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Dienstag, 4. Oktober 2016, 10:02

Pläne für die "City-Bahn" kommen voran...

... titelt die FAZ heute in ihrer Rhein-Main-Zeitung (Printausgabe S. 39). Offenbar stehen Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium über eine Bundesförderung an. Wiesbaden könnte damit Nutznießer zweier gescheiterter Straßenbahnprojekte sein und sozusagen den Lückenfüller geben. Der Bund hatte Millionenbeträge für Straßenbahnprojekte in Bielefeld und Aachen bewilligt, die aber durch Bürgerentscheide zu Fall gebracht wurden.

Von den früheren in Wiesbaden gescheiterten Stadtbahnplänen unterscheidet sich die jetztige Planung dadurch, dass sie als Anhängsel der Mainzer Straßenbahn daherkommt. Damit erspare man sich Investitionen in einen eigenen Betriebshof und auch das Fahrpersonal könne MVG-Personal sein. Gedacht wird an eine Strecke vom Mainzer Hauptbahnhof über die Theodor-Heuss-Brücke, Amöneburg und Kastel zum Wiesbadener Hauptbahnhof. In weiteren Stufen könnte die City-Bahn nach Bierstadt und Richtung Rheingau verlängert werden, sowohl die Aartalbahn als auch die Ländchesbahn würden genutzt. Hinsichtlich der Kosten steht ein Betrag von 200 Mio € in Rede. Die Pläne kommen aus dem Haus der ESWE, zitiert wird deren Geschäftsführer Hermann Zemlin.

Die Sache ist lokalpolitisch verzwickt, denn in Wiesbaden war die Idee einer Stadtbahn, allerdings mit anderem Konzept, schon zwei Mal gescheitert. Die FDP hatte mit einem Anti-Stadtbahn-Wahlkampf in der vorletzten Kommunalwahl gepunktet und einer der entschiedenen Gegner, Florian Rentsch, sass auf dem Stuhl des hessischen Verkehrsministers. Das zumindest hat sich geändert, mit Al-Wazir sitzt eine dezidierter ÖPNV-Befürworter an entscheidender Stelle.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »tunnelklick« (4. Oktober 2016, 10:07)


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Dienstag, 4. Oktober 2016, 11:57

Hört, hört! Da hat man sich in den letzten Monaten aber echt überhaupt nichts von dieser Idee anmerken lassen. Ob die MVG schon von ihrem "Glück" weiß? :P

Das sind natürlich super Nachrichten, wenn es doch schon bald wieder eine Straßenbahn über den Rhein geben könnte. Ohne Anpassungen in Mainz würde das aber überhaupt nicht funktionieren, da es sonst definitiv zu einer Überlastung des Bahnhofsplatzes käme. Gegen diese Pläne spricht jedoch die erst paar Tage alte Aussage vom Mainzer Oberbürgermeister, dass jetzt erstmal nichts mehr kommt. Und dass der Betriebshof in Mainz noch Kapazitäten hat, ist ja bekannt, aber dann gleich für einen weiten so langen Ast? Bedürfte es nicht wenigstens einer Wagenhalle o.ä. in Wiesbaden?

Hier wird schon von Plänen der Eswe gesprochen, aber mir scheint, dass es bisher lediglich eine Idee ist. Da hakt es einfach an zu vielen Ecken und Kanten - Aartalbahn und Ländchesbahn, schön und gut, aber da müsste man viele, viele Kilometer umspuren, wenn man auf das Mainzer System zurückgreifen will.

Dass man es aber nach wie vor versucht, ist sehr zu begrüßen. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!

3

Dienstag, 4. Oktober 2016, 14:04

Der zitierte FAZ-Artikel ist jetzt online.

towomz

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4

Dienstag, 4. Oktober 2016, 17:01

Sehr begrüssenswert. Der Mainzer Betriebshof dürfte allerdings als Depot dann nicht mehr ausreichen. Meines Wissens hat er Platz für bis zu 50 Bahnen. 41 plus Oldtimer gibt es bereits in Mainz.

Ich bin mal sehr gespannt, auch über den Streckenverlauf dann auf Mainzer Boden.

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5

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 01:13

das erste mal, dass man sinnvolle Ideen zum Wiesbadener ÖPNV hört. das könnte doch glatt was werden....

6

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 07:33

Gegen diese Pläne spricht jedoch die erst paar Tage alte Aussage vom Mainzer Oberbürgermeister, dass jetzt erstmal nichts mehr kommt.
Nochmals: Warum sollte ausgerechnet Michael Ebling über alles Bescheid wissen und Entscheidungen treffen? Es gibt wohl eine politische Mehrheit im Mainzer Stadtrat und in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung - wen interessiert da der OB? Zumal es hier um ein Projekt geht, dass zu über 90 % auf Wiesbadener Gemarkung liegt.

7

Samstag, 8. Oktober 2016, 14:34

Gegen diese Pläne spricht jedoch die erst paar Tage alte Aussage vom Mainzer Oberbürgermeister, dass jetzt erstmal nichts mehr kommt.
Nochmals: Warum sollte ausgerechnet Michael Ebling über alles Bescheid wissen und Entscheidungen treffen? Es gibt wohl eine politische Mehrheit im Mainzer Stadtrat und in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung - wen interessiert da der OB?
Nun ja, hätte Bürgermeister (ohne Ober-) Herbert Heidel Stadtratsbeschlüsse nicht ignoriert und ausgesessen, wäre eine Art Mainzelbahn bereits zu seiner Amtszeit gebaut worden.

Bäcker

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8

Freitag, 2. Dezember 2016, 09:40

Hallo Leute

Bin neu und Komme aus dem Raum Mainz/Wiesbaden. Da ich mich die letzten Jahre sehr intensive mit der Stadtbahn Planung der Stadt Wiesbaden beschäftigt habe und auch jetzt die City-bahn Planungen verfolge habe ich mich hier angemeldet. Da ich eine leserechtschreibschwäche habe kann es sein das der ein oder andere Fehler mir nicht auffällt. Ich schreibe zwar meine Texte mit Word aber trotzdem kann mir das ein oder andere durch rutschen. Bitte verseit es mir es ist nicht Böse gemeint.

Aus diesem Grund hier mal die Aktuellen Presseartikel dern letzten Wochen.

Kommt die City-Bahn? MVG und Stadt Mainz reagieren zurückhaltend auf Wiesbadener Vorstoß vom 13.10.2016

Ja zur City-Bahn – Tarek Al-Wazir bittet Bundesverkehrsminister Dobrindt um Aufnahme in Förderprogramm vom 30.10.2016

Wegen City-Bahn in Wiesbaden: FDP-Frontalangriff auf OB Gerich vom 18.11.2016

Erstes Geld für die Wiesbadener City-Bahn vom 23.11.2016

„Hör doch auf mit dem Affentheater“: Wieder Clinch im Ausschuss um die City-Bahn vom 1.12.2016

Gruß Bäcker

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bäcker« (2. Dezember 2016, 09:42)


9

Freitag, 2. Dezember 2016, 10:18

Ja, erst mal willkommen hier. Schöne Sache, dass du dich des Themas annimmst, als jemand, der offenbar nah dran ist am Thema. Ich werde es aufmerksam verfolgen.

Bäcker

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10

Montag, 5. Dezember 2016, 09:50

Danke für das Willkommen



Im zusammen hang mit Recherchen zum Erstellen einer Karte
mit allen Möglichen und unmöglichen Trassen der zukünftigen City Bahn. Bin ich
auf einen Zeitungsartikel gestoßen wo es auch um ein möglichen Ausbau oder alternativ
Projekt der City Bahn geht. Genauer gesagt geht es um das sogenaten Ostfeld
einen Gebiet zwischen Wiesbaden Südfriedhof, Erbenheim, Mainz Kastell und Mainz
Amöneburg. Wo in den nächsten 10 bis 15 Jahren Wohnungen Gewerbe und Industrie
angesiedelt werden soll.


Mit der Stadtbahn durchs Ostfeld - Gedankenspiele zum Wiesbadener Entwicklungsgebiet vom 1.11.2016

Gruß Bäcker

K-Wagen

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11

Montag, 5. Dezember 2016, 12:47

Auch von mir herzlich Willkommen,- damit:

Zitat

Da ich eine leserechtschreibschwäche habe kann es sein das der ein oder andere Fehler mir nicht auffällt.
bist Du hier nicht alleine. ;)

Schön, dass Schwung in die Sache kommt.
Es gab ja schon viele Ideen, auch ein Spurbus war einmal dabei, jetzt scheint es aber konkreter Planungen zu geben. Sinnvoll ist es schon, die "Citybahn Wiesbaden" als ein Anhängsel der Mainzelbahn zu betreiben. Da aber die Aartalbahn wohl immer noch in den Planungen eine Rolle spielt hoffe ich, dass man einfach eine dritte Schiene verlegt anstatt komplett umzuspuren um den Museumsbetrieb erhalten zu können. OK,- die Weichen werden etwas teurer, was hier aber am meisten zu Buche schlagen würde, ist die Elektrifizierung.
Wie soll eigentlich die Verbindung zur Mainzelbahn hergestellt werden? Wäre dies über die "Große Bleiche" möglich?
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

12

Montag, 5. Dezember 2016, 13:07

Können wir uns darauf einigen, dass Mainzelbahn nur der Kosename eines Abschnitts der Mainzer Straßenbahnlinien 51, 53 und 59 ist?

Der Anschluss zum Mainzer Straßenbahnnetz würde wohl - so wie schon immer geplant - über die Große Bleiche stattfinden, ja. Für das innerstädtische Netz in Mainz würde das ganz neue Planungsmöichkeiten bedeuten!
Ich bin froh, dass auch Wiesbaden den Trend der Zeit erkannt hat und auf schienengebundenen Nahverkehr setzen will. Trennen sollte man sich aber von dem Gedanken, die Aartalbahn einzubeziehen, solche langen Überlandstrecken schmälern den Kosten-Nutzen-Faktor.

Bäcker

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13

Montag, 5. Dezember 2016, 15:49

Hallo Leute


hier ein kleiner Auszug aus der Karte die ich zur Zeit erstelle da ich auch dort das Thema mit Aartalbahn und co. behandle.

Was passiert mit Aartalbahn und Ländchesbahn da diese nicht mit der Mainzer Straßenbahn kompatibel sind!

Möglichkeit 1:
währe ein kompletter neu bau in der Spurweite der Mainzer Straßenbahn was aber an den Kosten. Aber auch daran scheitern könnte das zum Beispiel Deutsche Bahn, NTB oder auch andere Nutzer
diese nicht mehr nutzen könnten. Zumal würde man sich somit dauerhaft eine Regionalexpress zwischen Limburg/Diez und Mainz/Wiesbanden auf der Aartalbahn Verbauen.

Möglichkeit 2:
Fahrzeuge die die Spurweite wechseln diese gibt es in Spanien und werden dort im schnell Verkehr eingesetzt nach Frankreich. Diese können aber die Spurweite nur um wenige mm/cm wechseln nicht um 40 cm wie es hier nötig währe. Nach zu lassen hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alta_Velocidad_Espa%C3%B1ola . Was meiner Meinung nach auch wieder an den Kosten und an der Technischen Umsetzung scheitern würde.

Möglichkeit 3:
wäre die Umsetzung nach dem Zwickau Modell siehe hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zwickauer_Modell . Diese währe meiner Meinung nach noch am kosten günstigste. Und währe eine andere Variante der Stadtbahn. Zwischen Hauptbahnhof Wiesbaden und Innenstadt über Die Bahnhofstraße zum Dern’sche Gelände würde man einfach 3 scheinen Gleis baue die alle (Straßenbahn Mainz, Aartalbahn und Ländchesbahn) nutzen.

Natürlich wird die Karte hier auch vorgestellt sobald sie fertig ist.

Gruß Bäcker

K-Wagen

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14

Montag, 5. Dezember 2016, 17:21

Bäcker:

Zitat

Möglichkeit 3:....ie Bahnhofstraße zum Dern’sche Gelände würde man einfach Dreischienengleis baue die alle (Straßenbahn Mainz, Aartalbahn und Ländchesbahn) nutzen.


Das beschrieb ich doch bereits als die kostengünstigste Variante. Es müsste nur eine dritte Schiene zwischen den vorhanden verlegt werden.
Weirouge hatte aber einen niccht ganz unberechtigten Einwand:

Zitat

Trennen sollte man sich aber von dem Gedanken, die Aartalbahn einzubeziehen, solche langen Überlandstrecken schmälern den Kosten-Nutzen-Faktor.


Hier heisst es aber:

Zitat

Das Gutachten ergab, dass eine Reaktivierung von Aarbergen über Bad Schwalbach und Taunusstein an den Wiesbadener Hauptbahnhof nicht förderfähig wäre, da der berechnete volkswirtschaftliche Nutzenindikator den kritischen Wert von 1,0 mit 0,6 verfehlte. Zöge man jedoch den so genannten „City Link“, also die Fortführung über die Bahnhofstraße bis zum Dernschen Gelände (Wiesbadener Innenstadt) mit in Betracht, würde der Wert von 1,0 überschritten.


Aber dazu wird man, sicher noch aktuelle Berechnungen anstreben,- denn was unter 1,0 ist, ist eh nicht förderungswürdig.
Kann aber auch die Attraktivität erhöhen, wenn kein Umstegezwang am Bahnhof besteht.

In Sachen Ländchesbahn, spricht man hier vom Karlsruher Modell.

Ich denke, man wird eher ein Dreischienengleis auf der Aartalbahn und der Ländchesbahn verwirklichen, als nach dem von Bäcker erwähnten Zwickauer Modell Vollbahnzüge in die Innenstadt von Wiesbaden fahren zu lassen.
Was auf den Überlandstrecken als notwendige Investition in jedem Fall bleibt, ist die Energieversorgung der Züge.
Wären da nicht Hybrid Fahrzeuge Brennstoffzelle / Stromabnehmer denkbar?
http://www.ginnheimer-kurve.de

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Tatrafan

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15

Dienstag, 6. Dezember 2016, 16:25

Für so ein Einsatzprofil würden sich auch Vossloh City-Link anbieten, wie sie jetzt auf den nördlichen Strecken des Chemnitzer Modells fahren: im EBO-Bereich dieselelektrisch, im Straßenbahnbereich mit Strom aus der Fahrleitung.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

16

Dienstag, 6. Dezember 2016, 16:31

Bis die Politik sich in Hessen entschieden hat, fahren die City-Link dann vielleicht auch in Chemnitz mal. Das Zusammenspiel der Technik muss wohl relativ kompliziert sein. Auch wenn ich nicht verstehe, was so schwer daran ist, einen Dieselgenerator mit sich umzufahren. :rolleyes:

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Dienstag, 6. Dezember 2016, 17:52

Die derzeitige Idee bzw. Planung sieht ja eine Meterspurstrecke vor, die den Mainzer Betriebshof und die Mainzer "Erfahrungen" mitnutzt. Überlegungen andere Spurweiten anzuwenden, sind daher erstmal nur Spielereien. Wenn die Straßenbahn nach derzeitigem Stand kommt, dann in Meterspur und ohne "Stadt-Umland-Bahn" - ein Konzept, das sich in deutschen Metropolregionen soweit auch noch nicht durchgesetzt hat.

Ich bin auch nicht sicher, ob eine "Regio-Tram" das richtige Verkehrsmittel für Wiesbaden wäre. Es gibt wahrscheinlich doch einige Pendler aus dem Taunus (entlang der Aartalstrecke), die noch weiter nach Mainz oder Frankfurt wollen. Wenn nun eine City-Bahn durch die Wiesbadener Innenstadt nach Dotzheim und weiter nach Taunusstein fahren würde, verlängert sich die Fahrzeit für diese Pendler deutlich gegenüber einer Direktverbindung nach Frankfurt. In Karlsruhe, Kassel, Saarbrücken oder Chemnitz sind die Städte das einzige Pendlerziel, die Rhein-Main-Region ist aber strukturell anders aufgebaut. Ich halte es daher für die beste Variante, auf der Ländchesbahn und der Aartalbahn auf konventionelle Züge zu setzen, die ab dem Wiesbadener Hauptbahnhof einfach in Richtung Frankfurt/Mainz verlängert werden können. Von Taunusstein kommend könnten sich die Züge auch in Höhe der Biebricher Allee teilen und beispielsweise weiter zum Wiesbadener Hauptbahnhof und über die Wallauer Spange zum Flughafen, über Kastel nach Frankfurt und über Mainz nach Darmstadt fahren. Dies wäre eine ideale Verflechtung, während man am Dotzheimer Bahnhof oder in Klarenthal schon bequem auf eine Straßenbahn direkt in die Wiesbadener Innenstadt umsteigen kann.

Dasselbe gilt auch für frühere Ideen in Mainz eine Rheinhessentram einzuführen. In der Rhein-Main-Region halte ich solche Zwischenkonzepte für nicht ideal, da Pendler weiter wollen. Dasselbe gilt auch für die RTW, die ich prinzipiell als reine S-Bahn-Strecke führen würde (aber das ist ein anderes Thema).

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Samstag, 17. Dezember 2016, 19:01

Zwei Zeitungsartikel der letzten Wochen zur City-Bahn:



Am 23. November meldete der Wiesbadener Kurier, dass erste Gelder zur Planung von der Landesregierung fließen. Etwas mysteriös finde ich die Aussage, dass man mit 40 Millionen Extrakosten plane, falls die Strecke bis zur Mainzer Hochschule verlängert werden solle. Hat man da die Mainzelbahn verpennt oder soll eine zweite Strecke neben der Mainzelbahn gebaut werden? :D
http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales…hn_17490135.htm


Ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen von gestern liest sich schon deutlich besser:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/re…e-14576645.html


Zwar heißt es, dass die Mainzer auf die Euphoriebremse treten, aber das ist durchaus berechtigt. Man wird wohl kaum in 3 Jahren mit dem Bau einer solchen City-Bahn beginnen können, da haben die Mainzer wesentlich länger mit ihrer Mainzelbahn gebraucht. Jedoch stehen die Mainzer einem solchen Projekt gar nicht kritisch gegenüber, stattdessen wurde nun beschlossen, dass man im nächsten Jahr mit einer gemeinsamen Planungsgruppe am Projekt arbeiten wird. Erst einmal wollen die Mainzer ihre Mainzelbahn fertig haben, und dass die noch nicht reibungslos läuft, dürfte bekannt sein.

Wenn ich einmal spinnen darf, dann ließe sich das Mainzer Netz dank City-Bahn wieder entzerren, indem man die 51 wieder auf ihren ursprünglichen Weg schickt und die 53 (oder man bleibt bei der 6) Wiesbaden mit dem Lerchenberg verbindet. Die 59 würde dann lediglich für eine Direktverbindung der Neustadt mit der Universität dienen, aber mit einer Taktverdichtung ist das auch kein Problem. Aber bis es soweit ist, wird noch viel Wasser den Rhein hinunterlaufen...

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 11:25

In spätestens sechs Jahren will man mit der City-Bahn fertig sein. Und im Februar soll die Stadtverordnetensitzung bereits konkrete Details erhalten:
http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales…en_17558007.htm

Wann bezieht man die Öffentlichkeit mit ein?

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Donnerstag, 22. Dezember 2016, 11:57

Wann bezieht man die Öffentlichkeit mit ein?
Naja, steht dirn: im Februar. Die StVV ist Öffentlichkeit. Bis zur Vorlage von konkreten, diskussionsfähigen Details muss man schon warten, oder?

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