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Headtallica

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 18:59

Fahrplanänderungen im MKK ab bzw. nach den Sommerferien

Heute hat die KVG Main-Kinzig die neuen Fahrpläne für den Betriebsbeginn ab 24.Juni veröffentlicht. Hiermit versuche ich, einen kleinen Überblick über die Änderungen zusammen zu fassen. Quellen befinden sich jeweils am Ende.

Zum genannten Stichdatum 24. Juni ändert die KVG folgende Fahrpläne:

MKK-30 (Hanau-Erlensee-Bruchköbel-Wachenbuchen)
verkehrt nicht mehr nach Niederrodenbach Bf, sondern lediglich bis Erlensee LIMES-Kreisel und im Spätverkehr bis Hanau Hbf. Samstags und Sonntags AST-Betrieb.

MKK-38 (Rodenbach-Somborn)
Geringfügige Änderungen im Schulvekehr.

MKK-45.1, 45.2, 45.3 (Stadtbus Nidderau)
Neues Stadtbusangebot für Nidderau, drei Linen ergänzen sich zu einem Bedienungskorridor. Übernahme der Leistungen auf dem Abschnitt Heldenbergen-Eichen von der 562.

MKK-54 (Hanau-Langenselbold)
Ausweitung und Verdichtung der Betriebszeiten, verlängert vom Markt am Ring über Westring zum Bf. Langenselbold

MKK-55 (Somborn-Neuberg)
Geringe Änderungen im Schulverkehr.

MKK-56 (Altwiedermus-Langenselbold)
Ausweitung und Verdichtung der Betriebszeiten, verkehrt als Ersatz zur jetzigen 565 von Altwiedermus über Langenselbold, Markt am Ring - Westring zum Bahnhof.

MKK-57 (Langen-Bergheim-Langenselbold)
Ausweitung und Verdichtung der Betriebszeiten, verkehrt als Ergänzung zur jetzigen 564 und (Teil-)Ersatz zur 565. Wird von Käthe-Kollwitz-Schule ebenfalls über den Westring zum Langenselbolder Bahnhof verlängert.

MKK-59: entfällt

MKK-61 (Haitz-Meerholz)
Änderung des Linienweges vom Busbahnhof Gelnhausen über Ziegelhaus-Berliner Straße-Hallenbad nach Hailer-Meerholz.

MKK-62 (Roth-Meerholz)
Änderung des Linienwegs von/nach Hailer über Altenhaßlau. Letzte Fahrt ab Roth um 19:57 entfällt.

MKK-63 (Gelnhausen-Linsengericht)
Letzte Fahrt ab 20:00 fährt nur noch bis Geislitz, Eicher Mühle (und von dort zurück nach Gelnhausen). Das spätabendliche AST wird ersatzlos gestrichen.

MKK-64 (Gelnhausen-Bieber)
Umwandlung von AST-Fahrten in reguläre Buskurse.

Auf den Linien MKK-70-76 (Brachttal/Birstein) ergeben sich lediglich kleine Änderungen.

MKK-81 (Bad Orb-Wächtersbach)
Ausweitung der Bedienzeiten an Freitag und Samstagen bis ca. 0:30.

Auf den Linien MKK-82 und 83 (Wächtersbach-Jossgrund) ergeben sich daraus im AST-Verkehrebenfalls kleinere Änderungen.

Der RMV ändert in dem Zuge ebenfalls seine Fahrpläne:

562 (Nidderau-Hanau)
verkehrt nur noch bis Heldenbergen.

563 (Altenstadt-Hanau)
verkehrt auch sonntag und immer bis Altenstadt Bf.

566 (Großkrotzenburg-Hanau)
keine Bedienung von Kahl, Verstärker fahren nur noch bis Großauheim.

X64 (Obertshausen-Hanau)
Neue Haltestelle in Obertshausen, Fahrtzeiten ändern sich geringfügig.

X93(NEU, Hanau-Ravolzhausen-Hanau)
Ersetzt die jetzigen Linien 564 und 565 auf dem Abschnitt Ravolzhausen-Hanau.

Quelle

Zudem wird nach dem Sommerferien (6. August 2018 ) noch folgender Fahrplan geändert:

374 (Nidda-Stockheim-Büdingen-Rothenbergen-Gelnhausen)
Bedienung der Haltestellen "Niedergründau, Rothenberger Straße, "Rothenbergen Dorfgemeinschaftshaus" sowie "Rothenbergen Fuldaer Weg" unter Beibehaltung aller Anschlüsse. Die Berliner Straße in Büdingen entfällt beidseitig dauerhaft.

Quelle

Ergänzungen und/oder Korrekturen sind gerne gesehen :)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Headtallica« (16. Mai 2018, 18:59)


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Samstag, 19. Mai 2018, 15:35

Was auffällt, ist die ganz massive Verschlechterung im Fahrplanangebot für die Ronneburger Samstags. Man verdünnt nicht nur den Takt vom Stundentakt zum Zweistundentakt, sondern streicht gleich noch alle Spätfahrten. Ich weiß jetzt nicht wie gut die Busse derzeit ausgelastet sind aber ein solch drastischer Kahlschlag wird sicher zum Umstieg aufs Auto motivieren. Es wird sich ohnehin noch zeigen müssen ob die Neuordnung der Buslinien so eine gute Idee war. In den Gewerbepark in Erlensee kommt man aus der Richtung zukünftig auch nicht mehr, jedenfalls nicht mehr vernünftig.

3

Mittwoch, 23. Mai 2018, 18:34

Hier noch ein Leserbrief eines Erlenseer Kommunalpolitikers und ehem. Bürgermeisterkandidaten, der auch findet, dass Ronneburg mit dem neuen Fahrplan ziemlich "abgehängt" ist. Vor allem die in der Region sehr beliebten Klassenfahrten zur Ronneburg dürften bei einer Fahrtzeitverlängerung von 30 auf 90 Minuten in Zukunft wohl ausfallen.
Die Ideen von ihm sind aber nicht schlecht, sowohl die Idee, die bestehende Linie 54 nach Ronneburg zu verlängern als auch, die X93 quasi "im Halbkreis" von Hanau Hbf nach Langenselbold Bf fahren zu lassen. Jedenfalls sinnvoller als was man sich jetzt ausgedacht hat.

Headtallica

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 19:04

Ich persönlich würde, wenn ich die Befugnisse dazu hätte, sogar bezüglich des Vorschlages der Linie 54 noch einen weiteren Schritt weiter gehen, und diese bis nach Büdingen verlängern - wobei man dafür dann die FB-44 sich sparen könnte. Den X93 quasi über den Ostring zum Bf. Langenselbold fahren zu lassen hätte auch etwas. Aber, man muss sagen, dass dies alles schon im Jahr 2013 fest stand - insofern waren fünf Jahre Zeit, für die politischen Gremien, sich dazu zu äußern, was ja entweder gescheitert oder nicht geschehen ist. Es wurde auch zum Nahverkehrsplan von jeder Gemeinde eine Stellungnahme angefordert. Die Anbindung von Ronneburg mit der MKK-56 ist definitiv eine Verschlechterung und erst recht jetzt nicht das Gelbe vom Ei , aber das ist sie leider fast im gesamten Raum Gelnhausen/Langenselbold abseits der Schiene nicht. Folgende Beispiele fallen mir spontan ein:

- Linsengericht hat jetzt Pech, da dort wie oben beschrieben sämtliche Spätabends-AST gestrichen werden.
- Das Dilemma mit der AB-30, welche lediglich nur noch 5 Mal zwischen Schöllkrippen und Gelnhausen pendelt, ist auch keine schöne Sache.
- Vom nicht vorhandenen Sonntagsverkehr des BPNV (abseits der Linie 374) in Gründau fange ich erst gar nicht an - so ziemlich die einzige und gleichzeitig größte Gemeinde im MKK ohne Sonntagsverkehr!
- Die überaus grandiosen Umsteigebeziehungen in Gelnhausen (die 66 fährt zu einer anderen Stunde wie 60 und 64, ergo kein Umstieg möglich) sind hierbei auch noch zu erwähnen.

Die einzigen Besserungen im Raum Langenselbold/Gelnhausen sind die doch verstärkten Fahrten innerhalb Langenselbolds und die Änderung des Fahrtweges der Linie 374.

Man kann diese Meinungen kontrovers oder auch konform sehen, aber was auffällt dass die Mängel irgendwie zum Großteil bei lokalen Buslinien bestehen - irgendwo fehlt es doch an Geld oder Mut, um Angebote attraktiver und doch auch bezahlbar zu gestalten.
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5

Mittwoch, 23. Mai 2018, 19:36

was ich jetzt nicht verstehe ist, ob das touristische Ziel Ronneburg leidet,
oder ob die Ortsteile der Gemeinde Ronneburg abgehängt werden.

Früher gab es doch mal eine Kleinbahn bzw. einen Bahnbus von Hanau aus...

6

Mittwoch, 23. Mai 2018, 19:45

- Das Dilemma mit der AB-30, welche lediglich nur noch 5 Mal zwischen Schöllkrippen und Gelnhausen pendelt, ist auch keine schöne Sache.

Hier könnte sich noch was ergeben. Eine Schnellbuslinie von Aschaffenburg über Schöllkrippen nach Gelnhausen ist angedacht und aktuell in Verhandlung. Ein ähnliches Konzept gab es schon mal vor einigen Jahren, zwar nicht als durchgehende Linie, aber umsteigefrei in Schöllkrippen. Nach und nach wurden dann erst Umläufe geändert, dann der Wochendverkehr zwischen Huckelheim und Gelnhausen eingestellt und schließlich seit diesem Jahr der jämmerliche Zustand mit den 5 Fahrten eingeführt. Jetzt versucht man wohl - die zwischenzeitlich gekürzten - Zuschüsse aus MKK für AB-30 mit dem Schnellbus-Konzept zu bekommen. Ob der Schnellbus, dann den Schlenker nach Großenhausen macht oder direkt nach Altenhaßlau fährt ist dann nochmal ne andere Frage. Laut Nahverkehrsbauftragten soll die Linie AB-30 bis September überarbeitet sein. Quelle:Neue Wege im Fahrscheinverkauf?


Zwischenzeitlich war die Begeisterung für diesen Schnellbus so groß, dass auch Mömbris (bzw. der Ortsteil Schimborn) in die Schnellbuslinie eingebunden werden möchte. Quelle:Schnellbuslinie: Halt in Schimborn geplantNeben der Finanzierung ist - denke ich- auch der Zuganschluss in Schöllkrippen und Gelnhausen noch ein Knackpunkt.
RMV-Job- und Semesterticket auch für die Bayern in Rhein-Main!

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7

Mittwoch, 23. Mai 2018, 20:49

Theoretisch könnte man Gelnhausen sogar mit zwei Buslinien an Aschaffenburg anbinden, Variante 1 hast du ja schon erläutert, Variante 2 wäre die Verknüpfung des Linienastes Gelnhausen-Somborn mit der Citybus-Linie 31 (Somborn-Alzenau-Aschaffenburg). Ich fände eh, dass der Linienast Gelnhausen-Somborn dann eine andere Liniennummer bräuchte, der Zustand wird jetzt schon als "verwirrend" empfunden,vor Allem für die Linsengerichter.

Das touristische Ziel Ronneburg ist halt von Hanau aus nicht mehr so leicht (sprich direkt) erreichbar, jedoch ist es viel bemerkenswerter, das man das Samstagsangebot halbiert - zumal ja dadurch die Bedienung innerhalb Langenselbolds unterschiedlich lang ausfällt. Wer am Ostring wohnt, hat bessere Verbindungen (stündlich bis in die Nacht) als diejenigen, die am Westring wohnen. Gut, die 57 fährt auch über den Westring - aber Samstagabends ist um 21 Uhr Schicht, während am Ostring bis 2 Uhr(!) gefahren wird.
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8

Donnerstag, 24. Mai 2018, 14:31

Früher gab es doch mal eine Kleinbahn bzw. einen Bahnbus von Hanau aus...
Ja, die glorreichen Zeiten der 5904 von Hanau Freiheitsplatz nach Ronneburg. Damals kamen die Ronneburger halt nicht sinnvoll zu irgendeinem Bahnhof (die Schleife über Langenselbold gab es damals noch nicht, der Bus fuhr von Neuberg direkt nach Ronneburg), wer also weiter als Hanau musste nahm gezwungenermaßen das Auto. Den Kritikpunkt versuchte man dann mit der Teilung der Linie in 564/565 zu beheben. Tja und jetzt haben wir mit der MKK-56 den Salat. Man kommt zwar zum Langenselbolder Bahnhof, hat dort aber keinen S-Bahn-Anschluss mehr.
Man kann diese Meinungen kontrovers oder auch konform sehen, aber was auffällt dass die Mängel irgendwie zum Großteil bei lokalen Buslinien bestehen - irgendwo fehlt es doch an Geld oder Mut, um Angebote attraktiver und doch auch bezahlbar zu gestalten.
Vor allem scheint mir irgendwie der Plan zu fehlen. Man richtet irgendwelche Buslinien ein, weil es toll aussieht, aber was der Bus konkret für den ÖPNV bringen soll weiß man nicht.

Immerhin hat man endlich die Reißleine gezogen und die MKK-30 von Erlensee nach Rodenbach eingestellt. Das war die wohl sinnloseste Buslinie der gesamten Region, die hat nur Diesel in die Luft gepustet, ich hab da noch nie irgendjemanden mit der Linie fahren gesehen. Hinzu kam noch die sehr merkwürdige Linienführung ausgerechnet durch eine Spielstraße. Da dürfte die jetzige Anbindung an den Limes-Kreisel um ein vielfaches sinnvoller sein.
Ich weiß nicht, wie hoch die Fahrgastzahlen eigentlich auf dem restlichen Abschnitt sind. Wir erinnern uns, die MKK-30 startete mal als freigestellter Verkehr zur Anbindung der Büchertalschule und der HBS in Bruchköbel für Schüler aus Mittel- und Wachenbuchen. Die Verlängerung nach Erlensee war mehr oder weniger persönlicher Wunsch des Schulleiters der LOG in Bruchköbel, um eine Direktverbindung dorthin für Schüler aus Erlensee zu schaffen, die vorher in Hanau Nord in den Zug umsteigen mussten (und wer schon in Hanau Nord war... es ist nicht der einladendste Bahnhof im Netz der DB). Dafür hat man dann einen Reisebus aus dem Rack-Bestand eingesetzt, während die Strecke Bruchköbel-Wachenbuchen Spielwiese des SG 221 UL war. Jetzt fährt man durchgehend im Stundentakt und ich weiß eigentlich nicht, für wen. Der Witz war dann, als man versuchte, diese Linie als "schnelle Verbindung zum Hessen-Center" zu verkaufen, in Verbindung mit der MKK-25 von Wachenbuchen nach Enkheim (U). Ich weiß nicht wer wirklich so zum Hessen-Center gefahren ist, vermutlich die wenigsten.
Auch der Bürgerbus in Erlensee trödelt nur vor sich rum, ohne echtes Konzept. Ich sehe da auch nur ganz selten Fahrgäste. Der bindet auch keine sinnvolle Ziele an und das ist wohl auch nicht mehr geplant, nachdem man den Fliegerhorst und den Gewerbepark anderweitig (und m. E. sehr suboptimal) an den ÖPNV angebunden hat. Gerade dafür hätte sich der Bürgerbus ideal angeboten. Man will aber wohl nicht, warum auch immer.
Mit einer sinnvollen Planung könnte man Geld sparen und den ÖPNV verbessern. Irgendwie sitzen aber die falschen Leute in den Gremien, die von ÖPNV keine richtige Ahnung haben, so scheint es mir.