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Freitag, 15. April 2016, 08:18

Schnellbus-Ring rund um Frankfurt

Zitat

Schnellbus-Ring rund um Frankfurt

Ausweitung des erfolgreichen Pilotversuchs / Kürzere Fahrzeiten und direkte Fahrwege / Ab Dezember 2016 fünf neue Linien rund um Frankfurt

Mehr Verbindungen und kürze Fahrzeiten: Dies ist das Ziel der schrittweisen Einführung eines Rings von Schnellbuslinien, welchen der RMV derzeit rund um Frankfurt einrichtet. Ab Dezember 2016 werden dann fünf neue Schnellbuslinien die wichtigen Umsteigepunkte im Ballungsraum noch besser untereinander vernetzen. Zuvor hatte der Verkehrsverbund über zwei Jahr sehr erfolgreich eine Schnellbuslinie zwischen Königstein und Karben (Linie 260) getestet. Schon nach wenigen Monaten nutzen mehr als 1.000 Fahrgäste jeden Werktag die Linie 260.

"Mit dem Schnellbus-Ring schaffen wir ein vollkommen neues Angebot für all jene Fahrgäste", sagte Professor Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des RMV, "die schnell und komfortabel ohne umzusteigen zwischen den größeren Städten des Rhein-Main-Gebiets ohne Schienenanschluss fahren wollen. So wird es beispielsweise eine schnelle direkte Verbindung zwischen Bad Homburg und Wiesbaden geben."

Ab Dezember 2016 wird es rund um Frankfurt folgende Schnellbuslinien geben: X17: Hofheim – Frankfurt Flughafen, X19: Frankfurt Flughafen – Neu Isenburg – Obertshausen – Hanau, X26: Wiesbaden – Bad Homburg, X27: Königstein – Karben und X57: Frankfurt Fechenheim – Hanau.
Weitere Linien geplant

Das Konzept der Schnellbusse basiert auf dem Regionalen Nahverkehrsplan, mit welchem der RMV im Jahr 2014 die Rahmenbedingungen für den ÖPNV in den kommenden Jahren gesetzt hat. So erhält neben Bad Homburg auch Hofheim als Kreisstadt eine umsteigefreie Direktverbindung zur Landeshauptstadt Wiesbaden. Auch verringert sich die Fahrzeit von Hofheim nach Königstein von 50 auf 23 Minuten.

In den kommenden Jahren wird das Schnellbus-Liniennetz schrittweise weiter ausgebaut, Ziele wie Nidderau und Erlensee im Main-Kinzig-Kreis aufgenommen und der Linienring um Frankfurt vervollständigt.

Mit den Schnellbussen, die nicht wie die Schienenstrecken sternförmig nach Frankfurt hinein führen, sondern Orte am Rande der Mainmetropole direkt miteinander verbinden, wird die oftmals mit Umwegen verbundene Fahrt ins Frankfurter Stadtzentrum hinein und wieder hinaus unnötig. Beispielsweise führt der Weg von Oberursel nach Hofheim heute über den Frankfurter Hauptbahnhof, künftig ohne Umstieg mit kürzerer Fahrzeit im Schnellbus. "So schaffen wir ein zusätzliches Angebot für Menschen, für die der ÖPNV bislang nicht unmittelbar interessant ist", sagte Professor Ringat, "und entlasten gleichzeitig das Schienennetz rund um Frankfurt."

Finanziert werden die neuen Linien einerseits durch Veränderungen im Angebot auf den heute bereits vorhandenen Linien, künftig vom Schnellbus angebundenen Orten sowie aus Mitteln der RMV GmbH und seiner Partner.
Bequeme und umweltfreundliche Busse

Wie im Regionalbusverkehr des RMV üblich, werden auf den Schnellbuslinien moderne und umweltfreundliche Busse eingesetzt. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören optische und akustische Fahrgastinformationssysteme, ein Stellplatz für Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad sowie das Erreichen der Emissionsnorm Euro VI bei Neufahrzeugen.
Quelle: RMV Presseinformation
Gruß Tommy

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Freitag, 15. April 2016, 09:14

Auf die genanaue Fahrplanausgestaltung bin ich mal gespannt.
Die beiden Flughafenbuslinien sind grob (teilweise zumindest) im Einzugsgebiet der RTW

Lukas

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3

Freitag, 15. April 2016, 10:00

Mich freut das auch sehr. Das Schnellbusnetz stellt eine gute Alternative zur S-Bahn dar. Ich frage mich allerdings, ob das dann eher nach Berliner Vorbild oder eher nach Ruhrpottvorbild umgesetzt wird.

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Freitag, 15. April 2016, 10:27

ob das dann eher nach Berliner Vorbild oder eher nach Ruhrpottvorbild umgesetzt wird.
Heißt was? Bitte mal Nachhilfe für Nichtwisser.

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Freitag, 15. April 2016, 11:03

Die Art, wie die Leute unfreundlich sind, unterscheidet sich... ;)
Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

Lukas

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6

Freitag, 15. April 2016, 12:57

In Berlin entsprechen die Expresslinien (X-Linien) zum Großteil dem Linienverlauf der normalen Linien. Diese halten aber nicht an allen Haltestellen wie die Hauptlinien. Als Beispiel: Die Berliner Linie X10 ist der Expresszusatz zur Linie 110.

Im Ruhrpott verkehren die Schnellbuslinien (SB-Linien) zum Großteil im Überland, fahren parallel zu vorhandenen Buslinien und Bahnlinien und berühren in den Städten nur die wichtigsten Umsteigeknoten. Diese werden auf teilweise unabhängigen Linienwegen zu den normalen Linien bedient oder stellen eine Konkurrenz bzw. eine Alternative dar.
Beispiel: Parallel bedient die Buslinie SB29 auf dem Teilstück Bottrop-Essen die gleiche Linienführung wie die S-Bahn-Linie S9 im VRR.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Lukas« (15. April 2016, 13:12)


Darkside

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7

Freitag, 15. April 2016, 14:09

Das Konzept klingt schon mal gut. Mal sehen wie sich das entwickelt im laufe der Jahre.
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8

Freitag, 15. April 2016, 18:30

HR-Online berichtet nun auch darüber:

http://hessenschau.de/wirtschaft/rmv-wil…setzen-100.html

der Unterschied zwischen X57 und der bestehenden Linie 560 (Ffm.-Hugo-Junkers-Str. - Hanau Freiheitsplatz) erschließt sich mir nicht wirklich...

und die geplante Linie X19 Ffm.-Flughafen-Hanau Hbf ist m.E. nun wirklich kein Schnellbus, mit geplanten 89 min. Fahrzeit, das kann die RB55 in 27 min.

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Freitag, 15. April 2016, 18:54

und die geplante Linie X19 Ffm.-Flughafen-Hanau Hbf ist m.E. nun wirklich kein Schnellbus, mit geplanten 89 min. Fahrzeit, das kann die RB55 in 27 min.
Es geht nicht immer um die Verbindung der Endpunkte. :wacko:
Hier ergeben sich bestimmt Vorteile für den Landkreis Offenbach, z.B. auf den Wegen Obertshausen - Flughafen oder Neu-Isenburg - Hanau. :thumbup:

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Freitag, 15. April 2016, 19:11

Da ich so etwas durchaus sinnvoll finde, frage ich mich , wieso so etwas nur um Frankfurt herum geplant ist. Es gibt ja im RMV Gebiet noch andere große Städte, bei denen man erst in die Stadtmitte fahren muss. Zugegebener Maßen ist der Zeitverlust in Frankfurt für die Peripherie vor allem durch den S-Bahntunnel-Fastring extrem.

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Freitag, 15. April 2016, 20:41

http://ausschreibungen-deutschland.de/27…fheim_am_Taunus

Die X57 wird ab Fahrplanjahr 2018 weiter nach Erlensee fahren. Hier die Ausschreibung dazu ;)


Die X62 wird zusammen mit 262 und n82/n83 ausgeschrieben:
http://ausschreibungen-deutschland.de/27…fheim_am_Taunus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kevin Schöffler« (15. April 2016, 20:45)


Headtallica

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12

Freitag, 15. April 2016, 20:50

Dann wird die X57 ab 2017 die Linie 560, ab 2018 die Linien 564 und 565 ersetzen, die Linienäste Erlensee-Neuberg-Hammersbach (564) und Erlensee-Langenselbold-Ronneburg (565) fallen weg und werden dann durch die Linien MKK-56 (Altwiedermus-Westring-Langenselbold Bf) und 57 (Hammersbach-Neuberg-Ostring-Langenselbold Bf) ersetzt, zu Ungunsten der Selbolder Stadtlinie MKK-59. Die wird dann eingestampft.

Mich würde auch interessieren, ob ein Schnellbussystem auch in Städten, die nicht um Frankfurt liegen, interessant wären. Das könnte bzw. sollte dann aber auch grenzüberschreitend sein, wie zum Beispiel so etwas wie Aschaffenburg-Gelnhausen etc.pp.
Avatar: Ex- MKK-RD 295 (Wagen 295) der RDG, jetzt isser wech :(

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Headtallica« (15. April 2016, 20:56)


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Freitag, 15. April 2016, 20:59

Dann wird die X57 ab 2017 die Linie 560, ab 2018 die Linien 564 und 565 ersetzen, die Linienäste Erlensee-Neuberg-Hammersbach (564) und Erlensee-Langenselbold-Ronneburg (565) fallen weg und werden dann durch die Linien MKK-56 (Altwiedermus-Westring-Langenselbold Bf) und 57 (Hammersbach-Neuberg-Ostring-Langenselbold Bf) ersetzt, zu Ungunsten der Selbolder Stadtlinie MKK-59. Die wird dann eingestampft.

Mich würde auch interessieren, ob ein Schnellbussystem auch in Städten, die nicht um Frankfurt liegen, interessant wären. Das könnte bzw. sollte dann aber auch grenzüberschreitend sein, wie zum Beispiel so etwas wie Aschaffenburg-Gelnhausen etc.pp.

Es werden auch andere Schnellbuslinien etabliert, wobei das bisher bestehende schon sind:
z.b. wird aus der Linie 200 Wiesbaden - Nastätten die X76, und aus der 271 Wiesbaden - Limburg die X71.

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Freitag, 15. April 2016, 21:04

Prinzipiell ist so eine Linie überall denkbar, wo man per Bahn ein "Dreieck" fahren muss..

Gutes Beispiel für so eine Linie wäre auch der Airliner in Darmstadt, allerdings anders als die X-Linien extra kostet..

15

Freitag, 15. April 2016, 21:23

"Schnellbusse" gibt es schon lange auf der Linie 362. ^^
Sie binden Schotten unter Auslassen von Nidda an die RE32 an. Es geht über die B455 zu einem Wiesen-Haltepunkt gen Friedberg/Frankfurt.

Ole

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16

Freitag, 15. April 2016, 22:56

Dann wird die X57 ab 2017 die Linie 560, ab 2018 die Linien 564 und 565 ersetzen, die Linienäste Erlensee-Neuberg-Hammersbach (564) und Erlensee-Langenselbold-Ronneburg (565) fallen weg und werden dann durch die Linien MKK-56 (Altwiedermus-Westring-Langenselbold Bf) und 57 (Hammersbach-Neuberg-Ostring-Langenselbold Bf) ersetzt, zu Ungunsten der Selbolder Stadtlinie MKK-59. Die wird dann eingestampft.

Mich würde auch interessieren, ob ein Schnellbussystem auch in Städten, die nicht um Frankfurt liegen, interessant wären. Das könnte bzw. sollte dann aber auch grenzüberschreitend sein, wie zum Beispiel so etwas wie Aschaffenburg-Gelnhausen etc.pp.

Es werden auch andere Schnellbuslinien etabliert, wobei das bisher bestehende schon sind:
z.b. wird aus der Linie 200 Wiesbaden - Nastätten die X76, und aus der 271 Wiesbaden - Limburg die X71.
Das wird aber ersr ab Dez 2017 der Fall sein. Im Fahrplanjahr 2017 bleibt es bei den gestern bekanntgegebenen Linien.

Hajü

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17

Samstag, 16. April 2016, 00:24

Mich würde auch interessieren, ob ein Schnellbussystem auch in Städten, die nicht um Frankfurt liegen, interessant wären. Das könnte bzw. sollte dann aber auch grenzüberschreitend sein, wie zum Beispiel so etwas wie Aschaffenburg-Gelnhausen etc.pp.
Aschaffenburg-Gelnhausen gab es bis zum Dezember 2014 täglich (meistens ohne Umstieg in Schöllkrippen) mit den Linien VAB 20/VAB 30. Seit 2015 ist aber die Strecke Schöllkrippen-Gelnhausen nur noch Mo-Fr in Bedienung, da am Wochenende so gut wie nur heisse Luft transportiert wurde. Fahrzeit Aschaffenburg-Gelnhausen beträgt gute 75-80 Minuten. Das ist dann aber kein wirklicher Schnellbus, da in Hösbach und Goldbach von der VAB 20 jetzt bis auf einzelne Fahrten alle Haltestellen bedient werden und es ähnelt dann ehr einem Stadtbus als einer Überlandlinie.
Kann mich noch an eine Fahrt in einem S 315 HD dort erinnern :thumbsup:

18

Samstag, 16. April 2016, 09:02

Die Aufnahme von bestehenden Linien wie etwa der 272 ab Wiesbaden verwässert das Konzept doch sehr. Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte ja schon zu den „Ringlinien“, die um Frankfurt herum fahren, gesagt, sie wären mit vielen Haltestellen keine wirklichen Schnellbusse.

Beispiel X26: Der Abschnitt Wiesbaden - Hofheim bringt welchen Mehrwert gegenüber der S1?

Meiner Meinung nach sollte man bei einem Ring um Frankfurt bleiben:
X1 Flughafen - Hofheim - Bad Homburg (~ X17, X26)
X2 Bad Homburg - Karben - Hanau

Hanau - Flughafen ließe sich per Bahn schneller erledigen, es gab ja mal die Karlsruher Wagen auf dieser Strecke.

Headtallica

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19

Samstag, 16. April 2016, 10:00

Man könnte auch mit der AB-31 von Aschaffenburg nach Somborn fahren und dann in die AB-30 einsteigen, geht allerdings auch nur von Montag bis Freitag und auch nur zu bestimmten Zeiten. Das Problem bei dieser Linie ist, das es a. Nur einen Regionalbahnanschluss gibt, und b. Der Bus nicht im Gelnhäuser Taktknoten (um '00) fährt. Dies lässt sich auch nicht ändern, da sonst der Anschluss in Schöllkrippen an die Bembel verloren geht.

Aber bisher scheint mir das Konzept mit den Schnellbuslinien im Großen und Ganzen durchdacht.
Avatar: Ex- MKK-RD 295 (Wagen 295) der RDG, jetzt isser wech :(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Headtallica« (16. April 2016, 10:06)


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Samstag, 16. April 2016, 11:13


Beispiel X26: Der Abschnitt Wiesbaden - Hofheim bringt welchen Mehrwert gegenüber der S1?



Ich muss die ganzen neuen Linien erstmal gedanklich sortieren, aber genau bei dem Beispiel kommt mir auch der Gedanke: wo ist genau der Unterschied zwischen dem X26 und dem heutigen 262? Lässt der dann Wallau aus? Hält der im Gegensatz zum 262 nur an bestimmten Haltestellen (weiter oben wird das dann Berliner Modell genannt)? Oder ist es einfach der heutige 262 mit einer neuen Liniennummer?

Diese Fragen stelle ich mir bei manch anderen Verbindungen auch wie z. B. dem Schnellbus Fechenheim - Hanau. Auf anderen Verbindungen wie dem 260er sind es dagegen komplett neue Verbindungen, die es vorher nicht gab.

Ich warte jetzt aber erst einmal bis Dezember ab und schaue mir gespannt dann an, wie die einzelnen neuen Schnellbuslinien in das bestehende Busnetz integriert werden. :)
Viele Grüße, vöv2000