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1

Sonntag, 3. Januar 2016, 21:25

Verhalten des Busfahrers

Hallo zusammen,
Letzte Woche fuhr ich auf der MKK-23 des SVM von Maintal-Dörnigheim nach
Maintal-Bischofsheim, als ich dann in den Bus eingestiegen bin hatte der Bus ca. 2 Minuten Verspätung. Die Fahrt verlief ganz normal, aber nachdem der Busfahrer an einer Haltestelle gehalten hatte, da Fahrgäste zusteigen wollten, stieg er nach dem kassieren aus und ging in Kiosk neben der Haltestelle. Nach 3 Minuten kam er mit einem Kaffee und einem belegten Brötchen wieder und fuhr normal weiter, dadurch entstand noch mehr Verspätung und 2 Männer, welche gegenüber vom mir saßen, verpassten den Bus in den sie umsteigen wollten und mussten dann 30 Minuten auf den nächsten Bus warten.
Darf der Busfahrer dies überhaupt machen, während einer normalen Linienfahrt ( inklusive 2-3 Minuten Verspätung) ?
U7 Enkheim-Hausen

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »U5-50« (3. Januar 2016, 21:36)


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Sonntag, 3. Januar 2016, 21:53

Darf der Busfahrer dies überhaupt machen, während einer normalen Linienfahrt ( inklusive 2-3 Minuten Verspätung) ?

Ich würde sagen nein, weil er den Bus offen mit Fahrgästen im Bus verlässt und in Deinem Fall die Pünktlichkeit unnötig darunter leidet, woran Fahrgäste leiden können, wie in Deinem beschriebenen Fall.

Kaffee und belegte Brötchen kann man sich nämlich notfalls auch vor dem Dienst besorgen. Es gibt ja Thermoskannen.

In Bad Homburg gab (oder gibt es noch?) einen Busfahrer, der hat sich alles Mögliche während der fahrt besorgt, hat aber meist den Fahrplan durch schnelle Fahrt halten können. Mit dem bin ich gerne gefahren, denn da jaulten die O405N so schön :thumbsup: und die gewisse Fahrdynamik brachte noch zusätzlichen Spaß :)

3

Sonntag, 3. Januar 2016, 22:10

Ich kann mich auch noch an einen weiteren "Vorfall" erinnern, welcher im Sommer 2014 passierte ...
Ich fuhr mit auf der MKK-25 des SVM mit einem 2010er Citaro C1 Facelift von Maintal-Bischofsheim nach Maintal-Wachenbuchen. Ich war auf der gesamten Fahrt der einzige Fahrgast, während der Busfahrer ca. 5 Stationen vor der Endhaltestelle plötzlich den Bus vor einer Bäckerei parkte und zu mir sagte:
"Soll ich dir was mitbringen ? ... Ich bin gleich wieder da, pass mal solange auf den Bus auf !".

Kurze Zeit später kam er mit einem Kaffee und zwei Streuselstückchen wieder ;)
U7 Enkheim-Hausen

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »U5-50« (3. Januar 2016, 22:19)


4

Sonntag, 3. Januar 2016, 22:22

"Soll ich dir was mitbringen ?
Was ein Service :thumbsup:

pass mal solange auf den Bus auf!".
Hast Du Dich auch davon überzeugt, dass der Federspeicher fest war? :D

Ich war mal auf meinem Wunsch hin in einer ganz anderen Großstadt bei der Wendefahrt eines O405N mit an Bord, als der Fahrer nicht ganz zum Sammelplatz der SEV-Busse vorfuhr, sondern eine Straßenecke zuvor anhielt und ebenfalls mit offener Tür geparkt hat, um sich in seiner Pause etwas zu holen. Er sagte auch obigen Satz zu mir. ;)

Im Prinzip sind es Menschen und es gibt auch ein Leben abseits der Vorschriften, das sogar reibungslos funktioniert, solange natürlich die Versicherungen nicht für etwas zahlen sollen, was sie nicht müssen.

Aber vermeidbare Verspätungen, die sich negativ auswirken, sollte man eben vermeiden ;)

In Deinem zweiten Fall ist kein Anschluss betroffen.

Pt190

FNF-User

Beiträge: 260

Wohnort: Gaziantep

Beruf: Patient

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5

Montag, 4. Januar 2016, 02:52

Wegen 2-3 Minuten Verspätung würde ich mir keine Gedanken machen und wenn dann der andere Bus weg ist, ist es halt so. Was das halten uns zum Kiosk gehen betrift: Solange nix passiert, interessiert es kein Sch...., ob er es gemacht hat oder nicht und wegen den Anschlüssen: nicht umsonst empfiehlt der RMV mind. 4-5 Minuten Umsteigezeit wegen Verspätungen. Wenn man diesen einen Bus jetzt unbedingt bekommen muss, muss man halt etwas früher los oder den anderen Termin nach hinten schieben ;)
Bye Bye Frankfurt, Gaziantep ich komme

6

Montag, 4. Januar 2016, 03:28

Wegen 2-3 Minuten Verspätung würde ich mir keine Gedanken machen und wenn dann der andere Bus weg ist, ist es halt so. Was das halten uns zum Kiosk gehen betrift: Solange nix passiert, interessiert es kein Sch...., ob er es gemacht hat oder nicht und wegen den Anschlüssen: nicht umsonst empfiehlt der RMV mind. 4-5 Minuten Umsteigezeit wegen Verspätungen. Wenn man diesen einen Bus jetzt unbedingt bekommen muss, muss man halt etwas früher los oder den anderen Termin nach hinten schieben ;)
Ich hoffe mal, der Beitrag war Ironie. Falls nicht:

Da verwechselt wohl jemand ein MASSENverkehrsmittel mit dem Individualverkehr. Jegliche Verspätungen sind zu vermeiden, das sollte eigentlich klar sein. Wenn der Bus bereits 2 Minuten Verspätung hat und durch vermeidbare Verzögerungen nochmal 2 ist der Anschluss auch bei 4 Minuten Umsteigezeit weg. Mal abgesehen von weiteren unvorhersehbaren Verzögerungen, für die der Puffer eigentlich gedacht ist.
Der Gedanke "haben die anderen halt Pech, wenn sie ihren Anschluss verpassen, weil der Fahrer noch schnell was privates erledigen will" fördert jedenfalls nicht den ÖPNV.

7

Montag, 4. Januar 2016, 09:04

Servicequalität sieht anders aus. Wäre ich anstelle der betroffenen Umsteiger, wäre eine entspreche Beschwerde fällig gewesen.
Was ist es denn? Verlassen des Arbeitsplatzes während der Arbeitszeit aus privaten Gründen.

8

Montag, 4. Januar 2016, 09:59

Darf der Busfahrer dies überhaupt machen, während einer normalen Linienfahrt ( inklusive 2-3 Minuten Verspätung) ?


Ich bin mir sicher, dass du genauso gut wie die meisten anderen in diesem Forum weißt, dass der Busfahrer das nicht darf.

Aber! Du warst selbst nicht betroffen, sondern hast nur zwei Personen gesehen, von denen dfu annimmst, dass sie einen Anschluss verpasst haben. Hast du den Anschluss noch gesehen? Ein wenig mehr Fleisch bitte noch bei den Fahrplandaten. Um welche Uhrzeit bist du gefahren? Wann hätte der Anschluss wo abfahren sollen?

Solange der Busfahrer nicht nach Alkohol riecht, während der Fahrt telefoniert oder seinen Fahrplan studiert, solange er keine Haltestellen auslässt, an denen Fahrgäste warten oder während der Fahrt einzuschlafen droht, habe ich meist keinen Grund zur Beanstandung. Die fahren mich für einen Hungerlohn durch die Gegend, da können sie sich gerne auch mal einen Kaffee ziehen.

Selbst der Busfahrer, der (wahrscheinlich übermüdet) am Bahnhof Frankfurter Berg ein Verkehrsschild abgeräumt hat, ist immer noch im Dienst. Manchmal habe ich Angst.

9

Montag, 4. Januar 2016, 10:47

Ich stieg am besagten Tag um 10:30 Uhr (laut Plan 10:28 Uhr)an der Haltestelle Siemensschule in den Bus ein.
Die beiden Männer wollten an der Haltestelle Schulzentrum aussteigen, um dort mit der MKK-25 nach Hochstadt zu fahren.Unser Bus kam dann an dieser Haltestelle um 10:42 Uhr (laut Plan 10:35 Uhr) an. Der Bus in den die Männer umsteigen wollten kam pünktlich an dieser Haltestelle an (laut Plan 10:38 Uhr), weil er uns nämlich entgegen kam, bevor wir die besagte Haltestelle erreichten.
Die Männer mussten dann bis 11:10 Uhr auf den nächsten Bus warten.
U7 Enkheim-Hausen

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »U5-50« (4. Januar 2016, 10:58)


10

Montag, 4. Januar 2016, 13:42

Die Planzeiten sind:

Siemensschule 10:26
Thomas-Mann-Straße 10:35
Umsteigezeit 7 Minuten
Thomas-Mann-Straße 10:42

..hätte also klappen können, was natürlich kein Grund ist, unnötige Verspätung zu haben.

baeuchle

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11

Montag, 4. Januar 2016, 14:32

Ist denn bekannt, wieviel Pause der Fahrer an der letzten Endhaltestelle haben sollte und wieviel er, wegen einer Verspätung, tatsächlich hatte? Vielleicht hat er seine (eventuell an diesem Punkt sogar gesetzlich vorgeschriebene!) Pause verkürzt, um zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können: Diejenigen, die vor "Kiosk Hauptbahnhof" aussteigen wollen, werden von seiner vorhergehenden, nicht von ihm verschuldeten Verspätung nicht beeinflusst, und er kann für die Konzentration auf dem vor ihm liegenden Streckenabschnitt dringend notwendige Kohlenhydrate nachladen, weil der Sparzwang seiner Arbeitgebers es ihm nicht gestattet, woanders etwas zu kriegen.

Discaimer: Ich habe keine Strecken- oder Fahrplankenntnis. Das ist reine Spekulation.

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12

Montag, 4. Januar 2016, 23:31

Vielleicht spielt ja auch eine Rolle, wie die Versorgung an der planmäßigen Pausen-Haltestelle aussieht. Wenn es da nicht gibt, finde ich es verständlich, dass der Fahrer sich unterwegs etwas holt.

13

Dienstag, 5. Januar 2016, 08:59

Wobei das keine Rolle spielt, das geht tausenden anderen Arbeitnehmern genau so.

Johony

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Beruf: Links-/Rechtsausleger

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14

Dienstag, 5. Januar 2016, 11:32

Wobei das keine Rolle spielt, das geht tausenden anderen Arbeitnehmern genau so.


Das sehe ich allerdings genau so. Da muss man sich entsprechend für seinen Dienst vorbereiten und etwas einpacken.
Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
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Freundliche Grüße!