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Dienstag, 26. April 2016, 17:09

DB verliert RMV-Automatenzuständigkeit

http://hessenschau.de/wirtschaft/bahn-ve…nkfurt-100.html

Lt. Hessenschau ist der neue Betreiber die Transdev.

Welchen Sinn das ganze hat, weiß wohl nur der RMV...

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2

Dienstag, 26. April 2016, 19:41

Wie soll das gewhen ? Die meisten RMV-Automaten der DB sind ja auch Fahrkartenautomaten für normale DB-Fahrkarten.

3

Dienstag, 26. April 2016, 19:53

Die Presseinformation des RMV im Wortlaut:

Zitat

RMV setzt auch im Vertrieb auf Wettbewerb

Vergabe des Vertriebs über Vertriebsstellen, Fahrkartenautomaten und Abonnementverwaltung / Zuschläge an DB Vertrieb GmbH und Transdev GmbH erteilt


Bereits seit über zehn Jahren vergibt die Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH ihre Leistungen im regionalen Schienen- und Busverkehr regelmäßig im Rahmen europaweiter wettbewerblicher Vergabeverfahren. Als einer der ersten Verkehrsverbünde Deutschlands hat der RMV nun erstmals ein wettbewerbliches Vergabeverfahren für die längerfristige Erbringung von Vertriebsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr durchgeführt.

In insgesamt neun Losen wurde im Rahmen einer Vergabe mit vorgeschaltetem europaweitem Teilnahmewettbewerb der Vertrieb über knapp 60 personenbediente Vertriebsstellen, rund 600 Fahrkartenautomaten sowie die Abonnementverwaltung für einen Zeitraum von acht Jahren beginnend ab dem Jahr 2018 vergeben.

Der Zuschlag für alle Lose im Vertrieb über personenbediente Vertriebsstellen wurde dabei heute an die DB Vertrieb GmbH erteilt, der Zuschlag für alle Lose im Vertrieb über stationäre Fahrkartenautomaten sowie die Abonnementverwaltung erfolgte an die Transdev GmbH.

Mit diesem Schritt gewährleistet der RMV auch im langfristigen Zeithorizont einen flächendeckend einfachen Zugang zu seinen Dienstleistungen und baut die Kundenorientierung in der Beratung und im Vertrieb weiter aus. Hierzu werden kundenfreundliche Standards bezüglich des zu erbringenden Leistungsspektrums, der Ausstattung, Gestaltung und der Öffnungszeiten der Vertriebsstellen umgesetzt, ebenso bezüglich der Funktionalitäten und der Verfügbarkeit von Fahrkartenautomaten. Die Einhaltung dieser Standards wird über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem gewährleistet und stellt ein höheres Maß an Schadensfreiheit sicher.

Der RMV ist davon überzeugt, mit der heute erfolgten Zuschlagserteilung zwei sehr starke und erfahrene Partner für einen weiteren Ausbau der Qualität und Leistungsfähigkeit im Vertrieb gewonnen zu haben und den Fahrgästen in der Region auch langfristig einen attraktiven Zugang zum Öffentlichen Nahverkehr bieten zu können.
Gruß Tommy

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K-Wagen

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4

Dienstag, 26. April 2016, 20:05

RMV PM:

Zitat

der Zuschlag für alle Lose im Vertrieb über stationäre Fahrkartenautomaten sowie die Abonnementverwaltung erfolgte an die Transdev GmbH.


Na prima,- die können das besser oder nur billiger, indem sie den Technikern der DB, die nun "frei werden" ein Angebot machen, dass sie eigentlich gerne ablehnen würden aber annehmen müssen, da keine Alternative.
Die Ausfallquote der Automaten wird dadurch tatsächlich verringert ?(
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

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5

Dienstag, 26. April 2016, 21:27

Vielleicht sollte der RMV auch mal die Wartung von Rolltreppen und Aufzügen ausschreiben. Dann könnten Transdev oder die VGF auch die Wartung und Instandhaltung der Transporthilfen an S-Bahn- und Regionalbahnhöfen übernehmen ... und das können sie nur besser machen :thumbsup: !

Die Rolltreppen und Aufzüge an den U-Bahn-Haltestellen werden von traffiQ schön weiter an die VGF vergeben, läuft ja auch gut. :)

Darkside

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6

Dienstag, 26. April 2016, 21:50

Dann würde sich auch ein Ausschreiben der am stärksten frequentierten Fahrten an die Fahrgäste zwecks
Gewinnoptimierung anbieten. Die <Anzahl der Personen bis der Zug voll aber nicht übervoll ist> höchstbietensten
Fahrgäste dürfen dann auf der entsprechenden Fahrt mitfahren, die anderne müssen sich um andere Fahrten
bewerben oder zur Nebenzeit fahren :D
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7

Dienstag, 26. April 2016, 22:03

Bisher ist odch die Automatenlandschaft sehr heterogen - in Frankfurt bei Straßenbahn und U-Bahn sowie im Citytunnel VGF, an den großen Bahnhöfen DB, an der K-Bahn HLB - wie soll das operativ funktionieren, daß dann auf einmal ein Anbieter das macht? Zumal die VGF sicher jubelt, hat man doch gerade erst die neue Automatengeneration flächendeckend ausgerollt...
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Dienstag, 26. April 2016, 22:09

Du, auf den Gedanken wird der RMV mit Sicherheit bald ganz von alleine kommen. :D Logischer als die kiloimetergenaue Aufdröselung jeder Fahrtstrecke zur Preisberechnung wäre nämlich die Übernahme der ähnlichen Verfahren zur Preisberechnung von Enegiewirtschaft und Luftverkehr:

Du bezahlst eben nicht vorrangig die Länge der Fahrtstreckung, sondern die Auslastung multipliziert mit der Länge. Unterhalb 50 % gibt es Flat-Rate, da kommst Du für 3 € nicht nur durch ganz Frankfurt, sondern durchs ganze RMV-Gebiet. Ansonsten wird ein Schlüssel aus Fahrtstrecke progressiv multipliziert mit der Auslastung erstellt. Zum Beispiel: Grundpreis 1,69 € + (Auslastungsfaktor zum Quadrat mal Streckenpreis).

Hat für den RMV auch den Vorteil, dass endlich die Beschwerden über überfüllte Züge aufhören :D : Was, in dem Solobus um 7:08 fahren 80 Fahrgäste mit ? Dann erhöhen wir gleich mal den Auslastungsfaktor von 1,0 auf 2,56 (1,6 zum Quadrat). Schon reduziert sich die Anzahl der Fahrgäste, die unbedingt diesen Bus nehmen müssen und nicht früher oder später fahren können. :thumbsup:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ost-West-Express« (26. April 2016, 22:10)


9

Dienstag, 26. April 2016, 22:14

Transdev betreibt im RMV-Gebiet schon Fahrkartenautomaten, nämlich die der Mittelrheinbahn (TransRegio gehört zu 100% der Transdev GmbH).

Tatrafan

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Mittwoch, 27. April 2016, 00:59

"RMV setzt auch im Vertrieb auf Wettbewerb" - muß ich die Logik dahinter verstehen? Wieso muß jetzt selbst der Fahrkartenvertrieb im "Wettbewerb" ausgeschrieben werden? 8| ?(

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß die DB als Betreiber der Züge es sich verbieten läßt, auf ihren Bahnsteigen / in ihren Bahnhöfen trotzdem weiterhin auch eigene Automaten zu betreiben, die dann eben nur noch DB-Sachen anbieten, das ist ja nur eine Software-Frage, die RMV-Funktionen rauszukegeln. - Allerdings bedeutet das: noch mehr lustige Daddelkästen auf den Bahnsteigen: DB eben nur für DB und die Transdev-Geräte für den RMV - alles klar, liebe Fahrgäste? Ist doch ganz einfach und absolut logisch :thumbsup: Mainz Hbf macht es ja schon vor, da stehen ja schon Geräte von drei "Betrieben" (DB, Transregio und vlexx), ist doch wunderbar, hat doch jeder voll den Durchblick, war ja auch noch gar kein Thema in Satiresendungen :thumbsup:

Au Mann... was der Ausschreibumgswahn so für Blüten treibt... Wahnsinn.

Ich frag mich nur, wie Transdev da "wirtschaftlich" sein will - ich könnte mir nämlich gut vorstellen, daß sie für jeden Automaten, der auf DB-Gebiet steht, Miete und Stromkosten an Station & Service zahlen müssen. Wie sich das rechnen soll... plus noch die Anschaffung (selbst mit Abschreibung) der Geräte selber... tja. - Da muß man wohl BWL studiert haben, um in dieser Ausschreiberei mit all ihren Folgen irgendwas Sinnvolles sehen zu können 8)
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

Darkside

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11

Mittwoch, 27. April 2016, 01:27

Doch das gibt es schon....:

https://www.youtube.com/watch?v=rlwUzI3bdL4
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12

Mittwoch, 27. April 2016, 10:08

Was soll die Aufregung? 2014 hat der RMV den sog. SPNV-Vertrieb für eine festgelegte Vertragslaufzeit an DB Vertrieb vergeben, ohne Ausschreibung im freihändigen Verfahren, um danach eine Ausschreibung vorzubereiten.

Zitat

Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Gegenstand dieser Bekanntmachung ist die Vergabe von Vertriebsdienstleistungen im stationären SPNV-Vertrieb für die innerhalb des Gebietes des Rhein-Main-Verkehrsverbundes mit der Erbringung von SPNV-Leistungen beauftragten Eisenbahnverkehrsunternehmen.Die Vergabe erfolgt für einen Übergangszeitraum, in welchem ein diskriminierungsfreies wettbewerbliches Vergabeverfahren zur längerfristigen Erbringung der Vertriebsdienstleistungen durchgeführt wird. Die durch die freihändige Vergabe abgedeckte Leistung umfasst den Betrieb von 683 stationären Fahrausweisautomaten, den Betrieb von 70 personenbedienten Verkaufsstellen sowie Durchführung des dazugehörigen Abo-Vertriebs für einen Zeitraum von zunächst 3 Jahren mit einer anschließenden Option, Teilleistungen um 3 und um 6 Monate zu verlängern, um so eine gestaffelte Abschmelzung der Leistung (entsprechend der gestaffelten künftigen Betriebsaufnahme) zu gewährleisten. Im Falle nicht absehbarer Verzögerungen des wettbewerblichen Verfahrens ist die Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH zudem berechtigt, den freihändig vergeben Vertrag um ein oder 2 volle Jahre zu verlängern, um so die Aufrechterhaltung des Vertriebs sicherstellen zu können.
Q

Zitat

"Durch die mit der Novellierung des hessischen ÖPNVG identifizierte Finanzierungsproblematik im ÖPNV ergibt sich für die Verbünde in Hessen die Vorgabe zur Einsparung finanzieller Mittel. Diese Vorgabe ist durch Hebung von Effizienzpotenzialen zwischen den Aufgabenträgerorganisationen - v. a. zwischen lokaler und regionaler Ebene - zu realisieren. Insbesondere im Vertrieb gilt es nach Einschätzung des Auftraggebers aufgrund teilweise parallel bestehender kostenintensiver lokaler und regionaler Vertriebsstrukturen Einsparpotential zu realisieren. Um die vermuteten Ansätze hierfür zu konkretisieren und damit verbundene Kostensenkungspotenziale erreichen zu können, wurde in einem komplexen Prozess ein lokal/regional abgestimmtes Vertriebs- und Vergabekonzept erarbeitet, auf dessen Basis aktuell eine Leistungsbeschreibung als Basis für ein Ende des 3. Quartals dieses Jahres zu startendes wettbewerbliches Vergabeverfahren konkretisiert wird. Das bis zum Beginn des Übergangszeitraums am 1.1.2015 verbleibende Zeitfenster war unter anderem wegen der großen Anzahl der zu beschaffenden Fahrausweisautomaten, der Beschaffung von Räumlichkeiten sowie Rekrutierung und Ausbildung des Personals für den personenbedienten Vertrieb deutlich zu kurz, um hier auch neuen Bietern eine realistische und wettbewerbskonforme Möglichkeit zur Teilnahme zu verschaffen. Das machte es erforderlich, für den Übergangszeitraum mit dem bisherigen Vertriebsdienstleister über die befristete Fortführung des Vertriebs mit dessen bereits vorhandenen Ressourcen zu verhandeln, um im Anschluss daran ein diskriminierungsfreies Wettbewerbsverfahren mit angemessenen Zeiträumen zur Durchführung des Verfahrens und zur Vorbereitung eines möglichen Betreiberwechsels durchführen zu können. Aus diesen Gründen beabsichtigt der Auftraggeber, wie unter Ziffer II.4)beschrieben, die Leistungen des SPNV-Vertriebs im Verbundgebiet zunächst im Wege einer nach § 3 Absatz 5 lit. l) VOL/A zulässigen Freihändigen Vergabe ab dem 1.1.2015 an den bisherigen Betreiber, die DBVertrieb GmbH, zu vergeben".
Q
So stand es in einer Bekanntmachung vom 19.6.2014. Inzwischen hat die Ausschreibung ganz normal stattgefunden und ein Bewerber hat den Zuschlag erhalten. Soll der RMV etwa nicht ausschreiben? Und wonach soll sich denn die Auftragsvergabe richten? Wer die besten Beziehungen zum Geschäftsführer hat vielleicht? Ist der am besten qualifiziert, der den Vergabeverantwortlichen die teuerste Kreuzfahrt spendiert?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tunnelklick« (27. April 2016, 10:08)


baeuchle

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13

Mittwoch, 27. April 2016, 10:35

Soll der RMV etwa nicht ausschreiben? Und wonach soll sich denn die Auftragsvergabe richten?
Auf die erste Frage bin ich versucht, ein klares "Nein" zu antworten, aber ich gebe zu, dass die zweite Frage dann schwieriger zu beantworten ist. Und das endet letztendlich nur in einer grundsätzlichen Diskussion über Ausschreibungen.

Im vorliegenden Fall bin ich der Meinung, dass entweder der Besitzer der Infrastruktur, auf der die Automaten stehen, für den Automaten zuständig sein sollte, oder aber der RMV selbst. Ersteres würde in vielen Fällen die DB (Station&Service, oder wie die heute heißen) bedeuten, aber nicht überall.

In jedem Fall hoffe ich, unabhängig vom Betreiber, auf einheitliche Automaten, die tatsächlich sowohl für den RMV, für "Die Beförderer" (also alle, die DB-Fahrkarten anerkennen), aber auch mal für Dritte Fahrkarten verkaufen können. Hier denke ich an HKX, Der Schnellzug, Thalys. Und, ja, vielleicht sogar Fernbusse. Mehrere Automaten nebeneinander stehen zu haben ist in meinen Augen sinnlos, teuer, und für den Kunden nicht überblickbar.

14

Mittwoch, 27. April 2016, 11:07

Ich denke auch, daß es in den Händen desjenigen liegen sollte, um dessen Haltestelle es geht. So wie die vgf ihre eigenen Automaten hat oder die hlb auf der Königsteiner Strecke. Wenn derjenige dies nicht selbst leisten will oder kann, so kann derjenige ja immer noch individuell ein anderes Unternehmen beauftragen. So gibt das nur wieder ein Kuddelmuddel von gegenseitiger Berechnung von Miete, verschiedenen Automaten nebeneinander (die DB wird an den Bahnhöfen sicher nicht auf ihre Automaten verzichten), kurz gesagt es wird noch komplizierter.

Ich bin grundsätzlich kein Freund von Ausschreibungen, egal welcher Art. Jeder Auftraggeber sollte sich frei entscheiden können dürfen, mit wem er Geschäfte macht und mit wem nicht. Das hätte schon so manches Fiasko vermieden, wie Bauarbeiten im Straßenraum, die bei Ausführung durch ein bestimmtes Unternehmen immer deutlich länger als geplant brauchen, man aber aufgrund der Ausschreibung immer wieder auf diesen Billigheimer zurückfällt.

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15

Mittwoch, 27. April 2016, 14:10

Was kostet die die schöne neue Automaten-Welt?

Werte Gemeinde!

Zitat aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung S. 42 vom 27.04.2016:

"Der Auftrag ist verbunden mit der Pflicht, die etwa 600 Automaten im Verbundgebiet zu ersetzen."

Wenn man mal sehr vorsichtig mit Kosten von 20.000 Euro pro Automatenstandort rechnet, muß Transdev 12.000.000 Euro in die Hand nehmen, um erst einmal die Infrastruktur bereitzustellen.
Die jeweiligen Grundstückseigentümer wollen dann noch Pacht für den Automatenstandort sehen, die Rekrutierung und Ausbildung des nötigen Fachpersonals wird auch nicht einfach.

Kann man so Geld verdienen oder rechne ich falsch?

Man helfe mir, bitte!

Gruß

Stationsvorsteher

16

Mittwoch, 27. April 2016, 14:41

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass es Sinn machen kann, den Verkauf außerhalb von Verkehrsmitteln in eine Hand zu nehmen. Allerdings ist dieses Verkaufsnetz ja bisher enorm bunt und liegt in den Händen von LNGs und EVUs. Gespannt bin ich, wie es vertraglich geregelt wird, es denen wegzunehmen - besonders aus laufenden Verträgen.

Um welche Automaten geht es denn hier überhaupt? Dürfen künftig EVUs/Linienbetreiber (DB, VGF, HLB etc.) weiterhin eigene Automaten betreiben? Stehen die neuen dann daneben (wie im Extra-3-Beitrag)? Beispielsweise ist es für die Bahn ja notwendig, an allen Abfahrtsstellen eigener Züge auch eigene Fernverkehrsfahrkarten verkaufen zu können. Oder können EVUs eigene Fahrkartenangebote über die RMV-Automaten verkaufen, um einen Automatenwildwuchs zu unterbinden?

Gleiches gilt für die Verkaufsstellen: Werden die Verkehrsinsel auf der Hauptwache, der Schalter in der Konstablerwache, werden die Mobiliätszentralen überall im Verbundgebiet allesamt künftig von Transdev betrieben? Was machen die bisherigen Betreiber mit dem dann überzähligen Personal? Welche Standorte sollen die neuen Verkaufsstellen haben? Diese liegen oft in öffentlichen Gebäuden - allein (neue) Mietverträge auszuhandeln scheint mir eine Herkulesaufgabe für den neuen Betreiber zu sein. Und: Zumeist sind die Verkaufsstellen ja eng mit den LNGs verzahnt oder sogar deren "Geschäftsstellen" - wird es in Orten wie Friedberg oder Wetzlar künftig zwei Standorte geben, je eine Verkaufsstelle von Transdev und eine Geschäftsstelle der LNG? Wie will man den Fahrgästen den Unterschied klarmachen?

17

Mittwoch, 27. April 2016, 15:07

Das hier betrifft nur die Automaten auf Bahnhöfen (ausgebommen die K-Bahn). HLB, VGF etc. sind davon unberührt.

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Mittwoch, 27. April 2016, 16:05

"RMV setzt auch im Vertrieb auf Wettbewerb" - muß ich die Logik dahinter verstehen? Wieso muß jetzt selbst der Fahrkartenvertrieb im "Wettbewerb" ausgeschrieben werden? 8| ?(

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß die DB als Betreiber der Züge es sich verbieten läßt, auf ihren Bahnsteigen / in ihren Bahnhöfen trotzdem weiterhin auch eigene Automaten zu betreiben, die dann eben nur noch DB-Sachen anbieten, das ist ja nur eine Software-Frage, die RMV-Funktionen rauszukegeln. - Allerdings bedeutet das: noch mehr lustige Daddelkästen auf den Bahnsteigen: DB eben nur für DB und die Transdev-Geräte für den RMV - alles klar, liebe Fahrgäste? Ist doch ganz einfach und absolut logisch :thumbsup: Mainz Hbf macht es ja schon vor, da stehen ja schon Geräte von drei "Betrieben" (DB, Transregio und vlexx), ist doch wunderbar, hat doch jeder voll den Durchblick, war ja auch noch gar kein Thema in Satiresendungen :thumbsup:

Au Mann... was der Ausschreibumgswahn so für Blüten treibt... Wahnsinn.

Ich frag mich nur, wie Transdev da "wirtschaftlich" sein will - ich könnte mir nämlich gut vorstellen, daß sie für jeden Automaten, der auf DB-Gebiet steht, Miete und Stromkosten an Station & Service zahlen müssen. Wie sich das rechnen soll... plus noch die Anschaffung (selbst mit Abschreibung) der Geräte selber... tja. - Da muß man wohl BWL studiert haben, um in dieser Ausschreiberei mit all ihren Folgen irgendwas Sinnvolles sehen zu können 8)

Genau wie transdev muss auch DB Vertrieb Miete an DB StuS bezahlen...

Ist nicht gerade schön, dass man jetzt Tickets für Fernverkehr und RMV an verschiedenen Automaten kaufen muss. Vor allem aber wird es wahrscheinlich an den meisten kleinen Haltepunkten keine FV Tickets mehr geben, nur dafür lohnen sich die laufenden Kosten für einen Automaten bestimmt nicht.

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19

Donnerstag, 28. April 2016, 19:04

Der RMV liebt seine Fahrgäste :thumbsup:

Alf_H

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Wohnort: DA! DI? NA... (Stadt ohne Land oder Bus)

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20

Donnerstag, 28. April 2016, 20:18

Der RMV liebt seine Fahrgäste :thumbsup:


und was heisst das jetzt ?

"... und die Fahrgäste lieben den RMV ?" Nein - Ja - Doch !?
Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

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