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  • »Ost-West-Express« ist der Autor dieses Themas

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21

Sonntag, 21. Januar 2018, 13:07

Zitat

Ich denke, wenn sich alle einig sind, was in der ganz aktuellen Situation drin ist und was eben nicht geht, dann könnte das prima für alle funktionieren.


Das gefällt mir an Frankreich, dass dort das "Sich-miteinander-Arrangieren" wesentlich populärer ist. :)

Zitat

Man vergesse nicht der durchschnittliche IQ ist 100.
Und warum werden uns dann Tarife und Automaten aufgedrückt, die selbst mit überdurchschnittlicher Intelligenz u n d häufiger Nutzungserfahrung nur schwer zu begreifen sind ??? :D

22

Sonntag, 21. Januar 2018, 14:58

Zitat aus den Beförderungsbedingungen:

(...)

(2) Fahrgästen ist insbesondere untersagt,

(...)

6. die Benutzbarkeit der Betriebseinrichtungen, der Durchgänge und der Ein- und Ausstiege durch sperrige Gegenstände zu beeinträchtigen
Die Woche habe ich dazu auch eine interessante Beobachtung gemacht:
Als ich an der Haltestelle Lokalbahnhof / Textorstraße auf die Linie 16 gewartet habe, kam zunächst ein S-Wagen als Linie 14 und da haben zwei Männer, mittleren Alters, doch tatsächlich ein Bettgestell, samt Matratze, in die Bahn an Tür 2 rein geschleppt und wie ich im weg fahren der Bahn noch sehen konnte, haben sie sich dann mitten im Gang auf „ihr Bett“ gesetzt, der Fahrer hat es entweder nicht mitbekommen oder alle Augen zugedrückt, ob sie am Südbahnhof schon wieder raus sind oder weiter auf die Mörfelder Landstraße so gefahren sind, weiß ich nicht, da ich, wie eingangs erwähnt, auf einen anderen Zug gewartet habe, aber dass war schon sehr kurios und hat auch bei anderen Fahrgästen ein Schmunzeln ausgelöst... ;)

So kann ein Verbot auch mal mit Augenzwinkern gelöst werden, trotzdem hat sich der Senior in Hofheim selbstverständlich völlig falsch verhalten, da gibt es nichts dran zu deuteln... :thumbdown:
10.02.01-10.02.18: 17 Jahre U4 zur Messe und Bockenheimer Warte ;)
11.04.15-11.04.18: Dritter Jahrestag U5-Wagen auf Linie U4 8)
Seit 09.10.16: Endlich fährt der U5-Wagen auf allen Strecken (U1-U9) :thumbsup:

23

Sonntag, 21. Januar 2018, 16:57

70 an einer Einmündung (ich nehme an, du meinst Einmündungen auf Bundesstraßen), macht bei Dämmerung oder wenig Verkehr auf der Bundesstraße wenig Sinn?

Ja. genau die meine ich. Sonntagmorgen bei guter Sicht, wenn da keiner zu sehen war, habe ich an der ganz sanften Steigung meinen Schwung aus dem Tal behalten. War so viel umweltfreundlicher.

Lässt Du da 100 zu, dann fahren eben alle 100 und der Einbieger (für den das gemacht wurde) kommt nie raus. Das hat weniger mit Gefährlichkeit, sondern mit Fairness zu tun. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (21. Januar 2018, 17:01)


24

Sonntag, 21. Januar 2018, 18:07

Ganz unabhängig von Vorschriften und IQ sind viele Situationen nicht eindeutig nachvollziehbar (wenn z.B. genug Platz ist).

Was ist denn bitte nicht eindeutig nachvollziehbar? Verkehrsbetriebe sind keine Möbelspeditionen! Ganz egal, ob genug Platz im Fahrzeug ist oder nicht. Nach deiner Bauernlogik könnte man auch gleich ein paar Fässer mit Benzin transportieren, wenn der Bus leer ist.
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25

Sonntag, 21. Januar 2018, 19:04

Dann schau Dir mal das Verkehrsgeschehen bei den Bushaltestellen bei IKEA in Nieder-Eschbach an, und Du wirst feststellen, dass regelmäßig eine ganze Menge Fahrgäste mit ihren größeren Einkäufen dort in den Bus steigen. Was sollen die Leute auch machen ? Nicht jeder hat ein Auto oder einen Führerschein - ich übrigens auch nicht :D - und sieht dann zu, seine Einkäufe mit den Öffis nach Hause zu bringen. Ich habe übrigens für solche Fälle einen Anhänger - der ist maximal 1 m breit, eher weniger, den ich nach Möglichkeit auch eher an mein Fahrrad hänge. Manchmal ist allerdings das Wetter zu schlecht, oder die Strecke zu weit (wenn es z.B. nicht IKEA in Nieder-Eschbach ist).

Praktischerweise könnten natürlich die Verkehrsbetriebe bzw. Besteller auf solchen Linien wie der zu IKEA Busse mit größeren Abstellplätzen anfordern oder - um dem Verursacherprinzip besser gerecht zu werden - IKEA und Co. könnten eigene Busshuttles für ihre autolosen Kunden zur nächsten U-Bahn einrichten. Wäre durchaus sinnvoll, da gerade der von IKEA in Nieder-Eschbach induzierte Autoverkehr zu massiven Verkehrsproblemen im Bereich der AS Nieder-Eschbach führt.

Zurück zur Ausgangsfrage: Praktischerweise ist es so gut wie unmöglich, sich an alle Vorschriften zu halten - dann kommt man zu nichts. Nicht umsonst ist die schärfste Waffe der Beamten "der Dienst nach Vorschrift". :thumbsup: Was praktisch bedeutet, dass der streikende bzw. nicht arbeitende Öffentlich-Bedienstete weniger Sand im Getriebe darstellt als der, der peinlich genau alle Vorschriften bis auf alle Einzelheiten beachtet. Nehmt doch selbst den städtischen Busverkehr als Beispiel: Ein Busfahrer kontrolliert peinlich genau bei allen Einsteigenden die Fahrkarten und lässt sich z.B. auch von allen Jobticket-Inhabern den Dienstausweis zeigen, von allen Seniorenticket-Nutzern den Perso etc. Und dann verkauft er jedem Fahrgast seinen Fahrschein, und zwar nicht nur für die Stadtfahrten, sondern auch die komplizierten Tickets bis in die Randzonen des RMV. Wobei natürlich auch die verschiedenen Reisewege mit unterschiedlichen Fahrpreisen abgeprüft werden. Und da er einen Gelenkbus fährt, prüft er nach jedem Halt, ob sich nicht im hinteren Mehrzweckraum zu viele Rollstühle, Kinderwagen und Fahrgäste mit Sperrgepäck aufhalten. :thumbsup:
Und natürlich werden auch ein paar Schüler auf der letzten Bank ermahnt, die Füße vom Sitz zu nehmen. :D

Und das morgens im Berufsverkehr ...

Also bleiben wir doch lieber bei der französischen Lösung des "Sich-Arrangierens" oder des britischen "Miteinander", wo sich - selbst in Nottingham erlebt - die Fahrgäste beim Aussteigen freundlich für die Fahrt bedanken. :)

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26

Sonntag, 21. Januar 2018, 19:13

Nachtrag:
Das gewählte Beispiel, ein Benzinfass im Linienbus zu transportieren, entspricht nun genau n i c h t dem Prinzip des britischen "Miteinander" oder des französischen "Sich-Arrangieren". Wohl aber, dass die Fahrgäste im Bus etwas zusammenrücken, wenn eine ganze Familie mit Fahrrädern im Bus mitfahren will. Denn während ich als Einzelner durchaus 10 Minuten auf den nächsten Bus warten kann, ist es für eine Familie ausgesprochen blöd, getrennt zu werden.

Ein anderes Beispiel erlebte ich vor ein paar Monaten im nordost-italienischen Gorizia. Dort kauft man sich die Fahrscheine für den Bus im Vorverkauf am Kiosk, was ich aber nicht wusste. Das Prinzip dürfte Tatrafan auch aus Tschechien vertraut sein. :) Der Busfahrer konnte mir keinen Fahrschein verkaufen, nahm mich aber bis zum Bahnhof mit, wo ich dann nachträglich einen Fahrschein am dortigen Automaten kaufte. So geht es doch auch. :)

27

Sonntag, 21. Januar 2018, 20:18

Nach deiner Bauernlogik könnte man auch gleich ein paar Fässer mit Benzin transportieren, wenn der Bus leer ist.

Nach meiner vernünftigen Sichtweise dürfen keine Benzinkanister in den Bus, weil diese sich entzünden und schlimme Schäden verursachen können. Mal abgesehen davon, sind Behälter mit Flüssigkeiten durch ihr tendenziell hohes Gewicht auf einen m³ problematischer, als leichte sperrige Güter. Mehr als eine Wasserkiste oder 1,5 PET Sixpack würde ich nicht in den Bus mitnehmen. Und dann gut in die richtige Ecke verstaut und festgehalten oder -gegurtet. Habe ich schon mal mit meinem Fahrrad gemacht. Intelligent in die Ecke verkeilt und mit dem Rolligurt auf Anspannung gesichert. Und so konnte ich entspannt auf einem der vollwertigen Sitze Platz nehmen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (21. Januar 2018, 20:19)


Chrizzz95

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28

Sonntag, 21. Januar 2018, 20:28


Ja. genau die meine ich. Sonntagmorgen bei guter Sicht, wenn da keiner zu sehen war, habe ich an der ganz sanften Steigung meinen Schwung aus dem Tal behalten. War so viel umweltfreundlicher.

Lässt Du da 100 zu, dann fahren eben alle 100 und der Einbieger (für den das gemacht wurde) kommt nie raus. Das hat weniger mit Gefährlichkeit, sondern mit Fairness zu tun. ;)

Dein Umweltaspekt in allen Ehren, und wenn denn alle Fair wären (siehe deutschlandweite Nichtbeachtung der Rettungsgasse), dann bräuchte es in der Tat solche Vorschriften nicht. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: die Geschwindigkeitsbegrenzung dient der besseren Reaktionsfähigkeit des Bundesstraßenbenutzers (die Zeit für die Distanz zur Einmündung dauert bei 70 km/h einfach länger als bei 100 km/h) und ermöglicht dem Einfahrenden einen größeren Zeitspielraum, die Kreuzung zu räumen, weil ein sich näherndes Fahrzeug bei Erscheinen für den Einfahrenden eben länger benötigt. Das eben ist die Schutzpflicht des Staates, es beiden Verkehrsteilnehmern zu ermöglichen und Risiken zu entschärfen, und eben auch egal, zu welcher Tages-, Jahres- oder sonstigen Zeit.

Klar sind Regelungen, Vorschriten oder dergleichen von Zeit zu Zeit zu prüfen, ob deren Sinnhaftigkeit noch Bestand hat oder sich Parameter geändert haben. Dies kann dann eben zu einer Aufhebung, Minderung oder Verschärfung einer Vorschrift führen. Meistens haben einschränkende Vorschrifte aber doch einen Hintergrund, nämlich den der Schutzpflicht des Staates und deren Aufgabenträger, ob sie einem persönlich und subjektiv sinnvoll erscheinen oder nicht.
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Chrizzz95

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29

Sonntag, 21. Januar 2018, 20:36

Nach deiner Bauernlogik könnte man auch gleich ein paar Fässer mit Benzin transportieren, wenn der Bus leer ist.

Nach meiner vernünftigen Sichtweise dürfen keine Benzinkanister in den Bus, weil diese sich entzünden und schlimme Schäden verursachen können. Mal abgesehen davon, sind Behälter mit Flüssigkeiten durch ihr tendenziell hohes Gewicht auf einen m³ problematischer, als leichte sperrige Güter. Mehr als eine Wasserkiste oder 1,5 PET Sixpack würde ich nicht in den Bus mitnehmen. Und dann gut in die richtige Ecke verstaut und festgehalten oder -gegurtet. Habe ich schon mal mit meinem Fahrrad gemacht. Intelligent in die Ecke verkeilt und mit dem Rolligurt auf Anspannung gesichert. Und so konnte ich entspannt auf einem der vollwertigen Sitze Platz nehmen.

Aber einen Kanister - oder ein 50-Liter-Fass, welches ich problemlos mit eine Hackenporsche befördern könnte - mit Diesel oder Schweröl müsste ich doch mitnehmen dürfen, denn der entzündet sich nur sehr schwer (schmeiß eine Glut in Diesel, die Glut erlischt, ohne dass sich der Diesel entzündet. Damit Diesel sich entzündet bzw. entzündet werden kann bedarf es gewisse Voraussetzungen, die beim normalen Transport so nicht erfüllt werden). Ich weiß das, also müssten mir die anderen glauben, dass kein Risiko besteht. Oder man akzeptiert eben, dass grundsätzlich keine brennbaren Stoffe in riskanten Mengen oder sperrige Güter im ÖPNV befördert werden dürfen.
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Darkside

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Sonntag, 21. Januar 2018, 20:54

Regeln wurden eingeführt, um das Miteinander auch zwischen Personen die sich nicht kennen harmonisch zu gestalten.
Würden sich Personen daran halten - und das ohne zu diskutieren wenn diese auf die Regeln hingewiesen werden - dann
gäbe es deutlich weniger Probleme.
Dazu gehört es ÖPNV nicht zu Gütertransporten umzuwandeln, zulaufende Türen nicht aufzureisen, auf dem Bürgersteig
parken (teilweise statt den eigenen Hof/Garage zu nutzen), an Geschwindigkeitslimits halten, mit dem Fahrrad aus der
S-Bahn gehen, wenn Kinderwagen/Rollstuhl einsteigen weil kein Platz im Mehrzwekcabteil ist,....

Egoistenland Deutschland, denn Eigeninteressen zurückfahren, wenn diese den Gemeinschaftsregeln widersprechen ist
out. [und daran krankt es in diesem Land]

(BTW: Was soll ein IKEA-Busshuttle zur Stadtbahn bringen, wenn auch dort keine sperrigen Gegenstände mitgenommen werden
dürfen?!...und ich glaube auch kaum, daß der Bsufahrer in Gorizia einen Italiener mitgenommen hätte wenn der ohne Ticket auf-
getaucht wäre...Ausländerbonus)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darkside« (21. Januar 2018, 20:55)


Tatrafan

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31

Montag, 22. Januar 2018, 01:30

Ein weiterer guter Grund für komplett eingehauste Fahrer-Arbeitsplätze, wie sie z.B. in Tschechien üblich sind. [...]
Voraussetzung wäre dann aber aus meiner Sicht, dass jede Bushaltestelle mit einem Fahrkartenautomaten ausgestattet wäre- und das ist allein schon in Frankfurt nicht der Fall. Oder gibt es bei den eingehausten Fahrerarbeitsplätzen in Tschechien kleine Klappen oder Fenster, über die der Fahrkartenkauf abgewickelt werden kann?


Richtig, daran hatte ich nicht gedacht, weil in Prag schlicht kein Fahrscheinverkauf durch Fahrer vorgesehen ist. Laut Beförderungsbedingungen muß dort beim Betreten eines Verkehrsmittels bzw. des "Transportraumes" (heißt: bei der U-Bahn schon die Bahnsteige!) ein gültiger Fahrschein vorhanden sein. Automaten gibt es trotzdem nur relativ wenige, dafür verkaufen aber auch Kioske und Läden Fahrscheine nebenbei mit. Die meisten Prager, die öfter Bus und Bahn nutzen, haben sowieso ihre Zeitkarten. Die Tarife sind auch sehr übersichtlich, keine höhere Wissenschaft wie hier der RMV-Tarif.

Wäre aber in der Tat mit einem "Durchreich-Schlitz" lösbar, das Problem - und da durch kann niemand den Fahrer tätlich attackieren.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

32

Montag, 22. Januar 2018, 02:03

(die Zeit für die Distanz zur Einmündung dauert bei 70 km/h einfach länger als bei 100 km/h) und ermöglicht dem Einfahrenden einen größeren Zeitspielraum, die Kreuzung zu räumen, weil ein sich näherndes Fahrzeug bei Erscheinen für den Einfahrenden eben länger benötigt.
ich habe es so verstanden, dass bei 70 der Einbiegende nicht mehr Zeit hat, sondern erst die Möglichkeit hat, einzubiegen. Bei 100 kann er gar nicht einbiegen. D.h.: kein Einbiegender da, keine Reduzierung der Geschwindigkeit tatsächlich notwendig.


oder sich Parameter geändert haben
Wenn z.B. der Bremsweg noch mit den uralt-Verzögerungswegen der historischen Fahrzeuge berechnet wurde. Das merkt man auch an Schaltungen der Frankfurter Straßenbahn. Wobei es ja auch für die historischen Wagen funktionieren muss.


Meistens haben einschränkende Vorschrifte aber doch einen Hintergrund, nämlich den der Schutzpflicht des Staates und deren Aufgabenträger
Manchmal sind die Regeln nur für diejenigen Personen wichtig, welche die aktuelle Situation nicht zu 100% korrekt überblicken. Und da das vom Ermahnenden nicht immer angesehen werden kann, gibt es vorsichtshalber einen auf den Deckel.

Z.B. gab es mal Smogalarm und generelles Tempolimit von 80 km/h. Selbst bei meiner ersten Autofahrt als ganz frischer Führerscheinneuling ist es mir nicht gelungen, auf der Strecke von ca. 60 km auf allen 100 Metern die Geschwindigkeit nicht zu überschreiten. Da waren tatsächlich mal 100 Meter dabei, wo ich 10 km/h zu schnell war. Und mit zunehmender Praxis auf der Strecke wurde ich schneller, als die Limits erlaubten.

An dem Smogtag wollte ich wegen der klaren Verhältnisse (weniger Tempo = geringerer Verbrauch) das auch so der Gemeinschaft zu liebe einhalten. Die Saalburg hinab (Richtung Usingen) habe ich das Ziel (wenig Verbrauch) deutlich übertroffen, denn ich habe ausgekuppelt (kannte Wagen und Strecke im Schlaf) und erreichte so 120 km/h, welche dann in der Senke und Ebene bis zu der oben von mir genannten Einmündung (jetzt wisst Ihr den Tatort :D ) reichte, dass ich dort bei 80 km/h wieder einkuppelte und erst dort wieder mehr als Standverbrauch hatte.
Bei der Übererfüllung des Ziels war mir schon bewusst, dass ich bei einer Kontrolle nicht hätte nachweisen können. dass mein Verbrauch so niedriger gewesen ist, als wenn ich wie ein paar dumme Leute dieses Landes, bergab bei erlaubten 100 wegen Smog-Tempolimit auf 80 km/h abgebremst und somit wertvolle kostenlose umweltfreundliche Gravitationsenergie verschleudert hätte.
(Das Auskuppeln wäre ja nicht miterfasst worden).

Natürlich habe ich akribisch fern vorausgeschaut, ob jemand von Wehrheim kommend einbiegen möchte. Und vor mir war weit und breit keiner.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (22. Januar 2018, 02:10)


Darkside

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33

Montag, 22. Januar 2018, 07:20

Talwärts ist der Verbrauch 0, wenn eingekuppelt ist. Ausgekuppelt läuft der Motor im "Standgas",
was Abgase produziert (ausser du machst den Motor aus, was aber dann Bremskraftverstärker
und Servolenkung ausser Betrieb setzt)

Desweiteren ist der Bremsweg bei 120 km/h 125% länger als bei 80 km/h -> an der Stelle wo man
bei einer Vollbremsung aus 80 km/h stehen würde hat man aus 120 km/h immer noch 89 km/h.
Berücksichtigt man noch die Reaktionszeit, so läge die Geschwindigkeit sogar noch über 89, da
die Bremsung später beginnt als aus 80.

Welche Konsequenzen ein Aufprall von 90 km/h auf Personen/Gegenständen hat kannst du ja mal
gerne an den Bäumen neber der Strecke ausprobieren. Einfach mal statt 80 90 fahren und nach
rechts lenken.

Chrizzz95

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34

Montag, 22. Januar 2018, 09:25

Danke, Darkside, für deine Erläuterung (obwohl ich Dank der bedingten Zeilenumbrüche immer wieder Augenkrebs bekomme, da sie den Lesefluss unnötig unterbrechen ;) ). Ich verstehe es einfach nicht, wie man auf der einen Seite Fairness (=Rücksichtnahme) einfordert oder deren Fehlen beklagt, auf der anderen Seite aber sein 'Egoismus' doch recht hartnäckig verteidigt oder zu rechtfertigen versucht.
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Lord Helmchen lässt grüßen

Charly

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35

Montag, 22. Januar 2018, 13:10

Ich verstehe es einfach nicht, wie man auf der einen Seite Fairness (=Rücksichtnahme) einfordert oder deren Fehlen beklagt, auf der anderen Seite aber sein 'Egoismus' doch recht hartnäckig verteidigt oder zu rechtfertigen versucht.
Wenn jemand sich für intelligenter hält als den Rest der Bevölkerung, wundert mich das nicht wirklich:

als wenn ich wie ein paar dumme Leute dieses Landes

36

Montag, 22. Januar 2018, 18:59

Ich finde es unverschämt, mich fälschlicher Weise als Egoist zu bezeichnen, denn ich habe zum Wohle der Allgemeinheit weniger Sprit verbraucht, als wenn ich die Regel eingehalten hätte. Da das ein altes Auto war, hatte es noch keine Einspritzabschaltung. Die dargestellten Werte von @Darkside sind zwar vom Grundsatz her richtig, aber in der konkreten Situation nicht korrekt, denn da waren weder Bäume, Fußgänger, Radfahrer und Autos, auf die man hätte reagieren müssen.

Es spricht m.E. nichts dagegen, Regeln nicht zu beachten, wenn keiner dadurch behindert oder gefährdet wird. Solange ist das nicht egoistisch.

Und wenn ich mich auf ein paar dumme Leute beziehe, die zur Sicherheit besser die Regel beachten sollten, meine ich nicht den Rest der Bevölkerung. Das ist auch falsch dargestellt.

Und ich glaube es gibt keinen Menschen in diesem Land, der es tatsächlich schafft an 365 Tagen alle in diesem Land gültigen Gesetze und Regelungen (inklusive Hausordnungen) einzuhalten und sei es, dass die Waschmaschine das Schleudern erst eine Sekunde nach Beginn der Nachtruhe endet.

Was ist, wenn so ein angeblich perfekter Mensch auf dem Fußweg zum Bahnhof von einem auf dem Bürgersteig rangierenden LKW aufgehalten wird, der über Minuten keinen Platz machen kann und gegenüber die Grundschulkinder regelkonform zur Schule laufen?

Entweder zu spät zur Arbeit kommen (Regel gebrochen) oder nicht vorbildgerecht (Regel gebrochen) die Straßenseite wechseln?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SoundofN1« (22. Januar 2018, 19:02)


37

Montag, 22. Januar 2018, 19:00

Leute, was ist denn hier los :?: :?: :?:

38

Montag, 22. Januar 2018, 19:26

Vor etlichen Jahren hatte der Nachtbus von Rödelheim zur Konstablerwache durch hohes Fahrgastaufkommen Verspätung und auf dem Weg in die Innenstadt war mitten in der Nacht bei fast null Verkehr rote Welle. An der Fußgängerampel am Südende der Station Fischstein als Zugang zur U-Bahn-Station (wo keine Bahn mehr fuhr), wurden wir zum x-ten Mal angehalten. Der Fahrer hatte wohl den Anschluss an der Konstablerwache im Sinn und ist gegen Rotlicht wieder angefahren.

Ich persönlich habe beim Lenken eines KFZ erheblichen Respekt vor dem Rotlicht (ich habe an anders gelagerten Situationen an anderen reinen Fußgängerampeln definitiv ohne Fußgänger im Umfeld von mehreren hundert Metern trotzdem immer brav angehalten).

Der Anschluss wurde erreicht.

Meine Frage:
Wer von Euch hätte sich bei der VGF über die Rotlichtfahrt beschwert?

39

Montag, 22. Januar 2018, 19:28

An dem Smogtag wollte ich wegen der klaren Verhältnisse (weniger Tempo = geringerer Verbrauch) das auch so der Gemeinschaft zu liebe einhalten. Die Saalburg hinab (Richtung Usingen) habe ich das Ziel (wenig Verbrauch) deutlich übertroffen, denn ich habe ausgekuppelt (kannte Wagen und Strecke im Schlaf) und erreichte so 120 km/h, welche dann in der Senke und Ebene bis zu der oben von mir genannten Einmündung (jetzt wisst Ihr den Tatort ) reichte, dass ich dort bei 80 km/h wieder einkuppelte und erst dort wieder mehr als Standverbrauch hatte.

Vielen Dank für die Klarstellung! Ich denke, jetzt sollte jeder verstanden haben, dass du gar nicht so schlau bist, wie du denkst. Feinstaubbelastung entsteht nämlich auch durch Reifenabrieb.
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Chrizzz95

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40

Montag, 22. Januar 2018, 19:47

Ich finde es unverschämt, mich fälschlicher Weise als Egoist zu bezeichnen,

Bitte entschuldige, aber den Grundstein dafür hast du selbst gelegt. Regelverstöße begeht jeder, ob wissentlich oder unwissentlich, schließlich sind wir alle Individuen. Jedoch ist es - meiner meinaung nach - unrühmlich, Regelverstöße konsequent zu verteidigen, wie du es tust (wie z.B. 100 km/h statt der vorgeschriebenen 70 70 km/hzu fahren, weil du umweltschonend das Gefälle ausnutzt und um die Uhrzeit eh niemand aus der Einmündung in die Bundesstraße einfahren will). Regelungen zu hinterfragen, ob sie noch sinnstiftend oder zeitgemäß sind, ist da ganz etwas anderes. Konsens sollte doch sein, dass Regeln (Gesetze und Vorschriften, also auch Beförderungsbedingungen) das Miteinander zum Wohle aller verträglich machen sollen.

Und noch einmal: "Die Vorschriften bilden ein Idealfall ab und wie es rechtlich ausschaut." Vorschriften bilden eben nicht den Idealfall ab, sondern einen Mindeststandard, jeder bekommt ein bisschen Recht und jeder muss ein bisschen zurückstecken. Der idealfall wäre, wenn keine Vorschriften nötig wären. Diesen Idealfall gibt es allerdings nicht, da jeder dazu neigt, die Wahrnehmung, was geht und was nicht, zu seinen Gunsten beugt - siehe randalierenden Rentner.
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