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Freitag, 11. März 2011, 11:16

ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese



Hallo in die Runde,

ich eröffne mit folgender Pressemitteilung mal ein neues Thema bei "ÖPNV Darmstadt, Allgemein" zur ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese, da es in den kommenden Monaten sehr generell um eine Erschließung der Lichtwiese mit dem ÖPNV geht. Das betrifft sowohl Veränderungen bei der heutigen Busverbindung, aber auch Überlegungen zu einer Straßenbahn.

Die Buslinie R wird übrigens leider zum Sommersemester die Lichtwiese nicht mehr anfahren, da sich Fahrgastzahlen (zu niedrig) und Kosten (zu hoch) nicht wie erhofft entwickelt haben.

Beste Grüße, Felix Weidner


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PRESSEMITTEILUNG der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der DADINA Verbandsversammlung


Linie K auch im Sommer im 7,5-Minuten-Takt
GRÜNE: Prüfung einer Straßenbahn muss endlich beginnen


Die Zahl der Fahrgäste auf der Buslinie K steigt. Daher fährt die Buslinie zukünftig auch im Sommersemester im 7,5-Minuten Takt. Um der absehbar weiter steigenden Nachfrage gerecht zu werden, fordern die GRÜNEN eine Straßenbahn zur Lichtwiese.

„Die Ausweitung des 7,5-Minuten-Takts der Buslinie K auf das Sommersemester ist ein weiterer wichtiger Schritt, die Anbindung des TU-Campus Lichtwiese an das Bus- und Bahnnetz zu verbessern.“ freuen Felix Weidner, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in der Verbandsversammlung der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA). Einen entsprechenden Beschluss hatte die DADINA in ihrer gestrigen (Do., 10.) letzten Sitzung vor der Wahl gefasst. Vorteile sehen die GRÜNEN nicht nur für Studierende und Mitarbeiter der TU. „Eine bessere Erschließung der Lichtwiese kommt insbesondere den Fahrgästen aus dem Woogsviertel zugute, die in Zukunft auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl wieder bequemer den Bus nutzen können.“ ist Weidner überzeugt.

Über die beschlossene Taktverdichtung hinaus seien weitere Maßnahmen erforderlich. „Die TU verzeichnet weiter stark steigende Studierendenzahlen. Schon diesen Winter werden weitere Maßnahmen notwendig werden. Erste Überlegungen der Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge gibt es bereits.“ berichtet Weidner.

Hohen Handlungsdruck sehen die GRÜNEN zudem durch die von der TU für Ende 2012 geplante Inbetriebnahme eines Hörsaal- und Medienzentrums mit rund 2.000 Plätzen auf der Lichtwiese. „Spätestens dann wird das Busangebot nicht mehr ausreichen.“ ist Weidner überzeugt. „Bereits im Februar 2010 haben die Darmstädter Stadtverordneten auf Initiative der GRÜNEN beschlossen, Geld für die Prüfung einer Straßenbahn zur Lichtwiese bereitzustellen. Trotzdem haben erst jetzt Vorbereitungen für die Ausschreibung einer Planung begonnen.“ berichtet Weidner. „Die eingetretenen Verzögerungen werden am Ende die Fahrgäste ausbaden müssen. Der Verkehrsdezernent muss nun endlich seiner Verantwortung gerecht werden und handeln.“ fordert Weidner abschließend.

Mehr Informationen: www.dadina-gruene.de


Die DADINA-Verbandsversammlung ist das konstituierende Gremium der Nahverkehrsorganisation und setzt sich zusammen aus je zehn Vertretern der Stadt Darmstadt und des Landkreis Darmstadt-Dieburg, die von den jeweiligen Parlamenten bestimmt werden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen besteht aus vier Mitgliedern: Felix Weidner (Darmstadt, Fraktionsvorsitzender), Robert Ahrnt (Roßdorf, Stellv. Fraktionsvorsitzender), Dr. Klaus Dapp (Darmstadt) und Vera Baier (Otzberg).

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Freitag, 11. März 2011, 13:11

Zitat

Die Buslinie R wird übrigens leider zum Sommersemester die Lichtwiese nicht mehr anfahren, da sich Fahrgastzahlen (zu niedrig) und Kosten (zu hoch) nicht wie erhofft entwickelt haben.


Der Bedarf wäre schon vorhanden, die Fahrgäste wurden nur zu schlecht über das Angebot informiert. Auf dem Aushangfahrplan an der Haltestelle TU-Lichtwiese für die Linie R steht nur der Linienverlauf bis Böllenfalltor. Dies suggeriert, dass der Bus nur bis dorthin fährt.

Desweiteren schreckt wohl die Standzeit am Böllenfalltor ab.

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Freitag, 11. März 2011, 14:01

für das woogsviertel schrechte der nichtanschluss an der tu auch ab ... oma hat es einmal versucht von traisa kommend ... seit diesem murks fuhr sie wieder mit der 9 zum roßdörfer und von dort den rest zu fuß

7601

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4

Freitag, 11. März 2011, 18:32

Wozu soll eine Straßenbahn geprüft werden? Es fahren doch schon zwei Straßenbahnlinien dort hin.
Ich versehe nur nicht, warum die 2 schon zur Minute :03 am Hauptbahnhof abfährt. Ich weiß nicht, wie das in der Praxis aussieht, aber da sind dann doch die Anschlüsse eher in Gefahr, sodass auf den später fahrenden K-Bus ausgewichen werden muss? Oder ist die geringere Umsteigezeit genau richtig? Dann sollte der K-Bus doch eigentlich zumindest nicht von Studenten, die weiter entfernt wohnen, überfüllt werden.

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Freitag, 11. März 2011, 19:46

Zitat

Die Buslinie R wird übrigens leider zum Sommersemester die Lichtwiese nicht mehr anfahren, da sich Fahrgastzahlen (zu niedrig) und Kosten (zu hoch) nicht wie erhofft entwickelt haben.


Potentielle Fahrgäste aus Mühltal und Ober-Ramstadt hat man abgeschreckt, weil man den Anschluss am Böllenfalltor von N/NE/O auf R zur TU oftmals nicht sichern wollte oder konnte.

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Freitag, 11. März 2011, 22:43

Zitat

Original von olieisenbahn

Zitat

Die Buslinie R wird übrigens leider zum Sommersemester die Lichtwiese nicht mehr anfahren, da sich Fahrgastzahlen (zu niedrig) und Kosten (zu hoch) nicht wie erhofft entwickelt haben.


Potentielle Fahrgäste aus Mühltal und Ober-Ramstadt hat man abgeschreckt, weil man den Anschluss am Böllenfalltor von N/NE/O auf R zur TU oftmals nicht sichern wollte oder konnte.


Das ist doch mal eine positive Nachricht. Dann kann man das Geld wenigstens in Ecken stecken in denen die Anbindung wirklich schlechter ist oder Angebote einfach mal ausbauen!

7

Freitag, 11. März 2011, 22:46

Zitat

Original von Germanium

Zitat

Die Buslinie R wird übrigens leider zum Sommersemester die Lichtwiese nicht mehr anfahren, da sich Fahrgastzahlen (zu niedrig) und Kosten (zu hoch) nicht wie erhofft entwickelt haben.


Der Bedarf wäre schon vorhanden, die Fahrgäste wurden nur zu schlecht über das Angebot informiert. Auf dem Aushangfahrplan an der Haltestelle TU-Lichtwiese für die Linie R steht nur der Linienverlauf bis Böllenfalltor. Dies suggeriert, dass der Bus nur bis dorthin fährt.

Und am Haltestellenpaddel auf der Lichtwiese ist der R-Bus noch nicht mal angeschlagen.

Im Übrigen verweise ich auf diesen Thread.

Pallaswiese

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8

Samstag, 12. März 2011, 04:27

RE: ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese

Zitat

GRÜNE: Prüfung einer Straßenbahn muss endlich beginnen


Es ist Wahlkampf, gell? Und die Grünen haben in den vergangenen Jahren derart tief in der Opposition gesessen, daß sie keine Gelegenheit gefunden haben, den Herren Verkehrsdezernenten in den bewußten zu treten, oder?

Soll ich das wirklich ernst nehmen?
Lieber Felix, dein Engagement in Ehren, aber das ist doch bloß für die Show, oder?

9

Samstag, 12. März 2011, 07:29

RE: ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese

Hallo,

Zitat

Original von Pallaswiese

Zitat

GRÜNE: Prüfung einer Straßenbahn muss endlich beginnen


Es ist Wahlkampf, gell? Und die Grünen haben in den vergangenen Jahren derart tief in der Opposition gesessen, daß sie keine Gelegenheit gefunden haben, den Herren Verkehrsdezernenten in den bewußten zu treten, oder?

Soll ich das wirklich ernst nehmen?
Lieber Felix, dein Engagement in Ehren, aber das ist doch bloß für die Show, oder?


Glaub mir, wir haben sowohl auf Fachebene permanent gebohrt als auch jede denkbare Möglichkeit genutzt, um Herrn W. in den bewußten zu treten (wir haben das mehrfach thematisiert). Gegen die Grundgesetze der Physik (Massenträgheit) waren wir leider auch in diesem Fall ziemlich machtlos.

Ich hatte übrigens bereits vor etwa einem halben Jahr exakt die gleiche Forderung bei der probeweisen Verlängerung der Linie R in einer Mitteilung formuliert (siehe http://dadina-gruene.de/?tag=lichtwiese). Damals wie heute hat das nichts mit Wahlkampf zu tun. Sondern ich sehe als lokaler GRÜNER wie als (inzwischen ehemaliger) Mobilitätsreferent des AStA der TU Darmstadt mit schrecken, dass von den fast 3 Jahren bis zur geplanten Eröffnung des Hörsaal- und Medienzentrums auf der Lichtwiese bereits ein komplettes Jahr verschenkt wurde. Und ich befürchte, dass am Ende die zusätzlichen Fahrgäste wie üblich "völlig unabsehbar" plötzlich in den Bussen auftauchen. Kommt bekannt vor, oder ...?

Beste Grüße, Felix

10

Samstag, 12. März 2011, 14:47

RE: ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese

Hallo Felix, gibt es bei der Dadina konkrete Vorstellungen, wo die Strecke zur Lichtwiese verlaufen soll?

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Samstag, 12. März 2011, 15:42

Es ist doch völlig unproblematisch bei Mehrbedarf kurzfristig zum Fahrplanwechsel den Takt der Linie K auf 7,5 oder 5 Minuten zu verkürzen. Bis die Straßenbahn gebaut ist, könnte man doch so auf einfache Weise zusätzliche Kapazitäten schaffen.

12

Samstag, 12. März 2011, 15:49

RE: ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese

Zitat

Original von Chris26
Hallo Felix, gibt es bei der Dadina konkrete Vorstellungen, wo die Strecke zur Lichtwiese verlaufen soll?


In den Plänen zum neuen Medien- und Hörsaalzentrum, welche mal eine Zeit lang in der Innenstadt aufgestellt waren, war die Straßenbahn bereits eingezeichnet. An der Lichtwiese war die Strecke südlich vom neuen Gebäude eingezeichnet. Nordlich vom Gebäude der Chemie und der Materialwissenschaften. Die Wendeschleife war hinten am Haltepunkt der Odenwaldbahn, was Sinn macht, da man hier ein direktes Umsteigen ermöglichen kann.

Meiner Ansicht nach wäre ein Abzweig an der Haltestelle Hochschulstadion (ehemals Jahnstraße) am sinnvollsten. Dann kann die Strecke dem Verlauf des Lichtwiesenwegs folgen und macht vorm Gebäude der Architekten einen Schwenk um dorthin zu kommen, wo sie auch auf den Plänen schon eingezeichnet war.
"Ob Ihr wirklich richtig steht, seht Ihr, wenn die Tür zu geht."
(S-Bahn München & S-Bahn Stuttgart)
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit sich diese schließen und wir unsere Fahrt fortsetzen können."
(S-Bahn Rhein Main)

13

Samstag, 12. März 2011, 16:10

RE: ÖPNV-Anbindung der Lichtwiese

Zitat

Original von manuel
Die Wendeschleife war hinten am Haltepunkt der Odenwaldbahn, was Sinn macht, da man hier ein direktes Umsteigen ermöglichen kann.

Ist da nicht schon Naturschutzgebiet oder zumindest Landschaftsschutzgebiet?

Zitat

Original von manuel
Meiner Ansicht nach wäre ein Abzweig an der Haltestelle Hochschulstadion (ehemals Jahnstraße) am sinnvollsten. Dann kann die Strecke dem Verlauf des Lichtwiesenwegs folgen und macht vorm Gebäude der Architekten einen Schwenk um dorthin zu kommen, wo sie auch auf den Plänen schon eingezeichnet war.


So ungefähr hatte ich mir das auch vorgestellt. Das dürfte auch die weitaus günstigste Variante sein, da so relativ wenig neue Strecke verlegt werden müsste. Eine Neubaustrecke durchs Woogsviertel erscheint mir jedenfalls zu aufwändig. Zumal der Bedarf dort nicht besonders hoch ist. Abends und am Wochenende reicht dort ein Standardbus (ohne Gelenk) um den Bedarf des Woogsviertels abzudecken.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Chris26« (12. März 2011, 16:14)


Re465

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14

Samstag, 12. März 2011, 19:47

Zitat

Original von Germanium
Es ist doch völlig unproblematisch bei Mehrbedarf kurzfristig zum Fahrplanwechsel den Takt der Linie K auf 7,5 oder 5 Minuten zu verkürzen. Bis die Straßenbahn gebaut ist, könnte man doch so auf einfache Weise zusätzliche Kapazitäten schaffen.


Gail, das klint wie der Herr. S von der Firma W. der zum Thema Pfungstadt-Bahn meinte "das fahren wir doch mit zwei Gelenkbussen billiger über die Autobahn".

Billiger? Vielleicht,. Bequemer und pünktlicher? Ha, ha, ha...

Zum Thema Tram an die Lichtwiese kamen ähnliche Sprüche von dem Herrn und Vorschläge wie man dabei günstig Leerfahren als Fahrgastfahrten bekommt. Naja, nur wer muss fährt Bus aber eine DADINA und Stadt Darmstzadt zeigen ja regelmäßig und zuletzt mit dem tollen über ein Halbes Jahr unter verschluss gehaltenem Fahrplan der Pfungstadtbahn welche "Kompetenz" sie im Thema schienengebundener Verkehr hat.

Wenn die Spitzen erst mal mit Bussen abgefangen werden können kommt eine Tram niemals...
Denk doch nur an die überlasteten Linien nach Roßdorf und Groß Zimmern.
In anderen Regionen führe da schon lange ein ordentliches Tram/Stadtbahnkonzept.

Irgendwie bekommt die neue "Kuli-Generation" der DADINA einen üblen Nachgeschmack.
Auf dem Kuli steht DADINA und auf dem Klips "Partner im RMV".
Mir erscheint es als ob die DADINA immer mehr Züge des RMV animmt. Sei es hinsichtlich Beschwerdemanagement (Aussitzen) oder auch zurückhalten von Informationen (Pfungstadtbahn) an oder der Mitwirkung seitens des Fahrgastbeirat.
"Bitte beachten Sie folgenden Hinweis. Auf Grund von Verzögerungen im Betriebsablauf verkehrt dieses Posting ohne Signatur mit Tiefgang... Vielen Dank."
Ich passe mich nur dem RMV an :-)

15

Samstag, 12. März 2011, 21:31

Hallo,

Zitat

Original von Germanium
Es ist doch völlig unproblematisch bei Mehrbedarf kurzfristig zum Fahrplanwechsel den Takt der Linie K auf 7,5 oder 5 Minuten zu verkürzen. Bis die Straßenbahn gebaut ist, könnte man doch so auf einfache Weise zusätzliche Kapazitäten schaffen.

So einfach ist das leider nicht. Was nicht primär an der Strecke zwischen Schulstraße und Lichtwiese liegt, sondern an dem Abschnitt in der Innenstadt. Der Bereich (speziell der Luisenplatz) ist so vollgestopft, dass mehr Fahrzeuge schlicht nicht abgewickelt werden können. Der Bedarf wäre aber da - nicht nur auf der Linie K.

In den Ostkreis gibt es ebenfalls eigentlich den Bedarf, über zusätzliche Kapazitäten nachzudenken. Und besonders drängend sind Kapazitätsprobleme auf der Linie H (kompletter Linienverlauf). Dort wird es im Winter wohl Änderungen geben, um mehr Fahrgästen Platz zu bieten. Und auch wenn eine Taktverdichtung eigentlich das Mittel der Wahl sein sollte, wird es dazu wohl aus oben genanntem Grund wohl nicht kommen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ab dem Winter größere Busse auf der Linie H fahren. Die kürzlich durchgeführten Testfahrten wurden nicht zum Spaß gemacht.

Zurück zur Lichtwiese: Die DADINA-Geschäftsstelle hat die Idee entwickelt, die 5515 zu bestimmten Zeiten mindestens alle 30 Minuten zur Lichtwiese zu verlängern. Die "Slots" auf dem Luseinplatz belegt die Linie ja sowieso. Die Idee finde ich sehr charmant. Das wird aktuell geprüft. Näheres werden wir im Sommer wissen. Umsetzung könnte ggf. zum Wintersemester beginnen.


Zitat

Original von manuel

Zitat

Original von Chris26
Hallo Felix, gibt es bei der Dadina konkrete Vorstellungen, wo die Strecke zur Lichtwiese verlaufen soll?


In den Plänen zum neuen Medien- und Hörsaalzentrum, welche mal eine Zeit lang in der Innenstadt aufgestellt waren, war die Straßenbahn bereits eingezeichnet. An der Lichtwiese war die Strecke südlich vom neuen Gebäude eingezeichnet. Nordlich vom Gebäude der Chemie und der Materialwissenschaften. Die Wendeschleife war hinten am Haltepunkt der Odenwaldbahn, was Sinn macht, da man hier ein direktes Umsteigen ermöglichen kann.

Das hat nichts zu sagen. Die Pläne bilden nur den expliziten Auftrag in der Wettbewerbsauslobung für das HMZ ab, bestimmte Trassenvarianten auf dem Campus unter Einhaltung bestimmter technischer Mindestanforderungen nachzuweisen.

Nachzuweisen war dabei je eine Trasse von Nord nach West (Woogsviertel <> Jahnstraße), von West nach Ost (Jahnstraße <> HP Lichtwiese, Odenwaldbahn) und Nord nach Ost (Woogsviertel <> HP Lichtwiese, Odenwaldbahn) sowie eine Haltestelle auf dem Campus. Dabei ging es aber nicht (!!) um eine Vorfestlegung sondern nur um den Nachweis, dass keine der denkbaren Varianten verbaut wird. Das wurde zwar beim siegreichen Wettbewerbsbeitrag nicht explizit gemacht, aber meine Einschätzung ist so, dass alle Varianten unverändert möglich sind.

Eine Entscheidung über eine Trassenführung wird auf Basis einer noch ausstehenden Nutzen-Kosten-Untersuchung und der Umfeldbedingungen vordringlich von der Stadt getroffen.


Zitat

Original von Chris26
Hallo Felix, gibt es bei der Dadina konkrete Vorstellungen, wo die Strecke zur Lichtwiese verlaufen soll?

Bei der DADINA bisher schon dershalb nicht, weil es sich um ein Projekt der Stadt Darmstadt und ihre Planungshoheit handelt. Aber auch dort gibt es keine festen Vorstellungen. Deshalb ist der Planungsauftrag auch sehr allgemein gehalten. Eine Variantendiskussion mit Vor- und Nachteilen ist dabei ein wichtiger Aspekt.

Ich habe dazu ebenfalls noch keine feste Meinung, sondern bin sehr gespannt auf das Ergebnis der Prüfung. Aus unterschiedlichen Gründen (die ich jetzt nicht näher vertiefen möchte) halte ich allerdings eine Variante Innenstadt-Ostbahnhof-Lichtwiese für unrealistisch. Für alle weiteren Varianten spielen m.E. folgende Aspekte eine elementare Rolle bei der Entscheidungsfindung: (1) Eine neue Straßenbahnlinie muss eine zusätzliche originäre Erschließungswirkung für mehr als nur den Campus haben und (2) aus finanziellen Gründen an anderer Stelle Einsparungen im Verkehrsangebot bewirken.

Bei dem 1. Aspekt bitte ich zu bedenken, dass der Unicampus von seiner Nutzung her i.W. mit einem großen Verwaltungsstandort zu vergleichen ist. Dort ist vorwiegend Betrieb zwischen 8 und 17 Uhr, etwas durchmischt und "aufgelockert" durch Besonderheiten des Hochschulbetriebs wie den Lehrbetrieb, insbesondere die Lastspitzen zu Beginn/Ende der Vorlesungen. Ausserhalb dieser Kernzeit gibt es dort zwar auch eine Nutzung (das Architekturgebäude z.B. ist 24/7 offen und wird auch genutzt), aber diese ist sehr schwach im Vergleich zur Kernzeit. Trotzdem muss in dieser Zeit auch ein Angebot gewährleistet werden. Weder würde es dann Sinn machen, ausserhalb der Kernzeit eine Straßenbahn fahren zu lassen, noch ist eine Straßenbahnstrecke zweckmässig und finanzierbar, die nur Werktags zwischen 7 und 18 Uhr befahren wird (ausserhalb dieser Zeit dann Erschließung durch andere Bedienform). Es muss also auch ausserhalb der Kernzeit eine halbwegs vernünftige Nachfrage durch die Straßenbahn erschlossen werden was bedeutet, dass mehr erschlossen werden muss, als nur der Campus.

Der 2. Aspekt dürfte relativ leicht nachvollziehbar sein. Schließlich geht es hier nicht um eine Neuerschließung sondern die modale Modifikation der Bedienung (Bedienung durch ein anderes Verkehrsmittel). Doppelstrukturen und Parallelverkehre sind weder sinnvoll noch finanzierbar.

Als Nebenaspekt bitte ich immer auch daran zu denken, dass die TU auch über einen nicht kleinen Standort am botanischen Garten verfügt, der (a) auch vernünftig angebunden werden muss und (b) starke Austauschbeziehungen mit dem Campus Lichtwiese (z.B. Mensa, etc.) aufweist.

Beste Grüße, Felix Weidner

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Felix Weidner« (12. März 2011, 21:32)


16

Sonntag, 13. März 2011, 10:49

Zitat

Original von Felix Weidner
Aus unterschiedlichen Gründen (die ich jetzt nicht näher vertiefen möchte) halte ich allerdings eine Variante Innenstadt-Ostbahnhof-Lichtwiese für unrealistisch.

Die würden mich jetzt mal wirklich interessieren: Sind das bauliche, verkehrliche, finanzielle oder politische Gründe?

Zitat

Für alle weiteren Varianten spielen m.E. folgende Aspekte eine elementare Rolle bei der Entscheidungsfindung: (1) Eine neue Straßenbahnlinie muss eine zusätzliche originäre Erschließungswirkung für mehr als nur den Campus haben und (2) aus finanziellen Gründen an anderer Stelle Einsparungen im Verkehrsangebot bewirken. (...) Weder würde es dann Sinn machen, ausserhalb der Kernzeit eine Straßenbahn fahren zu lassen, noch ist eine Straßenbahnstrecke zweckmässig und finanzierbar, die nur Werktags zwischen 7 und 18 Uhr befahren wird (ausserhalb dieser Zeit dann Erschließung durch andere Bedienform). Es muss also auch ausserhalb der Kernzeit eine halbwegs vernünftige Nachfrage durch die Straßenbahn erschlossen werden was bedeutet, dass mehr erschlossen werden muss, als nur der Campus.

Der Vorteil einer Tram Schloss - Ostbahnhof - Vivarium - Lichwiese und weiter nach Roßdorf - Groß Zimmern ist - wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, dass

1. Roßdorf / Groß Zimmern eine Direktanbindung zur Lichtwiese erhalten = zusätzliche Erschließungswirkung und Kosteneinsparung.
2. die Verkehrsströme meist gegenläufig und somit die Fahrzeuge in beide Richtungen gut ausgelastet wären: Morgens Studenten Fahrtrichtung Osten, Pendler aus dem Dieburger Land nach Westen, am Mittag Studenten in beide Richtungen, Schüler nach Osten, am Nachmittag Studenten nach Westen, Pendler nach Osten = Auslastung, Nachfrage, Einsparungen im Regiobusbereich nach Osten.

17

Sonntag, 13. März 2011, 12:49

Hallo,

Zitat

Original von B80C
Der Vorteil einer Tram Schloss - Ostbahnhof - Vivarium - Lichwiese und weiter nach Roßdorf - Groß Zimmern ist - wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, dass

1. Roßdorf / Groß Zimmern eine Direktanbindung zur Lichtwiese erhalten = zusätzliche Erschließungswirkung und Kosteneinsparung.
2. die Verkehrsströme meist gegenläufig und somit die Fahrzeuge in beide Richtungen gut ausgelastet wären: Morgens Studenten Fahrtrichtung Osten, Pendler aus dem Dieburger Land nach Westen, am Mittag Studenten in beide Richtungen, Schüler nach Osten, am Nachmittag Studenten nach Westen, Pendler nach Osten = Auslastung, Nachfrage, Einsparungen im Regiobusbereich nach Osten.


Die Variante hat aber auch diverse erhebliche Nachteile. Als wichtigster Aspekt ist m.E. eine Weiterführung von der Lichtwiese in Richtung Roßdorf und Groß-Zimmern ausgeschlossen. Sowohl die Topografie als auch das Landschaftschutzgebiet an dieser Stelle sprechen dagegen. Selbst falls technisch wünschenswert, halte ich eine Trasse dort nicht mit Natur- und Landschaftsschutz vereinbar, zumal unweit davon drei Trassen (Eisenbahn, B26 neu, B26 alt) gebündelt im selben Korridor verlaufen. Die Trasse wäre also eine zusätzliche Zerschneidung unweit der bestehenden Trassen. Ich bin mir sehr sicher, dass diie Raumordnungsbehörde eine Trasse dort ablehnen würde - und finde das auch nachvollziehbar und richtig.

Von dieser Prämisse ausgehend ist auch der restliche Trassenverlauf zu bewerten:

(1) entfällt die von Dir beschriebene, grundsätzlich interessante zusätzliche Erschließungswirkung Lichtwiese <> Ostkreis damit faktisch. (2) birgt der Bereich zwischen Ostbahnhof und Breslauer Platz erhebliche Probleme. Ich habe dazu noch mal die Planskizze von LJL aus seinem Beitrag vom 23.12.2008 rausgesucht:



Um das jetzt einfach mal anhand dieser Skizze zu verdeutlichen:
  • Eine Verknüpfung am Ostbahnhof fehlt. Falls die Trasse dahingehend modifiziert wird, ergeben sich komplexe Verfelchtungen mit der B26 (entweder wird die Umsteigebeziehung zwischen Ostbahnhof und Straßenbahn durch die B26 zerschnitten, oder es ist eine zusätzliche Querung (verm. dank Eisenbahnkreuzungsgesetz planfrei) der Trassen erforderlich.
  • Es wird gravierend in Sportfelder (die nicht der Stadt gehören) und Naherholungsbereiche eingeriffen (auch bei modifizierter Trassenführung). In diesem Abschnitt (ca. 900m) wird zudem keine Erschließungswirkung erzielt (von was auch).
  • Es wird erheblichen in den Grünzug und Naturraum Darmbach/Woog eingegriffen, der zudem ein erhebliches Baugrundrisiko birgt (natürliches Feuchtgebiet).
  • Eine Trassenführung im Bereich Rollsporthalle ist ohne Eingriffe in den Botanischen Garten faktisch nicht realisierbar. Das halte ich weder für machbar (Eigentümer auch hier nicht die Stadt) noch für wünschenswert.
Schlussendlich werden durch die Trasse der erste in meinem letzten Beitrag beschiebene Aspekt nur sehr eingeschränkt und der zweite faktisch nicht erfüllt.

Beste Grüß, Felix Weidner

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18

Sonntag, 13. März 2011, 13:38

Ich hab zwar kein Ortswissen und ggf. einfach keine Ahnung, aber dennoch hat mich das Bild zu folgendem Vorschlag inspiriert:



Was spricht denn gegen eine Tram durch die Siedlung? Damit würde auch recht viel erschlossen...oder?

Ggf. könnte man natürlich die Tram auch die paar Meter bis zum HP Lichtwiese weiterführen um dort die Tram mit der Odenwaldbahn zu verknüpfen...

19

Sonntag, 13. März 2011, 16:49

Zitat

Original von FipsSchneider
Was spricht denn gegen eine Tram durch die Siedlung? Damit würde auch recht viel erschlossen...oder?

Die Straßen durch das Woogsviertel sind sehr eng. Ich bezweifle, dass man durch das Viertel eine Straßenbahn bauen kann. Im übrigen ist das Fahrgastaufkommen des Woogsviertels nicht wirklich so groß, als dass sich da eine Straßenbahn rechnen würde. Die Busse werden größtenteils von der TU gefüllt. Abends und am Wochenende reicht ein Standardbus locker aus. Das Woogsviertel an sich hat auch nur drei Haltestellen, der Rest wird von anderen Linien mit übernommen.

Zitat

Original von FipsSchneider
Ggf. könnte man natürlich die Tram auch die paar Meter bis zum HP Lichtwiese weiterführen um dort die Tram mit der Odenwaldbahn zu verknüpfen...

Ich hatte schon mal geschrieben, ich bezweifle, dass man am HP Lichtwiese eine Straßenbahn hin bauen darf. Das zählt meines Wissens nach zum Landschaftschutzgebiet. Im übrigen fände ich eine bessere Verknüpfung am Ostbahnhof zur Innenstadt viel sinnvoller, als hier noch eine weitere Umsteigemöglichkeit (neben Hauptbahnhof und Nordbahnhof) schaffen zu wollen.

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20

Sonntag, 13. März 2011, 17:40

Zitat

Original von Chris26

Zitat

Original von FipsSchneider
Was spricht denn gegen eine Tram durch die Siedlung? Damit würde auch recht viel erschlossen...oder?

Die Straßen durch das Woogsviertel sind sehr eng. Ich bezweifle, dass man durch das Viertel eine Straßenbahn bauen kann. Im übrigen ist das Fahrgastaufkommen des Woogsviertels nicht wirklich so groß, als dass sich da eine Straßenbahn rechnen würde. Die Busse werden größtenteils von der TU gefüllt. Abends und am Wochenende reicht ein Standardbus locker aus. Das Woogsviertel an sich hat auch nur drei Haltestellen, der Rest wird von anderen Linien mit übernommen.


Naja, wenn die TU doch ausreicht um eine Tram zu füllen, ists doch einfach positiv, dem Woogsviertel eine bessere ÖPNV-Anbindung zu verschaffen...?

Man könnte, falls die Straßen zu eng sind, auch zwei eingleisige Strecken schaffen in parallelen Straßen, also grün und rot.
Allerdings reicht oftmals eine schmalere Straße aus, als man denkt - siehe bspw. Frankfurt-Oberrad...