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Sonntag, 24. September 2006, 02:14

[Griesheim / DA] Mann von Straßenbahn erfasst und getötet

Hallo.

Nachdem hier vergangenen Dienstag von einem tödlichen Unfall mit einem Radfahrer aus Seeheim berichtet wurde, gibt es schon wieder traurige Nachrichten rund um die Darmstädter Straßenbahn.
Laut hr-online wurde am Samstag Morgen in Griesheim ein 64-jähriger Mann bei einem leichtsinnigen Klettermanöver zwischen Triebwagen und Anhänger von einem Zug der Linie 9 erfasst und getötet.

Grüße ins Forum
Helmut
You'll Never Ride Alone.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helmut« (24. September 2006, 02:21)


2

Sonntag, 24. September 2006, 18:56

RE: [Griesheim / DA] Mann von Straßenbahn erfasst und getötet

Zitat

Original von Helmut
... schon wieder traurige Nachrichten rund um die Darmstädter Straßenbahn.
Laut hr-online wurde am Samstag Morgen in Griesheim ein 64-jähriger Mann bei einem leichtsinnigen Klettermanöver zwischen Triebwagen und Anhänger von einem Zug der Linie 9 erfasst und getötet.

Traurig ist das, wenn der Mann vielleicht betrunken war und deshalb nicht wusste, was er tat. Wer aber bei vollem Bewusstsein über die Kupplung zwischen Trieb- und Beiwagen steigt, dem ist wirklich nicht zu helfen. Es muss doch jedem klar sein, dass die Bahn jederzeit anfahren kann. Außer derjenige achtet z. B. darauf, ob noch Türen offen sind, denn solange kann sich die Bahn unter normalen Umständen* nicht in Bewegung setzen. Ich bezweifle aber, dass die relativ vielen Kupplungsüberkletterer immer darauf achten.


* Bei einem ST 11/ST12 habe ich vor Jahren allerdings auch schon das Gegenteil erlebt (als Mitfahrer, nicht als Kupplungüberkletterer).

3

Freitag, 2. März 2007, 21:24

RE: [Griesheim / DA] Mann von Straßenbahn erfasst und getötet

Bei der Dadina macht man sich jetzt offenbar Gedanken zu dieser Problematik. In der nächsten Verbandsversammlung am 08.03.2007 soll u. a. ein Antrag zum Thema Sicherheitskonzept Übersteigen von Straßenbahnkupplungen beraten werden:

Ankündigung der Dadina.

4

Freitag, 2. März 2007, 23:57

In anderen Städten gibt es solche Netze zw. TW und BW, damit keiner drüber klettern kann. Dieser Verbesserungsvorschlag wurde auch schon von genügend Mitarbeitern eingereicht... reagiert wurde bis dato nie...

5

Samstag, 3. März 2007, 00:24

Zitat

Original von Spion
Dieser Verbesserungsvorschlag wurde auch schon von genügend Mitarbeitern eingereicht...


Wieviele Fahrer haben Dir das erzählt?

Es gibt eine ganz einfache Antwort darauf: Die Straßenbahnen sind so zugelassen, wie sie rumfahren. Fertig.
Wenn irgendwo Leute quer über die Autobahn oder eine andere beliebige Straße rennen oder gar nur über eine rote Ampel laufen und sie ein Auto anfährt, sind sie selbst schuld und es plärrt niemand nach einer Einzäunung der Verkehrswege oder einer Schranke am Fußgängerüberweg. Steigt aber jemand genauso selbstverantwortlich über eine Kupplung, obwohl einem auch da der gesunde Menschenverstand sagt, daß man das tunlichst bleiben läßt, ist das Geschrei groß, der böse Verkehrsbetrieb schuld und muß dann unbedingt eine Lösung herbeiführen.

6

Samstag, 3. März 2007, 02:51

Unfug.

Wenn die Verkehrsbetriebe freiwillig mehr Sicherheitsvorkehrungen treffen möchten, als sie eigentlich müssten, dass lass sie doch einfach!

Schließlich ist es deren Angelegenheit, wie sie mit der Problematik umgehen, und es steht nirgendwo geschrieben, dass Zulassungsvorschriften Maximalanforderungen sind - es sind Minimalanforderungen.

Im Übrigen stimmt es nicht, dass niemand "plärrt", wenn Leute aus Eigenverschulden im Verkehr zu Tode kommen, weil es oft darauf hindeutet, dass die Vorschriften nicht ausreichen, die sind nämlich dazu da, genau sowas zu verhindern.

Alles andere wäre ja auch kein gesunder Menschenverstand mehr, sondern blinder Bürokratismus.

5-

Johony

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7

Samstag, 3. März 2007, 14:01

In dem Zusammenhang fände ich beidseitge Rückspiegel auch mal angebracht!
Jakkeline, nich den Marzel mit die Schüppe auf'n Kopp kloppen!
________ _ _ _ _ _ _

Freundliche Grüße!

8

Samstag, 3. März 2007, 14:03

Zitat

Original von readonly
Wenn die Verkehrsbetriebe freiwillig mehr Sicherheitsvorkehrungen treffen möchten, als sie eigentlich müssten, dass lass sie doch einfach!


Du übersiehst dabei einen ganz einfachen Punkt: Diejenigen, die das im Endeffekt bezahlen, sind die Fahrgäste. Ich bin als Fahrgast gerne bereit für die Sicherheit der Fahrgäste (Kameraüberwachung, Sicherheitskräfte, ordentliche Instandhaltung des Fahrwegs und des Rollmaterials, etc.) zu bezahlen, aber nun wirklich nicht dafür, daß Dritte vor ihrer eigenen Dummheit geschützt werden sollen. Daß eine Straßenbahn einiges an Gewicht auf die Waage bringt, weiß jedes Kind, und daß der Fahrer den Bereich der Kupplung nicht einsehen kann, sollte jedem, der alleine frei draußen rum laufen darf, auch klar sein...
Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

Darkside

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9

Samstag, 3. März 2007, 15:29

>Wenn die Verkehrsbetriebe freiwillig mehr Sicherheitsvorkehrungen treffen
>möchten, als sie eigentlich müssten, dass lass sie doch einfach!

Dann wäre die einzige richtige Lösung das Anbringen eines hohen Zaunes
zwischen den Gleisen im Bereich von Haltestellen, da man nicht nur vor
Kupplungsklettern die Leute schützen muß, sondern auch vor dem knapp
am Fahrzeug vorbeilaufen/-rennen schützen müsste. :rolleyes:
In god (an invention by mankind) we trust - on earth we don't

Sincerly yours, NSA
powered by US government

10

Samstag, 3. März 2007, 15:37

Zitat

Original von Colaholiker
Ich bin als Fahrgast gerne bereit für die Sicherheit der Fahrgäste (Kameraüberwachung, Sicherheitskräfte, ordentliche Instandhaltung des Fahrwegs und des Rollmaterials, etc.) zu bezahlen, aber nun wirklich nicht dafür, daß Dritte vor ihrer eigenen Dummheit geschützt werden sollen.


Die Kosten für einen Schutz gegen Übersteigen der Kupplung dürften relativ gering sein. Und gerade wo es mit geringem Aufwand möglich ist, müssen Menschen vor ihrer eigenen Unaufmerksamkeit und vielleicht auch Dummheit geschützt werden.

Ob übrigens ein Netz zwischen Tw und Bw der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich zu bezweifeln. Ein solches Netz bietet Gelegenheit zum Festhalten, und früher oder später kommt dann "Straßenbahnsurfen" auf der Kupplung in Mode.

11

Samstag, 3. März 2007, 21:59

Zitat

Original von Gleisbeschauer
Die Kosten für einen Schutz gegen Übersteigen der Kupplung dürften relativ gering sein. Und gerade wo es mit geringem Aufwand möglich ist, müssen Menschen vor ihrer eigenen Unaufmerksamkeit und vielleicht auch Dummheit geschützt werden.


Kann mir auch vorstellen, daß hier mit wenig Aufwand viel für die Sicherheit getan werden könnte.

In Heidelberg hat man die Kupplungsreiter: http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild…Heidelberg.html

Für die Beiwagen in Darmstadt wäre ja vielleicht eine Art von aufschraubter "Nase" realisierbar. (Die beiden mittleren Verkleidungselemente - also das weiße mit 94xx und das rote darüber - an der Front der Beiwagen liessen sich evtl. entfernen und die darunter liegende Fläche zur Befestigung verwenden.)
Die Schwierigkeit dürfte aber sein, das Bauteil ansprechend zu designen... Wie sagte James Bond einmal zu Q, der am Computer ein Phantombild oder ähnliches erstellen wollte: Eine Nase, Q, keine Banane!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ThomasS« (3. März 2007, 22:00)


12

Sonntag, 4. März 2007, 00:22

Zitat

Original von Gleisbeschauer
Die Kosten für einen Schutz gegen Übersteigen der Kupplung dürften relativ gering sein. Und gerade wo es mit geringem Aufwand möglich ist, müssen Menschen vor ihrer eigenen Unaufmerksamkeit und vielleicht auch Dummheit geschützt werden.


Mal provokativ formuliert: Leute, die so dumm sind, daß man sie auf diese Weise davor schützen muß, sich für den Darwin-Award zu bewerben, kann man auch preiswerter schützen, indem man ihre Wohnungstür von außen verschließt.

Man kann es echt übertreiben. Ich bin in meinem Leben nur bei einem einzigen Zug bisher über die Kupplung geklettert* - und da weiß ich absolut sicher, daß er nicht fahrfähig ist... ;-)

Komischerweise kommt ja auch keiner auf die Idee bei einem LKW zwischen Zugmaschine und Anhänger über die Deichsel zu krabbeln, und da ist auch kein Warnschild drauf. Wieso bloß?

Man könnte natürlich auch einfach die elektrischen Kuppelköpfe abschaffen, und oberhalb der mechanischen Kupplung eine dicke Kabelpeitsche aufhängen für die ganzen Verbindungen... :lol:


*) Nicht um abzukürzen, sondern um die Heckscheibe des Triebwagens und die Frontscheibe des Beiwagens zu putzen!
Dank Petra werde ich zum Kunstkenner. Je öfter ich das Gebrabbel höre, desto mehr verstehe ich van Gogh.

13

Sonntag, 4. März 2007, 01:07

Zitat

Original von readonly
Unfug.


Das ist einzig Deine Meinung.

Zitat


Wenn die Verkehrsbetriebe freiwillig mehr Sicherheitsvorkehrungen treffen möchten, als sie eigentlich müssten, dass lass sie doch einfach!


Und wenn sie nicht möchten, dann möge man bitte still sein.

Zitat


Im Übrigen stimmt es nicht, dass niemand "plärrt", wenn Leute aus Eigenverschulden im Verkehr zu Tode kommen, weil es oft darauf hindeutet, dass die Vorschriften nicht ausreichen, die sind nämlich dazu da, genau sowas zu verhindern.


Nein. Vorschriften sind dazu da, das eigene Fehlverhalten und die Grenzen der Technik zu reglementieren. Ansonsten lautet die einzige Regel nämlich: Abschaffung der Straßenbahn und auch der Busse, weil sie grundsätzlich gefährlich für irgendwen sind, egal wieviel man absichert.

Wieso findet man sonst beispielsweise keine Vorschrift, daß U-Bahn-Stationen grundsätzlich mit geschlossenen Türen zu bauen sind? Schließlich könnte da auch immer jemand sowohl absichtlich (und dazu zähle ich auch Leute, die aufgrund ihres Alkoholpegels nicht mehr klar denken können - es hat sie niemand gezwungen, soviel abzukippen) und noch schlimmer, auch unabsichtlich auf's Gleis geraten.

In der EBO - gut, leicht andere Baustelle, paßt aber trotzdem - gibt es dazu die wunderbare Aussage des Gesetzgebers, die genau den Punkt trifft: "Von den Gleisen ist ein genügender Abstand zu halten." Hier wird ausdrücklich von den Nutzern Mitdenken gefordert.

Weiterhin verbietet die BOStrab beispielsweise betriebsgefährdende Handlungen - also auch das Überklettern von Kupplungen. Wer hier nun eine technische Sicherung fordert, müßte zunächst auch mal fordern, daß im Straßenverkehr technisch überwacht und gesichert wird, daß Höchstgeschwindigkeiten eingehalten werden, nicht über rote Ampeln gefahren wird etc. etc.

tamperer

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14

Sonntag, 4. März 2007, 13:36

Hallo,
auch ich muß @Holger Koetting zustimmen. Man hört immer wieder von solchen Unfällen mit (zu 99%) tödlichem Ausgang. Wer dann immer noch glaubt, grade er wäre derjenige auf den das fehlende Prozent zutrifft, dem ist nicht zu helfen.

"Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um."

Mir persönlich fehlt dann auch jedes Mitgefühl dem Opfer gegenüber. Mir tun nur die Kollegen vorne im Fahrerstand leid, denen im schllimmsten Fall nach einem solchen Vorfall eine Berufsunfäigkeit wegen der daraus resultierenden psychischen Probleme droht, mal ganz abgesehen von den juristischen Konsequenzen, die nach einem solchen traumatischen Erlebnis auch nicht zur Beruhigung beitragen.
Kurz gesagt: Die Kollegen bezahlen mit Schuldgefühlen und/oder starken Einbußen in ihrer Lebensqualität für die Dummheit anderer.

Gruß
tamperer

15

Sonntag, 4. März 2007, 14:11

Zitat

Original von tamperer
Mir tun nur die Kollegen vorne im Fahrerstand leid, denen im schllimmsten Fall nach einem solchen Vorfall eine Berufsunfäigkeit wegen der daraus resultierenden psychischen Probleme droht, mal ganz abgesehen von den juristischen Konsequenzen, die nach einem solchen traumatischen Erlebnis auch nicht zur Beruhigung beitragen.
Kurz gesagt: Die Kollegen bezahlen mit Schuldgefühlen und/oder starken Einbußen in ihrer Lebensqualität für die Dummheit anderer.


Ein Grund mehr, einen wirksamen Überkletterschutz zu installieren.

tamperer

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16

Sonntag, 4. März 2007, 14:41

Hallo,

da muß ich dir in Konsequenz zu meinem Beitrag natürlich vollkommen Recht geben.

Gruß
tamperer

Tatrafan

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17

Sonntag, 4. März 2007, 22:43

Zitat

Original von Colaholiker
Man könnte natürlich auch einfach die elektrischen Kuppelköpfe abschaffen, und oberhalb der mechanischen Kupplung eine dicke Kabelpeitsche aufhängen für die ganzen Verbindungen... :lol:


@Colaholiker: Du wirst lachen, das gibts schon! :D

Und zwar in Prag (und nicht nur dort), bei den T3-Doppeltraktionen, zur elektrischen Verbindung (aber nur Steuerströme) der beiden Triebwagen.... habe gerade mal nachgesucht, das einzige Bild in digitaler Form, was ich vorrätig habe und wo man es ohne Vorkenntnisse erkennt, hängt unten dran.

Die neueren T6A5 freilich haben Schakus mit elektrischem Teil, durch den dann auch die Fahrströme gehen.... sonderbar.... obwohl in Prag massenweise Traktionen, mithin Züge, umherfahren, auch vom T6 mit seiner "niedrigen" Schaku, habe ich dort noch nichts davon gehört oder irgendwie mitbekommen, daß jemand zwischen zwei Triebwagen hindurch über die Kupplung hätte abkürzen wollen....
Hinweis: Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, spiegeln meine Beiträge nur meine persönliche Meinung. Diese muß nicht zwangsläufig der meines Arbeitgebers, irgendwelcher Institutionen oder von sonstwem entsprechen, sie muß auch nicht unbedingt jedem gefallen, ich lasse sie mir aber auch nicht verbieten oder madig machen und werde mich im Normalfall auch nicht dafür, daß ich eben eine eigene Sicht der Dinge habe, entschuldigen.

Guru

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Beruf: Bembelschwenker

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18

Montag, 5. März 2007, 21:09

Ob das so viel günstiger kommt, von Zeit zu Zeit die Überreste von Personen unter Drehgestellen hervorzuholen, gegenüber einer recht kleinen Modifikation am Fahrzeug?
Aber vielleicht ist das auch egal, den Polizei- und Feuerwehreinsatz mit Notarzt, RTW, und ggf. Leichenwagen zahlt schließlich nur der Steuerzahler und nicht der Fahrgast...

19

Montag, 5. März 2007, 21:45

Es ist vom Gesetzgeber her nicht vorgeschrieben, das an den Bahnen solche Sicherheitsnetze oder Barren sind, das ist richtig.

Allerdings ist es bei der Heag bekannt, das es sich um ein Sicherheitsrisiko handelt, das Leute da in die Spalte stürzen können oder verbotener weise über die Kupplung springen, weil sie sich vielleicht auch nicht über die Konsequenzen im Klaren sind. Es ist ein sehr großer Unterschied, ob jemand über eine rote Ampel geht wenn weit und breit kein Auto ist oder eine offensichtlich betrunkene oder behinderte Frau unter die Bahn kommt und zerlegt wird.

Fakt ist, dieser Verbesserungsvorschlag wurde schon vor Jahren gemacht, man weiß bei der Heag um diese Problematik, und diese Verbesserungsvorschläge werden mit Gründen abgelehnt, die ich hier lieber nicht breit trete! Wieviele Menschen müssen noch sterben oder sich verletzen, es ist nicht das erste Mal das Leute mitgeschleift werden, bis man reagiert?! Wenn nicht bald was passiert, muß man davon ausgehen, das die Heag (für die ich sehr viel Sympathie habe!) Tote und Verletzte billigend in Kauf nimmt!!!

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Sonntag, 8. Juni 2008, 20:43

PRESSEMITTEILUNG der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der DADINA Verbandsversammlung:


GRÜNE: HEAG mobilo missachtet politische Entscheidungsgremien


„Vor mehr als 15 Monaten hat die DADINA Verbandsversammlung auf GRÜNE Initiative hin beschlossen, technische Möglichkeiten zur Sicherung von Straßenbahnkupplungen vor Übersteigen zu prüfen. Die mit der Prüfung beauftragte HEAG mobilo – Betreiberin der Straßenbahnen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg - hat diese 15 Monate offensichtlich untätig verstreichen lassen und will die politisch Verantwortlichen jetzt mit einer inhaltsleeren Antwort abspeißen. Das ist in Form und Inhalt vollkommen inakzeptabel.“ kritisiert der GRÜNE-Fraktionsvorsitzende in der Verbands¬versammlung der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrs-organisation (DADINA), Felix Weidner. „Leider ist es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen gekommen, bei denen Personen schwer verletzt oder getötet wurden, die Kupplungen zwischen gekuppelten Straßenbahnfahrzeugen leichtsinnig überstiegen. Andere Verkehrsunternehmen wie die Straßenbahnbetreiber in Berlin und Mannheim haben darauf mit einfachen und kostengünstigen Schutzvorrichtungen reagiert. Die DADINA Verbandsversammlung wollte deshalb wissen, welche dieser Vorrichtungen für Darmstadt in Frage kommen und welche Kosten damit verbunden wären. Statt diese eindeutigen Fragen zu beantworten, teilt die HEAG mobilo lapidar mit, dass Sie keine Maßnahmen plane. Dies ist eine inakzeptable Missachtung der verantwortlichen politischen Gremien.“ so Weidner.

Aktueller Auslöser für den Prüfauftrag der DADINA-Verbansversammlung im Frühjahr 2007 sei ein tödlicher Unfall im Rahmen des Griesheimer Zwiebelmarktes 2006 gewesen. Es habe im DADINA-Straßenbahnnetz in den vergangenen 10 Jahren jedoch leider mehrere Unfälle nach dem gleichen Schema gegeben. „Aus Mannheim wissen wir, dass dort seit Einführung entsprechender Schutzvorrichtungen im Jahr 1995 kein entsprechender Unfall mehr passiert ist (Red. Anmerkung: Siehe dazu Informationen in der Anlage). Auch in Berlin werden vergleichbare Schutzvorrichtungen erfolgreich eingesetzt“ so Weidner.

Die Begründung der HEAG mobilo in Ihrer Antwort, mehrere Gremien sähen keinen Bedarf für derartige Maßnahmen und man wolle die Situation weiter beobachten, lassen die GRÜNEN nicht gelten. Weidner: „Die gleiche Antwort haben wir vor einigen Jahren schon einmal bekommen. Seither hat sich mindestens ein weiterer tödlicher Unfall nach genau dem selben Schema ereignet. Dabei gibt es einfache und kostengünstige Möglichkeiten diese durch Leichtsinnigkeit verursachten Unfälle zu verhindern. Es ist deshalb völlig unverständlich, dass die HEAG mobilo sich dem klaren Auftrag der DADINA-Verbandsversammlung verweigert und nicht bereit ist, die Frage nach technischen Lösungsmöglichkeiten und deren Kosten zu beantworten. “

Die GRÜNEN würden diese Missachtung der politischen Gremien nicht hinnehmen. „Wir werden uns von der HEAG mobilo nicht länger in dieser inakzeptablen Form vorführen lassen. Als politische Aufgabenträger des Nahverkehrs hat die DADINA-Verbands-versammlung dafür zu sorgen, dass das Gesamtsystem ÖPNV im Interesse der Fahrgäste und der Öffentlichkeit zuverlässig und sicher funktioniert. Wir erwarten daher die umgehende Beantwortung der Fragen der DADINA-Verbandsversammlung bis zum nächsten Sitzungstermin im Herbst und werden dann gegebenen Falls auch gegen den Widerstand der HEAG mobilo den Einsatz der Schutzvorrichtungen durchsetzen.“ so Weidner abschließend.


Die DADINA-Verbandsversammlung ist das höchste Gremium der Nahverkehrsorganisation und setzt sich zusammen aus je zehn Vertretern der Stadt Darmstadt und des Landkreis Darmstadt-Dieburg, die von den jeweiligen Parlamenten bestimmt werden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen besteht aus vier Mitgliedern: Felix Weidner (Darmstadt, Fraktionsvorsitzender), Robert Ahrnt (Roßdorf, Stellv. Fraktionsvorsitzender), Dr. Klaus Dapp (Darmstadt) und Frieder Kaufmann (Roßdorf).


Pressemitteilung mit zahlreichen weiteren Informationen in der Originalversion:
http://www.dadina-gruene.de/PRESSE/08-06…nkupplungen.pdf


Gruß, Felix Weidner