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Samstag, 27. August 2016, 09:00

FR – E-Highways für den Lkw-Verkehr

Einer für das Umweltbundesamt erstellten Studie des Öko-Instituts zufolge können auch Verbrauchs- und Emissionsreduktionen bei Lkw-Dieselmotoren perspektivisch gesehen bis 2050 nicht einen Anstieg ihres Beitrags zum absoluten Schadstoffausstoß um 18 Prozent verhindern. Dementsprechend soll, den Empfehlungen der Studie folgend, ein Pilotversuch zu elektrifizierten Autobahnen gestartet werden, auf denen Lkw per (doppelpoliger) Fahrleitung im Elektrobetrieb verkehren können.

Aus vergaberechtlichen Gründen könne man momentan noch nicht mitteilen, welche Strecken für diesen Versuch ausgerüstet werden, wobei Auftragsvergabe und Baumaßnahmen noch in diesem Jahr beginnen sollen. Gleichwohl seien die Resultate, die z.B. Siemens mit seinem E-Highway-Programm auf einer nichtöffentlichen Teststrecke bei Berlin sowie einem rund 2 Kilometer langen Autobahnabschnitt bei Stockholm, der Ende Juni diesen Jahres entsprechend elektrifiziert wurde, bereits vielversprechend genug, dass Schweden eine Ausweitung der Autobahnelektrifizierung ins Auge fasse. Dort wolle man bis 2030 das gesamte Güterverkehrswesen unabhängig von fossilen Brennstoffen machen.

Klick.
Наш триумф в космосе - гимн стране Советов!

2

Samstag, 27. August 2016, 09:40

Wenn mal realistisch bleibt, scheint das eher wieder ein Versuch der LKW Lobby zu sein, mehr Verkehr zu beschönigen.
Schneller wäre doch eine Rollende Landstraße System, das würde zumindest den Transit und Weitverkehr reduzieren.

3

Samstag, 27. August 2016, 11:15

Mal unabhängig davon, dass ich es auch eher so sehe "Mehr Güterverkehr auf die Schiene", ist das zumindest schon mal eine Idee. Wer weiß, ob nicht auch der O-Bus irgendwann in größerem Stil ein Comeback feiert (mal auf Westeuropa gemünzt, woanders gibt's die ja noch häufig).

Zwar hat man schon Ideen mit Elektrobussen und -autos, das generelle Problem warum viele sie aber noch ablehnen, ist die teils stark begrenzte Reichweite und der lange und mitunter umständliche Aufladeprozess. Und da ist fraglich, ob man das auf kurze Zeit zufriedenstellend lösen kann.
Viele Grüße, vöv2000

4

Samstag, 27. August 2016, 11:46

Es gibt auch schon Videoclips dazu:klick

Was waren die Gründe für die Einstellung der Obusse? Mangelnde Flexibilität - ist mit dem im Video gezeigten System einigermaßen kompensierbar.
Die Kosten dürften vermutlich eher das Todesurteil werden: Doppelte Traktionsausrüstung der Fahrzeuge sowie Fahrleitungen. Wer soll die Kosten tragen?
Wenn man dagenstellt, was das für ein gezänk ist, hochbelastete (Bahn)Hauptstrecken auszubauen und zu elektrifizieren. Da bin mal auf die Diskussionen gespannt.

5

Samstag, 27. August 2016, 20:13

Ich glaube, eines der größten Argumente - neben den von Dir genannten Kosten - zur Einstellung war (wie oft auch schon bei Straßenbahnen), dass die ganze Oberleitung mitsamt Masten etc. das Stadtbild verschandelt.

Wie sinnvoll man ein O-Bussystem nutzen kann bewies vor allem Essen, die ihren O-Bus seinerzeit sogar durch den Straßenbahntunnel schickten.
Viele Grüße, vöv2000

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »vöv2000« (27. August 2016, 20:14)


K-Wagen

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6

Donnerstag, 2. Februar 2017, 15:59

Laut HR soll eine der Teststrecken zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Kreuz eingerichtet werden.
Ende 2018 soll die Oberleitung zur Verfügung stehen.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »K-Wagen« (2. Februar 2017, 16:00)


7

Freitag, 4. August 2017, 17:01

Hessen Mobil will dieses Vorhaben ohne Planfeststellung und Plangenehmigung bauen. Im Rahmen einer Vorprüfung hat das RP Darmstadt jetzt festgestellt, dass es keine negativen Umweltauswirkungen hat. Dazu müssen bereits vollständige Baupläne vorgelegen haben, weshalb man als nächsts wohl mit der Ausschreibung rechnen darf.

Zitat

"Gegenstand der Baumaßnahme ist die Errichtung einer Oberleitungs-Teststrecke zur Gewinnung neuer Erkenntnisse bezüglich den planerischen, straßenbaulichen und straßenbetrieblichen Aspekten einer Anlage zur Energieversorgung von OH-LKW (Oberleitungs-Hybrid-LKW) mit dem langfristigen Ziel einer Luftschadstoffreduktion in Ballungsräumen."
Q: StAnz v. 26.6.2017, 632

Ein paar Details gibts auch auf der Website von Hessen Mobil zu lesen.

Es geht demnach - soviel zu den Einwänden in den Vorbeiträgen - nicht um durchgehende Oberleitungen, sondern um Ladestrecken für Hybrid-Fahrzeuge. Wenn man es nicht unter relatischen Bedingungen versucht, wird man auch nicht herausfinden, ob funktioniert.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »tunnelklick« (4. August 2017, 17:02)


8

Montag, 25. September 2017, 20:10

Airliner auf dem eHighway

Auf der Projektseite von Hessen-Mobil ist zu lesen, dass HEAG Mobilo offizieller Kooperationspartner des Pilotprojekts eHighway ist. Da Heag Mobilo bekanntlich den "Airliner" zwischen Darmstadt und Flughafen betreibt, könnte dies bedeuten, dass wir demnächst einen Hybridbus mit Oberleitungstechnik auf der A5 zu sehen bekommen.

Quelle

9

Dienstag, 26. September 2017, 20:25

... oder der ST 12 bekommt Gummireifen verpasst :D

10

Dienstag, 19. Dezember 2017, 15:51

Ein weiterer Informationssplitter zum Thema:

Die Projektseite von Hessen Mobil ist u.a. um diesen Satz erweitert worden:

Zitat

Mit der HEAG mobilo AG wird aktuell untersucht, inwiefern die Pantographen­technologie auf Reisebusse auf der Autobahn angewendet werden kann.
Während es LKW mit Stromabnehmer schon länger gibt, ist mit ein Exemplar eines Reisebusses mit Stromabnehmer noch nicht untergekommen. Vielleicht schreibt HAEG Mobilo eines Tages doch noch Technikgeschichte?

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Darkside

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11

Dienstag, 19. Dezember 2017, 16:03

Es wird da wohl überlegt den Airliner mit in den Test einzubeziehen.

12

Dienstag, 19. Dezember 2017, 17:22

Die Frage ist, ob es denn überhaupt schon einen entsprechen Reisebus gibt. Kennt jemand ein Modell?

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13

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 07:50

Wer sagt, dass es ein Reisebus sein muss? Man kann doch auch einen "normalen" O-Bus mit den geänderten Pantographen ausstatten?

14

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 07:57

Reisebus, weil ein O-Bus für das Geschäftsmodell des "Airliners" unpassend sein dürfte und vermutlich auch hinsichtlich Tempo nicht leistungsfähig genug. Hinzu kommt, dass die Strecke des Airliners nicht durchgehend elektrifiziert ist, der O-Bus also ein Hybrid-O-Bus sein müsste. Gibts so was?

15

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 11:01

Hinzu kommt, dass die Strecke des Airliners nicht durchgehend elektrifiziert ist, der O-Bus also ein Hybrid-O-Bus sein müsste. Gibts so was?


Hätte jetzt bald gesagt "wie Sand am Meer". Die neuen Trollino (der O-Bus-Urbino) aus Esslingen sind solche Fahrzeuge (sogar mit Elektro- statt Dieselmotor), ebenso sämtliche aktuellen O-Busse aus Solingen (mit Dieselmotor).

Ich weiß aber nicht, ob man da so einfach den Stromabnehmer umtauschen kann. Das kommt ja auch drauf an, was an Technik da noch unterhalb des Daches im Bus steckt.

Wenn überhaupt, würde ich mich da eher an den neuen Elektrobussen mit Ladestation an der Endhaltestelle orientieren, wo dann ein Stromabnehmer ausfährt. Beispiel: Die VDL Citea aus Köln, die auf der dortigen Linie 133 fahren.
Viele Grüße, vöv2000

16

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 11:58

Muss der denn zum Aufladen stehen? Wenn die Aufladung auch während der Fahr erfolgen kann, wäre er auf dem eHighway wahrscheinlich einsetzbar. Der eHighway dient ja primär dazu, die ohnehin zu absolvierende Fahrtstrecke zum Aufladen zu nutzen, und zwar zur Schnellladung, denn die Oberleitungsstrecke von 6 km wäre bei Tempo 80 in 4,6 Min durchmessen. Wie lange braucht denn eine Schnellladung im Stand?

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17

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 17:45

Ob der stehen muss weiß ich nicht. Da dieses Stück "Oberleitung" ja mehr so 'ne Art Laternenpfahl ist, kann man es nicht mit fahren ausprobieren. :D
Da es aber nur so ein kurzes Stück ist, ist das eindeutig fürs Laden im Stand gedacht. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Stromabnehmer nur hochgeht, wenn die Software den Stillstand des Fahrzeuges erkannt hat (und umgekehrt lässt sich bei gehobenem Stromabnehmer der Motor nicht starten). Ob es aber tatsächlich so ist müsste ich auch erst recherchieren.

Die Stromabnehmer der Lkw sind auch eine andere Bauart. Wäre aber die Frage, ob man sie mit ihrer Technik relativ problemlos auf so einen (z. B.) VDL draufbauen könnte und dann nur die Software anpassen muss.


Die Ladezeit kenne ich auch nicht bis ins Detail. Am Hauptbahnhof hat der 133 eine Wendezeit (=Standzeit) von etwa 10 Min. Allerdings wird da bestimmt nicht voll aufgeladen, am anderen Ende gibt es ja wieder eine Ladestation.
Viele Grüße, vöv2000

18

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 17:59

der O-Bus also ein Hybrid-O-Bus sein müsste. Gibts so was?
Die Eberswälder Gräf & Stift hatten Dieselmotoren als zweiten Antrieb.


Da dieses Stück "Oberleitung" ja mehr so 'ne Art Laternenpfahl ist, kann man es nicht mit fahren ausprobieren.
Also Emmet Brown hatte/hätte so etwas hinbekommen. :thumbsup:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (20. Dezember 2017, 18:01)


K-Wagen

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19

Freitag, 27. April 2018, 11:18

Es wurde begonnen die Masten zwischen Darmstadt und Mörfelden aufzustellen.

Die Schweden experimentieren mit Stromschienen (SPON)
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

20

Freitag, 27. April 2018, 12:51

Apropos Schienen: Bei der nächsten Fahrbahnsanierung einfach gleich Rillenschienen mit einbauen...fertig ist die Gütertram. :D