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WM-Bilanz: 1,5 Millionen WM-Fahrgäste in Köln
WM-Bilanz:
1,5 Millionen WM-Fahrgäste in Köln
Der Nahverkehr in Köln zieht nach Abschluss der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland eine ausgesprochen positive Bilanz: 1,5 Millionen zusätzliche Beförderungen wurden in Köln während der Weltmeisterschaft bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG gezählt. Die hohe Fahrzeugverfügbarkeit, die außerordentliche Einsatzbereitschaft der KVB-Beschäftigten und die gute Zusammenarbeit mit den Organisationspartnern - im verkehrlichen Bereich vor allem Stadt Köln, Deutsche Bahn und Polizei - erlauben eine positive Bilanz ohne Abstriche.
2/3 der Stadionbesucher fuhren mit der KVB
An den fünf WM-Spieltagen in Köln wurden allein im Stadionverkehr über 300.000 Fahrten gezählt. Danach sind 2/3 der Stadionbesucher mit dem Nahverkehr angereist. Die neue Verknüpfungshaltestelle für den Umstieg von den S-Bahnen der Deutsche Bahn AG auf die KVB in Weiden West erfüllte dabei die Erwartungen in vollem Umfang: Jeweils 8-10.000 Stadionbesucher nutzten die rasche Anfahrt zum Stadion ab Weiden West.
Hohe technische Verfügbarkeit
Die beschriebene Leistung wurde möglich vor dem Hintergrund einer außerordentlich hohen technischen Verfügbarkeit. An den WM-Spieltagen in Köln wurden jeweils 88 zusätzliche Bahnen eingesetzt. Aber auch an allen weiteren Spieltagen wurden praktisch vier Wochen lang wesentliche Betriebsverstärkungen gefahren, vor allem auf der Ost-West-Strecke der Linie 1 und im über Wochen durchgehenden Nachtverkehr des gesamten Netzes. Umgerechnet wurden in der Zeit der Weltmeisterschaft fast 1300 zusätzliche Fahrzeugeinsätze disponiert – ergänzend zum normalen betrieblichen Angebot, das für die Kölner Bürgerinnen und Bürger in voller Höhe beibehalten wurde. Bei den 450 zusätzlich eingesetzten Bahnen nur für den Stadionverkehr wurde lediglich ein einziger technischer Ausfall registriert. Die Fahrzeugverfügbarkeit beim Fahrzeugpark der Bahnen lag in diesen Wochen zeitweise bei über 96 %. An jedem Spieltag in Köln wurden überdies 25 Omnibusse als Reserve bereitgestellt.
Außerordentliche Einsatzbereitschaft des KVB-Personals
Zusätzlicher Einsatz von Fahrzeugen bedeutet gleichermaßen eine Vielzahl zusätzlicher Dienste für das Fahrpersonal und auch für das Sicherheits- und Servicepersonal. Im Fahrpersonal wurden in den WM-Wochen über 1700 zusätzliche Dienste besetzt, oft durch freiwilliges Engagement der Beschäftigten - bis hin zu betrieblichen Einsätzen von leitenden Angestellten, die im Besitz der Fahrerlaubnis sind. Auch für die Fahrgastinformation und die Betreuung der Fahrgäste an den Haltestellen vor allem im Bereich der Ost-West-Strecke und durch freiwillige Teilnahme von KVB-Beschäftigten aus den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen konnte eine hohe Zahl an Kundenbetreuern eingesetzt werden. An jedem Tag mit Stadionverkehr standen rund 150 Servicekräfte zur Verfügung, für die fünf WM-Spieltage waren dies insgesamt 750 zusätzliche Dienste. Auch an den übrigen Tagen konnten jeweils bis zu 80 Servicekräfte eingesetzt werden, über die gesamte Dauer der Weltmeisterschaft rund 1500 zusätzliche Dienste.
Ausgezeichnete Kooperation
Die hohe Leistung der KVB konnte nur erbracht werden, weil in anderen verkehrlichen Bereichen vorausschauend Regelungen mit der Stadt Köln und der Polizei vorbereitet waren: Dazu gehört vor allem das Konzept für die Sperrung der Umfahrung des Neumarktes, wodurch die Abfahrtszeiten der KVB-Bahnen in entscheidenden Zeiträumen verdoppelt wurden. Hier bewährte sich die Arbeit der kombinierten Verkehrsleitzentrale (KVLZ) ebenso wie bei der Regelung des Individualverkehrs auf der Deutzer Brücke oder die Abstimmung mit der Deutschen Bahn bezüglich des S-Bahn-Verkehrs Richtung Weiden West. Die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in Köln wurde durch den Einsatz der KVLZ deutlich erhöht.
Quelle:
KVB