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K-Wagen

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1

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 08:19

Straßenbahn über Alte Brücke

Es ist Wahlkampf!
Die SPD hat einen Vorschlag einer neuen Linie (22) unterbreitet. Sie solle vom Unfallkrankenhaus - Friedberger - Alte Brücke zum Hainer Weg verlaufen.
Neu ist der Vorschlag zugegebenermaßen nicht. Hier möchte ein alter "Haudegen", Oesterling, der Frankfurter Verkehrspolitik noch mal ein Zeichen setzen.
Mehr darüber in der heutigen FR.

Edit wollte noch anmerken,- das Foto zu dem Artikel ist was für P-Wagen Fans ?(
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K-Wagen« (2. Dezember 2015, 08:21)


2

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 08:41

Die FNP schreibt auch darüber unter dem Titel: SPD will Tram auf Sachsenhäuser Berg.
Gruß Tommy

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3

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 08:53

Dann lieber die Linie 18 vom Lokalbahnhof auf den Sachsenhäuser Berg verlängern, als erstmal die Linie 30 kaputt zu machen!

4

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 09:04

So hatte ich den Artikel bzw die Grafik in der FNP verstanden.
Wie auch immer, ich finde es schon gut, die Diskussion immer wieder anzustoßen, gerade auch weil sie Politik gerne Sachen in der Versenkung verschwinden lässt.
Vor nicht allzu langer Zeit galt die Straßenbahn in Frankfurt als Feindbild.

5

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 09:07

In diesem Artikel heißt es u.a.:

Zitat

Im Sachsenhausen will die SPD-Fraktion zusätzlich eine Alternative zur Straßenbahn prüfen lassen: Den Bau einer unterirdischen U-Bahn vom Südbahnhof zur Sachsenhäuser Warte. Die 1,1 Kilometer lange U-Bahn-Strecke würde zwischen 120 und 130 Millionen Euro kosten. Entsprechende Pläne gebe es seit den 1980er Jahren, die Stadtverordneten hätten sie in den 1990er Jahren aus Kostengründen und zugunsten der U-Bahn-Verbindung zum Riedberg fallen gelassen. Die Fahrzeit von der Hauptwache zur Sachsenhäuser Warte betrüge acht Minuten.
Die Formulierung, die Stadtverordneten hätten A-Süd zugunsten des Riedbergs fallen lassen, ist eine eigenwillige Interpretation der Geschichte, als ob die Frankfurter das entschieden hätten. Gar nichts haben sie entschieden, sie konnten gar nichts dagegen tun. Die Planung für A-Süd war fix und fertig, das PFV lief bereits, die Offenlage der Pläne war terminiert und es gab eine baureife Planung, als kurz vor Weihnachten 1995 der Bund seine Förderzusage zurück zog. Grund: nicht etwa ein schlechtes NKV, sondern die Kürzung der Fördermittel um 3 Mrd. DM im Zuge der Bahnreform (Regionalisierung) und Verteilung der verbliebenen GVFG-Fördermitteln auf mehr Nehmerländer infolge der Wiedervereinigung. Weder das Land Hessen noch die Stadt Frankfurt waren willens oder in der Lage, den Ausfall des Bundesförderung von über 120 Mio DM zu kompensieren. Und dabei ist es geblieben, bis heute. Hinzu kamen erhebliche Kostensteigerungen beim D-Tunnel, an denen der Bund teilnahm.

Ich denke das NKV wäre heute nicht schlechter als vor 20 Jahren, aber die Förderkonditionen haben sich verändert insofern, als der städtische Kostenanteil heute bei 25% der Investitionen liegt (oder sogar höher)

Der Straßenbahnvorschlag der SPD ist m.E. insofern bemerkenswert, als es bisher vor allem die SPD war, die Straßenbahnprojekte in Sachsenhausen, zuletzt die Strecke in der Stresemannallee abgelehnt hat mit der Begründung, sie gefährdeten A-Süd. Was denn jetzt?

Nachtrag: und dann müsste man mal prüfen, ob es dauerhaft Sinn macht, drei oder vier Stadtbahnlinien am Südbahnhof enden zu lassen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »tunnelklick« (2. Dezember 2015, 09:10)


6

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 10:37


Vor nicht allzu langer Zeit galt die Straßenbahn in Frankfurt als Feindbild.

Die nicht allzu lange Zeit ist aber auch schon wieder 25 Jahre her: Die Wiederentdeckung der Straßenbahn (Wikipedia)

7

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 12:01

Wenn man aber sieht, wie lange Dinge im Frankfurt totdiskutiert werden, dann ist das sogar wie gestern.

8

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 12:50

Mal eine Frage an die Experten. Lässt die Steigung der Darmstädter Landstrasse auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Mörfelder Ldstr und Mailänder Straße überhaupt einen Strab zu? Oder ist hierfür Zahnradbetrieb notwendig? Die Steigung hat es nun wahrlich in sich. Südlich der Mailänder Straße flacht die Darmstädter Landstraße zusehens ab. Aber das erste Teilstück hat schon Steigung.

Ich meine mich zu erinnern, das aufgrund der Steigung die geplante U-Bahn Station "Sachsenhäuser Warte" sehr tief liegen sollte, weil die Stadtbahn die Steigung nicht schafft, und der Tunnel daher flacher trassiert werden musste, als das Straßenniveau.

9

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 12:55

Wenn das die Linie 4 zum Südfriedhof bis vor 61 Jahren geschafft hat, schafft das eine heutige Bahn auch.

10

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:38

Lässt die Steigung der Darmstädter Landstrasse auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Mörfelder Ldstr und Mailänder Straße überhaupt eine Strab zu?
Schaue dir mal andere deutsche Städte an, z.B. Stuttgart.

Zitat

Ich meine mich zu erinnern, ... "Sachsenhäuser Warte" ... , weil die Stadtbahn die Steigung nicht schafft, ...
Notfalls fährt nur die U3/U8, die auch den Riedberg schafft, die Verlängerung.

11

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:27

Mal eine Frage an die Experten. Lässt die Steigung der Darmstädter Landstrasse auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Mörfelder Ldstr und Mailänder Straße überhaupt einen Strab zu? Oder ist hierfür Zahnradbetrieb notwendig? Die Steigung hat es nun wahrlich in sich. Südlich der Mailänder Straße flacht die Darmstädter Landstraße zusehens ab. Aber das erste Teilstück hat schon Steigung.

Ich meine mich zu erinnern, das aufgrund der Steigung die geplante U-Bahn Station "Sachsenhäuser Warte" sehr tief liegen sollte, weil die Stadtbahn die Steigung nicht schafft, und der Tunnel daher flacher trassiert werden musste, als das Straßenniveau.
Ein S-Wagen schafft max. eine Steigung von 40‰, ein U5 Wagen max. eine Steigung von 50‰.
ein U5 ist ein U5-Wagen fährt aber (noch) nicht auf der U5 :thumbsup: Und ein U4 nicht auf der U4 - Welcome in FFM

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Simon U5-50« (2. Dezember 2015, 14:32)


12

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 16:50

Man sollte auch mal prüfen, ob man mit einer Verlängerung der U-Bahn bis maximal zum Südfriedhof hinkommt. Die Busse aus südlicher Richtung könnte man auch da wenden lassen - nur das P+R-Parkhaus passt da wohl nicht so gut hin. Durch die Wendeanlage "hinter" dem Südbahnhof ist ein ordentliches Stück Strecke bereits vorhanden, und man könnte dann eine Station einsparen, was die Kosten deutlich senken dürfte.

13

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 17:03

Ist doch alles schon komplett durchgeplant worden, s.o.

14

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 17:51

Die damalige Planung sah zwei Stationen vor: "Mailänder Straße" etwas unterhalb derselben im Verlauf der Darmstädter Landstraße und "Sachsenhäuser Warte" praktisch rechtwinklig unter der Babenhäuser Ldstraße mit einer 2.000 Plätze umfassenden P&R-Anlage südlich der Babenhäuser-/Östl Darmstädter Ldstr.). Ein Problem besteht darin, dass man die Sachsenhäuser Warte östlich umfahren muss, wegen sehr tief liegender unterirdischer Wasserversorgungsanlagen im Böhlepark und auf der gegenüberliegenden Seite der Darmstädter Ldstr.. kann man im Bereich Südfriedhof nicht dem Verlauf der Darmstädter folgen.

15

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 18:18

Man sollte auch mal prüfen, ob man mit einer Verlängerung der U-Bahn bis maximal zum Südfriedhof hinkommt. Die Busse aus südlicher Richtung könnte man auch da wenden lassen - nur das P+R-Parkhaus passt da wohl nicht so gut hin. Durch die Wendeanlage "hinter" dem Südbahnhof ist ein ordentliches Stück Strecke bereits vorhanden, und man könnte dann eine Station einsparen, was die Kosten deutlich senken dürfte.

Die Wendeanlage ist vielleicht 150-170 m lang, das ist ja noch nicht sooo viel. Zu bedenken ist auch, dass gerade die P&R-Anlage einen hohen Nutzen bewirkt und für das Gelingen des Projekts unverzichtbar sein dürfte. Ohne sie dürfte es kein positives NKV geben.

16

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 22:02

Was die verkehrliche Anbindung der Darmstädter Landstrasse angeht, finde ich die Verlängerung der A-Linie immer noch die mit Abstand beste Lösung. Vorallem mit dem angedachten P&R Parkplatz. Machen wir uns doch nichts vor. Eine relativ langsame Tram wird nicht wirklich als attraktiv und als Alternative wahrgenommen. Zumal, wenn die Strab via Paradiesgasse geführt wird und erst mit der Konstablerwache der erste echte Knotenpunkt zur U- und S-Bahn erreicht wird. Die Verknüpfung zur S-Bahn am Lokalbahnhof wird das kaum kompensieren. Wie lange wäre die Fahrzeit von der Sachsenhäuser Warte bis zur Konstablerwache? Mindestens 15 Minuten, eher mehr. Viel zu lang. Die Strab müsste sich dazu über weite Strecken in Sachsenhausen den Straßenraum mit dem Auto teilen. Dort ist in der Rushhour regelmässig Stillstand.
Daher sollte man von einer Planung einer Strab auf der Darmstädter Landstrasse lieber Abstand nehmen und statt dessen die alten Stadtbahnpläne wieder aktiv verfolgen, den PFB vorantreiben und zur Finanzierung anmelden, sobald das neue GVFG in Kraft tritt.

Was mir an dem Vorschlag dagegen gut gefällt ist der abzweigende nördliche Ast von der Linie 18 ab Friedberger Warte zur Unfallklinik. Der P&R Parkplatz direkt an der A661 bietet sich dabei gerade zu an. Auch die Neubaustrecke über die Alte Brücke ist sinnvoll. Allerdings wünsche ich mir eher eine Trassierung durch die Walter-Kolb-Straße bis zur Kreuzung Schweizer Straße/Gartenstrasse mit Anschluss an das Bestandsnetz. Auf der Kurt-Schumacher-Str, der Alten Brücke sowie der Walter-Kolb-Strt könnte die Strab auf einem eigenen Gleiskörper fahren. Als westliche Endhaltestelle der neuen Linie "22" würde sich die Haltestelle Haardtwaldplatz anbielen, da man so eine 2. Strab-Linie via Konstablerwache zum Universitätsklinikum hätte.
Man hätte zudem einen inneren Straßenbahnring (Hbf/Münchner Str - Altstadtstrecke - Börneplatz - Kurt-Schumacher-Strasse - Alte Brücke - Walter-Kolb-Str. - Gartenstr. - Friedensbrücke Hbf/Münchner Str), welcher im Falle einer Störung einen betrieblich hohen Nutzen hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Forumstroll« (2. Dezember 2015, 22:03)


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17

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 23:52

Forumstroll hat es recht schön auf den Punkt gebracht. Das Problem liegt aber schon im Namen des Thread Titels "Alte Brücke".
Bevor diese nicht grundsaniert ist, dürfte es mit einer Bim über diese Brücke nichts werden.
Oder ist da etwas an mir vorbeigegangen?
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18

Freitag, 4. Dezember 2015, 08:06

Wie erwartet wird der Vorstoß torpediert (FNP). Neben sachlichen Argumenten kommen wieder die üblichen Stereotypen Parkplätze und Verkehrshindernus auf, sowie völlige Ahnungslosigkeit. So sorgt man sich um die Busverbindung (die ja durch die Bahn 1:1 ersetzt würde), die ja gut frequentiert ist und im dichten Takt fährt! Genau dieses Argument hätte ich gegen die U-Bahn Verlängerung erwartet.
Aber ehrlich gesagt, bei der derzeitigen nachhintenschieb Politik wird da wohl Weder Noch kommen.

19

Freitag, 4. Dezember 2015, 08:19

Gruß Tommy

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20

Freitag, 4. Dezember 2015, 11:00

Interessant, die fundierten Sachkenntnisse der Grünen Lokal Politiker(innen):

Zitat

Für die Sachsenhäuser Stadtverordnete Ursula auf der Heide (Grüne) ist der Vorschlag „völlig absurd“, allein schon, weil die gerade erst neu gemachte Alte Brücke wieder umgestaltet werden müsste.


Was wurde an der "Alten Brücke" bitteschön "Neu gemacht"? Wurde sie nicht mangels Etat nur notdürftig geflickt?

Zitat

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat Reinhard Klapproth findet die Idee grundsätzlich nicht schlecht. Er fragt sich allerdings, wie die Tram unter der Eisenbahnbrücke am Lokalbahnhof hindurch kommen soll. „Dafür musste man neue Wagen anschaffen“, so Klapproth.


Vielleicht könnte man unter der Brücke etwas Boden abtragen, dass auch ein S-Wagen durchpasst...

Aber wie schon ein Vorredner schrieb,- das wird in dieser Generation eh nix mehr.
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