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[Presseschau] U-Bahn für Marburg

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K-Wagen

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  • »K-Wagen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 695

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1

Mittwoch, 3. Januar 2018, 20:11

U-Bahn für Marburg

Die Hessenschau berichtete in ihrer Ausgabe am 03.01.2018 19:30 Uhr von der Idee eines Marburger Medizin Professors einer Ring U-Bahn in Marburg um das Verkehrschaos in Marburg in den Griff zu bekommen.
Die Kosten von 4 Mrd Euro sind utopisch.

In dem Bericht wurde erwähnt, dass die Stadt Marburg den Bau einer Straßenbahn in Erwägung zieht.
Kennt jemand den aktuellen Stand der Dinge zum Thema Bim in Marburg? Neu wäre das Thema in Marburg wohl nicht.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

Darkside

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2

Mittwoch, 3. Januar 2018, 20:14

Mal nachrechnen.....

Wenn man die Tageszahl für den Geldbetrag verwendet,
die Monatszahl für den Tag
und die Geldbetragaziffer für den Monat....

....dann passt es irgendwie.... :D

3

Mittwoch, 3. Januar 2018, 21:37

Warum benötigt man für 20 km Strecke eine Bauzeit von 30 Jahren? Beim Gotthard-Basistunnel wurden für 57 km nur 17 Jahre gebraucht. Scheint ja sehr fundiert zu sein, vor allem die Idee von einer Einzelröhre und Ausweichen an Bahnhöfen.
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4

Donnerstag, 4. Januar 2018, 14:38

Die Situation in Marburg ist schon sehr speziell:

Die Stadt liegt im engen Lahntal und zieht sich an vielen Stellen die Hänge hinauf (Lahnberge, Schlossberg usw.). Auch das Umland ist hügelig. Zahlreiche Buslinien verbinden Orte oder Stadtteile im Umland mit der Kernstadt. Tendenziell sind die alle NICHT überlastet. Hier ist der Bus ein sinnvoll gewähltes Verkehrsmittel.

Überlastet sind eigentlich nur zwei Strecken:

1. Zentrale Verkehrsachse in der Innenstadt (Studentendorf)---Hbf---Elisabethkirche---Biegenstraße---Rudolphsplatz---Unistraße---Wilhelmsplatz---Südbahnhof
2. Verbindung Innenstadt---Lahnberge bzw. Richtsberg (die über weite Teile auch der Innenstadtachse (Nr.1) folgt)

Über die Innenstadtachse fahren irgendwas zwischen 5 und 10 Buslinien in relativ engem Takt (20 Minuten oder so), meistens schon jetzt Gelenkbusse. Die Fülle entsteht durch Schüler, die von den innerstädtischen Schulen zum Bahnhof (Regionalbahnen, Regionalbusknoten) und ins Umland wollen, sowie durch Studenten, die von der Uni nach Hause wollen oder sich zwischen innerstädtischen Unistandorten bewegen, zum Beispiel zwischen Elisabethkirche und Rudolphsplatz bzw. Unistraße.

Für 1 (Innenstadtachse) braucht es mehr Kapazitäten in den Verkehrsmitteln und einen gleichmäßigeren Takt. Oft ist es nämlich so, dass 15 Minuten kein einziger Bus kommt und dann 5 bis 7 Stück innerhalb von 5 Minuten.
Für 2 (Anbindung Lahnberge bzw. Richtsberg) braucht es vor allem mehr Kapazität und eine schnellere Fahrzeit.

Für diese zwei Situationen sind Lösungsansätze nötig. Für alle anderen Strecken sind Überlegungen für teure Infrastrukturprojekte nicht nötig und wären bei Realisierung rausgeschmissenes Geld.
"Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"

(Etwas frei nach Albert Einstein)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »multi« (4. Januar 2018, 14:39)


5

Donnerstag, 4. Januar 2018, 14:46

Das Straßenbahnkonzept der Stadtwerke (viele einzelne Linien) missachtet das Problem der Innenstadtachse (keine durchgängige Linie) und sieht haufenweise Strecken vor, die durch die Busse gut abgedeckt sind.

Das U-Bahn-Konzept von einem Marburger Arzt (eine Ringlinien) würde zwar für beide Hauptprobleme eine Lösung bedeuten, bringt aber enorm hohe Kosten, lässt den Richtsberg links liegen und beim Abschnitt Panoramastraße stehen Aufwand und Nutzen keinem sinnvollen Verhältnis. Das schafft auch ein Bus.

Das Seilbahnkonzept von Planungsdezernent Dr. Kahle (eine Linie Innenstadt---Lahnberge) löst das Lahnbergeproblem, aber nicht das Problem auf der Innenstadtachse.
"Phantasie ist wichtiger als wie wo Wissen!"

(Etwas frei nach Albert Einstein)