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Freitag, 17. März 2017, 10:06

Stadtbahnzentralwerkstatt: Instandhaltung 4.0

Unter dem Titel „Instandhaltung 4.0“ möchte die VGF die Instandhaltung der Stadtbahn- und Straßenbahnwagen verbessern und dadurch vor allem die Durchlaufzeiten in der Werkstatt verkürzen und die Werkstattmitarbeiter von Papierkrieg entlasten. Zu diesem Zweck bekundet die VGF ihr Interesse, mit entsprechend qualifizierten Softwareanbietern in Verhandlung zu treten. In der Bekanntmachung für einen formlosen Teilnahmewettbewerb liest sich das dann so:

Zitat

Art und Umfang des Auftragsgegenstandes :
Die VGF hat vor einigen Jahren ein Shopfloorsystem eingeführt, mit dem ein Transfer der wichtigsten Informationen zur Durchführung der Instandhaltungsarbeiten an den Straßen- und Stadtbahnwagen stattfindet. An jedem besetzten Gleis ist eine Shopfloortafel aufgestellt, auf der Informationen zu dem Abarbeitungsstatus der Arbeitsaufträge (Tickets) ersichtlich sind, die Vorplanung der offenen Arbeitsschritte erfolgt und noch benötigte Materialien oder korrektive Aufträge angefordert werden. Diese Informationen sind derzeit rein in Papierform an den Shopfloortafeln angebracht. In Zukunft sollen diese Informationen in digitaler Form mit einer intuitiven Bedienung und zukunftsfähiger Architektur unter sorgenfreiem Betrieb ausgegeben werden.
Ziele dieser Umstellung sind die Vereinfachung der Wartungsarbeiten, bestmögliche Informationen für fundierte Entscheidungen und eine Verkürzung der Durchlaufzeiten.
Hierzu ist angedacht folgende Arbeiten über ein oder mehrere digitale Boards, die in die bestehenden Tafeln integriert werden sollen, zu erledigen:
- Digitales Verwalten von Tickets über ein zentrales Board direkt am Gleis mit folgenden Möglichkeiten für die Handwerker:
- Informationen über die nächsten Arbeitsschritte, Beschreibungen zu den durchzuführenden Tätigkeiten,
- Rückmeldung von Arbeitszeiten direkt am Gleis
- Anfragen von Korrektivtickets über das Ticketboard am Gleis
- Einfache Einplanung der Tickets durch den Gruppenleiter
- Echtzeit-Übersicht über den Stand der Wartung am Gleis
- Echtzeit-Werkstattübersicht für einen Überblick über die gesamte Werkstatt
- Digitales und mobiles Ausfüllen von Prüfberichten
- Detaillierte Nachverfolgung von Wartungsfortschritten

Die Informationen für die Shopfloortafeln werden über das Instandhaltungsplanungssystem (IPS) zedas bereitgestellt und müssen über eine Schnittstelle verarbeitet und in digitaler Form ausgegeben werden. Die Definition der benötigten Daten liegt beim Auftragnehmer, die Erstellung der Schnittstelle wird durch die Firma Zedas vorgenommen. Zum geplanten Auftragsumfang gehören
- Beratung und Projektplanung
- Auswahl und Beschaffung der erforderlichen Hardware (z.B. digitale Boards) zur Umsetzung der Digitalisierung an den Shopfloortafeln
- Datenverarbeitung und -verwaltung
- Wartung und Service/Support
Es ist aber anscheinend nicht an die vollständige Digitalisierung des Shopfloor-Systems gedacht, sondern von Komponenten. Es kann aber auch noch mehr werden, wenn die Bieter gute Ideen präsentieren:

Zitat

Die Vergabestelle wird maximal fünf Bewerber zur Angebotsabgabe (Freihändige Vergabe) auffordern. Vor Angebotsabgabe ist mit allen aufgeforderten Bietern ein Informationsaustausch geplant, bei dem die Anforderungen des Auftraggebers und die Möglichkeiten und Ideen des Bieters diskutiert werden sollen. Ziel dieses Austauschs soll größtmögliche Klarheit und für alle Bieter ein gleiches Verständnis über den anzubietenden Auftragsumfang sein.

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Freitag, 17. März 2017, 12:33

Ich hoffe, man holt sich begleitende Beratung dazu, damit man hinsichtlich der Entwicklungskosten nicht ins uferlose steuert. Wie Instandhaltung 4.0 aussehen könnte, kann man z.B. in der neuen Niederlassung von Mercedes-Benz am Kaiserlei begutachten. Dort wird genauso gearbeitet. Das mal ein kleiner Tipp. Vielleicht gewährt Mercedes-Benz der VGF ja mal einen tieferen Einblick über die systemischen Abläufe dort.

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Montag, 20. März 2017, 23:01

Auch bei der Deutschen Bahn wird gerade die gesamte Instandhaltung durchdigitalisiert, Papier hat dann ausgedient.

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