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1

Montag, 27. Februar 2012, 07:09

HEAG mobilo wird bestreikt

Zitat

27.02.2012

Darmstadt: Streik beeinträchtigt Linienverkehr

DARMSTADT/LANDKREIS DARMSTADT-DIEBURG/KREIS BERGSTRASSE (sir) - Wegen eines Tarifstreiks der Gewerkschaft Verdi entfallen heute (27.2.) alle Stadtbus- und Straßenbahnlinien in Darmstadt sowie einzelne Buslinien im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Kreis Bergstraße. Betroffen sind vor allem die Linien im HEAG Verkehrskonzern.

Die Dauer des Streiks ist derzeit nicht absehbar. Die Fahrgäste werden gebeten, bis auf Weiteres auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Folgende Linien werden bestreikt:
- alle Straßenbahnlinien (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9)
- die Buslinien der HEAG mobiBus: A, AirLiner, AH, EB, F, H, K, L, N, NB, NE, O, P, PE, R, U, WX
- die Buslinien der NVS 669, 675 - 679 (VRN) sowie die von der NVS bedienten Linien K50 und K52.

Quelle: HEAGmobilo

Mok

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2

Montag, 27. Februar 2012, 07:13

Und ich frage mich warum kann man das nicht vorher ankündigen?

Bei der deutschen Bahn oder am Flughafen wird das doch auch angekündigt, sodass die Fahr- bzw. Fluggäste wissen wann der Streik stattfindet.
Gruß Marius :wacko:

3

Montag, 27. Februar 2012, 07:38

Streikt die Fa. Böhm auch,weil A, AH und WX nicht fahren? Oder ist die Info mal wieder schlampig?

In Berlin hat man den BVG-Streik kürzlich vorher angekündigt - in Darmstadt hat man so etwas nicht nötig. Taxen sind in der Innenstadt derzeit Mangelware. Winzenhöler, HAV und Werner fahren normal.

4

Montag, 27. Februar 2012, 08:20

Gibts denn auf den wichtigen Linien irgendwie einen Ersatzverkehr der anderen Unternehmen mit den "Restwagen" oder fährt da wirklich NICHTS?




Edit:

Wenn es heißt das HAV normal fährt, dann ist die Info mal wieder schlecht, denn die Linie U fährt doch HAV und nicht die Heag...
Busbilder aus Da-Di? -> www.bus-darmstadt.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ST7DA« (27. Februar 2012, 08:21)


Disponent

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5

Montag, 27. Februar 2012, 08:46

Es fahren definitiv keine Linien der HEAG, auch keine Sub-Leistungen.

6

Montag, 27. Februar 2012, 08:56

muss so ein streit nich 24h vorher angekündigt werden?
Diese Signatur wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »smarties« (Heute, 08:15)

Disponent

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7

Montag, 27. Februar 2012, 09:10

Nein einen Warnstreik muss man nicht ankündigen. Zeitgleich streiken andere Verkehrsunternehmen, da die Arbeitgeber im LHO sehr unbeweglich sind. In Wiesbaden findet heute eine Demo statt, da heute ein Gesetz beschlossen werden soll, dass die Bedingungen im ÖPNV weiter verschlechtern wird.

8

Montag, 27. Februar 2012, 09:13

In Marburg wird auch gestreikt.



Fährt der HAV-K-Bus hoch zur TU-Lichtwiese?
Oder enden dann alle fahrten am Schloß?
Busbilder aus Da-Di? -> www.bus-darmstadt.de

9

Montag, 27. Februar 2012, 09:20

Absolute Unverfrorenheit seitens der Gewerkschaft, das ohne jede Ankündigung auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen.

Disponent

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10

Montag, 27. Februar 2012, 11:06

Nein ein demokratische Grundrecht. Es ist natürlich hart, wenn man ohne Vorwarnung in eine solche Massnahe gerät, aber es ist legitim. Warum behauptet eigentlich niemand, dass ein Stundenlohn von knapp 10€ eine Unverfrorenheit darstellt. ein Angebot von 1,7% ebenso unverfroren ist ist.
Es ist auch unverfroren sich hinzustellen, die Fahrgäste zu belügen, dass die
Qualität im Nahverkehr steigt, aber andererseits die Betriebe so beschneidet, dass das Personal nicht besser bezahlt werden kann. Hört auf, auf die Gewerkschaft und die Kolleginnen und Kollegen loszugehen. Schuld hat einzig und alleine die Politik. Ein Busfahrer, der seinen Führerschein macht, braucht bei diesen Löhnen, im Durchschnitt 6 Jahre um diesen Führerschein abzubezahlen.

11

Montag, 27. Februar 2012, 11:58

Leider ist es schwer, für verständnis für die Fahrer zu werben, wenn man die (zahlenden) Fahrgäste so vor den Kopf stößt und sie an einem Montag morgen mit dem Streikt konfrontiert werden.
Als öpnv fahrender otto-normalbürger könnte ich sicher viel mehr verständnis für einen streik aufbringen, wenn im vorfeld mal genaue zahlen auf den tisch kommen. das stört mich z.b. auch bei den vorfeld-arbeitern am flughafen. es bedarf einiges an eigeninitative bis man mal gehaltszahlen auch von anderen flughäfen zu sehen bekommt und auch die gründe für die forderung nach höhren löhnen. aber das ist ein teufelskreis.

Es ist leider ein teufelskreis:
Mehr Geld fürs Personal = höhere Preise für die Fahrkarten
höhere Preise für die Fahrkarten = unmut bei den "Beförderungsfällen"
oder höhere subenvtionen = schwer vermittelbar wenn man im abendverkehr schwach ausgelastete busse und bahnen sieht.

Steiks sind völlig okay. Aber von einem Tag stillstand hat keiner was, wenn dann mal ne woche den betrieb einstellen, mit vorheriger ankündigung. ansonsten wird so ein warnstreikstag nur als nervend und belästigend empfunden.
Diese Signatur wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »smarties« (Heute, 08:15)

12

Montag, 27. Februar 2012, 12:37

Zitat

Original von Disponent
Nein ein demokratische Grundrecht. Es ist natürlich hart, wenn man ohne Vorwarnung in eine solche Massnahe gerät, aber es ist legitim. Warum behauptet eigentlich niemand, dass ein Stundenlohn von knapp 10€ eine Unverfrorenheit darstellt. ein Angebot von 1,7% ebenso unverfroren ist ist.
Es ist auch unverfroren sich hinzustellen, die Fahrgäste zu belügen, dass die
Qualität im Nahverkehr steigt, aber andererseits die Betriebe so beschneidet, dass das Personal nicht besser bezahlt werden kann. Hört auf, auf die Gewerkschaft und die Kolleginnen und Kollegen loszugehen. Schuld hat einzig und alleine die Politik. Ein Busfahrer, der seinen Führerschein macht, braucht bei diesen Löhnen, im Durchschnitt 6 Jahre um diesen Führerschein abzubezahlen.


Darmstadt scheint die einzige Stadt zu sein wo auch die Straßenbahn streikt. Also wieder so ein "Solidaritätsstreik" zu sein da es hier ja um die Busfahrer geht laut Radio.

Hier bewegt sich die Verdi übrigens auf sehr dünnem Eis. Ist sehr nah an einem in Deutschland verbotenen politischen Streik dran.

Ich fände eine kurze Info wäre wenigstens am späten Abend möglich gewesen. Selbst bei der Bahn wurde anfänglich (sogar von der GdL) eine Ankündigung gemacht.

Und beim (im Vergleich) Tante Emma Laden "HEAG" geht das nicht.

Sorry das sind für mich Idioten die sich unnötig den Zorn von Fahrgästen zuziehen. Ich habe Verständnis für den Streik. Aber nicht direkt mit der Keule.

Ob das rechtlich zulässig ist oder nicht. Wenn man sich mitten im Arbeitskampf befinden würde dann könnte ich das nachvollziehen. Aber nicht so!

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13

Montag, 27. Februar 2012, 12:39

Du kannst natürlich alles so lassen. Die Busfahrer haben weiterhin keine Chance ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu bestreiten. Sie werden in ihrem kompletten Rentendasein auf Leistungen der Sozialkassen angeweisen sein. Mehr als die Hälfte der in Hessen beschäftigten Busfahrer erhält Zuschüsse von der öffentlichen Hand. Diese stammen aber nicht aus dem ÖPNV-Topf, sondern belastet die Städte und Gemeinden. Würde man dieses Geld in die Löhne einfließen lassen, könnten die Kolleginnen und Kollegen von ihren Löhnen leben und gleichzeitig die Wirtschaft beleben.

14

Montag, 27. Februar 2012, 12:46

Zitat

Original von ET 403
Ich fände eine kurze Info wäre wenigstens am späten Abend möglich gewesen. Selbst bei der Bahn wurde anfänglich (sogar von der GdL) eine Ankündigung gemacht.

Und beim (im Vergleich) Tante Emma Laden "HEAG" geht das nicht.
...


Zustimmung! Eine kurze Mitteilung am Sonntag Abend hätte gereicht. Die Fahrgäste wären informiert gewesen. Die Wirkung des Streiks - auf die Arbeitgeber - wäre die gleiche gewesen.

Auch ich habe Verständnis für den Streik im Busbereich. Die ganze Herangehensweise und auch der zusätzliche "Solidaritätsstreik" der Straßenbahnfahrer zeigt aber: Dem Fahrpersonal sind die Fahrgäste völlig egal.

Disponent

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15

Montag, 27. Februar 2012, 12:59

Da auch die Straßenbahnfahrer in Darmstadt noch in Tarifverhandlungen stecken ist dies kein politischer Streik. Ein Warnstreik muss nicht angekündigt werden und wurde es auch nicht. Heute Morgen um 3:30 Uhr wurde der Streik ausgerufen un den Unternehmen so mitgeteilt. Daraufhin haben die betroffenen Unternehemn, soweit möglich sofort informiert. Sowohl im LHO, nächste Verhandlungsrunde am 29.02.2012 und im Strabbereich laufen diese ebenfalls noch.

16

Montag, 27. Februar 2012, 13:27

Zitat

Original von Disponent
Da auch die Straßenbahnfahrer in Darmstadt noch in Tarifverhandlungen stecken ist dies kein politischer Streik. Ein Warnstreik muss nicht angekündigt werden und wurde es auch nicht. Heute Morgen um 3:30 Uhr wurde der Streik ausgerufen un den Unternehmen so mitgeteilt. Daraufhin haben die betroffenen Unternehemn, soweit möglich sofort informiert. Sowohl im LHO, nächste Verhandlungsrunde am 29.02.2012 und im Strabbereich laufen diese ebenfalls noch.


Naja. Selbst wenn dem so wäre.

Aber die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

17

Montag, 27. Februar 2012, 13:36

Zitat

Original von ET 403
Sorry das sind für mich Idioten (...)

Wen genau meinst Du?

Obacht: Deine Worte fallen unter Beleidigung, die Du schnellstens zurücknehmen solltest. Sie fallen weder unter das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung noch entsprechen sie den Forenregeln.

Mein Respekt für die Streikenden, deren Ziele ich unterstütze.

Disponent

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18

Montag, 27. Februar 2012, 13:39

wenn einem die Argumente ausgehen wird man schnell einsilbig. Die Dinge sind so fakt und lassen sich auch belegen. Ihr meckert, wenn ihr kein Infos bekommt. Wenn ihr die Infos erhaltet seid ihr unzufrieden. Es ist so gelaufen und auch ich musste heute mit der Taxe zur Arbeit und einen Fahrdienst für meine Kinder organsieren. Wenn es hier zu einer unzumutbaren Informationspolitik kommt, so müsst ihr das der Verdi anlasten und nicht den Unternehmen. Wenn, wie derzeit in den Betrieben Urabstimmungen laufen, werden die Streiks angekündigt und auch von längerer Dauer sein.

19

Montag, 27. Februar 2012, 13:50

Zitat

Original von Disponent
wenn einem die Argumente ausgehen wird man schnell einsilbig. Die Dinge sind so fakt und lassen sich auch belegen. Ihr meckert, wenn ihr kein Infos bekommt. Wenn ihr die Infos erhaltet seid ihr unzufrieden. Es ist so gelaufen und auch ich musste heute mit der Taxe zur Arbeit und einen Fahrdienst für meine Kinder organsieren. Wenn es hier zu einer unzumutbaren Informationspolitik kommt, so müsst ihr das der Verdi anlasten und nicht den Unternehmen. Wenn, wie derzeit in den Betrieben Urabstimmungen laufen, werden die Streiks angekündigt und auch von längerer Dauer sein.


Ich weiß nicht was ich da länger zu schreiben muss da alles nennenswerte geschrieben wurde.

Ich habe auch weniger das Verkehrsunternehmen direkt beschuldigt wenn du meinen Beitrag näher durchgelesen hättest. Mehr die Verdi auch wenn das Verkehrsunternehmen etwas mehr hätte tun können. Schön bei den Haltestellen mit DFI gab es Infos. Bei allen anderen nicht. Ein schnelles Flugblatt wenigstens an den WICHTIGEN Strab- und Bushaltestellen hätte hier schon Wunder bewirkt.

Ich finde trotzdem das die Art und Weise total überzogen ist. Deshalb bleibe ich auch bei meiner Aussage. Nun ja. Aber nun gut.

@B80C: Ich habe auch eine Recht auf freie Meinungsäußerung und auch begründet wieso. Beleidigung als "Tatbestand" gibt es eigentlich nur für hoheitliche Personen (also Beamte). Für den Rest greift das so nicht ohne weiteres!!!!!

Ich merke in der letzten Zeit immer wieder wie schön hier alles für Gut und Richtig verteidigt wird.

Wäre aber doch mal ein netter Zug gewesen die achso toll Streikenden würden sich auch mal den Kunden stellen und dann aufklären um was es eigentlich geht.

420 281-8

FNF-Team

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Beruf: Ausfragen, betüddeln, verhätscheln und umgarnen

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20

Montag, 27. Februar 2012, 16:04

Zitat

Original von ET 403
[...]Beleidigung als "Tatbestand" gibt es eigentlich nur für hoheitliche Personen (also Beamte). [...]


Das ist falsch. Beleidigt werden kann jede lebende Person, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Beleidigung#Tatopfer.

Und jetzt kommt bitte auf die Sachebene zurück. Sonst wird hier "zugemacht".
Gruß, 420 281-8
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