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Samstag, 20. Oktober 2018, 03:54

Signalanforderung bei der Straßenbahn in Frankfurt

Diese Fahrstrecke war heute einmalig, und es waren vermutlich nicht alle Routen gepflegt worden.

Was muss eigentlich gemacht werden, damit die Ampel den Zug erkennt und ihm das Fahrtsignal geben kann?
Wie funktioniert das dann bei den historischen Fahrzeugen?

2

Samstag, 20. Oktober 2018, 08:04

Hallo,

also bei der U-Bahn, Straßenbahn und Bus funktioniert das bei den sog. LSA´s gleich. LSA sind die "normalen" Ampeln mit IV und F-Signalen.
Grundsätzlich muss man zwischen Fahrsignalanlagen, Blockabschnitten mit Hauptsignalen und LSA´s unterscheiden.

Ich versuche das mal zu erklären:
Vorrangschaltung LSA bei U-Bahn, Strab und Bus:

Mittels...
1. Datentelegramms per Funk. Das IBIS sendet ein Datenpaket, die historischen Fahrzeuge sind auch mit IBIS Geräten ausgestattet.
-> Bei dieser Variante muss aber die Linie im "Programm der Ampel" hinterlegt sein. Oft zu sehen Südbhf./ Hedderichstraße. Der 12er (wenn dieser auf Umleitung geschickt wird) steht sich die Räder eckig während 14, 15, 16 und 61 gut durchkommen. Die "Schaltprogramme der Ampeln" sind in der Obhut des Straßenverkehrsamtes.
2. Induktionsplatte
3. Masseerfassungssensoren
4. Ortsbaken (Wobei es hier auch auf die Liniencodierung ankommt.
5. Umlauf
6. Weichenstellkomando bzw. Weichenkontakt (beim Umstellen)
7. Weichensperrkreisbelegung
8. Fahrdrahtkontakt
9. Schlüsselschalter (als letzte Option)

Vieles ist auch kombiniert an den Anlagen anzutreffen.


Fahrsignalanlagen: Was sind diese? Kurz gesagt regeln diese den Zugverkehr untereinander. Diese sind auch entsprechend beschildert mit Signalnummer und weiteren Signaltafeln.
Fahrsignalanlagen sind nur oberirdisch anzutreffen sowohl bei U-Bahn und Strab. Bis auf wenige Ausnahmen kann die Leitstelle auf diese zugreifen.
Wie fordern die Fahrzeuge dort ihr Signal an?

Mittels...
1. Datenfunk über Linie und Route
2. Ortsbaken
3. Schlüsselschalter
4. Ortsbedientafel
5. Leitstelle
6. In einem Fall (so glaube ich es zumindest) über Fahrdrahtkontakt.

Der Fahrbedienstete darf diese Anlagen ohne Auftrag der Leitstelle nicht selbsttätig bedienen sollte ein Signal nicht kommen.



Bei Hauptsignalen läuft das auch wieder anders.

3

Samstag, 20. Oktober 2018, 08:50

Oft zu sehen Südbhf./ Hedderichstraße. Der 12er (wenn dieser auf Umleitung geschickt wird) steht sich die Räder eckig während 14, 15, 16 und 61 gut durchkommen. Die "Schaltprogramme der Ampeln" sind in der Obhut des Straßenverkehrsamtes.

Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Bei kurzfristigen Umleitungen und Sonderverkehren wird und kann doch nicht jedes Mal das Schaltprogramm angepasst.
Flexibler wäre doch, wenn die Tram (unabhängig der Liniennummer) ein Funktelegramm sendet, dass der LSA mitteilt, in welche Richtung sie fahren möchte.
Was macht eigentlich die Fahrschule? Lehrt gleich an jeder LSA den Ausnahmezustand? :D

4

Samstag, 20. Oktober 2018, 09:16

Sicherlich ist das möglich so zu machen aber da ich kein Techniker bin kann ich dazu nicht viel sagen. Jedenfalls sind solche Spielchen in der Hand des Straßenverkehrsamtes. Was aber beachtet werden muss das es Ampeln gibt mit neuer Technik und welche mit alter. Uralter...
Da kannst du anfangen die LSA´s auszutauschen im Stadtgebiet und das kostet.

An diversen LSA´s hat der Busverkehr auch Vorrang vor der Schienenbahn, dass kommt auch noch hinzu das wir verschiedene Verkehrsmittel haben.

Die Fahrschule schult natürlich den Ausnahmezustand ;) . Wie sonst soll es den weitergehen wenn es zu Signalstörungen kommt?
Ursachen von Signalstörungen können sein:
- Datentelegramm geht irgendwo ins Nirvana.
Da holt sich der Fahrer über sog. Rückfallebenen die Signale: Induktionsplatte, Weiche, Schlüssel und Co..
- Umwelteinflüsse
- Elektrikfehler
- usw.

5

Samstag, 20. Oktober 2018, 11:55

Die Anforderung der Richtung hat man so im RNV-Netz. Die LSA kennen dort noch die Signalbilder "M" (Magnet), "A" (Angemeldet) und "T" (Türen schließen). An Haltestellen/Abzweigen muss sich der Fahrer die Signale selbst anfordern. Die LSA zeigt "M" an, wenn die Anforderung möglich ist - wie das technisch umgesetzt ist, weiß ich leider nicht. Der Fahrer kann nun den Fahrweg nach links, geradeaus oder nach rechts anfordern. War das erfolgreich, leuchtet anstelle des "M" ein "A" auf, kurz bevor die LSA einen Fahrtbegriff anzeigt, an Haltestellen zusätzlich noch das "T". Rückfallebene sind Schlüsselschalter.
Man ist so natürlich bei weitem flexibler und auch umgeleitete Züge kommen schneller voran. Die Vorrangschaltungen haben in HD/MA/LU aber allgemein eine ganz andere Qualität als in Frankfurt.

6

Samstag, 20. Oktober 2018, 12:37

Zitat

War das erfolgreich, leuchtet anstelle des "M" ein "A" auf, kurz bevor die LSA einen Fahrtbegriff anzeigt, an Haltestellen zusätzlich noch das "T".


Das A bedeutet einfach gesagt, dass das Signal das Fahrzeug erkannt hat und das Signal angefordert ist. Das gibt es in Darmstadt auch, wird aber mit einem S in der Signalkammer angezeigt.
In Frankfurt gibt es diese Möglichkeit nicht, der Fahrer weiß teilweise nicht ob das Signal ihn erkannt hat und schon beginnt die Warterei. Aber wie gesagt: Das Straßenverkehrsamt will das anscheinend nicht oder die VGF ist eventuell auch nicht gewollt das einzuführen. Klappt ja bisher.

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