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tamperer

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  • »tamperer« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 28. Februar 2014, 09:44

Ade, Lieschen

Wie ich gestern erfahren mußte, soll es ab diesem Jahr kein Lieschen mehr geben. Der Antrag auf Streckenstillegung soll schon gestellt sein und die Oberleitung auch schon, zumindest teilweise, nicht mehr hängen.

Gründe sollen der schlechte Zustand der Gleis- und Fahrleitungsanlage sein. Außerdem möchte sich die VGF wohl den Gleisbogen vom Oberforsthaus kommend zur Louisa beim Neubau des Dreiecks Stresemannallee/Mörfelder Ldstr. sparen.

Ich hoffe natürlich, daß es nicht soweit kommt, aber ich befürchte das Schlimmste für das Lieschen. ;( ;( ;(

Charly

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2

Freitag, 28. Februar 2014, 10:27

Wie ich gestern erfahren mußte, soll es ab diesem Jahr kein Lieschen mehr geben. Der Antrag auf Streckenstillegung soll schon gestellt sein
Das war mir ebenso zu Ohren gekommen und Gleiches soll übrigens auch für die Kleyerstraße gelten.

3

Freitag, 28. Februar 2014, 11:19

...und die Oberleitung auch schon, zumindest teilweise, nicht mehr hängen.
Richtig ist, dass im Zuge der Bauarbeiten derzeit die Fahrleitungsanlage im Bereich Kreisel Mörfelder-/Stresemannallee umgebaut wird. Es müssen ein paar Masten versetzt werden, die dem Neubau von und nach Norden im Weg stehen. Ansonsten habe ich - war gestern zufällig dort - in puncto Lieschenstrecke nichts bemerkt.

4

Freitag, 28. Februar 2014, 12:28

@ Charly und tamperer:

Möchtet Ihr uns die Quelle verraten? Vlt. nicht unbedingt den Namen der Person, aber so in etwa, aus welcher Richtung diese Info kommt?
Das Lieschen nicht mehr anzubieten ist das eine. Und das mag die VGF intern entscheiden können. Die Strecke stillzulegen und also auch abbauen zu dürfen, ist aber ein anderes Ding.

Eine Streckenstillegung beim RP zu beantragen, ist m.E. Sache der Stadtverordnetenversammlung. Das müsste also offiziell und öffentlich sein.
Oder hat nur die VGF beim Magistrat oder der StVV "beantragt", dass die sich um eine Stillegung kümmern sollen?
"Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"

(Etwas frei nach Albert Einstein)

5

Freitag, 28. Februar 2014, 13:49

Ohne es zu wissen, rein vom Ablauf der Dinge her und durch Kombination verschiedener öffentlich bekannter Informationen, hätte ich die These, dass diese Gerüchte stimmen. Ich denke, wir werden, wie schon vereinzelt in jüngerer Zeit, demnächst vermehrt Berichte über die Haushaltsprobleme der Stadt und des Verkehrsbereichs lesen.
- generelles Haushaltsdefizit
- wachsende Unterdeckung bei der VGF
- im Raum stehendes Verbot der internen Quersubventionierung innerhalb desStadtwerke-Holding-Konzernverbundes (Mainova-VGF)
- Kostensteigerung bei der U-5-Europaviertel
- Notwendigkeit, diese Kostensteigerungen im eigenen Etat auszugleichen
- Neuverteilung der Fahrgeldeinnahmen durch den RMV

Und wenn ich noch länger drüber nachdächte, fiele mir sicher noch mehr ein. Von daher liegt es auf der Hand, dass alles auf den Prüfstand kommt, wirklich alles, und dass es keine Denkverbote gibt, auch nicht gegenüber der Lieschen-Strecke.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »tunnelklick« (28. Februar 2014, 13:54) aus folgendem Grund: Link eingefügt, rechtschreibung


6

Freitag, 28. Februar 2014, 18:11

Seltsam, dass die Anbindung der Strecke bei dem Neubau der 17 eingeplant ist (sah man ja auf den offiziellen Übersichtsplänen). Und da die Baurarbeiten schon laufen, müsste man den Bereich ein bisschen umplanen. Bedarf es dann nicht auch einer neuen Genehmigung?

7

Freitag, 28. Februar 2014, 18:40

Was sicher sein dürfte, ist, dass es in diesem Jahr kein Lieschen geben wird - wegen der laufenden Bauarbeiten.

Ob das der Beginn einer generellen Stillegung ist - was die Pläne nicht hergeben - wird sich ergeben. Vermutlich nicht zuletzt anhand des (hoffentlich lauten) Geschreis der Frankfurter ob der fehlenden Verbindung.

8

Freitag, 28. Februar 2014, 19:41

Seltsam, dass die Anbindung der Strecke bei dem Neubau der 17 eingeplant ist (sah man ja auf den offiziellen Übersichtsplänen). Und da die Baurarbeiten schon laufen, müsste man den Bereich ein bisschen umplanen. Bedarf es dann nicht auch einer neuen Genehmigung?
Was ist daran seltsam? Die Strecke war im Bestand und da es bis dato keine Pläne gab, sie aufzugeben, war ihre Anbindung in neuer Form vorgesehen. Die festgestellten Pläne gewähren Baurecht, aber hinsichtlich einer Strecke ohne Bedeutung für den Linienverkehr sicher keine Baupflicht. Ihre Stillegung muss natürlich genehmigt werden, aber das dürfte nur eine Formalie sein, da sie verkehrliche Bedeutung hat.

K-Wagen

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9

Freitag, 28. Februar 2014, 20:35

Charly:

Zitat

Das war mir ebenso zu Ohren gekommen und Gleiches soll übrigens auch für die Kleyerstraße gelten.


Was jetzt genau,- ein "Rückbau" oder eine Stillegung, die ja durchaus wieder rückgängig gemacht werden könnte, wenn wieder Kohle im Stadtsäckl ist um die Weichen an der Galluswarte zu erneuern und das eingleisige Stück Rebstöcker auszubauen, denn bekanntlich wurde die Kleyer erst kürzlich grundsaniert.

Was die Lieschenstrecke anbelangt kann ich es mir gut vorstellen, dass sie auf der Abschussliste steht da sie ein reiner Luxus ist und für Luxus ist momentan kein Geld da. Betrieblich macht sie keinen Sinn und eine Strecke füe ein Wocenende im Jahr wieder flott zu machen rechnet sich kaum. Da geht die Sanierung der maroden Schulgebäude schon vor.
Schade trotzdem. :(
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Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

10

Freitag, 28. Februar 2014, 21:34

Was jetzt genau,- ein "Rückbau" oder eine Stillegung, die ja durchaus wieder rückgängig gemacht werden könnte, wenn wieder Kohle im Stadtsäckl ist um die Weichen an der Galluswarte zu erneuern und das eingleisige Stück Rebstöcker auszubauen, denn bekanntlich wurde die Kleyer erst kürzlich grundsaniert.

Die Straße ja (mehr oder weniger), die Gleise in der Kleyerstraße sind aber noch die alten, nur statt gepflastert asphaltiert.

K-Wagen

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11

Freitag, 28. Februar 2014, 21:42

BB85:

Zitat

die Gleise in der Kleyerstraße sind aber noch die alten


Sicher? In diesem Fall wären sie aus den Achzigern.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

12

Freitag, 28. Februar 2014, 22:06

BB85:

Zitat

die Gleise in der Kleyerstraße sind aber noch die alten


Sicher? In diesem Fall wären sie aus den Achzigern.
Dieser Bauthread erzählt da aber was anderes: [Verkehrsmeldung] 14.-16.08.09 - Gleisbau Kleyerstraße: Behinderungen für Bus & Bahn

Zwischen den Haltestellen Galluspark und Kriegkstraße sind 2009 neue Gleise eingebaut worden...

420 281-8

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13

Samstag, 1. März 2014, 06:11

Zwischen den Haltestellen Galluspark und Kriegkstraße sind 2009 neue Gleise eingebaut worden...
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass sich die damaligen Bauarbeiten nicht bis zur Haltestelle Kriegkstraße hingezogen haben, sondern nur bis maximal Galluspark.

Auch ist der Gleisbereich in der Kleyerstraße nach wie vor gepflastert und nicht betoniert.
Gruß, 420 281-8
Jeder Mensch hat ein zweites Gesicht ...
Ich bin nicht "das Team" des FNF, PN zu Team-Angelegenheiten werden ignoriert und nicht beantwortet/weitergeleitet.
Anfragen an das Team bitte an team@frankfurter-nahverkehrsforum.de richten, danke!

Charly

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14

Samstag, 1. März 2014, 13:02

@ Charly und tamperer:

Möchtet Ihr uns die Quelle verraten? Vlt. nicht unbedingt den Namen der Person, aber so in etwa, aus welcher Richtung diese Info kommt?
Mehr verlangst Du von uns nicht? Du bist ja drollig! :)

Natürlich werde ich das von meiner Seite aus nicht tun. Man sägt doch schließlich nicht den Ast ab, auf dem man sitzt, oder?

15

Samstag, 1. März 2014, 22:16

Die festgestellten Pläne gewähren Baurecht, aber hinsichtlich einer Strecke ohne Bedeutung für den Linienverkehr sicher keine Baupflicht.

Baurecht ist keine Baupflicht, das ist richtig. Aber wenn Du baust, hast Du genau so zu bauen, wie es genehmigt wurde. Da in der Plangenehmigung ein (neuer) Abzweig enthalten ist, ist dieser auch so herzustellen. Andernfalls wäre wohl für diesen Teilbereich das Planfeststellungsverfahren neu aufzurollen.

16

Samstag, 1. März 2014, 22:37

In diesem Fall könnte man nach § 28 Abs. 2 PBefG vorgehen:

Zitat

(2) Planfeststellung und Plangenehmigung entfallen bei Änderungenund Erweiterungen von unwesentlicher Bedeutung. Fälle unwesentlicher Bedeutung liegen vor, wenn
1. es sich nicht um eine Änderung oder Erweiterung handelt, für die nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist,
2.andere öffentliche Belange nicht berührt sind oder die erforderlichen behördlichen Entscheidungen vorliegen und sie dem Plan nicht entgegenstehen und
3. Rechte anderer nicht beeinflusst werden oder mit den vom Plan Betroffenen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.


Die Aufgabe der Lieschenstrecke ist m.E. weder umweltrelevant noch berührt sie andere öffentliche Belange noch beeinflusst sie die Rechte anderer. Also wird man ohne großen Aufwand (Öffentlichkeitsbeteiligung, Planoffenlage usw.) eine Plannderung vornehmen können; ich hielte das für unproblematisch.

17

Sonntag, 2. März 2014, 08:16

Mich würde jetzt die Historie der Lieschen-Strecke interessieren:

Ich kenne sie noch aus der Zeit, wo V-Züge vom Stadion zum Südbahnhof gefahren sind, und so die Fußballfans nicht nur über eine Strecke das Stadion verlassen konnten (Züge Richtung Hauptbahnhof gab es auch).

Aber an eine reguläre Linie habe ich da nie wahrgenommen.

Dann fällt mir (klickt) hier auf, dass die Strecke nach Neu-Isenburg bis 1963 über den Riedhof ging. Die Verlegung in die heutige Lage ist für die neue Strecke zum Hauptbahnhof gut, aber 1963 für mich nicht logisch. Die paar Meter, die man da spart. Lohnte sich damals vielleicht nur, wenn man da einen Umlauf eingespart hatte und die Straße der heutigen Strecke eh umgebaut wurde.

Hat da jemand Infos?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (2. März 2014, 08:17)


Charly

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18

Sonntag, 2. März 2014, 09:35

Die paar Meter, die man da spart. Lohnte sich damals vielleicht nur, wenn man da einen Umlauf eingespart hatte und die Straße der heutigen Strecke eh umgebaut wurde.
Es ging nicht darum, etwas einzusparen, das war eine stadtplanerische Sache. Die Stresemannallee endete noch bis nach dem Krieg an der Mörfelder Landstraße, südlich der Oskar-von Sommer-Straße bis heute als zweispurige Straße. Der Tunnel unter der Eisenbahn war sogar nur einspurig und wurde erst im Zuge der S-Bahn-Verlängerung verbreitert bzw. durch die neue Brücke am Bahnhof Stresemannallee ersetzt.

In den 50er Jahren entstand südlich der Mörfelder Landstraße bis 1955 die Fritz-Kissel-Siedlung, zu deren Erschließung man die Stresemannallee nach Süden verlängerte. Geplant war ursprünglich sogar, diese als 4-spurige Ausfallstraße entlang der Main-Neckar-Bahn bis zur Isenburger Schneise zu verlängern und diese ebenfalls 4-spurig auszubauen, welche dann wiederum im Bogen nördlich Neu-Isenburgs vorbei an die geplante Autobahn (661) anschließen sollte. Diese Planung hat später wieder fallen gelassen, weshalb die westliche Fahrbahn der Stresemannallee bis heute so merkwürdig vor einer Leitplanke als Sackgasse endet. Die Straßenbahn war in dieser Planung berücksichtigt und eine entsprechende Trasse bereits beim Bau freigehalten worden.

Ca. Mitte der 50er beschloß man die Fritz-Kissel-Siedlung bis an die Main-Neckar-Bahn zu erweitern, 1959 wurde entlang der Stresemannallee mit dem Bau begonnen. Dem Abschluß des Projekts war nun die Straßenbahn im Wege, daher verlegte man sie 1963 auf die freigehaltene Trasse. Die Hochhäuser wurden dann allerdings erst gegen 1970 erbaut (ich glaube die waren vorher noch nicht in dieser Form geplant, weiß ich aber nicht mehr genau). Der Vorteil für die Straßenbahn bestand lediglich darin, dass die enge, eingleisige Riedhofschleife durch die großzügigere, zweigleisige Schleife an der Louisa ersetzt werden konnte und man das südliche Ende der Fritz-Kissel-Siedlung nun ebenfalls durch eine zweite Linie erreichen konnte (damals Linien 7 und 8 ), während die 8 bis dahin eben am Riedhof endete. Die Louisa-Schleife war übrigens die letzte, die in Frankfurt gebaut wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Charly« (2. März 2014, 09:37) aus folgendem Grund: Automatischer 8er-Smiley entfernt...


K-Wagen

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19

Sonntag, 2. März 2014, 11:42

Fakt ist, die Lieschenstrecke wird aufgegeben.
Die Gleise in der Kleyerstraße wurden in der Tat kürzlich erneurt.
Die Strecke Kleyerstraße kann im Notfall für Umleitungen genutzt werden.
Grund für die "Stillegung Kleyerstraße" sind die maroden Weichen an beiden Enden für deren dringend notwendige Erneuerung kein Etat vorhanden ist.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

20

Sonntag, 2. März 2014, 13:48

Ohne @Charly's Ausführungen zu widersprechen, möchte ich aber der Verwirrung vorbeugen: der Riedhof selbst, ein achteckiges Gebäudeensemble stand ursprünglich östlich der Stresemannallee, dort, wo heute die Neubauten mit dem Penny-Markt und der FRASPA-Filiale, die Kirche der Oster-Gemeinde und die Seniorenwohnanlage Mörfelder Ldstr. 212 stehen, also in dem spitzwinklichen Dreieck zwischen Stresemannallee und Mörfelder Ldstr.. Erhalten ist davon nur der Riedhofbrunnen. Der Riedhof war also nicht etwa dort, wo die Riedhofschleife war, sondern an der Haltestelle Beuthener Str.; wenn Charly also sagt, "die 8 endete bis dahin am Riedhof" heißt das, sie endete an der Riedhofschleife bzw. der Haltestelle Riedhof aber nicht am Riedhof selbst.

Die Lieschenstrecke selbst war mal Bestandteil der Waldbahn, die von der Untermainbrücke über Schweizerstr., Mörfelder ldstr. Oberforsthaus nach Schwanheim führte, mit einem Abzweig in die Textorstraße zum Lokalbahnhof; das Waldbahndepot war dort, wo einst das Textorbad (oder Hallenbad Süd) und heute eine Wohnanlage mit Altenwohnungen und Pflegestation namens Schwanthaler Carrée steht.