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[Verkehrsmeldung/Betriebsstörung] Zugausfälle im Mittelhessennetz

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Montag, 6. August 2018, 16:01

Zugausfälle im Mittelhessennetz

Zitat

Zugausfälle im Mittelhessennetz
Zugleistungen auf der Regionalbahnlinie RB 49 Gießen – Friedberg – Hanau betroffen


(Frankfurt (Main), 5. August 2018) Ein in den vergangenen Tagen stark angestiegener Krankenstand bei den Lokführern der DB Regio Mitte am Einsatzstellenstandort Gießen führte in Verbindung mit nicht aufschiebbaren Urlaubsansprüchen zu Zugausfällen im Mittelhessennetz. Diese werden auch in den kommenden Tagen nicht vollständig vermeidbar sein. Betroffen sind insbesondere die Zugleistungen der Regionalbahnlinie RB 49 Gießen - Friedberg – Hanau.
„Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei unseren Fahrgästen und kämpfen weiterhin darum, jeden Zug fahren zu können. Wir sprechen kurzfristig auch Triebfahrzeugführer aus anderen Einsatzstellen zur Unterstützung an“, so Peter Rumpf, Leiter Produktion der DB Regio Mitte. Die krankheitsbedingten Ausfälle liegen derzeit mehr als doppelt so hoch wie im Jahresdurchschnitt.
Die Bahn empfiehlt allen Reisenden, sich in den kommenden Tagen vor Fahrtantritt auf www.bahn.de/aktuell, in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/Reiseauskunft zu informieren.
Die DB Regio Mitte ist seit vergangenem Jahr konsequent und verstärkt dabei, neues Fahrpersonal einzustellen und neue Triebfahrzeugführer auszubilden. Für den Standort Gießen sind seit Januar 2018 fünf direkt einsatzfähige Triebfahrzeugführer neu eingestellt worden, und eine sechsköpfige Ausbildungsgruppe befindet sich derzeit in der Ausbildungsphase. Im September 2018 startet zudem ein weiterer Lehrgang mit zusätzlichen sechs angehenden Triebfahrzeugführern.

Folgende Züge fallen nach derzeitigem Stand am Montag, 6. August 2018, aus:

RB 49 Hanau – Friedberg – Gießen

RB 15162 Hanau (ab 06.37 Uhr) – Friedberg (an 07.11 Uhr)

RB 15168 Hanau (ab 08.10 Uhr) – Friedberg (an 08.41 Uhr)

RB 15192 Hanau (ab 16.07 Uhr) – Friedberg (an 16.41 Uhr)

RB 15198 Hanau (ab 17.37 Uhr) – Friedberg (an 18.07 Uhr)

RB 15160 Friedberg (ab 17.30 Uhr) – Gießen (an 17.58 Uhr)


RB 49 Gießen – Friedberg – Hanau

RB 15163 Friedberg (ab 05.50 Uhr) – Hanau (an 06.20 Uhr)

RB 15165 Friedberg (ab 07.16 Uhr) – Hanau (an 07.49 Uhr)

RB 15167 Friedberg (ab 08.50 Uhr) – Hanau (an 09.19 Uhr)

RB 15177 Friedberg (ab 15.16 Uhr) – Hanau (an 15.49 Uhr)

RB 15091 Gießen (ab 16.05 Uhr) – Friedberg (ab 16.45 Uhr) - Hanau (an 17.15 Uhr)

RB 15155 Gießen (ab 18.05 Uhr) – Friedberg (an 18.34 Uhr)
Quelle: DB Verkehrsmeldung

Zitat

Weiter Zugausfälle im Mittelhessennetz
Zugleistungen auf der Regionalbahnlinie RB 49 betroffen


Der hohe Krankenstand bei den Lokführern der DB Regio Mitte am Einsatzstandort Gießen führt in Verbindung mit nicht aufschiebbaren Urlaubsansprüchen weiterhin zu Angebotseinschränkungen im Mittelhessennetz. Besonders sind die Zugleistungen der Regionalbahnlinie RB 49 Gießen—Friedberg—Hanau betroffen.

Da Zugausfälle auch in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden können, bitten wir sich vor Fahrtantritt immer bei bahn.de unter

https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/index.shtml

zu den aktuellen Einschränkungen zu informieren. Weitere Informationen gibt es auch auf der DB Navigator-App und unter bahn.de/Reiseauskunft.


Folgende Züge entfallen nach derzeitigem Stand am Dienstag, 7. August 2018:


RB 49 Hanau – Friedberg – Gießen

RB 15192 Hanau (ab 16.07 Uhr) – Friedberg (an 16.41 Uhr)

RB 15160 Friedberg (ab 17.30 Uhr) – Gießen (an 17.58 Uhr)


RB 49 Gießen – Friedberg – Hanau

RB 15177 Friedberg (ab 15.16 Uhr) – Hanau (an 15.49 Uhr)

RB 15155 Gießen (ab 18.05 Uhr) – Friedberg (an 18.34 Uhr)


DB Regio Mitte arbeitet täglich intensiv daran, ihren Kunden unter den gegebenen Umständen das bestmögliche Fahrtenangebot zu erstellen.
Quelle: DB Verkehrsmeldung
Gruß Tommy

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2

Montag, 6. August 2018, 16:20

Seltsam, so etwas ähnliches gibt es auch in NRW: Klick

Darkside

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3

Montag, 6. August 2018, 17:57

Nicht seltsam wenn man bedenkt, daß deutschlandweit über 1000 Lokführer fehlen....
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4

Montag, 6. August 2018, 19:54

War ja auch ein bisschen ironisch gemeint. Ähnliche Meldungen gibt ja auch aus anderen Regionen. Interessant nur das rumgeeiere um die Begründung.

Charly

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5

Montag, 6. August 2018, 21:16

Interessant nur das rumgeeiere um die Begründung.
Wo siehst Du da ein rumeiern? Für mich ist hoher Krankenstand bei unaufschiebbaren Urlaubsansprüchen weder eine zweideutige noch eine unzutreffende Aussage, die den Versuch erkennen liesse das Problem zu verschleiern.

MdE

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6

Montag, 6. August 2018, 21:28

Am besten fand ich die Forderung von Pro Bahn - oder besser gesagt, die Empörtheit warum ein Unternehmen wie die DB das nicht hinbekommt - Lokführer aus anderen Regionen abzuziehen.

Tatrafan

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7

Montag, 6. August 2018, 23:26

Das zeigt wiedermal nur, wie wenig Pro Bahn tatsächlich von der Eisenbahn versteht.

Einfach mal kurzfristig Tf aus anderen Regionen abziehen - weil die ja auch alle die erforderlichen Baureihenkenntnisse und die Streckenkenntnis hier haben, jaaaa, is' klar 8o Daß diese Tf daheim vor Ort schon gebraucht werden, davon rede ich erst gar nicht, das sollte eigentlich bei der allgemeinen Tf-Personalsituation von vornherein klar sein.
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tatrafan« (6. August 2018, 23:26)


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8

Montag, 6. August 2018, 23:47

Die Lösung ist vergleichsweise einfach, dauert aber:

GELD ! Geld für die - qualifizierte - Ausbildung von Fahrpersonal und
Geld für höhere Gehälter, um den Beruf des Tfz auch bei steigenden Mieten in den Ballungsräumen etc. attraktiv zu machen.

GELD - ist genug da - wir nur von der Politik in unsinnige Subventionen gesteckt wie gewisse Regionalflughäfen, bei denen man jetzt ganz stolz ist, dass es jetzt in diesem Jahr so viele Passagiere gibt, wie an einer der zentralen Bahn-Haltestellen Frankfurts an einem Tag ... :D

9

Dienstag, 7. August 2018, 06:41

Interessant nur das rumgeeiere um die Begründung.
Wo siehst Du da ein rumeiern? Für mich ist hoher Krankenstand bei unaufschiebbaren Urlaubsansprüchen weder eine zweideutige noch eine unzutreffende Aussage, die den Versuch erkennen liesse das Problem zu verschleiern.
Kann man sehen wie mann will. Klar, es können bei Grippewellen (wie in NRW) schon mal mehrere Kollegen gleichzeitig ausfallen. Aber unaufschiebare Urlaubsansprüchen heißt wohl eher, sie sind im Urlaub und wollen nicht auf ihren wohlverdienten Urlaub verzichten.
Warum nicht kurz und knapp: kurzfristiger Personalmangel? Polirisch unkorrekt?

Da die gleichen Begründungen aber immer wieder und bundesweit auftauchen, muss da ein Fehler im System liegen. Und da bin mit OWE.

Charly

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10

Dienstag, 7. August 2018, 14:40

Mir persönlich würde Dein knapper Satz genügen, aber kurzfristiger Personalmangel läuft letztlich doch auf das gleiche hinaus. Da ich kein Mitarbeiter der Presseabteilung bin, kann ich nicht beurteilen warum man die Gründe so ausführlich schildert. Durch die detailliertere Darstellung hofft man vielleicht größeres Verständnis bei den Fahrgästen erzeugen zu können, damit nicht aller Frust nur bei den Mitarbeitern vor Ort abgeladen wird. Das wäre eher ein lobenswerter Gedanke, weswegen ich Deinen Ausdruck unangebracht fand.

Zitat

unaufschiebare Urlaubsansprüchen heißt wohl eher, sie sind im Urlaub und wollen nicht auf ihren wohlverdienten Urlaub verzichten.
Du sagst es, aber was ist daran wieder verkehrt? Für alle Arbeitnehmer gelten tarifliche und betriebsinterne Urlaubsregelungen. Alle Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern haben das Vorrecht ihren Jahresurlaub in den Sommerferien zu nehmen, allen anderen wird das verweigert sofern nötige Personalbesetzungen keine höheren Zahlen zulassen. Selbst alle Familien mit Schulkindern können in Verkehrsbetrieben aber nicht gleichzeitig 30 Tage Urlaub bekommen, deshalb werden die Ansprüche meist geteilt. D.h., es wird in der Mitte der Ferien ein Schnitt gemacht, ein Teil bekommt die erste Hälfte genehmigt, der andere die zweite. Die dadurch fehlenden Urlaubstage müssen davor oder dahinter angehängt werden (sofern die MA diese restlichen Tage nicht ohnehin zu anderen Zeiten nehmen möchten). Durch diese Regelung entstehen zeitliche Überhänge und bei höherem als durchschnittlich zu erwartendem Krankenstand eben solche Engpässe.

Insofern verstehe ich die unterschwellige Kritik nicht (dass Kollegen nicht auf ihren Urlaub verzichten "wollen"). Hast Du schonmal in der Personaldisposition gearbeitet? Wenn nicht, kannst Du gerne mal versuchen jemanden, der einen Urlaub auf Mallorca oder in der Türkei gebucht hat, von dort zurück zuholen. Das wird Dir kaum gelingen, die meisten gehen nämlich gar nicht erst ans Telefon wenn sie sehen dass ihre Firma anruft. Außerdem ist "Urlaub abbrechen" auch nicht immer einfach, selbst wenn ein MA dazu bereit wäre, z.B. wäre bei einem Pauschalurlaub der Rückflug extra zu zahlen, wenn er vor dem gebuchten Rückflugtermin erfolgen soll, wer hätte die Kosten zu tragen? Was man für sich selbst beansprucht, muss man auch anderen zugestehen, selbst wenn es manchmal schmerzt...

tamperer

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11

Dienstag, 7. August 2018, 17:36

Und es gibt durchaus Urlaubsansprüche (z. B. für geleistete Arbeit an Feiertagen; kann man sich auszahlen lassen oder abfeiern), die nach einem halben jahr verfallen.

12

Dienstag, 7. August 2018, 17:38

Als Kritik am Personal war das nicht gemeint, sondern am System des überoptimierten Betriebes (was Personalplanung als auch Material in allen Facetten mit einschließt).
Ich würde meinen Urlaub auch nicht abbrechen oder verschieben, schon gar nichtwenn der FTE Bedarf per Vorgabe gekürzt oder sonst irgenwie gekoppelt an den Zielen des Managementes festgelegt wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Condor« (7. August 2018, 17:48)


13

Dienstag, 7. August 2018, 17:45

Und es gibt durchaus Urlaubsansprüche (z. B. für geleistete Arbeit an Feiertagen; kann man sich auszahlen lassen oder abfeiern), die nach einem halben jahr verfallen.
Trifft auch auf Überstunden, Arbeitszeitausgleich usw zu, ich weiß. Kommt aber total überraschend wie der 24. Dez.

14

Dienstag, 7. August 2018, 19:07


Insofern verstehe ich die unterschwellige Kritik nicht (dass Kollegen nicht auf ihren Urlaub verzichten "wollen"). Hast Du schonmal in der Personaldisposition gearbeitet? Wenn nicht, kannst Du gerne mal versuchen jemanden, der einen Urlaub auf Mallorca oder in der Türkei gebucht hat, von dort zurück zuholen. Das wird Dir kaum gelingen, die meisten gehen nämlich gar nicht erst ans Telefon wenn sie sehen dass ihre Firma anruft. Außerdem ist "Urlaub abbrechen" auch nicht immer einfach, selbst wenn ein MA dazu bereit wäre, z.B. wäre bei einem Pauschalurlaub der Rückflug extra zu zahlen, wenn er vor dem gebuchten Rückflugtermin erfolgen soll, wer hätte die Kosten zu tragen? Was man für sich selbst beansprucht, muss man auch anderen zugestehen, selbst wenn es manchmal schmerzt...



Wer das zahlen soll?
Im Zweifelsfall der, der die Arbeitskraft des Mitarbeiters benötigt.
Käuflich ist ab einem bestimmten Betrag wohl fast jeder, es ist also pure Abwegungssache wen man im Urlaub anruft und was es einem Wert ist.

Charly

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Dienstag, 7. August 2018, 20:17

@S-Wagen 253:
Das war eine rein rhetorische Frage, die Antwort kenne ich natürlich selbst. Nur weißt Du so gut wie ich, dass die DB nicht mehr Bundesbahn heißt und niemand bereit wäre, sich für ungeplante Kosten rechtfertigen zu müssen. Wenn man Dich aus dem Urlaub holen wollte, würde Du vielleicht sagen okay, wenn Ihr mir dafür eine Woche extra Urlaub oder einen halben Riesen auf die Hand gebt, geht das in Ordnung. Dann würde Dein Teamleiter oder Disponent aber den Hörer schnell wieder auflegen...

Darkside

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Dienstag, 7. August 2018, 22:29

Zugausfälle sind auch ungeplante Kosten.....da muss schon abgewogen werden was
günstiger ist.
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Mittwoch, 8. August 2018, 12:17

Wie ich schon schrieb - ein reibungslos funktionierender Bahnbetrieb gehört zur Grundversorgung einer Region und eines Landes! Das dient nicht nur sozialen Belangen wie einer "Mobilität für alle", sondern auch der Wirtschaft. Nicht nur, dass die Arbeitskräfte planbar zur und von der Arbeit kommen, sondern z.B. auch Einkaufsstätten, Freizeiteinrichtungen etc., deren zahlende Kunden mit Bus und Bahn reibungslos dorthin kommen, wo sie wollen. Und nicht zuletzt bleiben die Straßen - deren Kapazitäten auch begrenzt sind - frei von allen, die nicht Auto fahren müssen. Heißt: Der Wirtschaftsverkehr kann störungsfreier fließen ! Dritter Aspekt ist die Umwelt- und Lebensqualität : Saubere Luft nutzt allen, mal von der Thematik des Klimawandels ganz abgesehen.

Wie Störungen des Bahnverkehrs sich auf das Wirtschaftsleben auswirken, lässt sich zeitweise wunderbar auf Sylt beobachten. Dort sind Mieten und Wohneigentum noch teurer als in Frankfurt und auch nicht für Beschäftigte wie Lehrer erschwinglich. Die pendeln also alle mit der Bahn; und wenn die nicht fährt, macht niemand auf Sylt die Arbeit. :D

Heißt: Eine gut funktionierende Grundversorgung mit Bildung, Gesundheitsleistungen und öffentlichen Verkehrsmitteln sollte auch als Wirtschaftsförderung verstanden werden und aus Steuermitteln mitfinanziert werden. Ob sich der Staat das für erforderliche Geld mittels Steuern holt oder an anderer Stelle einspart - Stichwort Luftverkehr, der soll sich meiner Meinung komplett selbst finanzieren -, will ich hier nicht diskutieren, sondern überlasse ich der Politik.

Charly

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Mittwoch, 8. August 2018, 14:15

Nur um Missverständnisse auszuschließen, ich verteidige nicht das, was Condor "System" nennt oder sehe Ausfälle gar als naturgegebene Ereignisse an. Ich wehre mich nur dagegen, systemimmanente Fehler den Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe anzulasten, die sich in der Regel die größte Mühe geben den Betrieb am laufen zu halten.

Zugausfälle sind auch ungeplante Kosten.....da muss schon abgewogen werden was günstiger ist.
Sicher. Nur ist das nicht Aufgabe eines Disponenten oder Teamleiters. Die Berechnung und Bewertung muss an höherer Stelle erfolgen. Wenn die dort Verantwortlichen aber von der Politik vorgeschrieben bekommen, unter allen Umständen mindestens "eine schwarze Null" zu schreiben, dann wird auch da kaum jemand seinen Kopf für ungeplante Kosten übernehmen wollen. Dann liegt der schwarze Peter am Platz der Republik Nr. 1 oder in der Invalidenstraße 44. Insofern liegen wir da alle nicht weit auseinander.

Darkside

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19

Mittwoch, 8. August 2018, 14:21

Wenn die Teamleiter hinterhertelephonieren und Geld bieten, dann haben die schon
von oben her den Rahmen genannt bekommen.
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20

Mittwoch, 8. August 2018, 14:44

Wenn sie das dann machen (müssen ).