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9122_DA

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261

Mittwoch, 23. Januar 2013, 18:21

Tw 25 war ja besonders fleißig: Erst enteisen, dann Liniendienst. Was ist eigentlich mit den anderen beiden ST7?


ST7 Nummer 25, bei dem ist ja bekanntlich alles gut. :)
ST7 Nummer 26 hat eigentlich garkeine HU, aber den kann man dann wohl doch irgendwie trotzdem als Arbeitswagen einsetzen (wie gestern).
ST7 Nummer 31 hat wohl einen Defekt. :(
Gruß Marius :wacko:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »9122_DA« (23. Januar 2013, 18:25)


262

Mittwoch, 23. Januar 2013, 19:03

Wie gesagt wir können gerne weiter diskutieren dann aber von Angesicht zu Angesicht.

Mit Sicherheit nicht. Du hast Deine substanzlosen Anschuldigungen öffentlich hier im Forum verbreitet, also erwarte ich für Dein Geschreibsel auch hier eine Begründung. Ich warte also weiterhin auf die konkrete Beantwortung dieser Frage:

Zitat


Erläutere mir doch bitte einfach, wieso ein einfacher Tipfehler "Sparsamkeit mit ..." impliziert. Ich bitte da um eine ausführliche Darlegung.

Solange die Beantwortung nicht kommt, erübrigt sich jegliche künftige Diskussion mit Dir.

263

Mittwoch, 23. Januar 2013, 19:28

Abgesehen davon macht sich die DADINA lächerlich, wenn sie da rechtliche Schritte einleitet


Wieso Dadina? Tätig wird die Aufsichtsbehörde und wenn genügend Beschwerden dort eintreffen, wird sie aktiv werden müssen.
So leid es mir tut, die Heag Mobitram ist ein Unternehmen, das über keine Busse verfügt und wenn sie Busse benötigt, muß sie sich am Markt umsehen, was sie an Bussen bekommen kann. Aber sie kann weder über fremde Firmen verfügen (und dazu zählt auch Mobibus) noch einfach in die Geschäfte dieser anderen Firmen eingreifen. Was sich hier einige vorstellen, daß Herr Müller einfach Nachbars Auto nehmen darf, wenn die eigene Karre mal einen Platten hat: Das is nich. Wenn der Nachbar nein sagt (egal, ob er Müller oder Maier heißt), sagt er nein.
Zudem ist es auch nicht so, daß es Busse zum Sofort-Kauf für 1 EUR bei Eb*y (inkl. Fahrer natürlich) gibt. Und hinzu kommt, daß ja nicht nur Darmstadt Busse gebraucht hat, sondern auch Frankfurt, Mannheim, ... Es geht doch nicht um zwei oder drei Busse, sondern um eine zweistellige Anzahl je betroffener Stadt, weil nicht eine Linie kurzzeitig wegen Unfall etc. blockiert ist, sondern das Gesamtsystem ausgefallen ist.
Und selbst wenn: Woanders Busse wegnehmen ist angedenk der aktuellen Fahrgastzahlen völlig illusorisch.

264

Mittwoch, 23. Januar 2013, 20:10

Abgesehen davon macht sich die DADINA lächerlich, wenn sie da rechtliche Schritte einleitet


Wieso Dadina? Tätig wird die Aufsichtsbehörde und wenn genügend Beschwerden dort eintreffen, wird sie aktiv werden müssen.
So leid es mir tut, die Heag Mobitram ist ein Unternehmen, das über keine Busse verfügt und wenn sie Busse benötigt, muß sie sich am Markt umsehen, was sie an Bussen bekommen kann.

Dann sind es halt andere, die sich lächerlich machen.

Da lob ich mir doch den ÖPNV aus einem Guss wie z.B. in Kassel: Die KVG ist in der Stadt Kassel sowohl LNVG als auch Betreiber von Tram- und städtischen Buslinien sowie, gemeinsam mit der HLB, der RegioTram.

265

Mittwoch, 23. Januar 2013, 20:30

Auch heute Abend scheint der Verkehr noch nicht wieder ganz reibungslos zu funktionieren, obwohl gegen 16:00 Uhr auf den DFI-Säulen am Luisenplatz vermeldet wurde, dass wieder "Normalbetrieb" sei.

Zwischen 17:30 Uhr und etwa 18:15 Uhr sind lediglich zwei Bahnen Richtung Griesheim gefahren, an der Rhein-/Neckarstraße, Berliner Alle und vor Allem am Mozartturm standen sehr viele Menschen. Die Linie 4 fuhr etwa im 30 Minutentakt, die Linie 5 hatte zwischendurch größere Lücken, in denen dann etwa 20 Minuten lang keine Bahn verkehrte.

Gegen 17:00 Uhr zeigten dann viele DFI-Anzeigen "Störungen auf den Linien 2, 5 und 9 an". Insbesondere die Fahrleitung der Strecke nach Kranichstein ist noch nicht wieder einwandfrei. An mehreren Stellen kommt es nach wie vor zu Lichtbögen.

Ich habe in den letzten Tagen auch das Verhalten der Fahrzeuge beobachtet. Die Triebwagen der Serien ST13 und ST14 reagieren empfindlicher auf die kurzzeitigen Spannungsunterbrechungen, gerade beim Anfahren kommt es hier öfter dazu, dass die Bahn einfach wieder stehenbleibt. Die Bahn fährt erst dann wieder los, wenn der Fahrer den Sollwertgeber auf 0 und danach wieder auf Fahren stellt. Die ST12 hingegen tolerieren diese Unterbrechungen eher, man spürt zwar einen Ruck, wenn die Traktion nachlässt, aber die Bahn beschleunigt selbsttätig wieder, sobald die Spannung wieder da ist. Allerdings habe ich es ein paarmal beobachtet, dass beim ST12 scheinbar der Umrichter durch diese Unterbrechungen ausfällt. In der Bahn geht dann das Licht aus und die Lüfter bleiben stehen, es ist dann absolute Ruhe. Die Bahn ist jedoch wenige Sekunden später wieder voll betriebsfähig, es reicht offenbar aus, den Fahrtwendehebel (heißt der beim ST12 so?) einmal auf 0 und wieder zurück zu stellen nach dem obligatorischen Piepen funktioniert die Bahn wieder.

266

Mittwoch, 23. Januar 2013, 20:46

Ich habe mal den Übeltäter auf einem Bild festgehalten (sorry für die schlechte Qualität):



ST13 9865 mit Beiwagen gegen 17:35 Uhr im normalerweise betrieblich unbenutzten Gleis vor dem Mc Donalds. Ich denke dieser hat dafür gesorgt, dass eine zeitlang nichts aus Kranichstein kam und nach Griesheim nur sehr unregelmäßig etwas ging. Man beachte die Beschilderung "4 Hauptbahnhof". Er ist aber mit Fahrgästen am Hbf eingefahren um dann direkt Platz zum Überholen für die nachfolgende 5 zu machen...
"Ob Ihr wirklich richtig steht, seht Ihr, wenn die Tür zu geht."
(S-Bahn München & S-Bahn Stuttgart)
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit sich diese schließen und wir unsere Fahrt fortsetzen können."
(S-Bahn Rhein Main)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »manuel« (23. Januar 2013, 20:47)


267

Mittwoch, 23. Januar 2013, 21:00


Da lob ich mir doch den ÖPNV aus einem Guss wie z.B. in Kassel: Die KVG ist in der Stadt Kassel sowohl LNVG als auch Betreiber von Tram- und städtischen Buslinien sowie, gemeinsam mit der HLB, der RegioTram.


Natürlich hat ein integrierter Konzern gewisse Vorteile, aber auch innerhalb eines solchen Konzerns sind gültige Verträge einzuhalten und wenn ein Konzern wirtschaftlich geführt wird, hat auch er nicht beliebig viele Busse auf dem Hof stehen, die er einfach mal schnell irgendwo einsetzen kann. Es klingt hier ja immer an, als hätte Mobibus nichts abgetreten. Die haben genau die Zahl an Fahrzeugen verliehen, die sie entbehren konnten. Das wäre auch nicht anders gewesen, wenn es noch die "alte HEAG" gäbe.

Daß die Kasseler auch nicht unbedingt zufriedener sind als die Darmstädter, zeigen doch die vom Niveau gleiche Kommentare in der dortigen Zeitung: http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kass…#idAnchComments

(Womit übrigens auch Roberts Argumentation "man kotzt sich aus" ad absurdum geführt wird, weil die gleichen dämlichen Kommentare in allen Tageszeitungen der betroffenen Städte zu finden sind, es gibt also keine besondere "Darmstädterei", die er hier so gerne heraufbeschwören will. Das Raussuchen der passenden URL aus der Rheinpfalz, dem Mannheimer Morgen etc. spare ich mir an dieser Stelle einfach)

268

Mittwoch, 23. Januar 2013, 21:20


Dann sind es halt andere, die sich lächerlich machen.


Denk nur mal daran zurück, was für einen Aufstand Felix Weidner veranstaltet hat, als ausnahmsweise mal die Bahn in Arheilgen nur ohne Beiwagen unterwegs war. Also noch nicht mal ein Ausfall. Und jetzt nimm mal irgendwo einen planmäßigen Bus über den ganzen Tag raus. Das ist doch noch viel schlimmer.

Tobias243

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269

Mittwoch, 23. Januar 2013, 21:23

Ich habe in den letzten Tagen auch das Verhalten der Fahrzeuge beobachtet. Die Triebwagen der Serien ST13 und ST14 reagieren empfindlicher auf die kurzzeitigen Spannungsunterbrechungen, gerade beim Anfahren kommt es hier öfter dazu, dass die Bahn einfach wieder stehenbleibt. Die Bahn fährt erst dann wieder los, wenn der Fahrer den Sollwertgeber auf 0 und danach wieder auf Fahren stellt. Die ST12 hingegen tolerieren diese Unterbrechungen eher, man spürt zwar einen Ruck, wenn die Traktion nachlässt, aber die Bahn beschleunigt selbsttätig wieder, sobald die Spannung wieder da ist. Allerdings habe ich es ein paarmal beobachtet, dass beim ST12 scheinbar der Umrichter durch diese Unterbrechungen ausfällt. In der Bahn geht dann das Licht aus und die Lüfter bleiben stehen, es ist dann absolute Ruhe. Die Bahn ist jedoch wenige Sekunden später wieder voll betriebsfähig, es reicht offenbar aus, den Fahrtwendehebel (heißt der beim ST12 so?) einmal auf 0 und wieder zurück zu stellen nach dem obligatorischen Piepen funktioniert die Bahn wieder.

Hier einmal Grundkurs "Straßenbahn bei vereister Fahrleitung fahren":



-ST12 -> Sobald ein ST12 mit dem Stromabnehmer auf vereiste Fahrleitung
trifft, wird in 99.9% aller Fälle der Netzschütz geschmissen. Dies ist der
Moment bei dem sämtliche Lüfter, der Umformer etc. abschalten. Nach drücken
des "Netz EIN"-Schalter auf dem Bedienpult am Fahrerplatz schaltet
der Netzschütz ein und die Geräte sind wieder mit Strom versorgt. Dazu muss
jedoch direkt nach geflogenem Netzschütz der Sollwertgeber in Nullstellung
gebracht werden, Netz EIN drücken und sofort wieder mit dem Sollwertgeber
einschalten.

Danach sollte bis zum nächsten vereisten Abschnitt das Fahrzeug fahren können.



-ST13 -> Hier jedoch ist der Fall, dass nach durchfahren eines vereisten
Fahrleitungsabschnitts der Wagen eine Störung bekommt und die „Grünschleife“ (Fahrt
frei-Signal der Türüberwachung) sich abschaltet. Der Wagen kann nur noch rollen
und geht aber in keine Zwangsbremsung. Entweder das Signal kommt nach kurzem
Warten wieder oder den Wagen mit dem Fahrtrichtungswahlschalter von Stellung “V“
auf “1“ gehen und danach wieder auf “V“. Dann sollte der Wagen wieder bis zur
nächsten Eisstelle fahren.



-ST14 -> Etwa gleich wie beim ST13 bis zum Wegfallen der Grünschleife,
jedoch geht der Wagen direkt nach Wegfallen in eine Zwangsbremsung. Der weitere
Ablauf ist ähnlich bis gleich.



Nochmals zum Unterschied von Sollwertgeber und Fahrtrichtungswahlschalter:

Sollwertgeber (Fahrschalter):
Ist der Hebel mit Kugel zum Fahren und Bremsen
der Bahn.

Fahrtrichtungswahlschalter: Ist der Drehschalter (neben dem Schloss) mit den
Stellungen “0“ (Betriebszustand AUS = Fahrzeug abgerüstet), “1“ oder “I“
(Betriebszustand EIN = Fahrzeug aufgerüstet) sowie die Stellungen “V“ (Fahrt
Vorwärts) und “R“ (Fahrt Rückwärts).



Gruß

Tobias243 ;)
Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.

Und wieder ist ein Tag vollbracht, und wieder ist nur Mist gemacht.
Und morgen mit dem selben Fleiße wieder an die selbe Schei**.
Nun lebt wohl ihr Sorgen, leckt mich am Ar*** und bis morgen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobias243« (23. Januar 2013, 21:31) aus folgendem Grund: Rechtschreibung


Pallaswiese

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270

Mittwoch, 23. Januar 2013, 22:28

Und jetzt nimm mal irgendwo einen planmäßigen Bus über den ganzen Tag raus. Das ist doch noch viel schlimmer.

Wenn die Linien A, B, C und D 100% haben und E 0%, läßt sich durch A, B, C, D mit jeweils 75% Buskapazität E hochfahren und für F bleibt vielleicht auch noch etwas übrig. Umgesetzt: man nehme einen oder zwei Kurse raus und strecke den Takt. Wenn manche Linien ohnehin nur noch taktlos direkt hintereinander her fahren, wie beim H-Bus, fällt das gar nicht so auf. Ja, das wird eng. Aber dann ist die Abteilung Kommunikation gefordert, die das vermittelt. Aber, wie ich anderswo schon schrieb, ganze Dörfer und Stadtteile komplett abzuhängen, das ist schon krass.

271

Mittwoch, 23. Januar 2013, 22:51

Ob das so geschickt wäre?
Taktverdünnung würde ja von T15 auf T20 bedeuten.
Aber wie kann man denn den ausgedünnten T20 mit dem T15 kombinieren? Für Fahrgäste sehr sehr ungünstig.
Ohne Vorankündigung ist da sicher nix zu machen. Daher kann ichs verstehen, dass man sich für dieses "ganz oder gar nicht" entschieden hat.
So ein irgendwie hergezauberter SEV durch abziehen von Kursen anderer Linien wäre gnadenlos überfüllt und ohne Taktfahrplan hat das keinen Sinn.

Mir viele als Möglichkeit nur ein, mit dem Sonntags-Fahrplan oder Spätfahrplan auf den Buslinien zu fahren, dadurch könnte man das ein oder andere Fahrzeug gewinnen

Außnahmesituationen sind Außnahmen, das verstehen auch die Fahrgäste...
Diese Signatur wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »smarties« (Heute, 08:15)

272

Mittwoch, 23. Januar 2013, 23:55

Dann sind es halt andere, die sich lächerlich machen.
Denk nur mal daran zurück, was für einen Aufstand Felix Weidner veranstaltet hat, als ausnahmsweise mal die Bahn in Arheilgen nur ohne Beiwagen unterwegs war.
Wen Du da als Kronzeugen bemühst... :rolleyes:

Daß die Kasseler auch nicht unbedingt zufriedener sind als die Darmstädter, zeigen doch die vom Niveau gleiche Kommentare in der dortigen Zeitung: http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kass…#idAnchComments
Leserbriefschreiber sollte man, da sind wir uns einig, nicht als Maßstab nehmen.

Da lob ich mir doch den ÖPNV aus einem Guss wie z.B. in Kassel: Die KVG ist in der Stadt Kassel sowohl LNVG als auch Betreiber von Tram- und städtischen Buslinien sowie, gemeinsam mit der HLB, der RegioTram.
Natürlich hat ein integrierter Konzern gewisse Vorteile, aber auch innerhalb eines solchen Konzerns sind gültige Verträge einzuhalten und wenn ein Konzern wirtschaftlich geführt wird, hat auch er nicht beliebig viele Busse auf dem Hof stehen, die er einfach mal schnell irgendwo einsetzen kann. Es klingt hier ja immer an, als hätte Mobibus nichts abgetreten. Die haben genau die Zahl an Fahrzeugen verliehen, die sie entbehren konnten. Das wäre auch nicht anders gewesen, wenn es noch die "alte HEAG" gäbe.
Ich wünsch mir ja die "neue" HEAG als integrierten Verkehrskonzern für Darmstadt: Die ÖPNV-Experten - innovativ, kreativ, flexibel, fair, kundenorientiert und trotzdem kostenbewusst.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »B80C« (23. Januar 2013, 23:56)


Pallaswiese

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273

Donnerstag, 24. Januar 2013, 00:03

Ob das so geschickt wäre?
Taktverdünnung würde ja von T15 auf T20 bedeuten.
Aber wie kann man denn den ausgedünnten T20 mit dem T15 kombinieren? Für Fahrgäste sehr sehr ungünstig.

Wenn alle T20 haben aufgrund der Umverteilung, dann klappt das auch mit den Anschlüssen. Wenn Alle wissen, daß aufgrund von Eisregen der Takt ein wenig ausgedünnt wird, fahren sie einen Bus früher und kommen dennoch in etwa zur selben zeit ans Ziel wie sonst auch. Daß hierbei Sardinenfahrten möglich sind, ist mir bewußt. Aber Alle kommen ans Ziel, und das ist ja wohl die Hauptsache.

274

Donnerstag, 24. Januar 2013, 00:31

Hier einmal Grundkurs "Straßenbahn bei vereister Fahrleitung fahren":
Danke für deine ausführliche Beschreibung. Ich fühle mich dadurch in meinen Beobachtungen bestätigt.
-ST12 -> Sobald ein ST12 mit dem Stromabnehmer auf vereiste Fahrleitung
trifft, wird in 99.9% aller Fälle der Netzschütz geschmissen. Dies ist der
Moment bei dem sämtliche Lüfter, der Umformer etc. abschalten. Nach drücken
des "Netz EIN"-Schalter auf dem Bedienpult am Fahrerplatz schaltet
der Netzschütz ein und die Geräte sind wieder mit Strom versorgt. Dazu muss
jedoch direkt nach geflogenem Netzschütz der Sollwertgeber in Nullstellung
gebracht werden, Netz EIN drücken und sofort wieder mit dem Sollwertgeber
einschalten.

Danach sollte bis zum nächsten vereisten Abschnitt das Fahrzeug fahren können.
In dem Moment wo es im Fahrzeug also nicht dunkel und still wird sondern nur ruckt, bleibt dieses Schütz also angezogen, sprich der Wagen mit der Fahrspannung verbunden? Falls ja, scheint es aber in mehr als 0,1% der Fälle zu passieren. Denn während ich mitgefahren bin, hat es weitaus häufiger nur geruckt, als dass das Fahrzeug komplett weg war. (Ich habe nicht mitgezählt, aber das Fahrzeug war auf dem Weg von Kranichstein zum Hbf genau zweimal komplett "weg" und hat vielleicht mehrere Dutzend Male nur geruckt.)

Piept es auch, wenn nur das Schütz wieder eingelegt wird? Ich kenne das eigentlich nur, wenn von "0" auf "1" geschaltet wird. Der Fahrer hat den Wagen damit jedenfalls beide Male wieder in Gang gebracht.
-ST13 -> Hier jedoch ist der Fall, dass nach durchfahren eines vereisten
Fahrleitungsabschnitts der Wagen eine Störung bekommt und die „Grünschleife“ (Fahrt
frei-Signal der Türüberwachung) sich abschaltet. Der Wagen kann nur noch rollen
und geht aber in keine Zwangsbremsung. Entweder das Signal kommt nach kurzem
Warten wieder oder den Wagen mit dem Fahrtrichtungswahlschalter von Stellung “V“
auf “1“ gehen und danach wieder auf “V“. Dann sollte der Wagen wieder bis zur
nächsten Eisstelle fahren.
Die ST13 mit denen ich mitgefahren bin, haben sich aber auch mehrere Male bis zum Stillstand gebremst. Häufig direkt nach dem Anfahren an der Haltestelle.

Ich habe dem Fahrer zugeschaut, bevor er nicht den Sollwertgeber auf "0" und wieder auf "Fahren" gestellt hat, hat der ST13 von sich aus nichts mehr gemacht. Ob es noch grün geleuchtet hat, darauf hatte ich jedoch keine Acht. Am Fahrtrichtungsschalter hat er jedoch nicht gedreht.
-ST14 -> Etwa gleich wie beim ST13 bis zum Wegfallen der Grünschleife,
jedoch geht der Wagen direkt nach Wegfallen in eine Zwangsbremsung. Der weitere
Ablauf ist ähnlich bis gleich.
Kann ich bestätigen. Der "kleinste Funke" und der ST14 steht. Je moderner, desto empfindlicher.
Nochmals zum Unterschied von Sollwertgeber und Fahrtrichtungswahlschalter:
Das ist mir schon klar. Ich war mir nur unsicher, wie das Teil beim ST12 sich genau nennt. Dort gibt es doch nur die Stellungen "0" und "1", oder? Daher passt der Begriff "Richtung" doch eigentlich nicht. Dieses Teil kenne ich normal unter dem Begriff Fahrtwendehebel (wenn man zwischen Rückwärts, "0" und Vorwärts wählen kann). Daher meine Unsicherheit. "Hauptschalter" kann man dazu doch eigentlich auch nicht sagen, das wäre schließlich der Schalter, der das Fahrzeug vom Stromabnehmer/den Hochspannungsleitungen auf dem Dach trennt (zumindest bei der Eisenbahn heißt es so).

Re465

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275

Donnerstag, 24. Januar 2013, 01:18

Ich denke nicht das ein Herr Kötting oder Herr Gunkel zu bestimmen haben in diesem Forum. Ich denke ich habe alles gesagt und Praxisfälle des Versagens oder aber auch von guten Lösungen könnte man sicher mal hier aufzählen.

Wie gesagt wir können gerne weiter diskutieren dann aber von Angesicht zu Angesicht


Wenn falls dies deine Einschätzung ist erkenne ich daran nur wie du davon überzeugt bist im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein.
Das stimmt mich nur traurig. Mehr nicht. Da hilft auch kein pers. Gespräch.

Du must erst mal akzeptierten dass anderen nicht deiner Meinung unreflektiert hinterherhecheln.


Bis dahin EOD.
"Bitte beachten Sie folgenden Hinweis. Auf Grund von Verzögerungen im Betriebsablauf verkehrt dieses Posting ohne Signatur mit Tiefgang... Vielen Dank."
Ich passe mich nur dem RMV an :-)

276

Donnerstag, 24. Januar 2013, 03:44

Zitat

Piept es auch, wenn nur das Schütz wieder eingelegt wird?

Soweit ich weiß, piept es, wenn der Richtungswähler auf "V" oder "R" steht, und das Netzschütz aus ist, unabhängig von der Ursache. Mir fiel es aber schwer, das durch Beobachtungen 100%ig zu untermauern, also korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
Die ST10-ST12 haben am Richtungswähler 0-1-V-R, die Funktion dürfte selbsterklärend sein.

Ansonsten habe ich gerade eben (3:20) 07xx+9438 als Sonderfahrt am Willy-Brandt-Platz Richtung Luisenplatz gesehen. Gibts jetzt schon Enteisungsfahrten per ST"07" statt ST7, oder war das eine Probefahrt, um die Eisfreiheit festzustellen?
Naja, erstmal schlafen.

Tobias243

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277

Donnerstag, 24. Januar 2013, 06:08

Zitat

Hier einmal Grundkurs "Straßenbahn bei vereister Fahrleitung fahren":
Danke für deine ausführliche Beschreibung. Ich fühle mich dadurch in meinen Beobachtungen bestätigt.
-ST12 -> Sobald ein ST12 mit dem Stromabnehmer auf vereiste Fahrleitung
trifft, wird in 99.9% aller Fälle der Netzschütz geschmissen. Dies ist der
Moment bei dem sämtliche Lüfter, der Umformer etc. abschalten. Nach drücken
des "Netz EIN"-Schalter auf dem Bedienpult am Fahrerplatz schaltet
der Netzschütz ein und die Geräte sind wieder mit Strom versorgt. Dazu muss
jedoch direkt nach geflogenem Netzschütz der Sollwertgeber in Nullstellung
gebracht werden, Netz EIN drücken und sofort wieder mit dem Sollwertgeber
einschalten.

Danach sollte bis zum nächsten vereisten Abschnitt das Fahrzeug fahren können.
In dem Moment wo es im Fahrzeug also nicht dunkel und still wird sondern nur ruckt, bleibt dieses Schütz also angezogen, sprich der Wagen mit der Fahrspannung verbunden? Falls ja, scheint es aber in mehr als 0,1% der Fälle zu passieren. Denn während ich mitgefahren bin, hat es weitaus häufiger nur geruckt, als dass das Fahrzeug komplett weg war. (Ich habe nicht mitgezählt, aber das Fahrzeug war auf dem Weg von Kranichstein zum Hbf genau zweimal komplett "weg" und hat vielleicht mehrere Dutzend Male nur geruckt.)

Piept es auch, wenn nur das Schütz wieder eingelegt wird? Ich kenne das eigentlich nur, wenn von "0" auf "1" geschaltet wird. Der Fahrer hat den Wagen damit jedenfalls beide Male wieder in Gang gebracht.
-ST13 -> Hier jedoch ist der Fall, dass nach durchfahren eines vereisten
Fahrleitungsabschnitts der Wagen eine Störung bekommt und die „Grünschleife“ (Fahrt
frei-Signal der Türüberwachung) sich abschaltet. Der Wagen kann nur noch rollen
und geht aber in keine Zwangsbremsung. Entweder das Signal kommt nach kurzem
Warten wieder oder den Wagen mit dem Fahrtrichtungswahlschalter von Stellung “V“
auf “1“ gehen und danach wieder auf “V“. Dann sollte der Wagen wieder bis zur
nächsten Eisstelle fahren.
Die ST13 mit denen ich mitgefahren bin, haben sich aber auch mehrere Male bis zum Stillstand gebremst. Häufig direkt nach dem Anfahren an der Haltestelle.

Ich habe dem Fahrer zugeschaut, bevor er nicht den Sollwertgeber auf "0" und wieder auf "Fahren" gestellt hat, hat der ST13 von sich aus nichts mehr gemacht. Ob es noch grün geleuchtet hat, darauf hatte ich jedoch keine Acht. Am Fahrtrichtungsschalter hat er jedoch nicht gedreht.
-ST14 -> Etwa gleich wie beim ST13 bis zum Wegfallen der Grünschleife,
jedoch geht der Wagen direkt nach Wegfallen in eine Zwangsbremsung. Der weitere
Ablauf ist ähnlich bis gleich.
Kann ich bestätigen. Der "kleinste Funke" und der ST14 steht. Je moderner, desto empfindlicher.
Nochmals zum Unterschied von Sollwertgeber und Fahrtrichtungswahlschalter:
Das ist mir schon klar. Ich war mir nur unsicher, wie das Teil beim ST12 sich genau nennt. Dort gibt es doch nur die Stellungen "0" und "1", oder? Daher passt der Begriff "Richtung" doch eigentlich nicht. Dieses Teil kenne ich normal unter dem Begriff Fahrtwendehebel (wenn man zwischen Rückwärts, "0" und Vorwärts wählen kann). Daher meine Unsicherheit. "Hauptschalter" kann man dazu doch eigentlich auch nicht sagen, das wäre schließlich der Schalter, der das Fahrzeug vom Stromabnehmer/den Hochspannungsleitungen auf dem Dach trennt (zumindest bei der Eisenbahn heißt es so).


Guten Morgen,

dass mit den Schaltstellungen am Fahrtrichtungswahlschalter ist ja jetzt geklärt.

Das der Netzschütz bei diesem ST12 nicht so schnell auslöst könnte, aber auch am Schütz selbst liegen. Will dies aber nicht bestätigen !

Soweit ich weiß sollte der ST13 nicht in die Zwangsbremsung gehen. Jedoch ist es möglich durch auftretende Störungen, dass der Wagen in Zwangsbremsung geht. Das mit dem Bremsen nach dem Anfahren könnte, aber auch der Fahrer gewesen sein. Der Wagen ist ja schließlich auch ohne Fahrdrahtspannung zu bremsen.

Das mit dem Hinweiß zu Sollwergeber etc. war nochmal für die Allgemeinheit.
Und beim ST12 ist es auch der Fahrtrichtungswahschalter.
Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.

Und wieder ist ein Tag vollbracht, und wieder ist nur Mist gemacht.
Und morgen mit dem selben Fleiße wieder an die selbe Schei**.
Nun lebt wohl ihr Sorgen, leckt mich am Ar*** und bis morgen

278

Donnerstag, 24. Januar 2013, 06:32

Auch heute sind wieder Museumswagen unterwegs:
ST7 TW25 auf der Linie 3
Und
ST10 TW7608 auf der Linie 9.

Pallaswiese

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279

Donnerstag, 24. Januar 2013, 12:52

Ansonsten habe ich gerade eben (3:20) 07xx+9438 als Sonderfahrt am Willy-Brandt-Platz Richtung Luisenplatz gesehen.

Der 07xx müßte 0792 sein. Diese Nacht hatte ich kältebedingt keine große Lust mehr, noch einmal vorbeizuschauen.

Tobias243

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280

Donnerstag, 24. Januar 2013, 14:07

Ansonsten habe ich gerade eben (3:20) 07xx+9438 als Sonderfahrt am Willy-Brandt-Platz Richtung Luisenplatz gesehen.

Der 07xx müßte 0792 sein. Diese Nacht hatte ich kältebedingt keine große Lust mehr, noch einmal vorbeizuschauen.

Fuhr dann aber um 6.13 Uhr an der Rhein-/Neckarstraße auf der 9 an mir vorbei.
Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß warum.

Und wieder ist ein Tag vollbracht, und wieder ist nur Mist gemacht.
Und morgen mit dem selben Fleiße wieder an die selbe Schei**.
Nun lebt wohl ihr Sorgen, leckt mich am Ar*** und bis morgen

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