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Jan

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  • »Jan« ist der Autor dieses Themas

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Donnerstag, 11. Dezember 2003, 01:29

Bahnübergang in Ober-Roden

Irgendwann hatten wir hier schon mal das Thema, warum in Ober-Roden keien Unterführung gebaut wurde. Heute ist dazu ein Artikel in der FR.
Wobei ich die weitere alternative, die Gleise in einen Tunnel zu legen für überdimensioniert halte und auch dafür in Ober-Roden nicht der Platz wäre, bzw. dann der Bahnhof auch wesentlich tiefer leigen würde, da der Platz zwischen Bahnübergang und Bahnhof nicht ausreichen würde um den Höhenunterschied vom Tunnel zum Bahnsteig zu bewältigen.

Zitat


Bringt die Schranke Ödnis oder Staus?

Geteilte Meinung zum Bahnübergang in Ober-Roden / Unterführung der Dieburger Straße wäre möglich gewesen

Zehn Jahre ist's schon her, dass eine S-Bahn-Unterführung in Ober-Roden diskutiert wurde. Man entschied sich dagegen. Kurz vor dem S-Bahnstart gehen die Meinungen immer noch auseinander.

VON BARBARA SIMON

Rödermark · 10. Dezember · Parfümerie, Blumenladen, Boutique, Tapetengeschäft, Cafés - noch hat Ober-Roden, was vielen Orten abhanden gekommen ist: einen bunt gemischten Einzelhandel entlang der Hauptverkehrsstraße. Doch am Samstag kommt die S-Bahn, und der Schlagbaum mitten im Ort wird dann viertelstündlich fallen. Wird das die Stadt trennen, zu stinkigen Staus führen, den genervten Autofahrer auf die Umgehungsstraße treiben?

"Die Bürger sind gespannt, wie sich das auswirken wird", sagt Rödermarks Bürgermeister Alfons Maurer (CDU). Er selbst gehe davon aus, dass die Standzeiten an der Schranke kürzer werden als heute. Die Bahn habe versprochen, dass künftig höchsten drei Minuten gewartet werde. Es sei richtig gewesen, sich gegen eine Unterführung zu entscheiden. Wäre sie gebaut worden, würde heute unter der Dieburger Straße eine Betonwanne verlaufen, die auf der Höhe der Kulturhalle Rödermark und des Bahnhofs die Autos und Fußgänger verschluckt oder wieder freigibt. "Der Verkehr wäre vielleicht besser gerollt, aber ein angenehmes Leben im Ortskern hätten wir dann nicht mehr." Maurer stört vor allem, dass dann auch Schulkinder und alte Leute als Fußgänger die Röhre hätten passieren müssen.

Auch Roland Kern von den Grünen ist gegen den Tunnel. Die Stau-Befürchtungen findet er übertrieben: "Das ist Humbug und wird sich in Luft auflösen." Eine Unterführung hätte den Ortskern zerschnitten und eher mehr Verkehr durch die Stadt geleitet.

Nörgeleien befürchtet

"Was trennt den Ort mehr, eine Unterführung oder eine Schranke, die dauernd zu ist?", fragt Anke Rüger von der SPD. Mit der FDP hatten die Sozialdemokraten für eine Unterführung plädiert. Die Dieburger Straße sei nun mal ein Nadelöhr, das nun durch die Schranke zu häufig blockiert werde. "Im Berufsverkehr ist Ober-Roden dann dicht!"

Peter Müller vom Gewerbeverein ist unentschieden: "Aber ich fürchte, dass unter den Geschäftsleuten die Nörgeleien wegen der Schranke nicht aufhören werden." Durch ihre Schaufenster blickt Constanze Eid direkt auf den Bahnübergang. "Wenn die älteren Züge hier durchrollen, ist manchmal zehn Minuten zu", sagt die Apothekerin. Dann staue es sich schon mal bis zum Bahnhof oder zur Hanauer. Dazwischen dann S-Bahnen, die nur zwei Minuten Wartezeit beanspruchen: "Das ist in Ordnung", sagt Eid. Aber wie der Verkehr vom Wochenende an tatsächlich fließe, müsse man sehen. Eine Unterführung lehnt Eid ab. Der Verkehr und damit die Kunden wären dann ja in dem Tunnel verschwunden.

Helga Hübner vom Schmuckgeschäft Ruck sieht den Rückstau von der Schranke nicht nur negativ: "Vielleicht werden dadurch Leute auf die Geschäfte aufmerksam", hofft sie. Andererseits könnte es auch zu einer Flucht aus dem Ortskern führen, wenn die Schranke zu oft unten sei.

Manfred von Gottstedter arbeitet im Fotoladen gegenüber vom Rathaus und fährt täglich von Eppertshausen an. Er hätte sich eine Unterführung gewünscht, denn das Warten werden die Leute nicht lange mitmachen. "Außerdem wird mit der Schranke die Hauptverkehrsader blockiert."

Im Blumenstudio Andrea sieht man es ähnlich: "Wir befürchten, dass der Ortskern verödet", sagt Simone Keller. Die Leute würden bald auf die Umgehungsstraße ausweichen. Eine Unterführung hätte man durchaus sicher und freundlich gestalten können. Aber am allerbesten wäre die Verbannung der Gleise unter die Erde gewesen: "Dann wäre Ober-Roden aus dem Schneider!"

Quelle: FR-aktuell
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Thomas

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Donnerstag, 11. Dezember 2003, 08:25

Das mit der Verbannung unter die Erde ging mir eben auch durch den Kopf. Aber für Orte wie Ober-Roden oder so ist eine solche Vorstellung unrealistisch.
Eigentlich kann ich es immer noch nicht verstehen, wieso die Geschäftsleute Angst davor haben, wenn man jetzt nicht mehr so gut mit dem Auto in die Stadt kommt ?
Ich habe mich das bei Heusenstamm damals schon gefragt. Ist es denn nicht in gewisser Weise auch eine Art Aufwertung für eine Stadt ?
Grad bei uns in Obertshausen habe ich mir besonders Samstags schon gewünscht, es gäbe eine gute Umgehung und der Ortskern wäre (relativ) stillgelegt. Das kommt nur darauf an, was die Stadt daraus macht. Man kann am Rande des Ortskerns durchaus Parkmöglichkeiten bereitstellen, die gar nichts oder nur wenig kosten und im Ort dafür mehr Verkehrsberuhigte Bereiche bauen. Das gibt den Geschäften ganz andere Möglichkeiten: niemand fährt mehr vorbei, weil er an der Hauptstraße keinen Parkplatz mehr findet, Leute gehen zu Fuß vorbei und bleiben vor Schaufenstern stehen und beim Café kann man im Sommer sogar mal draußen vor der Tür sitzen.
Vielleicht denken die Leute hier mal mehr in diese Richtung um. In Fritzlar, wo ich herkomme, rollte früher auch der Verkehr mitten durch die Stadt und auf dem Marktplatz war eine große Haltestation für Busse und so. Jetzt hat man das alles dicht gemacht, der Verkehr fließt außen herum und die zuführenden Straßen sind 20er, 30er oder verkehrsberuhigte. Dazu kommt noch, daß es um die Kernstadt herum genügend Parkplätze gibt. Daher habe ich solche Ideen und weiß, daß deren Durchführung nicht zum Scheitern verurteilt ist.
Am Zug bitte zurückbleiben, der Bahnsteig fährt gleich ab !