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Dienstag, 6. September 2016, 18:04

ESWE, MVG, ICB und traffiQ wollen gemeinsam Brennstoffzellenbusse beschaffen

Die ESWE, MVG, ICB und traffiQ haben sich einem Projekt angeschlossen, welche in den nächsten Jahren Brennstoffzellenfahrzeuge aller Art im Rhein-Main-Gebiet etablieren möchten. Hierzu sollen auch Brennstoffzellenbusse angeschafft werden. Aktuell tourt dazu auch ein Solbus aus den Niederlanden durch Mainz, Wiesbaden und Frankfurt.

Mehr Infos zum Projekt gibts hier:
https://www.h2bz-hessen.de/mm/%5Cmm001/A…Bus-Projekt.pdf

Charly

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Dienstag, 6. September 2016, 18:27

Uii, da muss ich doch als Kaufmann erst dreimal schlucken. 650.000 € für einen Solobus sind eine Menge Holz. Bei einer Förderquote von 58% verbleiben also 377.000 € Eigenanteil. Das wäre ca. das 1,5-fache der Anschaffungskosten eines Dieselbusses. Ob sich das aufgrund geringerer Energiekosten über die Laufzeit rechnet?

Ole

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3

Dienstag, 6. September 2016, 20:45

Mal sehen, ob es hier wieder so halbherzig umgesetzt wird, wie die anderen Projekte (Elektrobus Offenbach, Flughafen, Hybridbus etc.). Hoffentlich wird der Bustyp nicht wieder eine Besonderheit. Anstatt auf aktuelle Modelle zu setzen, wird ja in der Region gerne das Besondere gewünscht. Dazu kommt, während man in anderen Regionen schon deutlich weiter ist, kommt man hier meist nicht über irgendwelche Prototypen oder Studien hinaus. Hamburg und Berlin haben gerade die Bestellung einer großen Anzahl an Elektrobussen beschlossen. In Berlin, Köln, Hamburg und Hannover gibt es Innovationslinien, die komplett umgestellt wurden. Mal mit mehr Erfolg, mal mit weniger Erfolg, aber es passiert etwas.


Dennoch freue ich, dass man sich endlich dem Thema annimmt.

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Dienstag, 6. September 2016, 21:46

Mal sehen, ob es hier wieder so halbherzig umgesetzt wird, wie die anderen Projekte (Elektrobus Offenbach, Flughafen, Hybridbus etc.). Hoffentlich wird der Bustyp nicht wieder eine Besonderheit. Anstatt auf aktuelle Modelle zu setzen, wird ja in der Region gerne das Besondere gewünscht. Dazu kommt, während man in anderen Regionen schon deutlich weiter ist, kommt man hier meist nicht über irgendwelche Prototypen oder Studien hinaus. Hamburg und Berlin haben gerade die Bestellung einer großen Anzahl an Elektrobussen beschlossen. In Berlin, Köln, Hamburg und Hannover gibt es Innovationslinien, die komplett umgestellt wurden. Mal mit mehr Erfolg, mal mit weniger Erfolg, aber es passiert etwas.

Dennoch freue ich, dass man sich endlich dem Thema annimmt.

Naja, bei Brennstoffzellen oder Wasserstoffbussen sind bekannte Hersteller sehr zurückhaltend. Heute in Mainz z.b. war ein Solbus aus den Niederlanden.

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Mittwoch, 7. September 2016, 09:33

In Hamburg sind (noch?) die Brennstoffzellenbusse Mercedes Citaro.
In Berlin sind die Wasserstoffbusse MAN Lion's City
In Berlin sind die Elektrobusse Solaris Urbino 12

..also alles bekannte Großserienprodukte vom Grundmodell her.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (7. September 2016, 09:33)


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Mittwoch, 7. September 2016, 11:17

In Hamburg sind (noch?) die Brennstoffzellenbusse Mercedes Citaro.
In Berlin sind die Wasserstoffbusse MAN Lion's City
In Berlin sind die Elektrobusse Solaris Urbino 12

..also alles bekannte Großserienprodukte vom Grundmodell her.

Die Wasserstoff-LC in Berlin gibts schon ewig nimmer, ein Teil fährt in Marburg als umgebauter CNG-Bus.

7

Mittwoch, 7. September 2016, 12:49

Brennstoffzellen-Busse: Die Verkehrsunternehmen ESWE Verkehr, MVG und traffiQ stellen die Zukunft des emissionsfreien Nahverkehrs vor

Zitat

Brennstoffzellen-Busse: Die Verkehrsunternehmen ESWE Verkehr, MVG und traffiQ stellen die Zukunft des emissionsfreien Nahverkehrs vor

Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) steigen kontinuierlich an: So verzeichnete beispielsweise die ESWE Verkehrsgesellschaft, der kommunale ÖPNV-Dienstleister in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden, im Jahr 2015 ein 3,1-prozentiges Plus der Jahresgesamt-Fahrgastzahl im Vergleich zum Vorjahr. Jeder Zuwachs der Fahrgastzahlen bedeutet jedoch automatisch auch eine stetige Zunahme des Verkehrsaufkommens im Linienverkehr. Diesen Zuwachs umweltschonend zu gestalten, ist das erklärte Ziel des Projekts „H2Bus Rhein-Main – emissionsfreier Nahverkehr in der Metropolregion“, zu dem sich drei führende ÖPNV-Anbieter der Rhein-Main-Region vor Kurzem zusammengeschlossen haben: die ESWE Verkehrsgesellschaft (Wiesbaden), die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) und traffiQ, die städtische Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main.

Am heutigen Mittwoch präsentierten die städtischen ÖPNV-Unternehmen in Kooperation mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V. (H2BZ-Initiative Hessen) erstmals der Politik und den Medien auf dem Betriebshof der ESWE Verkehr in Wiesbaden zwei unterschiedliche Brennstoffzellenbusse. Neben führenden Repräsentanten der drei beteiligten Projektpartner ESWE Verkehr, MVG und traffiQ war auch Frau Prof. Dr. Birgit Scheppat, Vorstandsmitglied der H2BZ-Initiative Hessen und Leiterin des Wasserstofflabors der Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim, zu Gast und erläuterte die ökologische Herstellung von Wasserstoff. Die Hochschule RheinMain gehört ebenfalls zu den Unterstützern des Projekts. Schließlich vermittelte eine kleine Rundtour den Teilnehmern einen ersten Eindruck vom Fahrgefühl in einem Brennstoffzellen-Bus.

Mit dem Projekt „H2Bus Rhein-Main – emissionsfreier Nahverkehr in der Metropolregion“ haben sich die drei Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet neben anderen Verkehrsbetrieben in Europa für die Teilnahme an einer Förderinitiative der Europäischen Union beworben, in deren Rahmen der Einsatz größerer Flotten von Brennstoffzellen-Bussen für den öffentlichen Nahverkehr europaweit demonstriert werden soll. Derartige Busse nutzen Wasserstoff (chemische Formel: H2) als umweltschonenden Energieträger, der von Brennstoffzellen in Strom und über Elektromotoren in Antriebsenergie für das Fahrzeug umgewandelt wird. Da die Emissionen eines solchen Busses ausschließlich aus völlig unschädlichem Wasserdampf bestehen, und da zudem der Elektroantrieb praktisch keinerlei Geräuschemissionen verursacht, gilt der Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen als ein äußerst vielversprechendes Konzept für den klima- und umweltfreundlichen, weil emissionsfreien und ressourcenschonenden Nahverkehr der Zukunft. Neben diesen ökologischen Aspekten spricht auch die Praxistauglichkeit von Brennstoffzellen-Bussen für deren künftige Nutzung: Die Busse besitzen eine für den Einsatz im Linienverkehr vollkommen ausreichende Reichweite von gut 300 Kilometern und mehr, sie lassen sich in kurzer Zeit (nur etwa zehn Minuten) betanken, und sie unterliegen im Gegensatz zu reinen Batteriebetrieb-Bussen keinerlei operativen Einschränkungen im Verkehrsalltag.

Stimmen zum Projekt „H2Bus Rhein-Main – emissionsfreier Nahverkehr in der Metropolregion“:

„Beispielsweise mit dem Einsatz der stets neuesten Abgasfiltertechnologien stellen wir bei ESWE Verkehr schon seit vielen Jahren unter Beweis, dass der öffentliche Nahverkehr der Motor umweltfreundlicher Mobilität sein kann. Das Projekt zum künftigen Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen, an dem wir sehr gerne teilnehmen, ist daher für uns ein folgerichtiger nächster Schritt auf unserem konsequent ökologisch ausgerichteten Weg.“
Prof. Dr.-Ing. Hermann Zemlin, Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden

„Im Jahr 2004 hat traffiQ mit dem Einsatz von über 50 Linienbussen dem besonders umweltfreundlichen EEV-Standard bundesweit zum Durchbruch verholfen. Seitdem ist Frankfurt beim Dieselbus-Einsatz unter den ökologischen Spitzenreitern. Gerne sind wir dabei, mit diesem Pilotprojekt zum Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen einen Quantensprung für den umweltfreundlichen Nahverkehr einzuleiten.“
Dr. Hans-Jörg v. Berlepsch, Geschäftsführer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ, Frankfurt am Main

„Mehr als achtzig Brennstoffzellen-Busse haben in den vergangenen Jahren im Rahmen dutzender Projekte weltweit ihre technische Reife sowie ihre Einsatzfähigkeit und ihre Alltagstauglichkeit für den Linienverkehr bereits erfolgreich nachgewiesen. Unser gemeinsames ‚H2Bus Rhein-Main‘-Projekt kann nun erreichen, dass unsere Region zu Städten wie Hamburg, Köln oder Stuttgart aufschließt, wo sich erste Prototypen von Brennstoffzellen-Bussen bereits seit einigen Jahren ihre Leistungsfähigkeit im täglichen Einsatz bewiesen haben.“
Jochen Erlhof, Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH, Mainz

„Unser Mainzer Energiepark mit seiner weltweit größten ‚Power-to-Gas‘-Anlage ihrer Art würde im Rah¬men des Projekts die Versorgung der Brennstoffzellen-Busse mit ‚grünem Wasserstoff‘, der aus sogenanntem Überschussstrom gewonnen wird, ermöglichen. Der weitgehend CO2-frei erzeugte Wasserstoff kann somit nicht nur Busse auf umweltfreundliche Weise antreiben, er hilft auch beim Stabilisieren der elektrischen Netze mit ihrem zunehmenden Anteil an regenerativem Strom. Dies ist ein Meilenstein für das Gelingen der Energiewende.“
Dr. Tobias Brosze, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Stadtwerke Mainz AG, Mainz

„Das Projekt zum künftigen Einsatz von Brennstoffzellen-Bussen bedeutet die sinnvolle, den gegenseitigen Nutzen fördernde Verknüpfung von Energiesystemen einer- und Verkehrssystemen andererseits. Es entsteht innerhalb der Region eine geschlossene Wertschöpfungskette von der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis zum öffentlichen Personennahverkehr mit strombasierten Antrieben. Diese Wertschöpfungskette hilft gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten aus politischen Krisenregionen zu reduzieren.“
Prof. Dr. Birgit Scheppat, Vorstand der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V., stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands e.V. (DWV) und Leiterin des Wasserstofflabors der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim

Details zum Projekt „H2Bus Rhein-Main – emissionsfreier Nahverkehr in der Metropolregion“:

  • Im Rahmen der EU-Förderinitiative „Jive“ („Joint Initiative for hydrogen Vehicles across Europe“) zur Beschaffung von Brennstoffzellen-Busflotten ist für das gemeinsame „H2Bus Rhein-Main“-Projekt von ESWE Verkehr, MVG und traffiQ die Anschaffung von insgesamt elf Brennstoffzellen-Bussen geplant (Wiesbaden: je zwei Solo- und Gelenkbusse; Mainz: je zwei Solo- und Gelenkbusse; Frankfurt: drei Solobusse).
  • Des Weiteren sind der Aufbau einer Wasserstofftankstelle (bei ESWE Verkehr in Wiesbaden) sowie eines technischen Kompetenzzentrums inklusive Buswerkstatt (bei der MVG in Mainz) vorgesehen.
  • Die EU-Förderinitiative beabsichtigt, bis zum Jahr 2020 europaweit mehr als 500 Brennstoffzellen-Busse auf die Straße zu bringen. Im ersten Schritt ist der Einsatz von 142 Brennstoffzellen-Bussen in neun europäischen Städten bzw. Großstadtregionen geplant. Ein weiteres Ziel der EU-Förderinitiative ist der Aufbau der größten Wasserstofftankstellen-Kapazität in Europa.
  • Der Zeitplan sieht vor, dass nach der Erteilung des Förderbescheids durch die EU (die Erteilung wird für das 4. Quartal 2016 erwartet) der Projektstart im 1. Quartal 2017 erfolgen kann. Die ersten Busse sowie die Wasserstofftankstelle könnten dann im 1. Quartal 2018 in Betrieb gehen. Insgesamt ist das EU-Projekt auf eine Laufzeit von sechs Jahren ausgelegt.


Details zur Thematik „Wasserstoff (H2) als Treibstoff“:

  • Der Einsatz von Wasserstoff als Treibstoff bietet zum einen enorme Vorteile in puncto Emissionen: Die Abgasemissionen bestehen ausschließlich aus völlig unschädlichem Wasserdampf; und Lärmemissionen treten bei Fahrzeugen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb praktisch gar nicht auf.
  • Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich Wasserstoff als Treibstoff aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen umweltfreundlich, weil regenerativ erzeugen lässt.
  • Zudem stehen in der Rhein-Main-Region bereits heute zwei Quellen zur Erzeugung von Wasserstoff als Treibstoff zur Verfügung: nämlich die weltweit größte „Power-to-Gas“-Anlage der Mainzer Stadtwerke im Energiepark Mainz sowie der Industriepark Frankfurt-Höchst, wo Wasserstoff als Nebenprodukt anfällt.
Quelle: Presseinformation traffiQ
Gruß Tommy

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Mittwoch, 7. September 2016, 19:32

Handelt es sich bei dem Brennstoffzellenbus zufällig um so ein Exemplar?
http://www.hycologne.de/wp-content/uploa…ebsite_2016.jpg

Wenn Ja, dann wurde der Wagen heute gegen 17:00 Uhr auf der A60 auf Mainzer Gebiet Richtung Lerchenberg von Hessen kommend von einem Abschlepp LKW gezogen.
Wechselt der Bus mit einem Abschlepp LKW seine Standorte oder ist an dem Wagen etwas defekt?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MAN Lions Göppel« (7. September 2016, 19:34)


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Mittwoch, 7. September 2016, 19:57

Korrekt, der war heute zusammen mit einem polnischen Solbus aus den Niederlanden heute in Wiesbaden.

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Mittwoch, 7. September 2016, 21:08

Also bei Abfahrt aus dem Betriebshof ist er noch aus eigener Kraft gefahren. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man einfach nicht auf die Autobahnen fahren mit den Fahrzeugen, gerade wegen der beschränkten Reichweite.

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Freitag, 7. April 2017, 15:27

traffiQ | Pressemeldung

Neben dem Brennstoffzellenbus, wird nun auch Elektrotechnik genutzt:

Zitat

Elektrobusse für Frankfurt
Linie 75 fährt ab Dezember 2018 ohne Abgase


„Im Jahr 2018 wird der Frankfurter Nahverkehr noch umweltfreundlicher“, kündigt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling im Rahmen einer Pressekonferenz an. „Auf der Buslinie 75 werden nur noch Elektrobusse fahren“. Fünf Busse sind für die Ringlinie notwendig, die die Verbindung zwischen der Bockenheimer Warte, dem Uni-Campus Westend, dem Palmengarten und dem Botanischen Garten herstellt. In den nächsten Wochen, so Oesterling, wird die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ den Förderantrag für die Beschaffung der Busse beim Land Hessen stellen.

traffiQ hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die günstige Einsatzbedingungen für Elektrobusse in Frankfurt ermittelte, erläutert Geschäftsführer Dr. Hans-Jörg v. Berlepsch. Eingebunden waren dabei das städtische Busunternehmen In-der-City-Bus GmbH (ICB), die Mainova, Fraport und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF). Die fünf Linien 32, 33, 35, 62 und 75 wurden untersucht, wobei sich die von der ICB betriebene Linie 75 im Westend als am besten geeignet herausstellte. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Jahr 2018 auch die gemeinsam mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft und der ESWE Verkehr bestellten Wasserstoffbusse eintreffen, die ebenfalls emissionsfrei betrieben werden und mit komplexer Elektrotechnologie ausgestattet sind. Dazu wird besonders qualifiziertes Personal benötigt, das für beide Technologien eingesetzt werden kann.
Zudem werden sich die Batteriebusse auch die im Busbetriebshof der ICB noch zu installierenden technischen Einrichtungen mit den Wasserstoffbussen teilen.

„Damit kann Frankfurt wertvolle Erfahrungen mit zwei unterschiedlichen Elektrobuskonzepten sammeln, mit der die Stadt sich auf den Weg in die Zukunft eines emissionsfreien Nahverkehrs begibt“, ist Oesterling überzeugt.

Die Busse sollen mit einer Batteriekapazität von 300 kWh ausgestattet sein, was einer Reichweite von 150 Kilometern pro Tag entspricht. Das genügt für den Einsatz auf der Linie 75, so dass die Busbatterien über Nacht im Betriebshof wieder aufgeladen werden können.
Da die Linie 75 die beiden Uni-Standorte an der Bockenheimer Warte und im Westend verbindet, sind dort während der Vorlesungszeit bis zu fünf Busse im Einsatz. In den Semesterferien genügt ein Bus, so dass Elektrobusse dann auch auf anderen Linien erprobt werden können.

Ein batteriebetriebener Linienbus ist derzeit mit rund 500.000 Euro etwa doppelt so teuer wie ein Dieselbus. Für das Projekt mit den fünf E-Bussen auf der Linie 75 kommen, unter Berücksichtigung der Landesförderung, insgesamt etwa 146.000 Euro an zusätzlichen jährlichen Betriebskosten hinzu, die von der Stadt zu tragen sein werden. „Gut angelegtes Geld für eine zukunftsträchtige Investition in eine gesteigerte Lebensqualität für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger“, findet Verkehrsdezernent Oesterling.

>> Grafik: Linienweg der Buslinie 75 (PDF, 2.3 MB)
Quelle: traffiQ >> Presseinformation <<
10.02.01-10.02.18: 17 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
11.04.15-11.04.18: Dritter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

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Freitag, 19. Oktober 2018, 19:07

Wasserstoffbusse

Laut einer Pressemitteilung der ESWE-Verkehr wurden die angekündigten Wasserstoffbusse für Frankfurt, Wiesbaden und Mainz nun bestellt. Es handelt sich um 11 Solo- und Gelenkbusse des polnischen Herstellers Autosan. Da stellt sich natürlich die Frage, ob diese mit der "Qualität" der Solarien mithalten können werden...;):D

Zitat

Elf Wasserstoff-Busse sind ab Mitte 2019 im Einsatz

Gemeinsames „0-Emissionen-Projekt“ von ESWE Verkehr, Mainzer Mobilität, In-der-City-Bus und traffiQ schreitet voran: Fahrzeuge und neue Tankstelle bestellt

Ab Sommer 2019 werden in Wiesbaden, Mainz und Frankfurt am Main elf Linienbusse eingesetzt, die mit umweltfreundlich erzeugtem Wasserstoff als Energiespeicher völlig emissionsfrei den elektrischen Antrieb übernehmen und so einen Teil des Öffentlichen Personennahverkehrs ohne Schadstoffbelastung für Mensch und Umwelt durchführen.

Bereits 2016, im Zuge der ökologischen Wende nach der Klimakonferenz von Paris und bevor Dieselfahrverbote per Gerichtsbescheide in deutschen Städten drohten, haben sich die Verkehrsgesellschaften in Wiesbaden (ESWE Verkehr), Mainz (Mainzer Mobilität MM) und Frankfurt (traffiQ / In-der-City Bus ICB) zum Projekt „H2 Bus Rhein-Main – emissionsfreier Nahverkehr in der Metropolregion“ zusammengeschlossen, um den kommunalen Nahverkehr mithilfe von innovativer Technologie schadstoffarm und umweltfreundlich umzugestalten. Die innovative Technologie ist die Brennstoffzelle, in welcher aus Wasserstoff Strom zum Antrieb der Fahrzeuge erzeugt wird. Der ausschlaggebende Impuls war JIVE – die EU-Förderinitiative „Joint Initiative for hydrogen Vehicles across Europe“ zur Beschaffung von Brennstoffzellen-Busflotten. Europaweit werden nun 291 geförderte Busse sukzessive in Betrieb genommen und unser Projekt ist eines dieser Unternehmungen mit Leuchtturm-Charakter!

Die Fördermittel der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz in Höhe von zwei Mio. Euro ermöglichen auf dem Betriebsgelände von ESWE Verkehr den Bau einer gemeinsam genutzten Wasserstoff-Tankstelle, die mit „grünem“ Wasserstoff aus dem Mainzer Energiepark beliefert wird. Dort sorgen vorrangig Windräder für die Stromproduktion und damit den Betrieb der weltweit größten „Power-to-gas“-Anlage ihrer Art, in der Wasserstoff hergestellt wird. Damit wird das Rhein-Main-Projekt zum Vorreiter im Kampf gegen Stickoxid- und Feinstaubbelastung in Städten und Kommunen. Der Gewinn der mit Wasserstoff angetriebenen Brennstoffzellenbusse ist unumstritten und mehr als evident: Emissionsfreiheit auf ganzer Linie – nicht nur die für Mensch und Umwelt gleichermaßen schädlichen Abgase bleiben aus, auch die Lärmbelastung wird durch Reduktion der Motorengeräusche und Schaltvorgänge erheblich gesenkt.

Im September wurden die Busse für das Rhein-Main Gebiet verbindlich geordert. Alle elf Fahrzeuge werden von der ebe Europa GmbH geliefert, die die Busse bei der Fa. Autosan in Sanok (Polen) fertigen lässt. MM und ESWE Verkehr haben je zwei zwölf Meter lange Solobusse und zwei 18 Meter lange Gelenkbusse bestellt. Die Gelenkbusse werden ab Sommer 2019 auf der Gemeinschaftslinie 6 zwischen Mainz und Wiesbaden eingesetzt, die Solobusse im übrigen Netzgebiet. Für den Bau der Wasserstofftankstelle in Wiesbaden wurde die Fa. Linde beauftragt. Die In-der-City-Bus hat drei Solobusse für den Einsatz im Frankfurter Stadtverkehr geordert. Die Busse werden voraussichtlich bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 ausgeliefert und an der bereits bestehenden Wasserstoff-Tankstelle im Industriepark Höchst aufgetankt.

Die Brennstoffzellen-Busse haben eine Reichweite von rund 300 Kilometer, das Betanken dauert unter 15 Minuten. Einziger Wermutstropfen: Die mit 650.000 Euro pro Solobus derzeit noch hohen Anschaffungskosten, die eine finanzielle Herausforderung darstellen. Deswegen sind die Fördergelder der EU-Initiative „JIVE“ und die Bundesmittel des BMVI so wichtig, denn sie minimieren die Restkosten für die Verkehrsgesellschaften auf das Niveau der Anschaffungskosten von Dieselbussen. Weitere und ähnliche Maßnahmen sind nur möglich, wenn auch künftig umfangreiche Fördermittel zur Verfügung gestellt werden und die Programme zur Förderung alternativer Antriebe im ÖPNV verstetigt und ausgebaut werden.
Der Einsatz der Brennstoffzellen-Busse wird zukünftig ein wesentlicher Bestandteil im Gesamtkonzept eines klima- und umweltfreundlichen, weil emissionsfreien und ressourcenschonenden Nahverkehrs der Zukunft sein, aber auch Batteriebusse werden zum Einsatz kommen. Ziel der Verkehrsbetriebe ist, die Umstellung auf den emissionsfreien Elektroantrieb ihrer Linienbusse den topografischen und betrieblichen Anforderungen des Linienbetriebs anzupassen und im Einklang damit zu realisieren.

ESWE-Verkehr Geschäftsführer Jörg Gerhard betont die Einmaligkeit und Wichtigkeit des Projektes für die Stadt Wiesbaden und die gesamte Rhein-Main-Region: „Damit setzen wir gemeinsam mit Mainz und Frankfurt einen Meilenstein für emissionsfreien ÖPNV und leisten entscheidende Pionierarbeit.“

"Da auch die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie derzeit in aller Munde ist, können wir mit diesem Projekt nicht nur über innovative Antriebsarten reden, sondern gehen ganz konkrete Schritte der Umsetzung. Damit erkennen wir den dringenden Handlungsbedarf zur Luftreinhaltung, gerade auch in Wiesbaden, an und können auch ohne ein Dieselfahrverbot mit weiteren geeigneten Maßnahmen die Luftqualität in der Innenstadt und den Stadtteilen Wiesbadens deutlich verbessern", so Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol.

Das laufende Projekt „H2 Bus Rhein-Main“ wird im Rahmen der Förderrichtlinie Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 2,5 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. "

Quelle: ESWE-Verkehr


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Freitag, 19. Oktober 2018, 19:16

Es freut mich, endlich mal wieder was über das Projekt zu hören, nachdem es lange sehr still geworden ist.

Bin mal gespannt, ob die Frankfurter dann wirklich im Sommer 2019 kommen und in den Einsatz gehen.
Viele Grüße, vöv2000

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Samstag, 20. Oktober 2018, 03:41

Alle elf Fahrzeuge werden von der ebe Europa GmbH geliefert, die die Busse bei der Fa. Autosan in Sanok (Polen) fertigen lässt.

Wie soll man das jetzt verstehen?
Ist ebe Europa ein Händler, ein Fahrzeugkonzern, ein Fahrzeughersteller oder Karosserieaufbauer?

Beide Namen habe ich noch nie gehört. Der zitierte Satz klingt so, wie viele Lebensmittelprodukte hergestellt werden: Aldi und die markenlosen Produkte lassen auch bei namhaften Herstellern produzieren, geben den identischen Verpackungen zum Original eigene Designs und Namen.

Warum bietet Autosan diese Fahrzeuge nicht gleich direkt unter dem Namen Autosan an?

15

Samstag, 20. Oktober 2018, 08:02

Wie soll man das jetzt verstehen?

Am besten so: http://www.lmgtfy.com/?q=ebe+Europa+GmbH
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Samstag, 20. Oktober 2018, 08:11

Als Pole kenne ich Autosan sehr gut ;) . Gibt es schon ewig.

17

Samstag, 20. Oktober 2018, 09:14

Nach dem guckeln bin ich auch nicht viel schlauer geworden, außer dass ich jetzt statt eckigen Rädern eckige Augen habe.

Na gut, warte ich eben, bis irgendjemand aus dem Forum einen Autosan gesichtet haben will und ein Besserwisser dann die korrekte Bezeichnung des Fahrzeuges wie z.B. "Das ist ein MAN Lion's City LE des VW-Konzerns (die Bussparte hat jetzt auch schon wieder einen extra Namen), gefertigt in der Türkei bei äh...eigenes Werk(?)"

Momentan kann ich das Puzzle noch nicht lösen oder erkennen.

In Wiki steht dazu auch nichts. Und über die verschiedenen Ergebnisse bei der ach so tollen Suchmaschine haben wir ja schon diskutiert. ;)

Ich rate mal ohne Rosenthal, dass ebe für ElektroBusse Europa steht.

Im übrigen passen die Logos von ebe, Autosan und dem Blue City Bus nicht zusammen. Auch da lässt sich nichts über die Zugehörigkeiten und Hersteller ableiten.

Das einzige, was für mich klar ist:
Das Modell für Frankfurt heißt Blue City Bus und ist in etwa vergleichbar mit den namen Citaro, Lion's City, Crossway, Urbino, etc.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (20. Oktober 2018, 09:19)


18

Samstag, 20. Oktober 2018, 09:23

Zitat

Momentan kann ich das Puzzle noch nicht lösen oder erkennen.


Also die ebe ist die Service- und Vertriebsplattform.

19

Samstag, 20. Oktober 2018, 09:28

Zitat

Momentan kann ich das Puzzle noch nicht lösen oder erkennen.


Also die ebe ist die Service- und Vertriebsplattform.

Also vergleichbar mit Evobus?

20

Samstag, 20. Oktober 2018, 13:06

Ich würde sagen, ebe Europa GmbH ist mehr als eine Service- und Vertriebsplattform. Wie bei jedem anderen Fahrzeug auch wird ein Elektrobus von ebe Europa aus Komponenten zusammengesetzt, die aus verschiedenen Quellen stammen. Das ist bei Opel oder Volvo auch nicht anders. Der moderne Fahrzeugbau weist schon lange nicht mehr die Fertigungstiefe auf, die früher üblich war. Immer mehr Komponenten werden zugekauft. Nichts anderes macht ebe Europa. Nur: wer ist der Hersteller? Derjenige, der die Komponenten zusammenschraubt? Oder derjenige, der das Produkt entwirft und initiiert? Ich nehme an, sie haben keine eigene Fertigungsstraße und lassen bei Autosan fertigen

Auf neudeutsch würde man die Firma als Startup bezeichnen. Gegründet haben ihn sechs Gesellschafter, Privatleute so um die 40-50 Jahre alt. Mit einem Kapital von 37.500 € haben sie die Firma Ende 2013 gegründet und mit viel Engagement und Herzblut zu dem gemacht, was sie heute ist. Sie sind in die Marktlücke gestossen, die die die namhaften Bushersteller nicht füllen wollten. Ich hoffe, dass sie sehr erfolgreich sein werden.