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1

Freitag, 21. März 2014, 09:52

VLEXX kommt nach Frankfurt

Hallo,

die neue Marke für den Regionalverkehr zwischen Frankfurt, Mainz, Alzey und Saarbrücken trägt den Namen

VLEXX.
Auf diesen Namen hat man sich geeinigt. Ab dem 14. Dezember 2014 fahren die Züge nicht nur an Main, Rhein und Nahe, sondern auch im Ausflugsverkehr ab 2015 bis ins Elsass. Der Name ist eine Abkürzung für "Vierländerexpress", denn er berührt die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und das französische Elsass.

Der Name VLEXX wurde gestern auf dem deutschen Nahverkehrstag in Koblenz präsentiert.

Grüße ins Forum
Helmut



You'll Never Ride Alone.

MdE

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2

Freitag, 21. März 2014, 18:08

Langstreckenfahrten mit einem LINT... das kann ja heiter werden.

3

Freitag, 21. März 2014, 18:35

Für den gemeinen, nichtwissenden Gelegenheits-Bahnkunden wie mich sehen die Fahrzeuge doch recht schick aus. Was erheitert dich daran?

4

Freitag, 21. März 2014, 19:25

Der Anschrift am LINT nach gehört VLEXX zu Netinera (ok, hatten wir glaube ich schon mal in einem anderen Thread erläutert).

Wenn ich mir die oben verlinkte Seite und das Bild zum Stellenangebot für Lokführer anschaue: Gehört zu denen nicht auch der alex in München ?
Viele Grüße, vöv2000

5

Freitag, 21. März 2014, 20:10

vlexx ist eine Tochter der Regentalbahn AG (Die Länderbahn). Weitere Töchter sind der alex, trilex, Oberpfalzbahn, Waldbahn und Vogtlandbahn. Die Länderbahn gehörte früher zur Arriva. Nachdem Arriva von der DB übernommen mussten die deutschen Unternehmen aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden und wurden an Netintera verkauft. Netintera ist ein Unternehmen der italienischen Staatsbahn. Im Rhein-Main-Gebiet ist Netinetera bereits in Form der Autobus Sippel GmbH aktiv.
Gruß Tommy

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6

Freitag, 21. März 2014, 21:05

Für den gemeinen, nichtwissenden Gelegenheits-Bahnkunden wie mich sehen die Fahrzeuge doch recht schick aus. Was erheitert dich daran?
Die LINT sind eher preiswerte Standardfahrzeuge, welche auf vielen unterschiedlichen Strecken eingesetzt werden. Falls du sie noch nicht kennst, könntest du beispielsweise einmal eine Fahrt mit der HLB von Frankfurt nach Königstein genießen.

Es ist natürlich nicht so, dass diese Fahrzeuge für den Eisenbahnverkehr untauglich sind, aber wenn ich von Frankfurt nach Saarbrücken fahren wollte, würde ich diese Fahrt bestimmt nicht gerne in einem LINT unternehmen wollen. Selbst die jahrzehntealten Wagengarnituren der Intercity-Züge sind im Vergleich deutlich überlegen.

Die Baureihe 612, welche beispielsweise von Frankfurt nach Saarbrücken fährt, ist schon problematisch: Im Inneren dröhnt eine unglaubliche Lautstärke des Dieselmotors, je nach Drehzahl desselben klappern die Mülleimer usw. und die Neigetechnik ist sowieso ein Kapitel für sich. Aber auf den Sitzen lässt es sich aushalten.

Aber die sind immer noch angenehmer als die LINT. Deren Beschleunigung ist, besonders auf steigungsreichen Strecken, eher langsam, je nach dem wo man gerade sitzt ist es entweder etwas lauter oder etwas leiser und das Fahrgeräusch und -verhalten entspricht in etwa dem eines Omnibusses, was hauptsächlich auf das dieselmechanische Antriebskonzept zurück zu führen ist. Je nach dem, was bestellt wird, kommen dann noch fehlende Klimaanlagen oder unbequeme Sitze usw. dazu.

Hajü

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7

Freitag, 21. März 2014, 22:52

Fahrt mal mit dem Lint im Sommer bei über 30 °C. Der tuts den 611 und 628.2 gleich und braucht so zwischendurch mal eine Kühlpause, wenn nicht gleich beide Motoren komplett den Dienst quittieren. Hatte letzten Sommer mal das Vergnügen auf der Vogelsbergbahn. Nach 5 Kühlpausen und +90 war in Alsfeld Schluss, durften dann noch 30 Minuten warten auf die nächste Lintbüchse (da wurde in Alsfeld noch einer draufgestellt) ..... in Lauterbach Nord gabs dann mit dem neuen Lint schon die nächste Kühlpause. In Fulda kam ich mit guten + 150 an ......übrigens laut TF Kühlwassertemperatur ständig > 100 °C .......
Die Strecke nach Saarbrücken ist ja auch nicht ohne, und wer weiss wie das dann im Sommer abgeht :-))))

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8

Samstag, 22. März 2014, 00:45

Da die zu Netinera gehören, vermute ich auch stark das bei Schienenersatzverkehren dann auch Busse von Sippel angeheuert werden (Haben ja genug). Aber LINT... für Strecken wie MZ - KIB oder sowas ja okay, aber für Frankfurt - Saarbrücken? Ich weiß ja nicht...

MdE

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9

Samstag, 22. März 2014, 22:12

Ja, zum LINT wurde ja schon das wichtigste gesagt. Durch den dieselmechanischen Antrieb ist mir einfach die Fahrweise zu ruckelig (egal ob sich der Tf Mühe gibt oder nicht) und das bisweilen heftige Dröhnen des Motors. Deshalb halte ich den LINT gerade bei Langstreckenfahrten für schwierig. Ich persönlich (!) bevorzuge da z.B. den GTW, den gibt es ja auch in längerer Ausführung als im RMV bekannt, oder den ITINO. Wobei auf so einer langen Strecke... nunja.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MdE« (22. März 2014, 22:12)


10

Samstag, 22. März 2014, 22:30

oder den ITINO
Wobei sich bei diesem Bombardier offenbar richtig Mühe gegeben hat. Die VIAS betreibt zwei Bauserien: Die erste mit dieselhydraulischem Antrieb und die zweite mit dieselmechanischem Antrieb. Beide sind problemlos im selben Zugverband einsetzbar, man spürt den Gangwechsel praktisch nicht (man hört es nur an der Motordrehzahl) und die Beschleunigung ist die beste, welche ich bislang in so einem Dieseltriebwagen erlebt habe.

Allerdings werden die nicht mehr hergestellt...

11

Sonntag, 23. März 2014, 08:30

Das Wichtigste sind immer noch bequeme Sitze. Und die haben nur die alten Fahrzeuge :thumbdown:

PS "Und das Dröhnen der Motoren ist Musik in seinen Ohren" (aus dem Truckersong "Joe Einsam" von Tom Astor).

12

Sonntag, 23. März 2014, 09:12

Wobei die Sitze unabhängig vom Fahrzeug und Hersteller sind, sondern von dem was der Besteller seinem Transportgut antun will. Das trifft auch für Motorgeräusch etc zu. Ist halt eine Kostenfrage.

MdE

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13

Sonntag, 23. März 2014, 17:53

Naja, auch die Mindestausstattung unterscheidet sich ja sicherlich von Hersteller zu Hersteller - und ist somit schon abhängig vom Fahrzeug, aber natürlich ohne Frage Entscheidung des Bestellers.

14

Sonntag, 23. März 2014, 21:17

oder den ITINO
Wobei sich bei diesem Bombardier offenbar richtig Mühe gegeben hat. Die VIAS betreibt zwei Bauserien: Die erste mit dieselhydraulischem Antrieb und die zweite mit dieselmechanischem Antrieb. Beide sind problemlos im selben Zugverband einsetzbar, man spürt den Gangwechsel praktisch nicht (man hört es nur an der Motordrehzahl) und die Beschleunigung ist die beste, welche ich bislang in so einem Dieseltriebwagen erlebt habe.

Allerdings werden die nicht mehr hergestellt...

Wobei rein technisch gesehen wohl nichts der Möglichkeit entgegen stünde, einen weich schaltenden und effizienten Antriebsstrang (gleich ob hydraulisch oder mechanisch) auch in anderen Triebfahrzeugen zu verbauen - wobei da dann die Abstimmung des Motors noch zum Getriebe passen muss.
Fág an Bealach!

15

Sonntag, 23. März 2014, 21:54

Als jemand, der auch schon mal eine längere Strecke (Halle (Saale) bis Halberstadt) LINT gefahren ist, und auch schon Frankfurt-Saarbrücken im 612 würde ich den LINT jederzeit bevorzugen. Diese Kippelwagen vom Schlag 612 führen bei mir immer zu übelster Magenverstimmung...
Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

16

Montag, 24. März 2014, 02:12

Wobei rein technisch gesehen wohl nichts der Möglichkeit entgegen stünde, einen weich schaltenden und effizienten Antriebsstrang (gleich ob hydraulisch oder mechanisch) auch in anderen Triebfahrzeugen zu verbauen - wobei da dann die Abstimmung des Motors noch zum Getriebe passen muss.
Natürlich, davon gehe ich ebenfalls aus. Bombardier kocht auch nur mit Wasser.

Die Kombination aus MAN-Dieselmotor und ZF-Schaltgetriebe harmoniert wohl einfach gut mit der Fahrzeugsteuerung zusammen. Alsthom könnte ja mal bei der Konkurrenz nachfragen, wie man so etwas gut hinbekommt...

K-Wagen

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17

Mittwoch, 26. März 2014, 19:32

Ist vielleicht OT und gehört nicht hier her. Aaaber man stelle sich vor, den LINT oder ein vergleichbares Fahrzeug gäbe es in Diesel und in elektrischer Ausführung. Elektrische Ausführung und Diesel Ausführung sind traktionsfähig. Und es würde grundsätzlich in Mehrfachtraktion gefahren.
Dann könnte man doch den unkomfortablen Diesel auf den elektrifizierten Strecken antriebslos laufen lassen. Zumindest der Ritt nach Saarbbrücken ist nicht mehr ganz so dröhnend und der Diesel Gestank im FRA Tunnel bliebe erspart.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K-Wagen« (26. März 2014, 19:33)


18

Mittwoch, 26. März 2014, 20:19

Ist vielleicht OT und gehört nicht hier her. Aaaber man stelle sich vor, den LINT oder ein vergleichbares Fahrzeug gäbe es in Diesel und in elektrischer Ausführung. Elektrische Ausführung und Diesel Ausführung sind traktionsfähig. Und es würde grundsätzlich in Mehrfachtraktion gefahren.
Dann könnte man doch den unkomfortablen Diesel auf den elektrifizierten Strecken antriebslos laufen lassen. Zumindest der Ritt nach Saarbbrücken ist nicht mehr ganz so dröhnend und der Diesel Gestank im FRA Tunnel bliebe erspart.



Nicht unbedingt. Wenn es ein herkömmlicher Dieseltriebwagen ist, würde das "antriebslose" Mitführen wahrscheinlich (je nach Baureihe) als Abschleppen gelten. Dafür gibt es technisch wie auch betrieblich besondere Betriebsverfahren wie z. B. herabgesetzte Höchstgeschwindigkeit.

Ferner müsste man die Frage klären, wie dann die Versorgungskomponenten im Dieseltriebwagen (Klimaanlage, WC, Licht, etc.) mit Strom versorgt werden. Oder eher: Wie kommt der Strom vom Stromabnehmer in den Dieseltriebwagen und wie verarbeitet dieser ihn dann ?

Möglich ist Deine Idee schon. Man müsste halt die Dieseltriebwagen speziell dafür ausrüsten. Oder gleich Hybridfahrzeuge beschaffen.
Viele Grüße, vöv2000

MdE

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19

Mittwoch, 26. März 2014, 20:47

Da würde sich doch ein GTW 4/8 anbieten - mit einem Powerpack für Strom und einem für Diesel.

Johony

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20

Samstag, 29. März 2014, 16:00

In Frankreich fahren doch schon seit Jahren Diesel-/E-Hybriden (sogar zwei verschiedene E-Systeme) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

http://de.wikipedia.org/wiki/SNCF_B_81500
Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
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Freundliche Grüße!