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Sonntag, 6. Mai 2018, 18:46

Taktänderung bei der MVG angedacht

Offensichtlich ist angedacht die Taktausdünnung des "Fahrplan 2000plus" wieder rückgängig zu machen und auf Taktzeiten zwischen 5, 7, 15 und 30 Minuten zurückzukehren.

Die AZ berichtet

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Montag, 7. Mai 2018, 06:50

Das hat man auf den Linienpaaren 66/67 und - neu - 70/71 ja bereits erfolgreich eingeführt. Dass es aber nicht nur zu Verbesserungen führt, wird deutlich, wenn man sich die Taktänderung auf der 68 ansieht.

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Montag, 7. Mai 2018, 13:11

Interessant. Mal sehen, was für Infos es hierzu morgen geben wird - im Rahmen des Nahverkehrsforums soll das Konzept wohl vorgestellt werden.

Es müssen demnach 54/55, 56/57, 60/61, 62/63, 64/65 umgestellt werden - hier ist eher von Taktausweitungen auszugehen, als dass man auf einen 30 Min. Takt reduziert. Pro Linie dürften grob überschlagen 1-2 Busse benötigt werden, außer man verringert die Takte auf den Außenästen (z.B. Hechtsheim - Laubenheim auf der 64 nur alle 30 Minuten). Für die 56 bspw. könnte so jedoch auch ein sauberer 30 Min. Takt nach Wackernheim entstehen.

Alle weiteren Linien (auch die Straßenbahnen) fahren bereits im 15 Min. oder 30 Min. Takt, wobei durch Überlagerungen dann teilweise der genannte 7,5 MIn. Takt entsteht.

Fraglich bleibt, ob die 6 auch umgestellt wird - Wiesbaden wird wohl bei seinem 10'Takt-Konzept bleiben und wenn man sich überlegt, dass die City-Bahn später einmal ab Mainz auch nur alle 10 Minuten fahren soll, müsste man den Fahrgästen dann bei einer jetzigen Taktausweitung den Rückschritt erklären.

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Montag, 7. Mai 2018, 17:02

Für die 56 bspw. könnte so jedoch auch ein sauberer 30 Min. Takt nach Wackernheim entstehen.


Das Gleiche gilt für die 61 und 63 in Laubenheim - beide Äste hätten dann wieder einen annehmbaren Takt Stadtpark - Alstadt und Universitätsmedizin - Hauptbahnhof.

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Montag, 7. Mai 2018, 17:22

Mehr zu Laubenheim gibt es übrigens hier.
Auf der Achse Innenstadt - Laubenheim/Bf. (also vermutlich der 61) wird es einen 15-Minuten-Takt geben, dann teilt sich die Linie auf die Zweige zur Hans-Zöller-Straße und zu Riedweg oder Rüsselsheimer Allee auf.
Mit der dann entstehenden weiteren Querverbindung in Laubenheim könnte man dann auch die 64 (oder welche Linie dann auch immer im Rahmen der Erschließung des Heiligkreuz-Areals diese Aufgabe übernimmt) auf dem Abschnitt Frankenhöhe - Laubenheim mit einem 30er-Takt bedienen.

Klarer Vorteil des neuen Taktes: Umsteigebeziehungen zu S-Bahn und weiteren Zügen können verbessert werden.

Leider kann ich morgen bei der Veranstaltung nicht teilnehmen, würde mich also hier über ein paar Informationen freuen, falls es jemand schafft. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FabiMZ« (7. Mai 2018, 17:31)


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Montag, 7. Mai 2018, 23:48

Pro Linie dürften grob überschlagen 1-2 Busse benötigt werden, außer man verringert die Takte auf den Außenästen (z.B. Hechtsheim - Laubenheim auf der 64 nur alle 30 Minuten).
Nicht zwangsläufig. Es wurde ausdrücklich erwähnt, dass sich im Zusammenhang mit dieser Umstellung die Linienwege ändern würden, nicht aber die Fahrtstrecken. Hört sich für mich nach dem Tausch von Linienästen an.

7

Mittwoch, 16. Mai 2018, 17:57

Erst einmal der Bericht der AZ zum Nahverkehrsforum der letzten Woche. Hier wird nur auf die Kommentare und Ideen der MVG und des Stadtplanungsamts eingegangen - die Kritiken und Hinweise der Teilnehmer bleibt unerwähnt.

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales…an_18749045.htm

Ich will einmal kurz beschreiben, was für Ideen es gibt - in den nächsten Woche dürfte voraussichtlich auch das Zielliniennetz nach und nach durchsickern, wenn die Vorstellungen bei den Ortsbeiräten stattfinden.

Wie erwähnt, geht es darum einen grundlegenden 15 Min. Takt einzuführen, wobei keine Mehrkosten entstehen sollen. Das hat also nicht zur Folge, dass alle Linien einfach von einem 20 auf einen 15 Min. Takt verdichtet werden, sondern es wird komplett neu gemischt. Die Stadtteile sollen mindestens alle 15 Minuten angebunden werden, die Hauptachsen alle 7,5 Minuten. Heute ist es eher der Fall, dass Stadtteile alle 10 Minuten angebunden werden (bis auf Ebersheim). Ziel ist es dadurch eine feinteiligere Versorgung zu erreichen (Stadtteilquartiere werden alle 30 Minuten angebunden) und unübersichtliche Schleifenfahrten zu vermeiden bzw. ist dann eine Linie für diese Schleife allein und immer zuständig. Das Liniennetz soll also einfacher werden.

Dies wurde vor allem am Beispiel Laubenheim gezeigt. Heute fahren dort 61, 63 und 64 alle 20 Minuten hin - macht 9 Fahrten/Stunde. In Zukunft sind tatsächlich nur noch 6 Fahrten/Stunde vorgesehen. Es wird eine Linie (im 15 Min. Takt) geben, die die Wormser Straße entlangfährt, dann auf die Oppenheimer Straße wechselt und sich am Laubenheimer Bahnhof teilt - ein Ast zur Hans-Zöller-Straße, der andere zur Rüsselsheimer Allee. Eine schnelle Verbindung ab der Ginsheimer Straße fällt dann weg, es wird immer über den Laubenheimer Bahnhof gefahren. Die beiden Außenäste werden nur alle 30 Minuten bedient.
Zusätzlich gibt es eine Linie im 30 Minuten Takt, die über Hechtsheim nach Laubenheim fährt, eine große Schleife über die Rüsselsheimer Allee dreht und am Riedweg endet. Somit entfällt keine Haltestelle.

Weitere Beispiele in Weisenau und Mombach wurden gezeigt, aber zu kurz, um sie genau wiederzugeben. Für mich sah es nach deutlich mehr Linien und Linienästen am Ende aus (drei Linien zur Frankenhöhe bzw. zum Großberg bspw.) und damit irgendwie unübersichtlich, aber vielleicht wirkte es auch nur an der Darstellung in einem Stadtplan und nicht als fertiges Liniennetz.

Weitere Auffälligkeiten:
- 7,5 Minuten Takt ab Weisenauer Synagoge in die Innenstadt (ab Wormser Straße dann wohl Abfahrten um 00/15/22/30/45/52).
- Nur 30 Min. Takt über die Weisenauer Brücke nach Ginsheim
- Nur 15 Min. Grundtakt entlang der Göttelmannstraße über Volkspark
- 15 Min. Grundtakt durch das Heiligkreuz-Areal
- 15 Min. Grundtakt ab Heiligkreuzweg in die Innenstadt
- Somit 7,5 Min. Grundtakt ab Martin-Luther-Straße in die Innenstadt

Endpunkte waren am Paul-Gerhardt-Weg (alle 30 Minuten), Friedrich-Ebert-Straße (alle 15 Minuten), in der Großbergsiedlung/Chana-Kahn-Straße (alle 30 Minuten), im Neubaugebiet auf der Laubenheimer Höhe (alle 30 Minuten) und die erwähnte Weiterfahrt nach Laubenheim (alle 30 Minuten), sowie die Äste nach Ginsheim (alle 30 Minuten) und Laubenheim über die Wormser Straße (alle 15 Minuten), und wenn ich mich nicht täusche zwei Linien ab Heiligkreuzweg zur Kurmainz-Kaserme.

Für mich auf jeden Fall alles andere als übersichtlich, und ein 15 Minuten Grundtakt mag zwar schön sein, wenn mann dann aber die Zwischenfahrten nur alle 30 Minuten einrichtet und dann einen Hinketakt erhält (wie im Beispiel ab Wormser Straße), ist das auch gar nicht ideal.

Als weitere Idee wurde eine Verlängerung der 70 über Zwerchallee und die Erzberger Straße zum oberen Bereich der Gonsbachterassen mit Endhaltestelle an der Hugo-Eckener-Straße genannt. Des Weiteren sollen 45/47 wieder kommen, wenn die Schiersteiner Brücke fertiggestellt ist.

Zum Straßenbahnnetz wurde nur kurz gesagt, dass diese so bestehen bleibe wie es ist und es heute gut so ist. Mögliche Erweiterungen seien mittelfristig angedacht, aber nicht Bestandteil des Nahverkehrsplans. Ein mehrmals gewünschter Anschluss des Heiligkreuz-Arelas sei erst in 10-12 Jahren realistisch (wenn dieses neue Quartier schon längst bewohnt ist, während man es am Zollhafen geschafft hat, die neuen Wohnflächen schon vor Zuzug der Anwohner anzubinden).

Man muss sich den neuen Plan im Detail anschauen und die weiten Informationen abwarten. Für mich wirkt er aber unübersichtlich und wird für manche Stadtteile Nachteile mit sich bringen, wie 3 wegfallende Fahrten pro Stunde für Laubenheim oder nur noch eine schnelle Verbindung von Ginsheim in die Innenstadt im 30 Minuten Takt - also ähnlich, wie es mit Einführung der Mainzelbahn auf 68/70/71 passiert ist.

Alles weitere wird sich wohl in den nächsten Wochen zeigen.

Ps: Wenn es dann überall einen sauberen 15/30 Minuten Takt in Mainz geben wird, wird die neue City-Bahn mit ihrem 10 Minuten Takt aus der Reihe tanzen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jäkii« (16. Mai 2018, 17:58)


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Donnerstag, 31. Mai 2018, 17:50

Schade, dass bislang noch nichts durchgesickert ist.

Die City-Bahn wird man in die Planungen nicht einbeziehen. Die Stadt Mainz mauert hier etwas, man sei nicht euphorisch etc., was ich ehrlich gesagt verstehen kann.

Auf Dauer denke ich aber, dass die Umgestaltung eher zu Verwirrung führen wird und das Netz gerade nicht übersichtlicher macht. Aber wir werden sehen.
Spontan fiel mir allerdings auf, dass diverse Endpunkte dann zur auslastungsschwächeren Zeit ähnlich wie in in Trier von einem Schwachlastzeitliniennetz aufgefangen werden könnten. Dass das Defizit höher wird, wird man wohl nicht zulassen.

Wichtig wären meiner Meinung nach auch P+R-Parkhäuser und -decks, etwa am Mühldreieck, der VRM und am Europakreisel. Auch das ist Teil eines stimmigen Nahverkehrs.

9

Donnerstag, 31. Mai 2018, 21:46

Die Benutzung von P+R ist noch zu unattraktiv in Mainz.

Vorbildlich ist Straßburg mit speziellen P+R-Fahrkarten und ausreichend Stellplätzen. Bei einem Preis von 4,10 € ist der Parkplatz und eine Hin- und Rückfahrt für bis zu sieben Personen inkludiert. Zum Vergleich: die Gruppentageskarte für Mainz kostet 10,30 € für fünf Personen (allerdings auch den ganzen Tag).

Der P+*R-Parkplatz in Bischofsheim ist mittlerweile kostenpflichtig (siehe https://bischofsheim.de/startseite/press…am-bahnhof.html). Zur Fahrkarte kommen dann hier noch 3 € hinzu.