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Jan

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1

Montag, 13. Juni 2005, 11:03

Presseschau: Beschleunigung nur noch für Fußballfans - Einstiges Renommier-Projekt auf Eis gelegt

Die Frankfurter Rundschau berichtet heute über das einstige Beschleunigungsprogramm für den ÖPNV. Als einstiges Vorzeigeprojekt wurde es 1991 durch die erste rot-grüne Stadtregierung gestartet und es wurden umgerechnet 60 Mio. Euro zur Verfügugn gestellt. Das Ziel war innerhalt bon 10 Jahren alle Bus- und Straßenbahnlinien, sowie die oberirdischen Abschnitte der Stadtbahnlinien Vorrang gegenüber dem Individualverkehr einzuräumen. Dazu sollte neuste Technik zum Einsatz kommen, das dich die ÖPNV-Fahrzeuge die Ampeln auf grün schalten können. Als Modellprojekt diente die Linie 11 von Höchst bis Fechenheim.
Nachdem inzwischen 14 Jahre vergangen sind, sind lediglich die Linien 15 und 16 sowei dei Buslinei 34 komplett beschleunigt. Bei der Buslinie 32 existieren im Alleenring noch große Lücken und die Modelllinie 11 hat auch noch Lücken. Dazu sagt Gerhard Schäfer, Sachgebietsleiter Verkehrstechnik in der Straßenverkehrsbehörde, das man für die Linie 11 hofft noch dieses Jahr die fehlenden Abschnitt in der Münchner Straße und der Bethmannstr. schlaten zu können. Er räumt aber ein, das das Beschleunigungsprogramm schon länger nicht mehr die höchste Priorität hat. Dies hat sich auch in der Personalausstattung niedergeschlagen. Waren anfang der 90er noch 5 Planer und Ingenieure ausschließlich für das Beschleuniggungsprogramm zuständig so wird dieses heute nur noch nebenbei mitgemacht.
Man ist dort froh, das die WM2006 und dieses jahr der Confed-Cup stattfidnet, sonst hätte es niemals Mittel gegeben, um die 21 zum Stadtion zu beschleunigen. Da die Linie im WM-Verkehrskonzept eine herausragende bedeutung hat, will sich die Stadt keien Blöße geben und spendiert dem Projekt einen, wenn auch zeitlich befristete, neuen Mitarbeiter.
Ansonsten hat sowohl die Verwaltung als auch die Franktionen im Römer das ehrgeizige Beschleunigungsprogramm aus den Augen verloren. Im Dezember 2003 kippten CDU, SPD, Grüne und FDP die Beschleunigung der Linie 36 udn strich die zugesagten 6,8 Mio. Euro aus dem Etat mit der Begründung, das angesichts der Finanzlage der Stadt das Beschleunigungsprogramm auf der 36 keine Priorität hat. Dabei waren die Plaungen für die 36 so gut wie abgeschlossen und die Linie sei dadurch das sie den Uni-Campus-Westend miterschliest einer der wichtigsten und aufkommensstärksten Linien im Stadtgebiet.
Für die SPD war der verzicht aber durchaus verkraftbar, da diese der Straßenverkehrsbehörde vorwirft, dass das Programm nur noch halbherzig betreiben wurde nach dem Ende der rot-grünen Stadtregierung. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis hat nicht gestimmt und für das viele Geld sei laut SPD merh drin gewesen als die Beschleunigung von nur zwei oder drei Minuten pro Linie. Weiter lautet der Vorwurd, die Behörde habe das Programm nur genutzt, um alte Ampelanlagen auf Vordermann zu bringen.
Das ist dein Moment komm und lebe und erfüll dir deinen Traum, das ist dein Moment komm und fliege wie ein Stern durch Zeit und Raum.
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Wo ich meine Träume fand und immer find, bei dir sind alle Sorgen frei, böse Worte werden gut und fein, du hast das Glück gebucht und niemals Langeweile.

Nur Mut, schwächt das Böse seid stark, wenn ihr ihm begegnet - dort oben...
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2

Montag, 13. Juni 2005, 11:33

Es ist ja nicht nur so, daß neue Beschleunigungsmaßnahmen nicht stattfinden. Auch alte Beschleunigungsmaßnahmen, wie etwa die Beschleunigung der Linie 16, werden außer Betrieb genommen. Nur schreibt die Zeitung da (noch) nicht darüber. In Oberrad gab es bislang an den Haltestellen Bleiweißstraße und Buchrainstraße Fußgängerampeln, die von der Straßenbahn beeinflußt waren. So konnte die Straßenbahn nie durch einen Fußgänger angehalten werden.

Seit einigen Monaten ist der Buchrainplatz mit einer neuen Ampelanlage ohne Beschleunigung für die Straßenbahn ausgestattet. Vor wenigen Wochen wurde die Haltestelle Bleiweißstraße mit einer neuen Ampel ohne Vorrang für die Straßenbahn ausgestattet.

Jetzt verliert die 16 durch Wartezeiten vor den Ampeln in Oberrad 2 bis 3 Minuten Fahrzeit - die zwei oder drei Minuten, für die man vor Jahren viel Geld ausgegeben hat.

3

Montag, 13. Juni 2005, 12:20

Nicht mal bei den Stadtbahnlinien ist das Konzept konsequent durchgezogen worden. Ich nenne da nur mal die Abschnitte Industriehof <-> Hausen oder Industriehof <-> Fischstein. Gerade "Große Nelkenstraße" ist ein Witz, da herrscht kaum Verkehr und die U7 muss trotzdem meist einen ganzen Umlauf warten.
Freue mich über Euren Besuch auf meinem Kanal für Bahnvideos in HD auf YouTube

4

Montag, 13. Juni 2005, 15:48

Der ganze ÖPNV im Rhein Main Gebiet ist ein Trauerspiel. immer die gleichen Ausreden (Geldmangel).
Aber für große Plakataktionen wie jetzt das 10 Jährige Jubiläum des RMV , oder für Mitarbeiter die uns Tf,s kontrollieren ob wir UBK tragen oder die Austiegsseite richtig ansagen oder den Sevice Blick beim ET 423 auch ja tätigen dafür ist Geld vorhanden.
Frankfurt will Weltstadt sein , da kann ich nur lachen.

5

Montag, 13. Juni 2005, 17:34

Zitat

Original von Horst Honig
Nicht mal bei den Stadtbahnlinien ist das Konzept konsequent durchgezogen worden.

Auch wenn die U5 so ein Zwischending ist, könnte man hier mehr Beschleunigung erwarten. Die meiner Meinung nach größte Verzögerung entsteht an der Fußgängerampel an der Station "Theobald-Ziegler-Straße". Hier stehen sich die Züge teilweise regelrecht die Räder in den Bauch, für nix und wieder nix...
Rück' stets zur Wagenmitte rein, noch andre steigen nach dir ein!

Alf_H

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6

Montag, 13. Juni 2005, 17:51

Ob in Oberrad am Buchrainplatz und an der Bleiweißstraße einfach nur vergessen wurde, die Straßenbahn zu berücksichtigen, oder ist es Absicht, daß es dort keine Beschleunigung mehr gibt. Bei der ganz anderen Verkehrsführung für PKW und veränderten Standorten der Lichtzeichenanlage könnte ich mir gut vorstellen, daß es zunächst technische Schwierigkeiten bei der Programmierung geben könnte. Vielleicht kommt das ja noch mal. Das Warten an dem Fußgängerüberweg DIREKT vor der Haltestelle ist echt sinnlos und zeitraubend.
Naja, ansonsten erwarte ich auch keine neuen Projekte oder Iniativen. Man kann schon froh sein, wenn alles eben so funktioniert, wie es soll. Man sollte zumindest die begonnen Projekte fertig stellen. Mehr dürfte finanziell wohl auch in Zukunft nicht drin sein.Wir sind hier ja in Frankfurt und nicht in Berlin.
Capri-Sonne heisst jetzt "Capri Sun". :( Sonst ändert sich nix. Der "alte" Name muss wieder her ! ;(

7

Montag, 13. Juni 2005, 22:31

Zitat

Original von CityDriver
Der ganze ÖPNV im Rhein Main Gebiet ist ein Trauerspiel.


<fußaufstampf>
Das Rhein-Main-Gebiet besteht nicht nur aus Frankfurt. Oder willst Du behaupten, daß z.B. in Darmstadt die Vorrangschaltung zurückgebaut wird?
</fußaufstampf>

8

Dienstag, 14. Juni 2005, 00:31

<korinthe>
Darmstadt liegt weder in direkter Nähe zum Rhein noch in direkter Nähe zum Main. Wenn ich richtig informiert bin, hat nicht einmal der Landkreis Darmstadt-Dieburg auch nur einen einzigen Zentimeter Rhein- oder Mainufer... :D
</korinthe>

PS: Wehe, jemand singt jetzt "wann kommt die Flut"... ;)
Proper preparation prevents p*ss poor performance 8)

9

Dienstag, 14. Juni 2005, 06:34

Tach zusammen,

was die neuen Fußgängerampeln in Oberrad betrifft, so dürfte dort die "Vorrangschaltung für die Tram" ein Opfer des Ausschreibungsverfahrens gewesen sein, gefolgt vom Wahn, unbedingt Geld einsparen zu müssen, und natürlich von der Einstellung, dass die Fußgänger immer Vorrang bekommen sollen an den reinen Fußgängerampeln.
Denn, und das ist unbestritten, wenn die Tram Vorrang vor den Fußgängern bekommt, haben die Autos in diesem Zeitraum auch Vorrang vor den Fußgängern.

*** Ironie - Anfang ***
Und das geht ja nun einmal gegen die Einstellung der "Grünen im Römer", die am liebsten den Vorrang im Straßenverkehr folgendermaßen regeln würden :
1) Radfahrer
2) Behinderte (Handicaped People)
3) Fußgänger
4) ÖPNV
5) Kraftverkehr
*** Ironie - Ende ***

In Oberrad müsste auf jeden Fall bei den neuen Ampeln nachgebessert werden (oder noch besser: Ampeln weg und "Zebrastreifen" her, den viele Fußgänger drücken die Ampel und gehen dann bei Rot über die Straße, weil "es ja so lange dauert, bis es Grün wird")

TSchüss
Norby

Jan

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10

Dienstag, 14. Juni 2005, 08:09

Zitat

Original von Colaholiker
PS: Wehe, jemand singt jetzt "wann kommt die Flut"... ;)

Das macht man ja nur in der Hoffnung London und den Rest dieses merkwürdigen Eilands auf dem die Stadt liegt säuft endlich ab und man hat endlich Ruhe vor den Inseldeppen. ;) ;) ;)
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Jan

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11

Dienstag, 14. Juni 2005, 08:13

Zitat

Original von Norby
oder noch besser: Ampeln weg und "Zebrastreifen" her

Hat den entscheidenden Nachteil, das kaum ein Fußgänger weis, das die Tram (leider) am Zebrastreifen Vorfahrt gegenüber den Fußgängern hat.
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Philipp

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12

Dienstag, 14. Juni 2005, 14:27

Zitat

Original von Jan

Zitat

Original von Norby
oder noch besser: Ampeln weg und "Zebrastreifen" her

Hat den entscheidenden Nachteil, das kaum ein Fußgänger weis, das die Tram (leider) am Zebrastreifen Vorfahrt gegenüber den Fußgängern hat.


Das ließe sich mit einem simplen Hinweisschild bewerkstelligen: "Tram hat Vorfahrt"
Ich mag Kinder - ich könnte nur kein ganzes essen!

Jan

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13

Freitag, 17. Juni 2005, 11:17

In der Frankfurter Rundschau sind heute zwei Leserbreife zu dem oben erwähnten Artikel angedruckt. Der eine ist von Jörg Joans und ist dem Beitrag weiter oben recht ähnlich.
In dem anderen berichtet ein Leser, dass der Magistrat auf Anfrage der FAG-Fraktion im Juni 2004 noch berichtete, dass das Beschleunigungsprogramm weiter große Bedeutung besitze und noch "Zug um Zug" umgesetzt wird. Ein halbes Jahr vor dem Magistratsbericht meldete München, dass 71 km Straßenbahnstrecke vollständig beschleunigt sind mit einem Reisezeitgewinn von 22% und 15% weniger Fahrzeugbedarf und 38% höherer Pünktlichkeit und 7-26% mehr Fahrgästen und damit verbundenen Fahrgastzuwächsen.
Weiter schreibt der Leser, dass das Beispiel München durchaus zeigt, das sich ein Beschleunigungsprogramm finanziell rentiert und das man die Installationskosten und -zeiten in Ffm deutlich reduzieren könnte, wenn die Straßenverkehrsbehörde nicht krampfhaft von der Integration in die längst per Zentralrechner koordinierte, flächendeckend realisierte MIV-Beschleunigung abhängig machen würde, was gerade bei der Buslinie 36 unnötige Probleme verursacht.
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14

Freitag, 17. Juni 2005, 12:40

Die tollen neuen Ampelanlagen an der Triftstraße bis zur Stresemannallee bringen der Linie 12 nun 4 Minuten Zeitverlust ein! Das ist echt klasse... X(
X
X
X

15

Samstag, 18. Juni 2005, 01:38

Hallo

Nicht nur die 12, auch die 15, 19 und 21 schleichen von der Triftstraße zur Stresemannallee. Es gibt eigentlich nur zwei Ampeln, die der Straßenbahn keinen Vorrang geben sollten: die Einfahrt zur Uniklinik (für Rettungs- und Notarzteinsätze), und die am Blutspendedienst aus dem gleichen Grund.
Allein die Schleicherei von der Triftstraße bis zum Gleisübergang Holzhecke erfreut nicht nur die Fußballfans auf dem Nachhauseweg.

Grüße ins Forum
Helmut
Betrüblich die Erfahrung ist:
Forschst du zu forsch, dann misst du Mist.