Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Frankfurter Nahverkehrsforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 14. März 2016, 23:07

Nachbargleis - diese Zeitung berichtet aktuell über die Fortschritte beim Projekt Zehn Siebzehn, den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnlinien 10 und 17 in Hannover

http://www.infra-hannover.de/wp-content/…eis_01_2016.pdf Das ist der Link zur ersten Ausgabe der Zeitung Nachbargleis: Ausgabe 1, März 2016!

Im Vorwort zur ersten Ausgabe heißt es u. a. "Dieses Projekt (gemeint ist Projekt Zehn Siebzehn) dient dazu, die Linien 10 und 17 mit Hochbahnsteigen zu versehen und damit barrierefrei umzugestalten. Es wird keine Probleme mehr geben, mit dem Rollstuhl, dem Buggy oder dem Rollator in die Bahn zu kommen."

Weitere Informationen mit zahlreichen Lageplänen gibt es auf der selben Seite wie die Zeitung Nachbargleis: http://www.infra-hannover.de/zehnsiebzehn/

Das Foto zeigt die Baustelle für die vorbereitenden Leitungsarbeiten, die notwendig sind, um den neuen Hochbahnsteig "Hauptbahnhof/Rosenstraße" bauen zu können. Es ist von Mitte Februar und ungefähr aus der selben Perspektive aufgenommen wie die Zeichnung auf der bereits weiter oben genannten infra-Internetseite: http://www.infra-hannover.de/wp-content/…ng_Rosenstr.pdf

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »HansW« (14. März 2016, 23:16)


2

Dienstag, 15. März 2016, 08:14

Nette Idee mit den Publikationen, nicht nur im Netz. Für "unsere " Bauvorhaben gibt es ja diese Öffentlichkeitsarbeit ja mittlerweile auch.
Schön finde ich auch die damit verbundenen Aufwertung des Umfeldes mit Grünflächen. Übertragen auf unsere Eckenheimer Landstraße wäre so etwas auch schön, wenn auch viel schwieriger
Wie ist in Hannover die Anwohnersicht? Herauslesbar sind ja da auch die "größten " Sorgen Verkehrsfluss und Parkplätze.

3

Dienstag, 15. März 2016, 10:49

Irgendwie sehen für mich die Bahnsteige in den Visualisierungen nicht allzu hochflurig aus. Sind das 55cm?

Ohne mich allzuweit durchgeklickt zu haben: Wird mit dem Neubau dann diese unsägliche Doppel-S-Kurve vor dem Hauptbahnhof verschwinden? Und: Wo halten die Busse, die die bisherige Kurvenhaltestelle auch anfahren? Am Straßenrand?

(zur Orientierung: von der gezeigten Stelle geht es hinten im 60°-Winkel nach rechts, dann kommt eine S-Kurve, eine langgestreckte Kurve über den Hauptbahnhofs-Vorplatz und eine sehr enge S-Kurve zum Wiedereinfädeln in die gegenüberliegende Straße. Momentan wird in jener "langgestreckten Kurve" mit Einstieg vom Straßenniveau aus gehalten)

4

Dienstag, 15. März 2016, 13:15

Irgendwie sehen für mich die Bahnsteige in den Visualisierungen nicht allzu hochflurig aus. Sind das 55cm?

Ohne mich allzuweit durchgeklickt zu haben: Wird mit dem Neubau dann diese unsägliche Doppel-S-Kurve vor dem Hauptbahnhof verschwinden? Und: Wo halten die Busse, die die bisherige Kurvenhaltestelle auch anfahren? Am Straßenrand?

(zur Orientierung: von der gezeigten Stelle geht es hinten im 60°-Winkel nach rechts, dann kommt eine S-Kurve, eine langgestreckte Kurve über den Hauptbahnhofs-Vorplatz und eine sehr enge S-Kurve zum Wiedereinfädeln in die gegenüberliegende Straße. Momentan wird in jener "langgestreckten Kurve" mit Einstieg vom Straßenniveau aus gehalten)
Hallo Condor, Hallo kato,

Für Condors Fragen müsste ich sehr weit ausholen und bitte um Geduld. Katos Anfrage habe ich versucht in einem Plan, auf der Grundlage von openstreetmap eingezeichnet, zu beantworten (siehe Bild).

Welche Busse meinst du? Die Stadt-Busse, die auf dem Bahnhofsvorplatz halten, habe ich nicht eingezeichnet. Für diese werden, so weit ich weiß, Busborde auf dem Bahnhofsvorplatz gebaut und die werden dort weiter halten. Die jetzige Regiobushaltestelle (im Plan hellorange) wird verlegt (im Plan dunkelorange).

Zur Höhe der Hochbahnsteige: Die werden 80 cm hoch gebaut. In Hannover hat man etwa zur selben Zeit wie in Frankfurt mit dem Bau von Stadtbahntunneln begonnen. In Hannover gibt es jedoch längst nicht so viele Tunnelstrecken und viele oberirdische Strecken haben - anders als in Frankfurt - viel stärker den Charakter einer Straßenbahn behalten. Den rechtzeitigen Umstieg auf niederflurige Fahrzeuge hat man in Hannover vermutlich verpasst, bzw. wollte den notwendigen Umbau der Tunnelstationen nicht in Angrif nehmen. (Das ist ein längeres Thema und berührt Condors Frage.)
Da man aber im Tunnel die hohe Bahnsteigkante von 80 cm hat, mussten die oberirdischen Strecken entsprechend nachgerüstet werden. Das passiert jetzt auf der Linie 10/17. Der neue Endpunkt Hauptbahnhof/Lister Meile ist einerseits der besseren Umsteigebeziehung zu den anderen Stadtbahnlinien, die unterirdisch am Hauptbahnhof halten, geschuldet. Man braucht dann zum Umsteigen nicht mehr durch den ganzen Bahnhof gehen. Andererseits will man damit den Bau von Hochbahnsteigen auf dem Bahnhofvorplatz vermeiden. Da argumentierte man, dass diese aus städtebaulicher Sicht von vielen auf dem Hauptbahnhofvorplatz als störend empfunden würden.

Grüße, HansW

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HansW« (15. März 2016, 13:16)


5

Dienstag, 15. März 2016, 14:19

User HansW = User Anorak ?

Nette Idee mit den Publikationen, nicht nur im Netz. Für "unsere " Bauvorhaben gibt es ja diese Öffentlichkeitsarbeit ja mittlerweile auch.
Schön finde ich auch die damit verbundenen Aufwertung des Umfeldes mit Grünflächen. Übertragen auf unsere Eckenheimer Landstraße wäre so etwas auch schön, wenn auch viel schwieriger
Wie ist in Hannover die Anwohnersicht? Herauslesbar sind ja da auch die "größten " Sorgen Verkehrsfluss und Parkplätze.


Das Projekt 10/17 ist in Hannover wegen seiner vielen Nachteile höchst umstritten, bisher habe ich bis auf ganz wenige Ausnahmen nur von den zuständigen Verwaltungsmitarbeitern und aus Reihen der Parteien SPD (auch dort ist das Projekt nicht unumstritten) und der Grünen positive Meinungen gehört. Selbst aus Reihen der Üstra (zuständiges Nahverkersunternehmen in Hannover) gab es Kritik an dem Projekt.

Ich liste hier mal meine Kritikpunkte an dem Projekt auf:
-Einstellung des oberirdischen Streckenabschnittes HBF-Aegi und die damit verbundene Abhängung des Theaters am Thielenplatz.
-Wegfall des bisher abmarkierten Gleiskörpers in der Kurt-Schumacher-Straße (die Bahnen dürfen dort in der Zukunft mit den Autos im Stau stehen)
-Begrenzung der Länge der Hochbahnsteige auf eine Länge von 45 Metern, dass reicht nur für Zweiwagenzüge der Typen 2x00/3000, nicht aber für notwendige Dreiwagenzüge.
-die bisher zentral auf dem Bahnhofsvorplatz liegende Haltestelle wird durch zwei peripher gelegene Haltestellen ersetzt (deutlich längere Fußwege von und zum Bahnhof), zusätzlich müssen in Zukunft Straßen überquert werden um den Bahnhof zu erreichen, was den Zeitaufwand noch mal erhöht.
die beiden neuen Haltestellen sind nur geringfügig größer als das erlaubte Mindestmaß, dass mag irgendwo an Außenstrecken reichen, nicht aber bei so hoch frequentierten Haltestellen wie am Bahnhof.
-Endpunkt der Strecke im "Niemandsland".
-die Streckenkapazität reicht gerade mal dafür aus die heutigen Verkehrsbedürfnisse zu erfüllen, aber nicht um zukünftige Fahrgaststeigerungen zu verkraften. (Obwohl die hier fahrende Linie 10 bereits den dichtesten Takt in Hannover fährt (alle 7,5 Minuten)), fährt auf fast ganzer Linienlänge der 10 (wenn das Projekt realisiert ist erhöht sich das ganze noch) die Buslinie 700 im ebenfalls sehr dichten Takt parallel. Für den Augenblick ist das Ganze noch als barrierefreie Alternative vertretbar, da die 10 bisher noch mit nur sehr wenigen Hochbahnsteigen versehen ist, dass ist aber eigentlich keine Dauerlösung.

Ich hoffe, ich habe die Frankfurter jetzt nicht mit zu vielen Details des doch sehr Hannover spezifischen Thema gelangweilt, aber es war ja nach Anwohner Meinungen gefragt worden.

Wegfallende Parkplätze sind bei dem Projekt eigentlich nicht so sehr das Thema, eher die zukünftige Anbindung einiger Parkhäuser, die wohl nicht so toll ist, da ich aber kein Autofahrer bin, kann ich dazu nicht so viel sagen und auch in meinem Bekanntenkreis nutzen eigentlich die meisten Personen den ÖPNV oder das Rad um in die Innenstadt zu kommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »521« (15. März 2016, 14:24)


6

Dienstag, 15. März 2016, 16:02

Die Hannover'schen Verhältnisse sind hier natürlich nicht so geläufig, es gibt aber durchaus Stadtbahninteressierte, die gern mal über den Tellerrand blicken wollen. Als Informationen aus Erster Hand bieten sich die drei Planfeststellungsbeschlüsse an, die dem "Projekt 10 17 " zugrunde liegen. Sie enthalten zwar eine Fülle weniger interessanter ortsbezogener Einzelheiten, aber auch viele Informationen zum Stadtbahnsystem in Hannover, etwa die Tunnelkapazitäten. Interessant auch, dass es offenbar einen Dissens gab oder gibt zum künftigen Betriebskonzept zwischen dem Vorhabenträger Infra GmbH und der Üstra. Die dauerhafte Beschränkung auf 2-Wagen-Züge scheint nicht im Sinne der Üstra gewesen zu sein. Es geht aus den PFB nicht hervor, ob eine Verlängerung der Hochbahnsteige über die heutigen 45 m hinaus möglich bleibt.

Für Leseratten:

PFB Ausbau Stadtbahnstrecke D-West Abschnitt 1 (Neubaustrecke Lister Meile)
PFB Ausbau Stadtbahnstrecke D-West Abschnitt 2 (Hst. Hauptbahnhof/Rosenstraße)
PFB Ausbau Stadtbahnstrecke D-West Abschnitt 3 (Hst. Steintor)

7

Dienstag, 15. März 2016, 20:38

User HansW = User Anorak ? (...)
User HansW kennt User Anorak, aber der hat sich schon länger nicht mehr zu Wort gemeldet. Bei der Diskussion in einem Forum sollte es keinesfalls darum gehen, mit mehreren Leuten ein Kesseltreiben zu veranstalten, falls das deine Befürchtung ist: Entwarnung!

8

Dienstag, 15. März 2016, 20:39

Wie hängen Infra und Üstra zusammen? Tochterfirma oder unabhängige Einheiten im ,Konzern' ?

9

Dienstag, 15. März 2016, 20:59

Ich liste hier mal meine Kritikpunkte an dem Projekt auf:
-Einstellung des oberirdischen Streckenabschnittes HBF-Aegi und die damit verbundene Abhängung des Theaters am Thielenplatz.
-Wegfall des bisher abmarkierten Gleiskörpers in der Kurt-Schumacher-Straße (die Bahnen dürfen dort in der Zukunft mit den Autos im Stau stehen)
-Begrenzung der Länge der Hochbahnsteige auf eine Länge von 45 Metern, dass reicht nur für Zweiwagenzüge der Typen 2x00/3000, nicht aber für notwendige Dreiwagenzüge.
-die bisher zentral auf dem Bahnhofsvorplatz liegende Haltestelle wird durch zwei peripher gelegene Haltestellen ersetzt (deutlich längere Fußwege von und zum Bahnhof), zusätzlich müssen in Zukunft Straßen überquert werden um den Bahnhof zu erreichen, was den Zeitaufwand noch mal erhöht.
die beiden neuen Haltestellen sind nur geringfügig größer als das erlaubte Mindestmaß, dass mag irgendwo an Außenstrecken reichen, nicht aber bei so hoch frequentierten Haltestellen wie am Bahnhof.
-Endpunkt der Strecke im "Niemandsland".
-die Streckenkapazität reicht gerade mal dafür aus die heutigen Verkehrsbedürfnisse zu erfüllen, aber nicht um zukünftige Fahrgaststeigerungen zu verkraften. (Obwohl die hier fahrende Linie 10 bereits den dichtesten Takt in Hannover fährt (alle 7,5 Minuten)), fährt auf fast ganzer Linienlänge der 10 (wenn das Projekt realisiert ist erhöht sich das ganze noch) die Buslinie 700 im ebenfalls sehr dichten Takt parallel. Für den Augenblick ist das Ganze noch als barrierefreie Alternative vertretbar, da die 10 bisher noch mit nur sehr wenigen Hochbahnsteigen versehen ist, dass ist aber eigentlich keine Dauerlösung.

Ich hoffe, ich habe die Frankfurter jetzt nicht mit zu vielen Details des doch sehr Hannover spezifischen Thema gelangweilt, aber es war ja nach Anwohner Meinungen gefragt worden.

Wegfallende Parkplätze sind bei dem Projekt eigentlich nicht so sehr das Thema, eher die zukünftige Anbindung einiger Parkhäuser, die wohl nicht so toll ist, da ich aber kein Autofahrer bin, kann ich dazu nicht so viel sagen und auch in meinem Bekanntenkreis nutzen eigentlich die meisten Personen den ÖPNV oder das Rad um in die Innenstadt zu kommen.
Das sind jetzt allerdings nicht so sehr die Meinungen der Anwohner. Die sind vielmehr bei der Diskussion, die zwar lang und breit geführt wurde, eher zu kurz gekommen. Projekt Zehn Siebzehn ist auch auf vielen Abschnitten strukturell nicht vergleichbar mit dem barrierefreien Ausbau der U5 in Frankfurt in der Eckenheimer Landstraße im Bereich der Haltestellen Glauburgstraße und Musterschule. Dort ist eher Wohnbebauung vorherrschend, während vor allem die Kurt-Schumacher-Straße eher von Geschäften dominiert ist. In Frankfurt beispielsweise stritten sich die Anwohner über die Frage Hochbahnsteige auf ganzer Länge und an welcher Stelle genau. Die in Hannover eher typischen Mittelhochbahnsteige fielen in Frankfurt sofort durch, die Anwohner wollten unbedingt Seitenhochbahnsteige, die dann wegen der Enge der Straße versetzt geplant wurden. Diskussionen über das Wie der Hochbahnsteige im Rahmen von Projekt Zehn Siebzehn fanden dagegen kaum statt, obwohl die Pläne dafür mehrfach geändert wurden. Ich vermute mal, dass selbst heute viele Anwohner nicht wissen, ob z. B. an der Haltestelle Glocksee ein Mittelhochbahnsteig gebaut wird, oder Seitenhochbahnsteige.
In der Limmerstraße (da fährt die Linie 10 durch auf ihrem Weg zur Innenstadt) dagegen sah das ganz anders aus, aber die gehört eigentlich nicht zu den Projekt Zehn Siebzehn Bauarbeiten, über die jetzt im Nachbargleis http://www.infra-hannover.de/wp-content/…eis_01_2016.pdf berichtet wird. In der Limmerstraße diskutierten die Anwohner des Stadtteils intensiv über die Gestaltung der Hochbahnsteige, die ja auch dort in den nächsten Jahren barrierefrei umgebaut werden müssen. Die Situation in der Limmerstraße ist eher vergleichbar mit der in der Eckenheimer Landstraße in Frankfurt.

10

Dienstag, 15. März 2016, 21:12

Wie hängen Infra und Üstra zusammen? Tochterfirma oder unabhängige Einheiten im ,Konzern' ?




"Gesellschaft
Die infra wurde neben der Stadtwerke Hannover AG und der üstra AG als weitere Tochter der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG) gegründet. Eigentümer der Holdinggesellschaft VVG sind die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover. Die Region Hannover ist gesetzlicher Aufgabenträger für den ÖPNV. Sie gleicht die Verluste aus, die in der VVG aus der Vorhaltung der Schieneninfrastruktur durch die infra entstehen."
Quelle: http://www.infra-hannover.de/unternehmen/
Statt Mutter-Tochter müsste man wohl eher von Geschwistern sprechen.

K-Wagen

FNF-User

Beiträge: 4 402

Wohnort: Frankfurt Praunheim

Beruf: Maus Schubser im Software Support

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 16. März 2016, 12:44

Condors Frage hatte mich auch nach diesem Zitat aus der Zeitschrift "Nachbargleis" beschäfigt:

Zitat

Sie kennen die üstra, die die Stadtbahnen
fahren lässt. Die Gesellschaft, die die
Schienen betreut, auf denen die Stadt-
bahnen fahren, heißt infra – Infrastruktur-
gesellschaft Region Hannover. Sie verant-
wortet jeden Meter Gleis


Das hörte sich für mich nach dem "Deutsche Bahn" Prinzip an,- Trennung zwischen Fahrweg und dem Betrieb von Zügen, was Ausschreibungen und die Zulassung weiterer Zugbetreiber Unternehmen erleichtert.
Dies ist aber wohl glücklicherweise nicht Sinn der Trennung.

Auch die Gleispläne ist Zustand und geplanter Zustand habe ich dann richtig gedeutet,- das Theater wird abgehängt. Laut Gleisplan Web endet(e) dort das Gleis in einer Stumpfendstelle?
Ich kenne die Örtlichkeiten überhaupt nicht.
http://www.ginnheimer-kurve.de

Lasst endlich die Zweiachser wieder frei !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »K-Wagen« (16. März 2016, 12:46)


12

Mittwoch, 16. März 2016, 17:20

Auch die Gleispläne ist Zustand und geplanter Zustand habe ich dann richtig gedeutet,- das Theater wird abgehängt. Laut Gleisplan Web endet(e) dort das Gleis in einer Stumpfendstelle?
Ich kenne die Örtlichkeiten überhaupt nicht.
Jetziger Zustand: Die Linien 10 und 17 fahren ab Goetheplatz gemeinsam die selbe Strecke Richtung Aegidientorplatz:
Goetheplatz > Clevertor > Steintor > Hauptbahnhof(Vorplatz) > Thielenplatz/Schauspielhaus > Aegidientorplatz (=Endstation oberirdisch)

Jetzt der Vergleich, der zeigt welche Änderungen durch das Projekt Zehn Siebzehn eintreten: (Rot=entfällt, Grün=kommt neu dazu)

alt:
Goetheplatz > Clevertor > Steintor > Hauptbahnhof(Vorplatz) > Thielenplatz/Schauspielhaus > Aegidientorplatz (=Endstation
oberirdisch)

neu:
Goetheplatz > Clevertor > Steintor > Hauptbahnhof/Rosenstraße* > Hauptbahnhof/Lister Meile* > Hauptbahnhof(Vorplatz)
> Thielenplatz/Schauspielhaus > Aegidientorplatz (=neue Endstation
oberirdisch)

Dazu folgende Anmerkungen: Der Wegfall der Haltestellen "Thielenplatz/Schauspielhaus" und "Aegidientorplatz" wird mit mangelnder Nachfrage begründet. Tatsächlich leeren sich die Wagen am Hauptbahnhof bis auf wenige Fahrgäste.

Hauptbahnhof/Rosenstraße bringt die Fahrgäste zumindest in die Nähe der alten Haltestelle auf dem Bahnhofsvorplatz (Distanz ca. 100 m). Die Haltestelle liegt zwischen Andreaestraße und Rosenstraße und wird als Hochbahnsteig gebaut.

Hauptbahnhof/Lister Meile ermöglicht den Fahrgästen einen kürzeren Umstieg zu den unterirdischen Stadtbahnlinien, die ja nicht direkt unter dem Bahnhof sondern hinter dem Bahnhof unterirdisch halten. Dazu müssen neue Gleise gelegt werden im sogenannten "Posttunnel" in der Bahngleise-Unterführung. Auch der neue Endpunkt Hauptbahnhof/Raschplatz hat einen Hochbahnsteig.

Die Haltestelle Clevertor entfällt mit der Begründung, dass die Haltestelle Steintor verlegt wird und sehr dicht heranrückt.
Bei dieser Seite auf openstreetmap sind die Bahnsteige der unterirdischen Stadtbahnlinien violett eingezeichnet. Auf einem der beiden steht Raschplatz geschrieben. Unter diesem Raschplatz befinden sich die unterirdischen Bahnsteige. Die neue oberirdische Endstation der Linien 10 und 17 befindet sich auf der Lister Meile zwischen Rundestraße und Berliner Allee. http://www.openstreetmap.org/#map=17/52.….74098&layers=T

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »HansW« (16. März 2016, 17:24)


13

Mittwoch, 16. März 2016, 18:42

User HansW = User Anorak ? (...)
User HansW kennt User Anorak, aber der hat sich schon länger nicht mehr zu Wort gemeldet. Bei der Diskussion in einem Forum sollte es keinesfalls darum gehen, mit mehreren Leuten ein Kesseltreiben zu veranstalten, falls das deine Befürchtung ist: Entwarnung!


Gewisse Übereinstimmungen in der Art der Argumentation klangen danach, allerdings fehlt bisher noch die überschwängliche Pro-Argumentation für Projekt 10/17.

Wie hängen Infra und Üstra zusammen? Tochterfirma oder unabhängige Einheiten im ,Konzern' ?


Die Infra ist seit 2001 Eigentümerin des Streckennetzes inklusive der Tunnelanlagen, während die Üstra für den Betrieb zuständig ist.

Das sind jetzt allerdings nicht so sehr die Meinungen der Anwohner. Die sind vielmehr bei der Diskussion, die zwar lang und breit geführt wurde, eher zu kurz gekommen. Projekt Zehn Siebzehn ist auch auf vielen Abschnitten strukturell nicht vergleichbar mit dem barrierefreien Ausbau der U5 in Frankfurt in der Eckenheimer Landstraße im Bereich der Haltestellen Glauburgstraße und Musterschule. Dort ist eher Wohnbebauung vorherrschend, während vor allem die Kurt-Schumacher-Straße eher von Geschäften dominiert ist. In Frankfurt beispielsweise stritten sich die Anwohner über die Frage Hochbahnsteige auf ganzer Länge und an welcher Stelle genau. Die in Hannover eher typischen Mittelhochbahnsteige fielen in Frankfurt sofort durch, die Anwohner wollten unbedingt Seitenhochbahnsteige, die dann wegen der Enge der Straße versetzt geplant wurden. Diskussionen über das Wie der Hochbahnsteige im Rahmen von Projekt Zehn Siebzehn fanden dagegen kaum statt, obwohl die Pläne dafür mehrfach geändert wurden. Ich vermute mal, dass selbst heute viele Anwohner nicht wissen, ob z. B. an der Haltestelle Glocksee ein Mittelhochbahnsteig gebaut wird, oder Seitenhochbahnsteige.
In der Limmerstraße (da fährt die Linie 10 durch auf ihrem Weg zur Innenstadt) dagegen sah das ganz anders aus, aber die gehört eigentlich nicht zu den Projekt Zehn Siebzehn Bauarbeiten, über die jetzt im Nachbargleis http://www.infra-hannover.de/wp-content/…eis_01_2016.pdf berichtet wird. In der Limmerstraße diskutierten die Anwohner des Stadtteils intensiv über die Gestaltung der Hochbahnsteige, die ja auch dort in den nächsten Jahren barrierefrei umgebaut werden müssen. Die Situation in der Limmerstraße ist eher vergleichbar mit der in der Eckenheimer Landstraße in Frankfurt.


Die Anwohnermeinung gibt es sowieso nicht. Außerdem schrieb ich auch, dass ich meine Kritikpunkte an dem Projekt aufgelistet habe, je nach bevorzugter Meinung gibt es da sowieso unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Für die Befürworter des D-Tunnels ist jeder Cent der in die Oberflächenstrecke gesteckt wird ein Schritt in die falsche Richtung, auch die Befürworter einer Niederflurlösung werden mit der Lösung nicht zufrieden sein. Fakt ist auf jedenfall, dass das Projekt 10/17 nicht allzu viele Befürworter hat.
Die Begrenzung der Hochbahnsteiglänge auf 45 Meter länge für die D-Strecke ist hauptsächlich als fauler Kompromiss für die Limmerstraße entstanden um die Niederfluranhänger zu beruhigen. Da Limmerstraße und Projekt 10/17 beide zur D-Strecke gehören, hängen beide zusammen und können nicht so einfach getrennt betrachtet werden.
Mittelhochbahnsteige sind in Hannover übrigens nicht so typisch, in der Regel werden sie nur da gebaut, wo die Platzverhältnisse nichts anderes zulassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »521« (16. März 2016, 18:44)


14

Mittwoch, 16. März 2016, 20:14

Lange Hochbahnsteige - weite Wege zu kurzen Bahnen

Die Anwohnermeinung gibt es sowieso nicht. Außerdem schrieb ich auch, dass ich meine Kritikpunkte an dem Projekt aufgelistet habe, je nach bevorzugter Meinung gibt es da sowieso unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Für die Befürworter des D-Tunnels ist jeder Cent der in die Oberflächenstrecke gesteckt wird ein Schritt in die falsche Richtung, auch die Befürworter einer Niederflurlösung werden mit der Lösung nicht zufrieden sein. Fakt ist auf jedenfall, dass das Projekt 10/17 nicht allzu viele Befürworter hat.
Die Begrenzung der Hochbahnsteiglänge auf 45 Meter länge für die D-Strecke ist hauptsächlich als fauler Kompromiss für die Limmerstraße entstanden um die Niederfluranhänger zu beruhigen. Da Limmerstraße und Projekt 10/17 beide zur D-Strecke gehören, hängen beide zusammen und können nicht so einfach getrennt betrachtet werden.
Mittelhochbahnsteige sind in Hannover übrigens nicht so typisch, in der Regel werden sie nur da gebaut, wo die Platzverhältnisse nichts anderes zulassen.
Die Begrenzung der Hochbahnsteiglänge auf 45 m für die Hochbahnsteige in der Limmerstraße muss tatsächlich in Zusammenhang gesehen werden mit Projekt Zehn Siebzehn. Aber ich würde es nicht als "faulen Kompromiss bezeichnen", mit dem die Niederfluranhänger beruhigt werden sollen. Denn auch die neuen Innenstadthochbahnsteige profitieren davon, dass sie nur 45m lang gebaut werden. Hochbahnsteige haben selbst dann, wenn sie filigran gestaltet werden, immer auch eine gewisse Barrierewirkung.
Befürworter verweisen allerdings gerne darauf, dass die Fahrgäste auf den Hochbahnsteigen vor Autofahrern geschützt sind.
Ich denke man muss jetzt das Beste draus machen und versuchen die Vorteile zu sehen. Zum Beispiel haben Hochbahnsteige im Vergleich zu Niederflurbahnsteigen eine höheren Aufmerksamkeitswert. Man kann sie schon aus großer Entfernung sehen und sie signalisieren überdeutlich: Hier fährt die Stadtbahn! Dazu kommt, dass die drei Innenstadthochbahnsteige aufwendig gestaltete Aufbauten erhalten sollen. Hier ein Link zur entsprechenden Internetseite der Region und der Stadt Hannover: http://www.hannover.de/Leben-in-der-Regi…tungswettbewerb Und hier ein Link zum Sieger-Entwurf für den Hochbahnsteig Hauptbahnhof/Rosenstraße http://www.hannover.de/content/download/…osenstrasse.pdf
Und es gibt noch einen Vorteil der kurzen Hochbahnsteige für Zweiwagenzüge:
Bei langen Hochbahnsteigen verlängern sich die Zuwege zu den Wagen, wenn zum Beispiel in den verkehrsschwachen Zeiten nur Zweiwagenzüge statt Dreiwagenzüge zum Einsatz kommen. Wer schon mal auf der Messestrecke deshalb seine Stadtbahn verpasst hat, weiß wovon ich rede. Dort ist es allerdings extrem ungünstig weil die Hochbahnsteige 100m lang sind (für die Vier-Wagen-Sonderzüge zur Messe).
Hier ein Bild vom 70m langen Hochbahnsteig Spannhagengarten, an dem gerade ein Zweiwagenzug eingefahren ist:


15

Mittwoch, 16. März 2016, 23:21

Die Anwohnermeinung gibt es sowieso nicht. Außerdem schrieb ich auch, dass ich meine Kritikpunkte an dem Projekt aufgelistet habe, je nach bevorzugter Meinung gibt es da sowieso unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Für die Befürworter des D-Tunnels ist jeder Cent der in die Oberflächenstrecke gesteckt wird ein Schritt in die falsche Richtung, auch die Befürworter einer Niederflurlösung werden mit der Lösung nicht zufrieden sein. Fakt ist auf jedenfall, dass das Projekt 10/17 nicht allzu viele Befürworter hat.
Die Begrenzung der Hochbahnsteiglänge auf 45 Meter länge für die D-Strecke ist hauptsächlich als fauler Kompromiss für die Limmerstraße entstanden um die Niederfluranhänger zu beruhigen. Da Limmerstraße und Projekt 10/17 beide zur D-Strecke gehören, hängen beide zusammen und können nicht so einfach getrennt betrachtet werden.
Mittelhochbahnsteige sind in Hannover übrigens nicht so typisch, in der Regel werden sie nur da gebaut, wo die Platzverhältnisse nichts anderes zulassen.
Zur Hochbahnsteiglänge hatte ich ja schon was geschrieben. Und eigentlich war es genau das, was ich beispielhaft zu der Bemerkung, "Fakt ist auf jedenfall, dass das Projekt 10/17 nicht allzu viele Befürworter hat." als Antwort schreiben wollte. Die Gräben sind frisch und tief, die durch die Diskussion über die Zukunft der Stadtbahnlinien 10 und 17 aufgerissen wurden. Und der gefundene Kompromiss wird immer noch vielfach auf beiden Seiten (Niederflurbefürworter hier und Tunnelbefürworter da) zum Teil massiv beargwohnt. Oder gar einfach nur als nicht hinnehmbar bezeichnet. Deshalb wohl auch deine Feststellung: "Fakt ist auf jedenfall, dass das Projekt 10/17 nicht allzu viele Befürworter hat." Es wäre aber schlimm, wenn es einfach nur bei dieser Fesstellung bliebe.
Deshalb auch der relativ hohe Aufwand der Infra, die Vorteile des Projektes herauszustellen und die Baumaßnahmen detailiert zu erläutern. Das finde ich gut und dringend notwendig. Deshalb auch von mir hier im Frankfurter Nahverkehrsforum der Hinweis auf Projekt Zehn Siebzehn, um mal ein paar Vergleichsmöglichkeiten zu bekommen, mit ähnlich gelagerten Baumaßnahmen und den Diskussionen drum rum in einer anderen Stadt. Sozusagen der Blick über den Kirchturm hinaus. Verbunden mit der Hoffnung, das sich das Gefühl einstellt: "So schlimm ist es ja gar nicht, was da jetzt geschieht in Hannover. Anderswo gibt es ähnliche Probleme und auch da gibt es keine perfekten Ideallösungen aus einem Guss. Vielleicht wird man dann eines Tages feststellen: "Fakt ist auf jedenfall, dass das Projekt 10/17 einmal nicht allzu viele Befürworter hatte. Fakt ist aber auch, dass sich aus heutiger Sicht einiges zurechtgeruckelt hat, und auch Vorteile der Kompromisslösung zu Tage treten."

16

Donnerstag, 17. März 2016, 07:55

Zu den langen Bahnsteigen: Kurze Bahnsteige heißt nicht unbedingt kurze Wege. Wenn eine Verlängerung schon optional vorgeplant ist, kann der Weg trotzdem genauso weit bis zur nächsten Querungsmöglichkeit sein. Ein Beispiel aus Ffm, Tram 11 im Westen: Die NF Bahnsteige sind 30m, die Zugänge einer Seite sind ewig lang, da gebaut für eine eventuelle Umstellung auf 75m Stadtbahngarnituren.
Hochbahnsteige müssen nicht ausschließlich von den Enden her erschlossen werden, es gibt in Ffm auch Abgänge in mittiger Lage.
Zu guter letzt ist das alles sehr subjektiv und individuell, je nach dem wo jemand (geografisch gesehen) herkommt. Auch auf Straßenniveau hält die Bahn nicht an jeder x-beliebigen Stelle.

17

Freitag, 18. März 2016, 09:47

Vergleich Wickerer Straße - Mönchhofstraße auf der Linie 11 in Frankfurt und Vergleich mit Projekt 10 17 Haltestellensituation in Hannover

Zu den langen Bahnsteigen: Kurze Bahnsteige heißt nicht unbedingt kurze Wege. Wenn eine Verlängerung schon optional vorgeplant ist, kann der Weg trotzdem genauso weit bis zur nächsten Querungsmöglichkeit sein. Ein Beispiel aus Ffm, Tram 11 im Westen: Die NF Bahnsteige sind 30m, die Zugänge einer Seite sind ewig lang, da gebaut für eine eventuelle Umstellung auf 75m Stadtbahngarnituren.
Hochbahnsteige müssen nicht ausschließlich von den Enden her erschlossen werden, es gibt in Ffm auch Abgänge in mittiger Lage.
Zu guter letzt ist das alles sehr subjektiv und individuell, je nach dem wo jemand (geografisch gesehen) herkommt. Auch auf Straßenniveau hält die Bahn nicht an jeder x-beliebigen Stelle.

Hallo Condor,

die Bahnsteigsituation für die Straßenbahn in der Mainzer Landstraße (ist das die Strecke, die du mit Tram 11 im Westen gemeint hast?) kenne ich kaum aus eigener Anschauung, aber es gibt ja google streetview. Zwei Haltestellen auf der Strecke hab ich mir angesehen:
Wickerer Straße (noch nicht umgebaut) und Mönchhofstraße.
Bei der Haltestelle Wickererstraße hält die Straßenbahn "klassisch" in der Mitte der Straße. Beim Halten der Straßenbahn schaltet die Ampel am Ende der Haltestelle für den Parallelverkehr auf Rot, so dass die Fahrgäste gefahrlos die beiden Fahrbahnen überqueren können und von jeder Stelle des Bürgersteigs aus direkt zur nächsten Straßenbahntür gehen können, bzw. umgekehrt beim Aussteigen direkt auf den gegenüberliegenden Bürgersteig zusteuern können. Fahrgäste die von der anderen Seite zusteigen wollen, müssen zuvor die Fußgängerampel benutzt haben um auf ihre Abfahrseite zu kommen.
https://www.google.de/maps/place/Moselst…c46cf281dac3729
Bei der Haltestelle Mönchhofstraße hält die Straßenbahn an einem Niederflurbahnsteig, der ein ebenerdiges Ein- und Aussteigen ermöglicht. An beiden Enden des ca. 70m langen Bahnsteiges ist eine Fußgängerampel (zumindest an der stadtauswärtsführenden Fahrbahn), so dass Fahrgäste den Hochbahnsteig von beiden Enden erreichen können.
Vermutlich wird Wickerstraße ebenso umgebaut werden, (oder ist bereits so umgebaut worden)?

An der "klassischen" Haltestelle Wickererstraße ist es "wurscht" wie lang die Tram ist. Bei der Haltestelle Mönchhofstraße sieht das anders aus. Komme ich als Fahrgast zum Beispiel aus der Weilbachstraße, muss ich mich entscheiden, ob ich an der Fußgängerampel am vorderen oder hinteren Ende der Haltestelle die Straße überquere. Und je nachdem wie ich mich entscheide und wie die Tram hält ist es ein längerer oder kürzerer Weg zum nächst gelegenen Einstieg.
https://www.google.de/maps/place/Moselst…c46cf281dac3729

Freilich der Vorteil der Ausbaufähigkeit für 70m lange Bahnen überwiegt in Frankfurt. Aber genau das, so argumentieren die Initiatoren von Projekt Zehn Siebzehn, ist in Hannover nicht angestrebt. Hier in Hannover wird auf der Linie 10 ein dauerhafter Betrieb von Zweiwagenzügen angenommen. (50m lang, wie die U5-50 in Frankfurt - in Hannover ist es der "Silberpfeil" als TW2500)

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »HansW« (18. März 2016, 09:52)


18

Freitag, 18. März 2016, 10:48

Bitte bedenkt, daß die Straßenbahnen in Frankfurt 30m lang und 2,40 breit sind (S-Wagen). Abgesehen von der Stadionlinie 20 verkehren sie auch nur in Einfachtraktion.
Doppeltraktionen auf der Mainzer sind auf absehbare Zeit nicht möglich oder geplant. Höhere Leistung muß also durch Takterhöhung oder Umlenkung auf U+S-Bahn bewirkt werden.
siehe auch Gleisplan

Die U5 in der Eckenheimer Landstraße mit max. 75m (3xU5) und 5min-Takt wird also um einiges leistungsfähiger als 11+21 in der Mainzer Landstraße sein.

19

Freitag, 18. März 2016, 11:28

@HansW: Das ist ja, es hängt davon ab, woher ich komme und will: Mönchhofstraße : Von der Straßenbahn zum Bus 34 ist es relativ weit, in die Schmittstraße dagegen nah. Das wäre auch bei 30m Bahnsteigen genauso. Für einige ist es weiter, für andere nicht.

20

Freitag, 18. März 2016, 18:29

Mönchhofstraße mit und ohne Wendeschleife im älteren und neueren Satellitenfoto von google-earth

Beim Versuch, mit google map-earth, mir einen Überblick über die Situation an der Haltestelle Mönchhofstraße zu verschaffen, ist mir was Kurioses aufgefallen:
https://www.google.de/maps/place/M%C3%B6…0a2c35904569580

Geht man auf die angegebene Seite von google map-earth, dann sieht man eine Wendeschleife für die Straßenbahn. Sowie man jedoch ein kleines Stück zurückzoomt (durch Scrollen oder anklicken des Minus-Buttons), kommt ein neueres Satellitenbild, auf dem die Wendeschleife nicht zu sehen ist. Stattdessen ist dort ein Parkplatz. Das gilt auch für den Haltestellenumbau Mönchhofstraße. Da wird es aber nicht so klar und sofort augenfällig, dass sich was geändert hat. Die geänderte Form der Wartehäuschen-Dächer ist noch mit am auffälligsten.

Hat jetzt viellecht nicht so unmittelbar mit dem Thema zu tun. Fiel mir aber auf. Vielleicht findet's ja auch noch ein anderer Forenbesucher interessant, das auszuprobieren.

Ähnliche Themen