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Freitag, 9. März 2018, 13:11

Wieder mit Rad und Bahn in Frankreich und Spanien

Mit einem Sparpreis-Ticket kam ich gestern guenstig nach Genf. Auf der franzoesischen Route via Mulhouse - Belfort gibt es kaum noch durchehende Zuege mit Fahrradmitnahme, waehrend es via Genf Verbindungen von Frankfurt nach Lyon mit nur zweimal Umsteigen gibt. Und genau fuer die gibt es dann auch Sparpreise bis Genf :-). Es waere wahrscheinlich guenstiger gewesen, die Anschlusskarte auch gleich bei der Deutschen Bahn zu kaufen - die SBB verlangt fuer internationale Karten einen Aufpreis von 10 Schweizer Franken. Allerdings hatte ich von meiner letzten Reise auch noch einige Schweizer Franken mitgebracht.

Da ich mittlerweile 60 bin :) , komme ich in den Genuss der Senoiorenkarte der SNCF, die fuer 60 Euro ein Jahr deutliche Rabatte gewaehrt. Die kaufte ich mir heute in Lyon und komme jetzt - mit Unterbrechung in Montpellier - fuer 52 Euro mit TER bis Port Bou. Das sind immerhin noch ueber 500 km, aehnlich im Preis mit der IC-Fahrt mit BC50 von Frankfurt nach Hamburg. Der km-Preis wird mit steigender Entfernung guenstiger, allerdings wird beim Umsteigen der Preis jedes Mal neu berechnet. Dann gibt es noch die "blauen Stunden" ausserhalb der Hauptzeiten, in denen die Tickets guenstiger sind; Und in den TER faehrt das Velo gratis, sonst kostet es 10 Euro.

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2

Freitag, 9. März 2018, 13:27

Stadtverkehr Lyon

Jetzt gleich die Fortsetzung mit dem Stadtverkehr in Lyon. Da ich das oeffentliche freie Internet in der Stadtbibliothek nutze, muss ich mich alle 20 Minuten neu anmelden.

Die Tageskarte kostet 5,80€ - aehnlich wie bei uns seit kurzem. Dafuer gilt sie aber auch 24 Stunden. Einzelfahrten kosten 1,90, Abendkarten 3 €, Wochenkarten etwa 19 €. Die Verkehrsmittel sind aehnlich wie bei uns, Metro, Tram und Busse. Es gibt 4 Metro-Strecken A - D, die jeweils von der ebenso bezeichneten Linie befahren werden. Tramlinien gibt es nach meinem Eindruck weniger, aber mindestens 5 und die Flughafen-Tram. Dazu aber einige O-Bus-Linien, deren Fahrzeuge auch spaeter fuer die Bilderkette gut sind. Als Besonderheit gibt es noch von der Altstadt zwei "Funiculaire", die ebenfalls im Stadttarif sind. Wieaeit die Regionalzuege im Stadttarif enthalten sind, habe ich noch nicht erkundet. Da aber einiges - wie die Uebersichtsplaene - an Paris erinnert, vermute ich es aber.

Alte oder gar historische Fahrzeuge sind eher bei der Bahn im Einsatz. Mein TER von Genf bestand aus alten silbernen Schnellzugwagen. Im Gang hing eine Karte des "internationalen Schnellzugnetzes", in der auch noch internationale Zuege vom Elsass nach Frankfurt waren, und auch der legendaere "Nachtzug nach Lissabon", aber noch nicht die NBS von Frankfurt nach Koeln. Kurz vor Lyon sah ich einen Fahrzeug-Friedhof, auf dem eine groessere Anzahl alter Zuege und Waggons vor sich hinrosteten.

Soviel fuer heute aus Frankfurts Partnerstadt Lyon;

Darkside

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3

Samstag, 10. März 2018, 02:50

Es gab früher mal 3 weitere Standseilbahnen. Auf der einen fährt die Metro C (Zahnradbahn deswegen).

Durch den Tunnel einer weiteren Standseilbahn kann man durchfahren - dieser beginnt an der Rue Terme.
Der dritte stillgelegte Standseilbahntunnel lässt sich nur das talseitige Portal anschauen,sowie die bergseitigen
(verschlossenen) Zugänge. (Montee Saint-Bartherlemy)

Metro D ist eine Automatiklinie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darkside« (10. März 2018, 02:50)


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Samstag, 10. März 2018, 23:46

Gestern Nachmittag habe ich dann den Nahverkehr von Lyon ausgiebig genutzt; Es gibt tatsaechlich genau 5 Tram-Linien; Die Flughafen-Tram "Rhone-Express" ist vom Fahrzeug her Auch eine Tram, faehrt aber aussehalb des Stadttarifs gewissermassen als privater Regional-Express im 15 - 30-Minuten-Takt. Die Reise dauert vom Fernbahnhof Part Dieu dauert knapp eine halbe Stunde und kostet stolze 15 € - genauso viel wie der Bus zum Flughafen Hahn, mit dem man 2 Stunden faehrt. :D

Der Rhone-Express faehrt weitgehend parallel zur Tram 3, haelt aber nur wenige Male fuer den Uebergang von der Tram bzw: von der Metro (ch glaube "A").

Darkside hat richtig geschrieben: Die Metro "C" hat eine Zahnradstrecke, sie schreiben es auch stolz an der Endhaltestelle "Hotel de Ville", wo Uebergang zur Metro "A" besteht.

Die Stadtfahrkarten gelten - anders als in Paris - nicht in den Regionalzuegen. Dafuer habe ich am Bahnhof St. Paul in der noerdlichen Innenstadt Regionalzuege gesehen; die sehr an Strassenbahnen erinnern. :)

Heute dann mit einmal Umsteigen in Avignon nach Montpellier. Dort gibt es einen modernen Fernbahnhof St. Roch und mittlerweile 4 Tram_Linien. Morgen mehr.

Darkside

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Sonntag, 11. März 2018, 12:14

In Montpellier fährste am besten mal mit der 4 bis diese ihre Richtung wechselt :D

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6

Montag, 12. März 2018, 01:18

Fahrradmitnahme in der Franzoesischen Bahn

Zu dem Thema schreibt ein Radreiseforum, das ich zur Verbindungssuche besuchte, sinngemaess. Die Seite wird seit 2017 nicht mehr aktualisiert. Die SNCF habe offensichtlich keinen Bock auf Radfahrer, und man solle besser woanders hinfahren oder das Flugzeug nehmen.

Tatsaechlich fange ich auch inzwischen reumuetig an, darueber nachzudenken, wie gut ich es - trotz gelegentlicher Verspaetungen, Fahrtausfaellen und Info-Problemen - bei der Deutschen Bahn habe, wenn ich mein Velo mitnehmen will.
Gut, in fast allen TER der SNCF kann man das Velo sogar kostenlos minehmen, und es gibt einige laenger laufende TER wie Lyon - Marseille, Marseille - Ventimiglia und Marseille - Port Bou. Dafuer sind inzwischen fast alle Fernzuege TGV, in die das Rad nicht mit darf, ausser ich zelege es. Es gibt noch einige IC, manche nehmen Fahrraeder mit, manche nicht. Der Nachtzug Latour-de-Carol - Paris, auf den ich schon spekulierte, laut Infoschalter der Bahn nicht. Zu allem Ueberfluss wird ueber Ostern zwischen Montpellier und Nimes gebaut, und dann fahren nur Busse, die offiziell keine Fahrraeder mitnehmen. So etwas kenne ich von der Deutschen Bahn nicht. Der Frankfurter S-Bahntunnel hat ja eine ueberschaubare Laenge und paralle Tram- und Stadtbahnlinien.

Eigentlich verlangt doch eine EU-Richtlinie Fahrradtransport in allen Zuggattungen. deshalb sollen doch auch fuer die naechste ICE-Generation Fahrradstellplaetze geschaffen werden. Oder habe ich da etwas falsch verstanden.

Inzwischen plane ich jetzt, bis zum 30. Maerz entweder in Latour de Carol zu sein und zu schauen, ob ich doch mit Rad im Nachtzug mitfahren kann, oder im Rhonetal, da fahren ja Zuege. Weiss jemand Genaueres ueber diese EU-Richtlinie ? Dann werde ich ggf; eine Beschwerde an die EU schicken.

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Montag, 12. März 2018, 02:12

Tram in Montpellier

Montpellier hat mittlerweile 4 Tram-Linien, deren Aeste - bis auf die von Darkside erwaehnte Linie 4 - bis etwa 10 - 12 km aus dem Stadtzentrum herausreichen. Da die kommunalen Grenzen in Frankreich noch enger als bei uns sind, liegen die Endhaltestellen deutlich jenseits der engeren Stadtgrenze. Alles zaehlt aber zur Agglomeration Metropole Montpellier.

Fuer 4,30 Euro kaufte ich mir eine Tageskarte, die auch hier eine 24-Stunden-Karte ist. Mein Hotel ist nahe Comedy, eine der zentralen Haltestellen im Innenstadtnetz. Die auf einem Berg liegende Altstadt ist von einem Strassenbahnring umgeben, auf dem jede Linie ein Stueck faehrt, aber keine ganz. Waere direkt etwas fuer ein Quiz. Die Einzelkarte kostet 1,60, die Zehnerkarte 10 €. Aber die Automaten sind zumindest dieses Wochenende boshaft und geben kein Wechselgeld. Moeglichst soll der Stadtbewohner seine elektronische Karte aufladen.

Aehnlich wie in Krakau gibt es einen Strassenbahntunnel, aber ohne unterirdische Haltestelle. Der beginnt gleich bei "Comedy" und fuehrt dann gut 500 m in einem Bogen unter der Allee de la Citadelle am oestlichen Rand der Altstadt zum "Corum", das ein grosses Veranstaltungszentrum ist.
Linie 1 fuehrt vom Odysseum im Osten Montpolliers ueber den Bahnhof und die oestliche und noerdliche Altstadt-Umfahrung in einem noerdlichen Bogen nach Mosson im Nordwesten.
Linie 2 fuehrt vom nordoestlichen Vorort Jacou ueber das Corum und die oestliche Altstadt (Tunnel) zum Bahnhof und weiter nach Sabines im Suedwesten, wo der Busbahnhof ist. Dann geht es noch ein Stueck ueber die Stadtgrenze bis Saint Jean de Vedes.
Linie 3 ist gewissermassen der hiesige Ost-West-Express :) . Sie beginnt im Suedosten am Meer - allerdings nur an der Lagune Etang de l' Or - in Pérols und mit einer zweiten Zweiglinie in Latte, fuehrt ueber das Rathaus zum Bahnhof, tangiert die Altstadt nur im Sueden und fuehrt auf direktem Wege nach Mosson und noch ein Stueck weiter in den Vorort Juvignac.
Die von Darkside erwaehnte Linie 4 ist tatsaechlich eine Ringlinie, die von Garcia Lorca im Sueden wieder nach Garcia Lorca faehrt und dabei am Bahnhof, der westlichen und noerdlichen Altstadt vorbeifaehrt, am Corum mit den Linien 1 und 2 verknuepft ist und dann einen Bogen durch die oestliche City-Erweiterung ist, die durchaus unserem Europaviertel vergleichbar ist.

Bisher war ich auf dem Nordast der Linie 2 (Comedy - Jacou und zurueck, ein kleines Stueck auf der 1 (Comedy - Les Aubes, erster Halt hinterm Corum) und auf der 3 (Pérols - Bahnhof - St. Denis zwei Haltestellen westlich des Bahnhofs) unterwegs. Sonst viel mit dem Fahrrad, in den Lagunen Flamingos gucken. :)

Das ganze Netz ist neu, mit Hochbahnsteigen. Auf meinen paar Fahrten sichtete ich dann auch 2 Rollstuhlfahrer, die die barrierefreie Bahn nutzten. Die Strecken sind grossenteils mit Rasengleisen versehen. Dazu gibt es teilweise richtig grosse Park-and-Ride-Plaetze und an vielen Stellen Fahrradabstellplaetze, die in grossen Stahlkaefigen eingehaust sind. Die Aussenstrecken sind auf weiten Abschnitten eingleisig, mit zweigleisigen Ausweichabschnitten. Am Sonntag werden die Aussenstrecken alle 30 Minuten befahren. Unter der Woche fahren die Bahnen oefter. So konnte ich gestern Abend am Corum alle 5 Minuten den grossen Hub beobachten, wenn aus beiden Richtungen 3 Linien zusammenkommen.

Eingesetzt werden Citadis-Bahnen, zum Teil auch besonders lange Citadis300. Die Bahnen haben alle 2000er Nummern, sodass in der Bilderkette fuer Abwechslung gesorgt ist :) . Die Bahnen jeder Linie haben uebrigens jeweils eine eigene Farbe und sich noch mit Mustern versehen.
Die 1 (blau im Linienplan) hat z;B. blaue Zuege mit stilisierten Moewen.

Die Bahnen ueberwinden stellenweise deutliche Steigungen, nicht nur an der Tunnelrampe Comedy (am Corum kommen sie fast ebenerdig aus dem Tunnel, der in einer Galerie auslaeuft). Besonders die Auffahrten auf die Hoehen der Altstadt haben deutliche Steigungen.
Die Linie 3 beschrieb ich als "Ost-West-Express" nicht nur wegen meines Nicks, sondern vor allem wegen der grossen Haltestellenabstaende von bis zu etwa 2,5 km zwischen Pablo Picasso und Boirargues, wo die Strecke nach Latte abzweigt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ost-West-Express« (12. März 2018, 02:14) aus folgendem Grund: Korrektur, weil mich die franzoesische Tastatur immer wieder zu Tippfehlern verleitet.


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Montag, 12. März 2018, 23:44

Heute die Linien 4, 1 Ost und 2 Suedwest abgefahren. :)

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Montag, 19. März 2018, 01:04

Montpellier - Barcelona

Von Montpellier ging es mit einem Regionalzug - TER - der franzoesischen Bahn ohne Umsteigen zum spanischen - bzw. katalanischen - Grenzbahnhof Port Bou. Von dort dann mit dem Fahrrad entlang der spanischen Kueste. Da diese ganz schoen bergig ist, und dort, wo es eben ist, kraeftiger Gegenwind wehte, war das ganz schoen muehselig. Dafuer gibt es einen schoenen Rund-Radweg durch Katalonien. Der PIRINEXUS fuehrt ueber etwa 350 km von den franzoesischen Pyrenaeen entlang der Costa Brava bis San Feliju de Guixols, und dann landeinwaerts und wieder nordwaerts in die Pyrenaeen. Bei Palamos nutzt der Radweg die Trasse einer Dampfstrassenbahn aus den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die mit Verzweigungen von Palafrugell nach Palamos fuehrte. In den 30er Jahren war sie erst Opfer des spanischen Buergerkriegs, und dann in den 50er Jahren endgueltig durch den aufkommenden Autoverkehr.

Von San Feliju bis Blanes wird die Steilkueste wirklich bergig, die Haelfte der Strecke schob ich oder fuhr im 1. Gang mit 8 - 10 Stundenkilometern. Waehrend San Feliju und Tossa de Mar schoene historische Staedte sind, erinnert Lloret de Mar eher an Frankfurt, nur dass es noch Palmen gibt und statt Bankentuermen Hotelkloetze. Frankfurter gibt es - wie ueberall in Spanien - auch, das sind die beruehmten Wuerstchen. In einem ist Lloret de Mar Frankfurt allerdings voraus - sie haben einen schoenen grossen ueberdachten Busbahnhof.

Entlang der Kuestenrennstrecke fahren die Busse im Stunden- und Halbstundentakt. In einem kleinen Dort verbrachte ich aber eine halbe Stunde vor Regen Schutz suchend im Wartehaeuchen einer Haltestelle, die nur 2 mal taeglich pro Richtung bedient wird.

In Blanes gab es auch wieder Bahn-Anschluss. Die R 1 von Barcelona - was unserer S-Bahn entspricht - bedient auch am Sonntag die etwa 70 km lange Strecke im Halbstundentakt. Dabei wird die Zugfrequenz durch lange eingleisige Abschnitte limitiert. Ich folgte der Bahnstrecke ueber ein weites Stueck. Waehrend etwas noerdlich der Orte eine sehr stark befahrene Landstrasse gibt, kann man mit dem Fahrrad ueber Betriebswege auf der Suedseite der Bahn fahren und ist damit auch manchmal schon direkt am Strand. Und das ermoeglichte auch schoene Bahnbilder. Das funktionierte etwa bis Caella oder Canet, dann wurde der Kuestenstreifen so eng, dass gerade Bahnlinie und Strasse darauf passten, ab und zu von Felsenkaps unterbrochen, ueber die sich die Strasse windet, waehrend die Bahn die Felsen im Tunnel unterfaehrt. Ab St. Pol war dann in der Ferne Barcelona zu erkennen, das immerhin noch 46 km entfernt lag. In Arenys reichte mir die stark befahrene Strasse - dabei sind die Autofahrer hier gegenueber Fussgaengern und Radfahrern sehr ruecksichtsvoll. Und ich wechselte auf den Zug ueber. Fuer die noch 40 km zahlte ich 4,60 Euro, das Fahrrad fuhr gratis mit.

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Dienstag, 20. März 2018, 00:35

Barcelona

Barcelona hat ein sehr gutes Nahverkehrsnetz. Aber es hat fuer den mit den oertlichen Gegebenheiten nicht so vertrauten Nutzer einige Hindernisse.

Das Eine ist, das die Einzelfahrt mit 1,02 Euro beim Kauf einer 10-Fahrtenkarten fuer einen Frankfurter unglaublich guenstig ist. Allerdings kann man nur in den ersten 15 Minuten umsteigen, danach wird die naechste Fahrt entwertet.

Das andere sind die Sperren. Da mein Hotel etwa 1 km von der naechsten S-Bahn-Haltestelle entfernt ist und ich bei abends kuehlem Wetter zusaetzliche Sachen mitnahm, kam das Fahrrad mit. Nun sind dafuer die Sperren ziemlich unpraktisch. Die Fahrradmitnahme ist ja ausserhalb der Berufsverkehrszeiten erlaubt und sogar kostenfrei, und auch Rollstuehle und Kinderwagen sollen mit. Dafuer gibt es dann extra breitere Sperren. Die funktionieren unterschiedlich gut, manchmal auf Anforderungsknopf, manchmal mit bereitstehendem Personal, manchmal gar nicht. Da lud ich dann die Taschen ab und quetschte das Fahrrad gerade so durch eine normale Sperre.

Im Grundsatz ist das ganze Netz barrierefrei, und es gibt auch ueberall Aufzuege, in die sogar ausser dem Fahrrad noch mehr als ein Mitfahrer reinpassen. Nur beim Umsteigen wird es schwierig, da mitunter der Aufzug und die gewuenschte Linie zur Weiterfahrt an entgegengesetzten Enden sind. Das Fahrrad wird dann getragen, waehrend ein Rollstuhlfahrer laengere Wege zuruecklegen muss. Bei der S-Bahn sind alle Bahnsteige barrierefrei erreichbar, mitunter aber auch nur mit Treppenlift. Kinderwagen und Fahrraeder mussen dann getragen werden. Die eigentliche Huerde besteht dann aber in den Stufen beim Einsteigen in den Zug. Moeglicherweise koennen dann Rollstuhlfahrer Hilfe anfordern. In der Metro geht es ohne Stufen in den Zug.

Am S-Bahn-Terminal Placa de Espania sah ich Piktogramm auf dem Bahnsteig, die Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zu dem fuer sie vorgesehenen Einstieg leiten. Der passt dann auch fuer Fahrraeder, deren Abteil eine Tuer vorher ist. Waere auch eine Idee fuer Frankfurt, nur etwas abgewandelt. Die Piktogramme zeigen den Weg zum Aufzug, der ja an Haltestellen wie Hauptwache und Hbf sowohl oben wie unten bzw. in der B-Ebene schwer zu finden ist.

Es gibt uebrigens 2 Arten von S/Bahnen. Die der spanischen Staatsbahn RENFE heissen Rodallies - ausserhalb Catalunyas Cercanias - und werden hier dementsprechend mit R abgekuerzt. Die der Katalanischen Landesbahn, die auch einige Metrolinien mit Landesbahn-Zuegen hat, heissen wie bei uns <S>.

Daneben gibt es auch einige Trambahnlinien und natuerlich auch Busse. Viele fahren mit Erdgas- oder Hybridantrieb. Bei der Bilderkette gibt es ja auch im Augenblick einige Erdgasbusse zu sehen. Die Linien 9 und 10 sind die neuesten Strecken, von denen jeweils nur die oestlichen und westlichen Aussenaeste fertig sind. Auf den Uebersichtsplaenen sind aber schon die geplanten Durchbindungen dargestellt. Der Westast der Linie 9 fuehrt von der Zona de Universidad im Nordwesten zum suedwestlich gelegenen Flughafen und ist eine ganz neue Strecke. Dabei fuehrt die Strecke, wie auch die Linie 1, ueber das Gebiet der westlichen Nachbarstadt Hospitalet, die etwas an Offenbach erinnert LOL. Auch andere Metrostrecken fuehren ueber die engeren Stadtgrenzen hinaus. So liegt mein Hotel in der Nachbarstadt Cornella, wo auch die Metrolinie 5 endet. Aehnlich wie in Hamburg umfasst der Tarifbereich der Zone 1 nicht nur das Stadtgebiet Barcelona, sondern auch einige Nachbarstaedte. Nur der Flughafen ist, wie bei uns, in einer 2. Tarifzone.

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Dienstag, 20. März 2018, 23:54

Barcelona - Tortosa

Heute kam ich in den Genuss einer Fahrt mit der Tram 2. Die nutzte ich von Conella bis zur oestlichen Endhaltestelle Francesco Macia im nordwestlichen Innenbereich. Fahrraeder duerfen bei der Tram auch mitfahren, der Einstieg ist ebenerdig, und es gibt ein eigenes Fahrradabteil. Die Tram bietet neben dem einfacheren Zugang auch den Vorteil einer oberirdischen Stadtbesichtigung. Von Francesco Macia bis zum Bahnhof Sants waren es dann noch etwa 10 - 15 Minuten mit dem Rad bergab. Am Bahnhof Sants erwischte ich noch etwas Nachschub fuer die Bilderkette. :)

Der Fahrkartenkauf erging erstaunlich schnell und war auch guenstig. Fuer die 172 km bis Tirtosa zahlte ich 13,40 Euro. Die breite Sperre wurde vom bereitstehenden Personal geoeffnet, runbter ging es dann bequem mit dem Aufzug. Beim Warten auf meinen Rodallies der Linie R 16 konnte ich noch einige Fernzuege sehen., lmit E-Lok bespannten Alvia nach Cartagena laut Wagenschild,), Talgo-AVE und Velaro-AVE. Der RE hielt bis Tarragona nur einmal und ab dort ueberall und braucht knapp 2 1/2 Stunden. Der alte Bahnhof von Tortosa ist schoen hergerichtet. Eine Gedenktafel erinnert an die Eroeffnung der Strecke am 8. Mai 1867. Neben dem Bahnhof steht noch ein alter Wasserturm.

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Donnerstag, 22. März 2018, 00:32

"Tagesausflug ins Ausland" - in den Norden der Provinz Valencia

Ein grosser Teil der Bevoelkerung Kataloniens traeumt von der Unabhaengigkeit von Spanien. Nahverkehrstechnisch ist die bereits jetzt verwirklicht. :D

Waehrend auf fast allen Regionalbahnen Kataloniens ein Taktfahrplan mit Folgen von einer halben bis 2 Stunden besteht, ist dieses im provinz-uebergreifenden Verkehr nicht der Fall. Von Tortosa faehrt ins 172 km entfernte Barcelona alle 2 Stunden ein Regionalexpress. Von Barcelona faehrt auch alle 2 Stunden ein Regionalzug ins franzoesische Cerbere, wo meistens mit einer gewissen Ueberganngszeit Anschluss nach Montpellier besteht. Immerhin, auch wenn wir jetzt in Frankreich und bei der SNCF sind - auch das ist noch (Franzoesisch) Katalonien. Von Tortosa iin die etwa aquch 150 km entfernte Metropole Valencia gibt es nur eine Handvoll Regionalzuege am Tag. In L¡ Aldea kann man zwar in die Fernzuege umsteigen, die etwa alle 1 - 2 Stunden zwischen Barcelona, Tarragona und Valencia fahren. Aber die sind zwar schneller, aber auch fast doppelt so teuer wie die RE. Und dann steht bei den meisten Zuegen im Fahrplan eine eigenartige Fussnote, dass der Halt in L Aldea nur fuer den Ein- und Ausstieg von und nach Barcelona oder Tarragona ist.

Moeglicherweise habe ich die Infos auch nicht richtig verstanden. Denn ein anderer Zug, der laut Fussnote heute gar nicht fahren sollte, wurde dann doch angezeigt.

Als Hintergrund vermute ich, dass die Provinzen ihren Nah- und Regionalverkehr selbst organisieren, und da tut dann moeglicherweise Katalonien fuer seine Fahrgaeste deutlich mehr als die Nachbarprovinz. Und moeglicherweise wird der Fernzughalt in L Aldea von Katalonien extra bezahlt, weshalb der dann auch vorrangig fuer katalonische Verbindungen gedacht ist. Aber bitte: Es sind nur Vermutungen.

Die knapp 30 Bahnkilometer ueber den Ebro kosteten 2,80 Euro. Interessan ist, dass die "grenzueberschreitenden" Zuege die Strecke L Aldea - Tortosa zweimal befahren und jewils in Tortosa und vor der Weiterfahrt nach Valencia bzw. nach Ankunft von dort einmal in L Aldea wenden. Die von L Aldea kommende Strecke durch das Ebrotal nach Tortosa ging frueher bestimmt noch weiter. Vom Bahnhof bis zum Ebro fuehrt eine breite Trasse, noch zum Teil mit alten Bahngleisen. Und die alte eiserne Fussgaengerbruecke ueber den Ebro sieht ganz nach alter 1-gleisiger Eisenbahnbruecke aus.

Aus den etwa 50 Strassen-km wurden es mit der Bahn durch die Wendde in L Aldea einige mehr, die der Zug aber jeweils ininsgesamt etwa einer Stunde schafft. Der Bahnhof liegt etwa 1 - 2 km vor der Stadt inmitten von Feldern, in der Naehe allerdings einige Neubaublocks, zum Teil im Bau. Bahnnahes Wohnen ab 60.000 Euro fuer ein 2-Zimmer-Appartment. Dafuer gibt es in Frankfurt gerade einen Tiefgaragenplatz. - Etwa 200 - 300 m vom Bahnhof mit 1 - 2 stuendlichen IC (die heissen hier dann Talgo oder Euromed) nach Barcelona oder Valencia in jeweils etwa 2 Stunden. Und 2 km zum Strand. Und kein Permafrost bzw. Dauergrau, wie sich der Klimawandel allmaehlich fuer Deutschland abzeichnet, sondern nur gelegentlich. :D Allerdings ist Vinaros auch ein nichtssagendes Provinzstaedtchen mit modernen Wohnblocks, Einkaufsstrasse und aufgelassenen Fabriken.

Ich entdeckte dann eine Buslinie, die rund um die Uhr alle halbe Stunde ins 12 km entfernte Peniscola faehrt. Die haelt sogar in des Naehe des Bahnhofs, zu dem dann ein kurzer Fussweg durchs Feld und ueber den Parkplatz fuehrt. Die Einheimischen wissen das, und wer faehrt schonst mit dem Zug nach Vinaros ? :) In etwa 45 Minuten - also Fahrradtempo - fuhr der Bus fuer 1,50 Euro die 12 km nach Peniscola und nahm dabei auch noch Schulen und Gewerbegebiete mit und war deshalb auf beiden Fahrten gut besetzt. Peniscola ist - wie der Name schon sagt - auf eier Halbinsel vor der Kueste erbaut und zieht sich in steilen schmalen Gassen das Kap hinauf. Der Bus hatte seinde Endhaltestelle genau vor einem der aur ummauerten Altstadt fuehrenden Tore. Dort gab es dann alles, was das Touristenherz begehrt: Eine ummauerte pittoreske Altstadtr, eine Burg und Meeresblick mit verschiedenen Café¡s. Und Katzen, die sich auf den Strassen und in den Andenkenlaeden tummelten. Jetzt im Spaetwinter war es ein beschaulicher Spaziergang mit nur wenigen Touristen.

Der Winter schlaegt uebrigens auch in Spanien zumindest kurzzeitig zu: Ein eisiger Nordwind laesst die gefuehlte Temperatur mitunter auf einstelligePluswerte nahe 0 Grad sinken. Und heute berichtete die Zeitung ueber einen verschneiten Tibidabo - einen Ausflugsberg mit Kirche in etwa 500 m Hoehe in Barcelona, uebrigens auch mit einer Zahnradbahn angebunden. Naechste Woche sollen es hier aber auch schon wieder ueber 20 Grad werden.

Darkside

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13

Donnerstag, 22. März 2018, 02:46

Die alte Bahnstrecke ist ab Tortosa nach der Ebrobrücke als Radweg ausgebaut.
Es gibt da auch einige Tunnel an der Strecke in denen ich 2005 zu Fuß
war - schon damals Radweg.

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Donnerstag, 22. März 2018, 23:44

Hallo Darkside, danke fuer den Hinweis.

Die Strecke fuehrte uebrigens - laut Info des Touristenbueros - auf direktem Wege von Tortosa in Ri. Valencia. Ein weiterer Abzweig fuehrte frueher auch noch ebro-aufwaerts. Der Ebro war ja mindestens seit der Roemerzeit die Hauptschlagader des iberischen Flusshandels. Tortosa - von den Roemern als Dertosa gebaut - war dann der Umschlaplatz auf die Seeschiffe nach Rom, obwohl es noch etwa 20 - 30 km auf dem Ebro bis zum Meer sind. Aber Hamburg und Bremen sind ja schliesslich auch Seehaefen :-).

Meine Ausfuehrungen zum "kleinen Grenzverkehr" in die Provinz Valencia betreffen uebrigens nur den Eisenbahnverkehr. Die regionale Busgesellschaft HIFE betreibt etwa im 2-Stunden-Takt Buslinien von Tortosa ins Ebro-Delta und nach Vinaros sowie von beiden Gebieten auch direkte Linien nach Tarragona und Barcelona. Einige Fahrten nach Vinaros werden auch nach Peniscola weitergefuehrt. Ausserdem gibt es sowohl von Tortosa wie von Barcelona direkte Busverbindungen nach Castellon und Valencia. In Tortosa bietet HIFE auch einen Stadtbusverkehr mit Klein- und Midibussen auf 3 Linien, die teilweise etwa 2 x die Stunde (in einem angenaeherten 35-Minuten-Takt :-) ) fahren. Ich schaetze, die Fahrtenfolge ist umlaufbedingt.

Einen Flixbus habe ich vor meinem Hotel am Stadtrand von Barcelona auch gesehen. Aber nach meinem Eindruck scheinen die nur im internationalen Verkehr, z.B. nach Frankreich und Deutschland, aktiv zu sein.

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Freitag, 23. März 2018, 23:42

Tortosa - Barcelona

Heute wieder nach Barcelona. Der REvon Tortosa fuhr brav seine Route im 2-Stundentakt und bot unterwegs schoene Ausblicke aufs Meer. Ausstieg am Terminal Estacion Francja - ist ein Kopfbahnhof mit ebenerdigem Ausstieg. Unsere Eule im Norwegepullover im Stadtwald haette dort Gesellschaft. An der Fassade gibt es eine Eule, die zwar zu Weihnachten keinen Norwegerpullover geschenkt erhalten hat, aber dafuer den ganzen Tag Zuege gucken darf.

Spaeter habe ich eine Freundin am Flughafen abgeholt. Die Metrolinie 9 dorthin hat mit durchsichtigen Waenden abgetrennte Bahnsteige - wie unsere SkyLine am Flughafen, deren Tueren sich nur bei Halt eines Zuges oeffnen. Da gibt es dann auch keine Gleisslatscher. Waere doch etwas fuer unsere Stammstrecke am Hbf, die ja fast regelmaessig durch >Personen im Gleis< gestoert wird. An der Umsteigehaltestelle Torasse zur Linie 1 erreicht die Metro 9 >russische Tiefen< von schaetzungsweise 30 m oder mehr. Waehrend in den russischen oder ukrainischen Metros dann eine endlos lange Rolltreppe nach unten fuehrt, faehrt man hier eine Folge von 6 kuerzeren Rolltreppen ab.

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16

Samstag, 31. März 2018, 00:24

Noch mehr aus Barcelona : Funicolari

Die letzten Tage unternahm ich noch einige interessante Touren in Barceloa;
Mit der Zahnradbahn zum Montjuic - innerhalb des AMB-Taeifs - und weiter mit der Seilbahn zur Burg, die extra bezahlt werden muss. Interessant ist eine 90-Grad-Drehung durch entsprechende Umlenkeinrichtungen. Gibt spaeter Foto.

Die 2. Seilbahntour fuehrte auf den Tibidabo. Am Mittwoch vorher gab es noch Schneebilder in der Zitung, jetzt waren dort 2o Grad. Die Busse sind eine praktische Sache, weil sie oft Direktverbindungen herstellen. So faehrt der V 13 von Barceloneta am Hafeb in etwa einer Stunde zur Avenida Tibidabo im Norden der Stadt. Leider fuhr die Blaue TRam dieses Mal auch nicht, stattdessen fokgte der Bus 196 den Schienen. Die Zahnradbahn zum 500 m hohen Tibidabo musste extra bezahlt werden, dafuer fahren dort histoeische Zuege schaetzungsweise aus den 5oer Jahren.

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17

Samstag, 31. März 2018, 00:35

Barcelona; Automatische Flughafen-Metro

Dienstag wae ich zum Flughafen unterwegs und stellte fest, dass mabn aus den automatischen Zuegen wie in Nuernberg und bei unserer SkyLine freie Sicht nach vorne und hinten hat. Das nutzte ich fuer einige Fotos und Videos.

Die Linie 9 Sued faehrt vom Flughafen von Suedwest nach Nordost zur Zona UniversItaria. es gibt auch eine 9 Nord im Osten, ebenso eine Stummel-1o im Osten, die an der Plaa Glories beginnt und auch automatisch faehrt. Beide Linien sollen einmal auf einer gemeinsamen Strecke bis zur Zina Universtaria fahren; Fuer die 1o ist dann eine Verlaengerung nach Sueden Ri. Hafen geplant. Und dann gibt es noch eine Linie 11im Nordosten, die qn der Endhaltestelle der 3 beginnt. Ich vermute, die faehrt auch automatisch.

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18

Samstag, 31. März 2018, 00:55

Barcelona: Viatga amb Karma

Karma ist das Makottchen der Verkehrsbetriebe TMB und soll mithelfen, dass sich die Fahrgaeste an die Regeln halten. Uebesetzt heisst das Motto: Fahre mit gutem Karma! Die breit grinsende Karma-Figur ist bei bei aelteren Bussen zusammen mit der Wagennuller zu sehen und soll die Fahrgaeste daran erinnern, ihr Ticket abzustempeln. Das ist auch bei jedel Ulsteigen erforderlich. Karma entscheidet dann, ob innerhalb von 15 Minuten umgestiegen wurde oder eine neue Fahrt entwertet wird.

Bei einer laengeren Busfahrt sah ich dann ein lustiges Filmchen, in dem Karma die guten Fahrgaeste belohnt, die boese aber bestraft. So steht Karma an der Metro-Sperre. Wenn alle Passagiere brav abstempeln, laesst Karma einen Baum wachsen. Springen Fjrgaeste aber ohne Entwerten ueber die Sperre, schickt ihnen Karma zwei Mini-Ufos hinterher, die sie beschiessen; ES geht aber auch einfacher; Springt ein Boesewicht ueber die Sperre, haelt Karma ein Trampoin bereit, dass sie wieder aif die andere Seite der Sperre zurueckwirft. Und wer seine Coladose auf den Bahnsteig fallen laesst, dem befoedert Karma sie Dose mit einen Golfschlaeger direkt auf den Kopf. Breit ausgestreckte Maennerbeine auf der Laengsbank bringt Karma mit einem statken Magneten in die gerade Position, dass die Damen zu beiden Seiten wieder Platz haben; Ganz hart trifft es die, die ihre Fuesse aufden gegenueberliegenden Sitz legen. :D Zunaehst macht es Karma ihnen mit einem Liegestuhl noch extra bequem. Dann waechst hinter dem Liegestuhl noch eine Palme ... von der eine Kokosnuss genau zwischen die Beine faellt ...

Uebrigens sind Busse und Bahnen und Haltestellen sehr sauber, ich habe auch keinen Vandalismus beobachtet. Und Aggression und Gewalt gibt es in Katalonien nach meinem Eindruck nur bei der spanischen Poliei bei gewissen politischen Fragen, nicht aber bei der Bevoelkerung.

Auch wenn es inzwischen Fruehling sogar in Deutschland wird, wird mir das Wiedereingewoehnen an den im Strassenverkehr wie im Nahverkehr wesentlich raueren Umgang miteinander schwerfallen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ost-West-Express« (31. März 2018, 00:59)


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Samstag, 31. März 2018, 01:25

Barcelona - Arles

In Barcelona gibt es 2 Stammstrecken, eine ueber die Placa Caalunya, die andere ueber Gracia. Da es an der Estacion Francja nur Infos ueber die dort abfahrenden Zuege gab, fuhr ich mit dem Rad nach Sants, wo alle Zuege halten. Man ,uss achtgeben: Fuer Fern- und Regionalzuege gibt es getrennte Schalter. Und es gibt die Regel, 2 bzw. bei Fernzuegen 5 Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig zu sein. Zur Franzoeischen Grenze faehrt die R 11 im 2-Stunden-Takt. Fuer die 172 km braucht der Zug knapp 3 Stunden, einen laengeren Aufenthalt in Portbou inbegriffen. Die franziesischen TER fahren bis Portbou und beginnen in Cerbere die Rueckfahrt. Die katalanischen Rodallies - steht sogar auf den Fahrkarten :) - fahren bis Cerbere und beginnen die Rueckfahrt in Portbou. Beim Ausstieg gib tes Passkontrollen.

Der Uebergang Cerbere betrug eine gute halbe Stunde, Zeit fuer alle, sich Anschlussfahrkarten der SNCF zu kaufen. Dank meines Seniorenpasses kosteten mich die 336 km bis Arles - mit einem Umstieg in Avignon - nur 24,2o Euro. Der Zug bestand aus alten Intercite-Wagen, die schoen bequem waren: Etwas Muehe bereiteten nur die Stufen in den Wagen und das Aufhaengen des Velos in der Halterung - hat aber auch den Vorteil, dass potentielle Diebe ebenso Muehe haben. :D Durch die Lagunen-Landschaft des Langedueoc und nette Gespraeche mit den Mitreisenden.
Die TER fahren auch un einem angenaeherten 2-Stunden-Takt, aber manchmal muss man in Montpellier umsteigen.

Auf der Strecke wird gebaut, und so hatte der Zug in Avignon eine halbe Stunde Versoaetung. Der naechste TER fuhr erst in 4o Minuten, mit dem ich erst nach 22 Uhr angekommen waere. So blieb ich in Avignon. Laut Fahrkarte sibd es bis Arles 35 kn, die der Zug ib knaoo 20 Minuten schafft. Aber es gibt ja auch die ViaRhone, den Radweg an der Rhone. Und so kam das Fahrrad als VeloExpressRegional wieder zu Ehren. Allerdings wurde daraus eine Tagestour ueber 65 km. Die Radroute nimmt etliche Umwege, so querte ich bei Montfrin 5 mal die direkt gefuehrte TGV-Linie.
Nicht zu vergessen die Besichtigung einiger kleiner schoener Staedtchen wie Aramon, Montfrin und Tarrascon. Die haette ich bei direkter Fahrt
mit dem Zug gar nicht angesehen. :) Aber das groesste Hidernis war der aus Sueden wehende Gegenwind! Der Bahn blieb ich aber treu: Von Montfrin bis kurz vor Tarrascon fuhr ich ueber eine fruehere Bahnstrecke - sogae mit Tunnel; :)

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20

Samstag, 31. März 2018, 01:25

Barcelona - Arles

In Barcelona gibt es 2 Stammstrecken, eine ueber die Placa Caalunya, die andere ueber Gracia. Da es an der Estacion Francja nur Infos ueber die dort abfahrenden Zuege gab, fuhr ich mit dem Rad nach Sants, wo alle Zuege halten. Man ,uss achtgeben: Fuer Fern- und Regionalzuege gibt es getrennte Schalter. Und es gibt die Regel, 2 bzw. bei Fernzuegen 5 Minuten vor Abfahrt am Bahnsteig zu sein. Zur Franzoeischen Grenze faehrt die R 11 im 2-Stunden-Takt. Fuer die 172 km braucht der Zug knapp 3 Stunden, einen laengeren Aufenthalt in Portbou inbegriffen. Die franziesischen TER fahren bis Portbou und beginnen in Cerbere die Rueckfahrt. Die katalanischen Rodallies - steht sogar auf den Fahrkarten :) - fahren bis Cerbere und beginnen die Rueckfahrt in Portbou. Beim Ausstieg gib tes Passkontrollen.

Der Uebergang Cerbere betrug eine gute halbe Stunde, Zeit fuer alle, sich Anschlussfahrkarten der SNCF zu kaufen. Dank meines Seniorenpasses kosteten mich die 336 km bis Arles - mit einem Umstieg in Avignon - nur 24,2o Euro. Der Zug bestand aus alten Intercite-Wagen, die schoen bequem waren: Etwas Muehe bereiteten nur die Stufen in den Wagen und das Aufhaengen des Velos in der Halterung - hat aber auch den Vorteil, dass potentielle Diebe ebenso Muehe haben. :D Durch die Lagunen-Landschaft des Langedueoc und nette Gespraeche mit den Mitreisenden.
Die TER fahren auch un einem angenaeherten 2-Stunden-Takt, aber manchmal muss man in Montpellier umsteigen.

Auf der Strecke wird gebaut, und so hatte der Zug in Avignon eine halbe Stunde Versoaetung. Der naechste TER fuhr erst in 4o Minuten, mit dem ich erst nach 22 Uhr angekommen waere. So blieb ich in Avignon. Laut Fahrkarte sibd es bis Arles 35 kn, die der Zug ib knaoo 20 Minuten schafft. Aber es gibt ja auch die ViaRhone, den Radweg an der Rhone. Und so kam das Fahrrad als VeloExpressRegional wieder zu Ehren. Allerdings wurde daraus eine Tagestour ueber 65 km. Die Radroute nimmt etliche Umwege, so querte ich bei Montfrin 5 mal die direkt gefuehrte TGV-Linie.
Nicht zu vergessen die Besichtigung einiger kleiner schoener Staedtchen wie Aramon, Montfrin und Tarrascon. Die haette ich bei direkter Fahrt
mit dem Zug gar nicht angesehen. :) Aber das groesste Hidernis war der aus Sueden wehende Gegenwind! Der Bahn blieb ich aber treu: Von Montfrin bis kurz vor Tarrascon fuhr ich ueber eine fruehere Bahnstrecke - sogae mit Tunnel. :) Die fuehrt auf dem okzitanischen Rhoneufer von Beaucaire gegenueber Tarrascin durch das Tal des Fluesschens Gardon nach Norden in Richtung Pont-du-Gard, wo es ein beruejmres roemisches Viadukt gibt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ost-West-Express« (31. März 2018, 01:30)


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