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Jan

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Montag, 25. Juli 2005, 08:20

[PM][DA] HEAG mobilo positioniert sich als Infrastrukturdienstleister - Betriebsleistungen durch Toc

Zitat


HEAG mobilo positioniert sich als Infrastrukturdienstleister
Betriebsleistungen durch Tochterunternehmen


DARMSTADT (sir) - Mit der im Oktober 2004 vorgestellten und zu Beginn des Jahres 2005 umgesetzten Neustrukturierung der Verkehrssparte positioniert sich die HEAG mobilo neu. "Die gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Union und die Wettbewerbsrichtlinien für den Öffentlichen Personennahverkehr in Hessen machen diesen Schritt notwendig", so Harald Fiedler, Vorsitzender der Geschäftsführung der HEAG mobilo. "Die integrierten Verkehrsunternehmen der Vergangenheit werden durch die Vorgaben aus Brüssel und Wiesbaden in Frage gestellt", erklärt der Geschäftsführer den notwendigen Schritt der Neuordnung.

Mit der Ausgliederung des eigentlichen Fahrbetriebs, wie er vor allem im Busbereich auch von vielen privaten Verkehrsunternehmen erbracht werde, in ihre Tochtergesellschaften wandele sich die HEAG mobilo vom ehemaligen Full-Service Dienstleister im ÖPNV zur Infrastrukturgesellschaft. "Stärker als bisher wird die HEAG mobilo daher vor allem übergeordnete Aufgaben im ÖPNV wahrnehmen und damit auch Dienstleistungen für andere Verkehrsunternehmen anbieten", so Fiedler weiter. Als Beispiel nannte er die Anbindung verschiedener Buslinien anderer Verkehrsunternehmen an die Verkehrsleitstelle der HEAG mobilo. Die vertraglichen Voraussetzungen dafür seien bereits mit den lokalen Nahverkehrsgesellschaften der Region geschaffen, die praktische Umsetzung sei zum Fahrplanwechsel im Dezember geplant. Die Steuerung und Anschlussüberwachung von Linien anderer Verkehrsunternehmen bedeutet in Deutschland ein Novum. "Nirgends sonst werden Leitstellen Dritten auf diese Weise zugänglich gemacht", so Fiedler. "Qualitätsstandards wie Anschlussüberwachung oder dynamische Fahrgastinformationen müssen damit nicht mehr länger auf die Ballungsräume begrenzt sein. Wir werden künftig in der Lage sein, die ÖPNV-Standards der Stadt auch in der Fläche zu realisieren, so dass auch die Fahrgäste davon profitieren". 3,5 Mio. Euro investiert die HEAG mobilo in diesem Jahr, um in der Verkehrsleitstelle dafür die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Wesentlich ist dabei die Umstellung von analoger auf digitale Funktechnik zur punktgenauen Ortung der Fahrzeuge im gesamten Raum Südhessens.

Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der HEAG mobilo ist das Haltestellenmanagement. Ein Verkehrsunternehmen ist lediglich verpflichtet, den gültigen Fahrplan auszuhängen, die Pflege der Haltestelleninfrastruktur – Schild, Sitzgelegenheit, Wartehalle - dagegen ist Aufgabe der Städte und Gemeinden. Dort fehlten jedoch häufig die Mittel oder die erforderlichen Personalkapazitäten. Ein zentrales Haltestellenmanagement durch die HEAG mobilo könnte hier effektiver und auch preisgünstiger sein. Derzeit betreut die HEAG mobilo mehr als hundert Straßenbahnhaltestellen in der Stadt Darmstadt sowie in den benachbarten Städten und Gemeinden. "Wir sehen uns in der Lage, unsere Kompetenz in diesem Bereich zu erweitern", so Fiedler.

Auch im Vertrieb sieht das Unternehmen seine Stärke. Zwar arbeitet der Rhein-Main-Verkehrsverbund an der Einführung eines elektronischen Fahrscheins, bis zur flächendeckenden Umsetzung bleiben die Fahrkartenautomaten jedoch Vertriebsweg Nummer Eins. Rund 170 stationäre Automaten an den Haltestellen werden derzeit von der HEAG mobilo betreut. Die Einnahmen fließen zu 100 Prozent an den RMV. Ein Zustand, den Fiedlers neuer Geschäftsführerkollege Matthias Kalbfuss kritisiert: "Im RMV gibt es keine Vertriebsprovision, dabei zählt gerade der Fahrkartenverkauf zu den Kostentreibern im ÖPNV". Von den Automaten am Luisenplatz profitieren auch die privaten Busunternehmen. Müsste jeder Kunde seine Fahrkarte beim Fahrer lösen, wäre der Fahrplan schnell ein Zufallsprodukt.
Das jährliche Defizit der HEAG mobilo liegt bei rund 20 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte wird durch Überschüsse aus dem HEAG-Konzern gedeckt, den Rest gleichen die Stadt und der Landkreis direkt aus. Ein Finanzierungsmodell, das mit den europäischen Regelungen in Einklang gebracht werden muss, so Kalbfuss. "Nicht allein, weil keine Beihilfen gezahlt werden dürfen, sondern damit transparent wird, für welche Leistung welche Kosten entstehen", so der Finanzexperte.

Die HEAG mobilo erachtet den Abschluss eines Betrauungsvertrags mit der Stadt Darmstadt und dem Landkreis für den richtigen Weg, denn "sämtliche Leistungen der HEAG mobilo werden darin definiert - nach Umfang und nach Kosten", erläutert Kalbfuss. Diesen Weg zeichne die Europäische Union vor. Während die Qualität der Busverkehrsleistungen der Wettbewerb regelt, muss sich die HEAG mobilo an den Kriterien eines „durchschnittlichen, gut geführten Unternehmens“ messen lassen. Was darunter zu verstehen ist, lassen die Gerichte bisher offen, letztlich muss das jedes Unternehmen für sich selbst herausfinden – nicht zuletzt mit Hilfe von Wirtschaftsprüfungsunternehmen, die die gewünschte Zertifizierung ausstellen können. "Wir drehen seit Jahren an der Kostenschraube und wir werden künftig unsere Kosten weiter spürbar senken müssen und dafür alles auf den Prüfstand stellen. Die Sicherheit im ÖPNV soll darunter jedoch nicht leiden", so Kalbfuss. Wo gespart werde, entscheide jede Abteilung für sich.

Auch an den 391 Mitarbeitern der HEAG mobilo geht der Kelch nicht vorüber. Seit 2005 gilt ein neuer AVN-Tarifvertrag, dessen Lohnniveau je nach Tätigkeit 20 bis 30 Prozent niedriger liegt. Zwar bleiben die Besitzstände für alle Beschäftigten bis mindestesn 2008 bestehen, Lohnerhöhungen fallen jedoch deutlich niedriger aus.

Dass der ÖPNV dennoch nicht ohne Perspektiven ist, zeigen die jüngsten Investitionen der HEAG mobilo: Die Neugestaltung der Hauptbahnhof-Ostseite schreitet voran, die Haltestelle "Schloss" erfährt eine deutliche Aufwertung und 18 neue Straßenbahnen sind für 2007 bestellt. "Die Lage ist ernst, aber wir sind als Verkehrssparte so aufgestellt, dass wir mit unseren Tochtergesellschaften wettbewerbsfähig sind, und wir sind sicher, dass sowohl die Städte und Gemeinden als auch die lokalen Nahverkehrsgesellschaften auf die HEAG mobilo als Infrastrukturdienstleister Vertrauen können. Wir hoffen, dass wir noch vielfältige Gelegenheit haben werden, das unter Beweis zu stellen", so Harald Fiedler abschließend

Quelle: Presseinformation der HEAGmobilo
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