ist klar. Das war aber das letzte Mal, dass ich dort parken musste, nicht der Fall.

Zitat

Nur so - Du wohnst in dem Bereich und hast Angst um deinen Parkplatz?

Nein, tue ich nicht. (Wer andere Posts von mir gelesen hat, könnte wissen, wo ich wohne). Ich bin von der Situation auch nicht mehr betroffen.
Als ich noch zum (ET-)Studium gependelt bin, gehörte "einen Parplatz im Woogsviertel suchen und finden" aber zum Tagesgeschäft. Und bei gegebener Tagesplanung ist es manchmal nicht zu vermeiden, dass für mindestens eine der Fahrten keine brauchbare ÖPNV-Verbindung existiert. Es macht echt keinen Spaß, war aber zeitweise nicht zu vermeiden.
Ich versuche lediglich die "alles für den ÖPNV"-Manie etwas zu bremsen, weil eine zu heftige Ellenbogenmentalität (auch für eine im Prinzip gute Sache) Feinde machen kann, die am Ende mehr Schaden als Nutzen bringt.

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279

Donnerstag, 21. Januar 2016, 20:26

>Nein, ist es nicht. Man hat aber die Wahl zwischen einem Quartierbus, in den man tatsächlich reinkommt und einer
>Straßenbahn (mit großer Baumaßnahme vor der Haustür und massiver Veränderung des Viertels), die mittelfristig
>ähnlich voll sein wird wie der jetztige Bus.

Wenn in der Variante wie gebaut werden soll alle 15 Minuten eine Tram fährt, reicht das nicht. Durchs Woogsviertel
werden weiterhin gut besetze Busse fahren. Da wird kein Quatierbus fahren.
Lastet man alles auf Tram um müsste diese 8 Fahrten die Stunde machen. Nur wo soll dann der Quartierbus hinfahren?
Zum Luisenplatz hieße, daß dort noch mehr Fahrten pro Stunde stattfinden würden - irgendwann kommt es dort zum
Kollaps, da man dort auch etwas Puffer braucht, um verspätete Fahrten in anderer Trasse einzufügen.
Ich habe schon öfter gesehen, daß sich Trams der Linien 4/5/6/7/8 zurückstauten, weil diese in sehr kurzem Abstand
aufliefen.

Klar gibt sind Baumaßnahmen nötig und die Strassen sehen nachher anders aus - aber das ist nun mal der Lauf des Ganzen.
Wohnviertel ändern sich ständig. Ein Haus wird abgerissen und neu gebaut, es wird saniert,..... Und bei einem Trambau
kommen halt Gleise in die Strasse und ne Oberleitung dazu. Soll man nur deswegen auf dem Status Quo sitzenbleiben, weil es
mal eine größere Änderung innerhalb von 2 Jahren gibt?!
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Freitag, 22. Januar 2016, 16:53

Ich bleibe dabei, dass der Lui und Schloss für den ÖPNV noch Platz hat, für die Busse könnte man wieder die alte Haltestelle des 5515 aktiwieren, dann könnte die 3 vorbeifahren und andere Busse die sich gerne hinter den Weiterstädter stauen und am Schloss sollte man eine ultralange Haltestelle bauen, auf der Bahn und Bus gleichzeitig halten können.