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Freitag, 12. Oktober 2018, 11:13

Pünktlichkeit der S-Bahnen im Vergleich

Die Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag enthält zahlreiche Angaben zur Pünktlichkeit der S-Bahnen in Deutschland, aufgeschlüsselt nach Regionen und sogar Linien, jeweils im Vergleich 2017, 2017 per Juni und 2018 per Juni sowie unterteilt nach HVZ und NVZ:

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Freitag, 12. Oktober 2018, 12:49

Was bedeutet denn "Pünktlichkeit % (5:59)"? Bedeutet das, dass Züge erst ab 6 Minuten Verspätung als unpünktlich gelten?

paddi.obi

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3

Freitag, 12. Oktober 2018, 18:08

Ja, so ist es, dies ist die offizielle Definition.
Der RMV hat bei einigen Linien strengere Vorgaben (2:59)

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Freitag, 12. Oktober 2018, 21:17

S-Bahn Rhein-Main Unpünktlichkeismeister 2017 & 2018

Ich habe die Zahlenwüste mal in eine Tabelle gepackt: Google Sheet

Das Ergebnis des Ganzen:


Summa Sumarum: Rhein-Main ist am unpünktlichsten.

Die Bremer haben nur die Zahl der verspäteten Züge gemeldet, nicht den Anteil. Daher habe ich sie hier nicht mit darstellen können.

5

Freitag, 12. Oktober 2018, 22:17


Ich habe mir auch noch die einzelnen Linien im Bereich Rhein-Main angeschaut. Bei fast allen Linien hat sich die Pünktlichkeit von 2017 auf 2018 verbessert. Bei der S6 ist sie jedoch um fast 10 Prozentpunkte gesunken. Damit ist die S6 zur unpünktlichsten Linie geworden. 2017 war dies noch die S7, die nun mit der S8 gemeinsam den vorletzten Platz belegt.

Die S3 und die S4 sind die pünktlichsten Linien.

Darkside

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6

Samstag, 13. Oktober 2018, 01:06

S3 und Pünktlich....hüstel....zur Tunnelsperrung vielleicht :)
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7

Samstag, 13. Oktober 2018, 08:37

Wie werden ausgefallene oder gekürzte (vorzeitige Wende ) berechnet? Die DB unterschlägt den Punkt geflissentlich.

8

Samstag, 13. Oktober 2018, 08:54

S3 und Pünktlich....hüstel....zur Tunnelsperrung vielleicht :)

Was hast du? Ich fahre täglich mit der S3 und hatte dieses Jahr bisher höchstens 10 mal mehr wie 3-4 Minuten Verspätung bei der Ankunft an der Galluswarte. Davon 4 mal vorletzte Woche durch die Bauarbeiten in Rödelheim. Nachmittags auf dem Heimweg sieht es etwas schlechter aus, da fängt sie sich im Tunnel gerne mal 5-10 Minuten ein. Aussfälle (auch Ende in Niehö) und Verspätung >15 Minuten waren es aber nicht mehr wie 5-6. (Tendenziell habe ich aber manchmal den Eindruck, ich habe mir genau die richtigen Verbindungen raus gesucht. 6:59 ab Niehö und 16:17 ab Galluswarte, später sind im RIS häufiger rote Zahlen.)

Darkside

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9

Samstag, 13. Oktober 2018, 13:06

Es wird im Artikel in als Pünktlichkeit 99,2% angegeben.....
d.h. von 125 Fahrten ist nur 1 (!) verspätet.
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Henning H.

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10

Samstag, 13. Oktober 2018, 17:32

Es wird im Artikel in als Pünktlichkeit 99,2% angegeben.....
d.h. von 125 Fahrten ist nur 1 (!) verspätet.
Beziehungsweise 6min oder mehr verspätet, das kann schon hinkommen. Verspätungen von unter 6min dürften wesentlich häufiger sein, tauchen in dieser Statistik aber eben als pünktlich auf, auch wenn 5min im Stadtverkehr schon eine gane Menge sein können.

11

Samstag, 13. Oktober 2018, 19:34

Dass das Rhein-Main-Gebiet die unpünktlichsten S-Bahnen Deutschlands hat, ist nun noch einmal amtlich bestätigt. Und sorry, Leute, selbst diese Statistik ist doch geschönt. Nie im Leben waren 2018 97 % der Züge der Linie S5 weniger als 6 Minuten verspätet. Da sind doch mit Sicherheit alle Großstörungen herausgerechnet, der Komplettausfall von Zügen usw. Ich lasse mir andauernd 10-Minuten-Garantien erstatten, das dürften dann ja nochmal deutlich weniger als 3 % der Züge sein, denn es sind ja auch welche zwischen 6 und 10 Minuten verspätet. Diese Statistik gibt nicht die Realität wider.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sdni« (13. Oktober 2018, 19:35)


Darkside

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12

Sonntag, 14. Oktober 2018, 01:31

Auf der S3 gibt es an einem Tag 84 Fahrten.
Somit pro 3 Tage nur 2 mehr als 5:59min verspätete Züge?!
Das passt nicht so ganz von meinen Beobachtungen her.
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13

Sonntag, 14. Oktober 2018, 15:30

Ich gehe davon aus, dass diese Statistiken von der DB selbst erstellt und somit geschönt werden. Diese Zahlen haben den gleichen Wert wie die Angaben der Autoindustrie zu Verbrauch und Schadstoffemissionen ihrer Fahrzeuge. Es müsste eine unabhängige Stelle geben, die diese Erhebungen macht, dann sähe das Ergebnis komplett anders aus.

Aktuell gibt es ja - laut Homepage RMV - auch schon wieder Störungen auf der S5 (Bahnübergang in Oberursel, das ist alle paar Wochen dasselbe) und Weichenstörung bei Raunheim bei der S8 und S9.

Seit 40 Jahren ist die DB nicht in der Lage, einen reibungslosen S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet zu bieten.

14

Sonntag, 14. Oktober 2018, 16:00

Ich gehe davon aus, dass diese Statistiken von der DB selbst erstellt und somit geschönt werden.

Wenn Du schon sowas behauptest: Ich bekomme jetzt von Dir hier einen Beweis für Deine Aussage. Oder willst Du nur substanzlos und ohne Hintergrundwissen stänkern?

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Sonntag, 14. Oktober 2018, 16:36

Auf der S3 gibt es an einem Tag 84 Fahrten.
Somit pro 3 Tage nur 2 mehr als 5:59min verspätete Züge?!
Das passt nicht so ganz von meinen Beobachtungen her.


Das kann schon hinkommen. Die Frage ist erst mal, wo wird gemessen? Über den gesamten Zuglauf oder nur die Verspätung am Zielbahnhof? Und ebenfalls sind subjektive Beobachtungen für einen Zug halt nicht geeignet, daraus auf den gesamten Betriebstag hochzurechnen. Nur weil jemand - als Beispiel - jeden dritten Tag eine 10-Minuten-Garantie für die S-Bahn um x Uhr abgreift, läßt sich daraus keine Aussage für das Gesamtergebnis herleiten.

Sechs Minuten sind außerdem eine ganze Menge und die reicht schon aus, daß Menschen da intuitiv sich eine viel größere Verspätung vorstellen, als es die Wirklichkeit war. Anderes Gewerbe, aber dazu passendes Beispiel: Neulich inne Kneipe am Nachbartisch "wir warten schon eine Stunde in diesem Laden auf unser Essen". Pustekuchen, es waren maximal 35 Minuten, aber Hauptsache mal, eine Behauptung abgedrückt. Anders gesagt: Je länger die Wartezeit ist, umso mehr differieren die reale und die "gefühlte" Verspätung. Da neigt der Mensch eben zur Übertreibung. Deswegen ist es auch schwierig bis unmöglich, aus den eigenen Erfahrungen ein realistisches Abbild der Gesamtsituation zu erzeugen.

Und ansonsten ist die ganz große Frage im Vergleich mit anderen Städten: Wie sieht es mit dem drumherum aus, wieviel eigenen Gleiskörper gibt es, wieviele Fahrgäste hat es, wie ist der Takt etc.? Bei aller Freundschaft, aber daß ich in Rostock mit den paar Regionalbähnchen, die unter dem Deckmantel "S-Bahn" fahren, praktisch immer pünktlich bin, weil die Reisezeiten entspannt sind, es kaum Störeinflüsse durch andere Linien gibt und es erstens praktisch nicht zu Haltezeitüberschreitungen kommen kann und zweitens selbst wenn, es niemanden interessiert, weil der nächste Zug 15 Minuten später kommt und nicht nach 75 Sekunden... das ist kein Geheimnis. Wenn ich jeder "weiterfahrenden" S-Bahn erst mal fünf bis sieben Minuten Pause am Rostocker Hbf verpasse, wo soll da eine Verspätung herkommen? Und ebenfalls gibt es durch den wenigen bis nicht existenten sonstigen Regional- und Fernverkehr keinerlei weiteren Störquellen. Hat die S6 oder S8 bei uns aber mal drei Minuten drin, steht sie sofort vor oder hinter der/dem nächsten RB/RE/IC/ICE. Was im übrigen für die anderen S-Bahn-Netze, die in ein ansonsten dicht belegtes Fahrplangefüge eingebettet sind, ähnlich ist.

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16

Freitag, 19. Oktober 2018, 08:05

Als Vergleichswert finde ich allerdings die Stuttgarter S-Bahn - mit deutlich besseren Pünktlichkeitswerten - durchaus interessant. Die Netze von Stuttgart und Rhein-Main finde ich durchaus vergleichbar: Beides Metropolen mit dichtem Fernverkehr und Innenstadt-Tunneln.

Hamburg und Berlin geben die Antworten, was besser gemacht werden kann: Wirklich unabhängige S-Bahn-Systeme mit kompletter Trennung vom Fernverkehr! In Hamburg gibt es mit der S 3 nach Stade allerdings auch noch etwas Mischverkehr, aber die Strecke Neugraben - Stade hat nur Regionalzüge und allerdings stärkeren Güterverkehr. Dafürr gibt es in Hamburg mit der alten Verbindungsbahn über Dammtor noch eine zweite Innenstadtstrecke.

Was ich für Rhein-Main daraus folgere: Wir brauchen ein komplett vom Fernverkehr getrenntes echtes S-Bahn-System und eine 2. Stammstrecke. Das könnte z.B. auch ein Tangentensystem sein, etwa Gallus / Griesheim - Flughafen + Gallus / Griesheim / Flughafen - Südbahnhof - OF / Ostbahnhof. Nein, Übergang zur Stromschiene schlage ich nicht vor. :D

Ich gebe zu, bei den hiesigen Verhältnissen werden eher erst die Eintracht und dann im darauffolgenden Jahr auch noch die Kickers Deutscher Meister :D !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ost-West-Express« (19. Oktober 2018, 08:07) aus folgendem Grund: Edih hat eine kleine Korrektur vorgeschlagen.


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17

Samstag, 20. Oktober 2018, 00:25

In Hamburg wird es künftig mit der S4 gen Ahrensburg eine weitere Linie geben die abschnittsweise
im Mischverkehr unterwegs sein wird.

In Stuttgart mischt sich die S-Bahn wengier mit dem Fernverkehr als es in Frankfurt der Fall ist.
Die meisten Züge kommen von der SFS nach Stuggi und fahren dann bis Plochingen getrennt von
der S-Bahn weiter gen Ulm.
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18

Sonntag, 21. Oktober 2018, 17:43

In der Tat ist die nicht ganz überraschende Faustregel: Je mehr Mischverkehr, desto unpünktlicher. Rostock fällt dabei aus den von Holger ausgeführten Gründen aus dem Rahmen.
Forbetter your English: What hold you from the doublestickdare of the German Lane?

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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 18:07

Zitat von »sdni« Ich gehe davon aus, dass diese Statistiken von der DB selbst erstellt und somit geschönt werden.
Wenn Du schon sowas behauptest: Ich bekomme jetzt von Dir hier einen Beweis für Deine Aussage. Oder willst Du nur substanzlos und ohne Hintergrundwissen stänkern?

Ein etwas höflicherer Ton bitte, Herr Kötting!

Zur Sache: Umgekehrt wird ein Schuh draus:

Wenn Pünktlichkeitsgrade von über 90 % behauptet werden, dann möge bitte die DB beweisen, dass dies tatsächlich so ist. Die Rohdaten sind mit Sicherheit vorhanden und müssten nur veröffentlicht werden. Bei Flightradar24 kann man sich auch für jeden beliebigen Flug die Pünktlichkeitsstatistik über ein Jahr in die Vergangenheit anzeigen lassen. Das muss auch bei der S-Bahn gehen.

Ich würde mir gerne anschauen, wann jede einzelne S-Bahn planmäßig ihr Ziel erreichen sollte und wann dies tatsächlich der Fall war. Dort müssten dann auch gestrichene Verbindungen gezeigt werden.

Es würde sehr schnell klar, dass die mehr als 90 % Pünktlichkeit mit Sicherheit ohne ausgefallene Verbindungen und unter Vernachlässigung von Großstörungen gerechnet werden. Das ist aber nicht akzeptabel. Mir als Kunde ist egal, warum ein Zug ausfällt oder stark verspätet ist. Wenn ich in den letzten Wochen 8x die S5 fahre und davon 3x über die 10-Minuten-Garantie Geld zurück bekomme, dann glaube ich nicht an mehr als 90 % Pünktlichkeit. Auch letzte Woche gab es wieder 2 Großstörungen mit Ausfällen und enormen Verspätungen: Donnerstag Polizeieinsatz an der Hauptwache, Freitag Personen im Gleis...

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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19:13

Zur Sache: Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Wenn Pünktlichkeitsgrade von über 90 % behauptet werden, dann möge bitte die DB beweisen, dass dies tatsächlich so ist.


Bleiben wir bei der Sache. Die Originalaussage von Dir war:

Zitat

Seit 40 Jahren ist die DB nicht in der Lage, einen reibungslosen S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet zu bieten.

Aus dieser Aussage folgt: Du kennst die Pünktlichkeitswerte der vergangenen 40 Jahre, sonst hättest Du die Behauptung nicht aufgestellt, oder? Unterlege Deine Aussage mit Quellen und Fakten. Butter bei die Fische: Wie hoch war die Pünktlichkeit 1978, 1979, 1980, ... 2018? Bitte für jedes Jahr den Wert. Ansonsten erübrigt sich eine sachliche Diskussion mit Dir.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Holger Koetting« (25. Oktober 2018, 19:14) aus folgendem Grund: Falsches Quote-Ebene korrigiert